Beiträge von ffm_1991

    Guten Abend zusammen,

    vielen Dank für die vielen Kommentaren in so kurzer Zeit. Das hilft mir schon weiter. Gerne mehr davon.

    Derzeit tendiere ich dazu den Cash-Anteil so zu belassen und monatlich einen kleinen Teil der Sparrate auch weiter in den Cash-Teil fließen zu lassen.

    Sollten wir uns am Ende doch gegen einen Kauf entscheiden, haben wir eben unter Umständen etwas Rendite liegen gelassen. Aber wenn es doch schon früher als später dazu kommt wäre schon ärgerlich, viele Anteile mit Verlust verkaufen zu müssen.

    Hallo zusammen,

    ich wollte einmal in die Runde fragen, ob es hier Leute gibt, die in einer ähnlichen Situation sind oder waren und welche Gedanken oder Erfahrungen ihr dazu habt.

    Kurz zu meinen Eckdaten: Ich bin 35, lebe mit meiner Verlobten in Düsseldorf zur Miete (relativ günstig), habe ein solides Einkommen und habe seit meinem Berufseinstieg konsequent in ETFs investiert. Aktuell besteht mein Depot aus ca. 400k€ in ETFs und rund 40k€ in Cash bzw. Geldmarktfonds. Unsere Sparrate ist aktuell recht hoch (~5.500€ monatlich). Meine Verlobte hat aktuell ca. 50k€ Vermögen aufgebaut.

    In letzter Zeit habe ich meine Cash-Quote etwas erhöht (bzw. meinen ETF-Sparplan trotz Gehaltsveränderung nicht angepasst). Hintergrund ist, dass wir uns zwar aktuell in der Stadt sehr wohlfühlen und hier auch erstmal bleiben wollen, uns aber perspektivisch mit Kindern durchaus vorstellen können ins Umland zu ziehen und eine Immobilie zu kaufen, wobei das "wann" (und auch das "ob") noch total offen ist. Gleichzeitig habe ich schon auch FOMO, mögliche Kursgewinne in den nächsten Jahren zu verpassen, wenn ich stärker auf Cash setze.

    Daher meine Frage: Wie seid ihr in einer ähnlichen Situation vorgegangen? Weiterhin stärker in risikobehaftete Assets investieren und im Zweifel später umschichten oder bewusst mehr Liquidität aufbauen, um flexibel zu bleiben? Mir ist bewusst, dass das natürlich auch sehr individuell ist.

    Ich freue mich sehr über eure Gedanken und Erfahrungen!

    Liebe Grüße

    Vielen Dank für die ganzen weiteren Kommentare.

    160k sind lange nicht in Sicht.

    Den Anstieg/Einführung des Zusatzbeitrags habe ich nicht berücksichtigt.

    Ebensowenig die Auswirkungen auf das zu versteuernde Einkommen. Danke für die Hinweise.

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die Beiträge. Die Zusatzinfos sowie andere Blickwinkel sind allesamt sehr hilfreich

    DancingWombat:

    Danke für die Pro-PKV Argumente. Kann ich sehr gut nachvollziehen.

    Dr. Schlemann:

    Gem. meiner Recherche lag die BMG in 1995 bei 2.684€ brutto bei einem GKV-Satz von 13,5% (macht 362€). Heute liegt die BMG bei 5.5124€ brutto bei einem GKV-Satz von 14,6% (macht 805€). Dies ergibt eine Steigerungsrate p.a. von 2,7%. Habe ich etwas übersehen?

    Ich verspüre ein starkes Ungerechtigkeitsgefühl, wenn jemand mit PKV eine Psychotherapie nach 2 Wochen bekommt, während der GKV-Versicherte mit der gleichen Erkrankung 3 Jahre auf einer Warteliste steht.

    Einkommensverursachte Ungleichheiten bei Konsumverhalten / Größe der Wohnung etc. rufen bei mir ein weniger starkes Ungerechtigkeitsgefühl hervor.

    Referat Janders:

    Guter Punkt. Ist nicht mit einkalkuliert, das muss ich noch nachholen.

    Hallo zusammen,

    ich habe mich in den letzten Tagen etwas mit dem Thema PKV auseinandergesetzt.

    Bevor ich nun richtig tief grabe und mich auch professionell beraten lasse, würde ich euch gerne mal meine Situation schildern, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob die Entscheidung ein No-Brainer in die eine oder andere Richtung ist:

    Meine Ausgangslage:

    - 33 Jahre, männlich

    - bald verheiratet, Kinder in den nächsten Jahren geplant (diese würden bei mir versichert sein)

    - angestellt, Einkommen ~100k€ p.a.

    Ich habe nun mal folgende Bierdeckelrechnung erstellt

    Annahmen allgemein:

    - Renteneintritt mit 67 Jahren

    - Erreichtes Alter von 90 Jahren

    - Diskontierungszinssatz 4%

    - 50% AN-Anteil für GKV / PKV bis zum Renteneintritt

    Annahmen GKV-spezifisch:

    - mein derzeitiger Rentenanspruch liegt bei 3.400€ p.m., Steigerung um 2% pro Jahr auf 6.536€ p.m. mit Renteneintritt (unter der vereinfachten Annahme, dass ich bis 67 oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze für die Rente verdiene)

    - Beitragssteigerung GKV: 3% pro Jahr

    - 16% GKV sowie 3% PV im Rentenalter (keine Abgaben auf weitere Einkünfte)

    Annahmen PKV-spezifisch:

    - Kosten für Tarif PKV: 700€ p.m.

    - Beitragssteigerung PKV: 3% pro Jahr

    - Kostenerstattung (aufgrund der Nicht-Inanspruchnahme von Leistungen, da derzeit kerngesund): 1.000€ p.a. für die nächsten 10 Jahre

    - 2 Kinder, Kosten pro Kind in PKV: 150€ p.m., jeweils 25 Jahre lang

    Kosten (diskontiert) GKV:

    - Kosten bis 67 (Renteneintritt): -191k€

    - Kosten von 67 bis 90: -73k€

    - Gesamtkosten: -264k€

    Kosten (diskontiert) PKV:

    - Kosten bis 90: -248k€

    - Kosten für 2 Kinder: -71k€

    - Kosten für Beitragsrückerstattung: +8k€

    - Gesamtkosten: -311k€


    Fazit:

    Die Rechnung ergibt rein kostenmäßig eine Ersparnis der GKV ggü. der PKV von rund 50k€. Dies deckt sich auch mit den Aussagen, dass man nicht aus rein finanziellen Gesichtspunkten in die PKV wechseln sollte. Folgende weitere Faktoren machen mich dementsprechend zurückhaltend, in die PKV zu wechseln:
    - Ich hab eine grundsätzliche Abneigung gegen das 2-Klassen-System

    - Ich empfinde das Vorstrecken und Einreichen von Rechnungen als lästig

    - Ich bin (zumindest derzeit, aber bin halt auch jung und gesund) mit den Leistungen der GKV zufrieden

    Geht ihr diese Rechnung/Argumentation in etwa so mit? Habe ich irgendetwas vergessen? Gibt es Schwächen in den zugrundeliegenden Annahmen? Ich hoffe, die Rechnung ist so nachvollziehbar (stelle natürlich auch gerne die Excel zur Verfügung 😊).

    Ich freue mich über jeden konstruktiv gemeinten Beitrag

    Viele Grüße