Beiträge von sam51

    Meines Erachtens geht es hier überwiegend um Erkenntnisse zur Steuerpflicht, oder besser gesagt, Schlupflöcher zu schließen. Ob ein Konto in Liechtenstein oder sonst irgendwo, sicherer als in Deutschland ist, wage ich ernsthaft zu bezweifeln.

    Um welche Erkenntnisse zur Steuerpflicht sollte es wohl gehen? Den Allgemeinen Informationsaustausch (AIA) gibt es schon lange. Da werden den Finanzbehörden einmal jährlich dein Kontostand und deine Kapitalerträge mitgeteilt.

    Ein Konto in der Schweiz oder in Liechtenstein, so man denn überhaupt eines bei einer Bank bekommt, ist in dieser Hinsicht nicht besser oder schlechter als eines in Deutschland. Der deutsche Staat hat zwar keinen direkt Zugriff darauf, aber genügend Möglichkeiten, indirekten Zugriff zu erlangen. Nach kürzlich getätigten Äußerungen von Politikern wie Merz, Reiche und von der Leyen ist es nicht völlig abwegig, davon auszugehen, dass der klamme Staat gerne die Billionen von Euro auf den Konten seiner Bürger "aktivieren" möchte. Wie so etwas ausgestaltet sein könnte, da dürften einige in Berlin und Brüssel schon ihre Ideen haben. Denkbar wäre zum Beispiel, dass jeder ab einem bestimmten Kontostand per Gesetz in Eurobonds oder ähnliche Konstrukte investieren muss.

    In einem solchen Szenario bekäme man in Deutschland einen entsprechenden Bescheid, dessen Höhe sich auf alle Konten, auch auf die im Ausland, beziehen würde. Unter diesem Gesichtspunkt bieten Auslandskonten keinen besonderen Schutz vor staatlichem Zugriff.

    Den einzigen Vorteil eines Kontos bei einer Bank außerhalb der EU sehe ich darin, dass man bei dieser Bank dann die Möglichkeit hat, ein Schließfach zu mieten. Was sich in einem solchen Schließfach befindet, kann man mit extrem hoher Sicherheit als geschützt vor staatlichem Zugriff ansehen. Da müsste dann doch schon Peer Steinbrücks Kavallerie anrücken, um das zu ändern.

    Die günstigste Variante ist schlicht der weitere Ausbau von EE weit über den täglichen Bedarf hinaus, der Ausbau von Speichern + Netzausbau in Alpine / Skandinavische Regionen in denen sich Wasser prima die Berge rauf Pumpen lässt.

    Auch eine sehr große Zahl multipliziert mit Null ergibt Null. Ich kann noch so viele Windräder und Solarpaneele aufstellen. Bei Flaute und in der Nacht erzeugen die keinen Strom.

    Die Schweiz und Österreich werden sicherlich mit Begeisterung ihre Landschaft fluten, um den deutschen Irrweg in der Energieversorgung zu unterstützen. Wenn mich meine Geographie-Kenntnisse nicht täuschen, ist Skandinavien nun gar nicht geeignet für Pumpspeicher. Insbesondere Norwegen gewinnt seine elektrische Energie aus Laufwasser-Kraftwerken.

    Lass mich deine Situation kurz zusammenfassen. Du hast vor 15-20 Jahren ein Fach studiert, das dir wahrscheinlich Spaß gemacht hat. Allerdings ist ein Studium der Geographie nicht die gefragteste Ausbildung, um auf dem Arbeitsmarkt Erfolg zu haben. Nach deinem Weggang von der Uni hast du eine fachfremde Tätigkeit ergriffen. Aus hier nicht näher bekannten Gründen hast du diese Tätigkeit aufgegeben und bist in eine strukturschwache Region gezogen. Man darf hier private Gründe vermuten. Stand heute hast du eine Teilzeitstelle als Sachbearbeiterin, möchtest dich aber weiterqualifizieren, um dein Gehalt zu steigern und auch für die Zukunft abgesichert zu sein.

    Damit hast du dich in eine für den Arbeitsmarkt, der sich aktuell in einem Abwärtstrend befindet, sehr ungünstige Position gebracht. Auch wenn es vielleicht etwas hart klingen mag, deine aktuelle Tätigkeit mit Excel und Stammdatenpflege in SAP kann jeder mit einer wissenschaftlichen Ausbildung wie deiner schnell erlernen. Es ist ein Anlernjob. Auch wenn deine Ideen zur Weiterbildung positiv zu sehen sind, so werden Dinge wie eine VHS-Teilnahmebescheinigung oder ein IHK-Zertifikat keinen besonderen Eindruck auf Bewerbungsempfänger machen. Wenn deine Arbeitsplatzsuche sich auf den näheren Umkreis deines Wohnortes beschränkst, sinken deine Chancen weiter.

    Was also kannst du realistisch tun? Aktuell schafft der Öffentliche Dienst eine Menge neuer Stellen. Ich würde mich versuchen, mich in dieser Richtung zu orientieren. Wenn du es schaffst, eine Vollzeitstelle dort zu bekommen, hast du schon mal einen großen Schritt gemacht. Dafür musst du allerdings auch bereit sein, deine Vorlieben für Excel und Daten nach hinten zu stellen. In deiner Situation ist die Jobsuche kein Wunschkonzert mehr. Ein sicherer Job sollte jetzt die absolute Priorität haben.

    Daraufhin habe ich mit "Antworten" versucht den Absender zu kontaktieren. Bisher habe ich weder eine automatisierte Eingangsbestätigung noch eine inhaltliche Antwort erhalten.

    Solche Mails werden von den Betrügern über irgendwelche gekaperten Mailservern versendet. Deine Antwort wird wohl im digitalen Nirvana gelandet sein. Grundsätzlich sollte man solche Mails einfach ignorieren und löschen.

    Hättest du die angegebene Telefonnummer angerufen, wärst du wahrscheinlich in einem C*ll Center auf dem Balkan gelandet. Ein perfekt deutsch sprechender, vorgeblicher Mitarbeiter der Bank hätte dann unter einem Vorwand versucht, an deine Zugangsdaten Online-Banking zu gelangen.

    Warum gefühlt alles schlechter wird? Der wahre Grund liegt in der vielgepriesenen Digitalisierung, die angeblich alles besser, schneller und billiger machen soll.

    Warum ist das so? Früher wurde praktisch jede Dienstleistung durch teure Mitarbeiter ausgeführt. Ob nun beim Einkauf, bei der Bank oder Versicherung. Irgendwann kam man auf die Idee, man könne ja durch den Einsatz von IT einige dieser teuren Mitarbeiter einsparen. Das führte dann dazu, dass man z.B. manche Unternehmen nur noch per C*ll Center erreichen konnte, in denen sehr günstige Mitarbeiter arbeiteten, deren geringere Qualifikation man durch IT-gestützte Prozesse hoffte kompensieren zu können.

    Einen großen Sprung gab es, als PCs weit verbreitet waren und diese permanent mit dem Internet verbunden waren. Ab da konnte man nämlich einen Teil der Arbeit aus dem Unternehmen auf den Kunden auslagern, was die Personalkosten drastisch reduzierte, denn der Kunde arbeitet umsonst. Der Pferdefuß an dieser Sache ist allerdings, dass softwaregestützte Prozesse einen genauen Ablauf verlangen. Das erklärt, warum bei Online-Shops, Online-Banken, Online-Versicherungen, Online-Zahlungsdienstleister usw. Standardprozesse sehr gut funktionieren. Treten dabei aber Situationen auf, die außerhalb des Standards liegen, öffnet sich das Tor zur Service-Hölle. Diesen Teil bekommt man leider prozesstechnisch nicht wegoptimiert.

    Daher versucht man, den Kunden bei solchen Anliegen bewusst fernzuhalten. Da wird dann das Kontaktformular auf der Webseite gut versteckt oder bei Anrufen steckt man den Kunden in eine Warteschleife, bis er entnervt aufgibt. Einen richtigen Schub hat diese Kundenabwimmelung mit KI erhalten. Da wird dann ein Chatbot präsentiert, der angeblich der Heilige Gral des Kundensupports sein soll. Das ist er wohl für das Unternehmen, jedoch nicht für die Kunden. Wer könnte es besser ausdrücken als eine KI selbst, in diesem Fall die von mir verwendete: "Die KI auf diesen Webseiten hat nicht die Aufgabe, den Kunden zu helfen, sondern die Kunden fernzuhalten."

    Unternehmen versuchen also, durch Digitalisierung die Kosten möglichst weit zu senken und gleichzeitig ihren Service auf einem Level zu halten, dass es keine Probleme mit den Aufsichtsbehörden gibt und es nicht allzu viele schlechte Bewertungen hagelt. Statistisch gesehen ist irgendwann jeder mal von einem solchen Fall betroffen, der nicht durch die Standardprozesse abgedeckt wird, und denkt sich dann: "Früher hat man da einfach angerufen und das Problem geklärt. Heute bekomme ich auf meine Mail-Anfrage irgendwelche Standardantworten und muss da tagelang herummachen." Und so bekommt jeder irgendwann den Eindruck, dass es früher doch besser war. Wenn auch nicht billiger.

    Ich würde behaupten, das gilt für jede Bank. Solange man die Bank nicht autorisiert. Wird man bei TR auch können.

    Das ist völliger Unfug. Natürlich darf ein Bankmitarbeiter auf ein Kundenkonto schauen, vorausgesetzt, er hat die dafür notwendige Berechtigung. Diese Berechtigung hängt an seiner Rolle in der Bank. Wer also z.B. die Rolle "Kundendienstmitarbeiter" zugeordnet hat, darf Konten einsehen. Andere Mitarbeiter, z.B. aus dem Back Office, haben diese Rollenzurordnung nicht und damit auch nicht diese Berechtigung.

    Ein Sonderfall sind noch einmal Mitarbeiter eines externen Dienstleisters, die z.B. Kundensupport in einem C*ll Center machen. Diese haben praktisch niemals die entsprechende Berechtigung. Das hat rein regulatorische Gründe. Ich würde daher einfach mal vermuten, dass die Support-Mitarbeiter nicht bei Trade Republic beschäftigt sind, sondern bei einer anderen rechtlichen Einheit. Das würde dann auch die seltsame anmutende Anforderung von Kontoauszügen des Kunden erklären. Bei einer richtigen Bank regelt man das anders. Da werden dann sinnvollerweise Mitarbeiter mit den notwendigen Berechtigung zur Prüfung von Geldwäsche-Verdachtsfällen eingesetzt.

    Dieser Text ist mit 100%-iger Sicherheit von einer KI produziert. In diesem Fall von Microsoft Copilot, leicht zu erkennen an der typischen Formatierung. Inhaltlich zeigt der natürlich genau in die Richtung, die der Prompt vorgegeben hat.

    Bei dieser Webseite handelt es sich um eine dieser typischen Seiten, die Leute, die auf jeden Blödsinn klicken, um vermeintlich Information zu bekommen, in den Werbesumpf locken.

    Künstliche Intelligenz ist praktisch. Verdammt praktisch sogar. Genau das macht sie sooo gefährlich. Nach ein paar guten Antworten behandelst du sie wie einen alten Kumpel und erzählst plötzlich Dinge, die nicht einmal der Nachbar wissen soll. Stopp, mach das nicht!

    Dabei hilft eine simple Kneipenregel: Würdest du diese Information laut am Tresen erzählen, während zwölf Fremde mithören? Nein? Dann gehört sie auch nicht in den KI-Chat. Ganz einfach.

    https://4m-mag.com/ki-geheimnisse/

    Das sehe ich auch so. Wenn ich einer KI einer Frage stelle, die vermeintlich persönliche Informationen enthält, ist diese wertlos, weil nicht verifizierbar. Da kann ich alles behaupten. Was aber offenbar sehr viele machen: sie laden Dokumente hoch, um dann ihre Fragen zu stellen. Weil das ja so praktisch ist. Um diese Informationen sind dann verifizierbar. Egal ob Laborbericht oder Depotauszug komplett mit Namen, Adresse und Geburtsdatum.

    Mir war das bis vor einiger Zeit gar nicht klar, da ich eigentlich nur Fragen an die KI stelle. Daher habe ich die KI mal gefragt, woher die hohe KI-Kosten kommen, über die manche Firmen klagen. Die Ursache: Mitarbeiter laden teilweise 100-Seiten-PDFs. Warum? Weil es geht. Das kostet richtig viele Token und dann bei vielen Mitarbeitern schon mal sechsstellige Kosten im Monat erzeugen. Und meist sind das dann auch firmeninterne Dokumente.

    Wenn KI von Zeug redet, von dem sie keine Ahnung hat:

    https://www.focus.de/panorama/welt/…fbde0a6141.html

    Ich würde das in diesem Fall differenzierter sehen. Das Problem wird hier eine ungenaue Fragestellung gewesen sein. Die KI hat hier eine machbare Route vorgeschlagen. Allerdings ist diese nur für erfahrene Alpinisten möglich, nicht für Freizeitwanderer. Wenn ich also frage: "Schlage mir eine Route von ... nach .. vor.", ohne weitere Angaben, dann trifft die KI Annahmen. Das ist systembedingt. Die KI weiß nicht, ob da jemand in Adiletten steht oder jemand mit alpiner Vollausrüstung.

    Es ist die von der Branche herangezüchtete Naivität im Umgang mit KI, die zu solchen Ergebnissen führt. Wenn das WebUI von ChatGPT steht: "Stellen Sie eine beliebige Frage.", dann machen die Leute das auch, ohne sich weitere Gedanken zu machen. Ein Hammer kann in den richtigen Händen ein nützliches Werkzeug sein. In den Händen eines Ungeübten oder gar Kindes kann die Benutzung allerdings gefährlich sein.

    Einfache Antwort - Ja.

    Gerade in einer Demokratie und dann noch bei Großprojekten haben Politiker nur "sehr eingeschränkte Möglichkeiten". Man nehme nur so ein Megaprojekt, wie Stuttgart 21, unanhängig, wie man selber dazu steht. Inklusive den Planungen, sogar ohne den Bauverzögerungen, ist das ein Projekt über Jahrzehnte. Jetzt kann sich jeder mal ausrechnen, wie viele Regierungen auf Bundes-, Landes- und Stadtebene da mitgeredet haben. Hinzu kommen noch zig Firmen, Berater etc. Da sind wir wieder, wie ich oben geschrieben habe bei der Chaostheorie oder viele Köche verderben den Brei. Ganz ehrlich gesagt, da ist jeder überfordert. Natürlich gibt es auch dafür Lösungen aus der Lehre, sprich Wissenschaft. Das Großprojekt in möglichst kleine selbständige Einzelprojekte aufteilen, die natürlich einfacher zu händeln sind. Ich persönlich möchte mit den Verantwortlichen für ein solches Großprojekt auf jeden Fall nicht tauschen. Ich habe einen heiden Respekt vor diesen Menschen. Da gibt es keine 35 oder 38,5 Stunden-Woche.

    Es gibt Länder, da fällt so etwas wie Stuttgart 21 unter die Rubrik "Kleinprojekte".

    In China baut man einen riesigen Bahnhof auf einem Berg innerhalb von 38 Monaten:

    https://www.ndtv.com/world-news/cho…months-11526357

    Die Diskussiton hatte ich neulich auch. Meinst du die Leute werden dümmer durch KI? Ich hatte in der Diskussion auf die Erfindung des Taschenrechners verwiesen. Hat der die Leute dümmer gemacht? Man muss Dinge nicht wiederholt ausführen, die auch ein Gerät erledigen kann. Das schafft Kapazitäten für komplexere Denkaufgaben.

    Aber gut, durch den Taschenrechner beherrschen die Menschen nicht automatisch höhere Mathematik, aber er hilft ihnen bei alltäglichen mathematischen Fragen.

    Macht KI die Menschen dümmer? Diese Frage ist zu pauschal. Es wird Menschen geben, die von KI enorm profitieren. Das sind diejenigen, die nicht einfach Aufgaben an die KI delegieren, sondern sie aktiv nutzen, um ihr Wissen zu vergrößern. Früher musste man Fachbücher lesen, um sich mit einem neuen Thema vertraut zu machen. Das dauerte lange, man musste Dinge lesen, die weniger interessant waren, aufkommende Fragen blieben häufig unbeantwortet. Heute kann ich eine KI zielgerichtet zu einem Thema befragen und bekomme sofort und quasi kostenlos Antworten. Ist etwas unklar, kann ich solange nachfragen, bis ich es verstehe. Im Bereich Wissenserwerb ist das eine disruptive Entwicklung. Verwendet man KI in diesem Bereich, wird man garantiert nicht dümmer, sondern viel klüger. Die Voraussetzung ist allerdings, dass man die Bereitschaft mitbringt, Neues zu erlernen.

    Genau diese Bereitschaft ist bei der zweiten Gruppe nicht gegeben. Wer heute schon nach dem Motto lebt: "Wozu muss ich das wissen? Ich habe doch meinen Taschenrechner/Smartphone/Google". Während bei der ersten Gruppe KI wie ein Booster im Bereich des Wissens wirkt, leistet sie bei der zweiten Gruppe eher Beihilfe zur Denkverweigerung. Ich befürchte, diese Gruppe wird die große Mehrheit darstellen. Das hat allerdings nichts damit zu tun, dass diese Menschen dumm wären. Es ist einfach biologisch begründet. Denken kostet Energie, das menschliche Gehirn benötigt 20% des Gesamtenergiebedarfs eines Menschen. Uralte Mechanismen sorgen dafür, dass der Körper Energie sparen will. Daher sind die meisten Menschen von Natur aus denkfaul. Nur ein vergleichsweise kleiner Prozentsatz überwindet diese Schwelle. Das ist so ein bisschen vergleichbar mit anstrengenden körperlichen Tätigkeiten. Man nimmt auch für kurze Strecken lieber das Auto als zu Fuß zu gehen.

    Zusammengefasst: wer KI nutzt, um sein Wissen zu erweitern, wird enorm davon profitieren. Wer das nicht möchte, wird zwar nicht dümmer werden, aber auch nicht von KI profitieren.

    Ein Börsenstrompreis, der an einem Tag zwischen 0 € und 199 € oder sogar 0 € und 339 € pro MWh schwankt hat für mich nix mit Stabilität zu tun.

    Was du hier siehst, sind ist die logische Folge, wenn man völlig ohne Sinn und Verstand, nur einer Ideologie folgend, Windmühlen und Solarpanel immer weiter zubaut und grundlastfähige, regelbare Kraftwerke abschaltet bzw. irreversibel zerstört.

    Hätten wir unsere freundlichen Nachbarn in Polen, Frankreich usw. nicht, die uns tagsüber den überschüssigen Strom bei diesen Wetterlagen gegen eine Gebühr abnehmen und uns für ein Vielfaches nachts Strom aus Kohle- und Kernkraftwerken liefern, wäre das Stromnetz hier schon längst zusammengebrochen.

    Aber schon vor über hundert Jahren hat Wilhelm Busch diese Tatsache, hier am Beispiel Wind, in Gedichtform beschrieben:

    Aus der Mühle schaut der Müller,
    Der so gerne mahlen will.
    Stiller wird der Wind und stiller,
    Und die Mühle stehet still.

    So geht’s immer, wie ich finde,
    Rief der Müller voller Zorn.
    Hat man Korn, so fehlt’s am Winde,
    Hat man Wind, so fehlt das Korn.

    Mich erschreckt das blinde Vertrauen in eine noch unausgereifte Technik. Nutze KI ab und an für Technikfragen, für Anleitungen. Je nach Tagesform der KI ist das Ergebnis daneben, unbrauchbar, auch wenn das Gerät exakt benannt ist. Und wenn sie darauf hingewiesen wird, gibts eine Entschuldigung, aber nicht immer eine Korrektur. KI nutzt auch gerne Werbeaussagen. KI und Werbung ist ja auch hier traut vereint. Das ist keine Basis.

    Technik ist ein weites Feld. Fragst du die KI, wie ein Kernkraftwerk oder ein Verbrennungsmotor funktioniert, dann bekommst du völlig korrekte Antworten. Willst du allerdings wissen, wie man bei einem Smartphone etwas einstellt oder wie man etwas Bestimmtes in einer Software macht, dann bekommst du regelmäßig falsche Antworten.

    Das liegt nicht daran, dass die KI dumm ist, sondern an der grundlegenden Funktionsweise eines LLM. Gerade im IT-Bereich sind die Produktzyklen sehr kurz sind, gibt es viele verschiedenen Versionen und Varianten, für die es häufig keine ausreichende oder nur bruchstückhafte Dokumentation gibt. Das Problem hierbei: das LLM hat das alles gelernt, kann es aber nicht gut auseinanderhalten. Deinem Prompt entsprechend landet die KI bei einer Version, die schon gar nicht mehr aktuell ist. Das passiert auch, wenn du z.B. explizit Hardware- und Softwareversion angibst. Also z.B. "Wie stellt man xy auf einem Samsung S25 mit Android 16 ein ?" Das ändert das statistische Gewicht nur unbedeutend. In der Folge werden dir z.B. irgendwelche Menüpunkte genannt, die gar nicht mehr existieren.

    Dieses Verhalten ist ein grundsätzlich Problem von LLMs und nicht behebbar. Wenn man die KI auf den Fehler hinweist, wird es immer schlimmer. Die KI versucht das zu korrigieren, was natürlich in solchen Fällen nicht möglich ist, und läuft dann vor die Wand. Mir ist das auch schon ein paar Mal passiert, bis ich dann herausgefunden habe, was da passiert (einfach die KI fragen, die kann das gut erklären).

    Leider wird von den Herstellern nicht kommuniziert, was eine KI gut kann und was nicht gut kann. Das wäre schlecht fürs Image. So lässt man die Anwender in dem Glauben, KI könne alles. Unterstützt wird das dann noch durch reißerische Meldungen der "Qualitätspresse" wie z.B. "KI bricht aus" oder "KI entdeckt mathematische Beweise." Was übrigens weder in dem einen noch dem anderen Fall zutrifft.

    Eine KI ist ein Werkzeug. Und wie bei jedem Werkzeug hängt das Arbeitsergebnis davon ab, wie man dieses Werkzeug beherrscht und anwendet. Wenn aber Hunderte Millionen Menschen auf Chatbots wie ChatGPT, Claude oder Gemini losgelassen werden, darf man sich nicht wundern, wenn die meisten irgendwann mal bei der Benutzung auf die Nase fallen und KI für dumm und unbrauchbar halten.

    Wegen der günstigeren Umrechnungskurse?

    Von irgendwas müssen auch diese Unternehmen leben. Ob deren Umrechnungskurse günstiger sind als die üblicher Banken, wird man auch nur schwer herausfinden können.

    Ich käme niemals auf die Idee, einen so hohen Betrag, mehr als 400k EUR, solch einem "Finanzdienstleister" anzuvertrauen. Diese Unternehmen dürften mit Sicherheit unter Beobachtung der Finanzaufsicht stehen und werden lieber einmal zu viel als zu wenig ein Konto wegen Geldwäscheverdacht einfrieren. Wenn da 400k EUR plötzlich auf einem neu eröffneten Konto eingehen, wird das schon für einen Alarm sorgen. Ich kann mir vorstellen, dass es keine vergnügungssteuerpflichtige Angelegenheit ist, mit solch einem Unternehmen in Litauen oder wo auch immer über die Freigabe des Geldes zu diskutieren. Sollte man diesen Weg wegen der dort möglicherweise günstigeren Wechselkurse gewählt haben, kann die Nummer auch in finanzieller Hinsicht nach hinten losgehen. Auf jeden Fall würden Zinsverluste entstehen. Im schlimmsten Fall wird man auch noch Kosten für anwaltliche Unterstützung haben.

    Genau diese Fälle wie gerade geschildert sind dort leider sehr häufig.
    Ich denke mir, der Chef würde mit seinem Marketing nie eine Garantie abgeben, dass er seinen Laden zumindest auf das Niveau eine normalen Bank bekommt.

    Leider…..

    Ich habe da einen Sparplan laufen. Aber nur auf eine Aktie, weil die das steuerliche bei ETF-Sparplänen darstellungstechnisch nicht hinbekommen. Gruselige „Steuerkorrekturen“ ohne jede Erklärung….tja….leider nicht so gut.

    Was kann man schon von einer API-Plattform mit nachgelagerter Bank-Lizenz erwarten?

    Aber selbst wenn wir deine Rechnung übernehmen und von rund 25 Milliarden Euro Papiergold deutscher Privatanleger ausgehen, das liegt in einer ähnlichen Größenordnung wie die verfügbaren Schätzungen zum deutschen Kryptovermögen. Damit wird dein ursprüngliches Argument wenig überzeugend, bei Gold lohne sich eine stärkere Besteuerung wegen des geringen Volumens beziehungsweise der erschwerten Erfassung nicht, während sie bei Krypto sinnvoll sei. Wenn Papiergold und Krypto ungefähr dieselbe Größenordnung haben, müsstest du erklären, weshalb steuerlich dennoch mit zweierlei Maß gemessen werden sollte. Genau das war schließlich der Ausgangspunkt der Diskussion.

    So langsam habe ich das Gefühl, in der Bitcoin-Community bricht Panik aus. Was ist denn das für eine kindische Argumentation? "Wenn Bitcoin besteuert wird, dann aber auch Gold." Dann gleich mal schwere Geschütze auffahren: Grundgesetz. Geht es auch eine paar Nummern kleiner? Dazu noch diese lächerliche Petition. Als ob eine Petition schon einmal etwas bewirkt hätte.

    Auch ist dein verzweifelter Versuch, die Menge des Papiergoldes künstlich in die Höhe zu treiben, absurd. Alles, was es sonst noch an goldbezogenen, aber nicht physisch besicherten Wertpapieren gibt, unterliegt heute schon der Abgeltungssteuer. Papiere dieser Art dürften wohl nur in homöopathischen Mengen von Privatpersonen gehalten werden.

    Um das mit der Umsetzbarkeit noch einmal klarzumachen: mit einem einfachen Gesetz kann man 85-90% der Bitcoin-Transaktionen in Deutschland erfassen. Kaum Kosten für den Staat und es kommt Geld in die Kasse. Nennenswerter Widerstand ist nicht zu erwarten, da die Betroffenen weder organisiert sind noch irgendwelchen politischen Einfluss haben. Du behauptest, der Bitcoin-Bestand von Privatanlegern liege in einer ähnlichen Größenordnung wie Papiergold. Woher nimmst du diese Zahl? Es gibt hier keine exakten Werte. Lediglich auf Basis einiger Studien kann man einen Bestand zwischen 50 und 80 Mrd. EUR abschätzen.

    Und warum wird es keine Abschaffung der Haltefrist bei Gold geben? Weil sich die Regierung mit einem solchen Gesetz der Lächerlichkeit preisgeben würde. Welcher Politiker möchte schon gerne in der Presse lesen, dass er ein Gesetz plant, bei dem 85% des Volumens gar nicht erfasst werden können? Was würde denn passieren, wenn so ein Gesetz z.B. zum 01.01.2027 in Kraft treten würde? Ein großer Abverkauf bei den ETC vor dem Stichtag und ein Umschichten in physisches Gold. Damit würden sich die 85% wohl den 100% annähern.