Beiträge von Sagi

    Hi zusammen,

    bin aktuell bei ca. 110k im Depot (siehe Screenshot), fast komplett FTSE All-World, dazu noch ein kleiner Bitcoin Anteil (aktuell bei -3%). Hab über die Jahre einfach stumpf nach Finanzfluss/Finanztipp angespart und es hat soweit gut funktioniert.

    Bin 34, m, Single, wohne zur Miete, keine Schulden, Versicherungen alle geprüft.

    Jetzt beschleicht mich aber so ein Gefühl: Das ist halt der Standard-Tipp…..

    Weiter so. Eher die Bitcoin Position irgendwann eliminieren. Eine Depot mit einem globalen ETF ist gut.

    Eine Geldanlagestrategie mit Stillhalteroptionen wäre grundsätzlich vorstellbar. Das müßte aber über einen ausländischen Broker erfolgen. Der sofortige Steuerabzug, wie in Deutschland praktiziert, verschließt diesen Weg für deutsche Anleger. Optionsscheinen, die bei Neobrokern häufig als Optionen bezeichnet werden, taugen wegen der Kosten nichts.

    Dann würde sich die PKV so langsam zu einer Krankenversicherung für Reiche entwickeln. Mit "Reiche" meine ich nicht unsere Wirtschaftsministerin, sondern den Kreis der sehr einkommensstarken Bürger.

    Das ist zwar richtig. Das Problem liegt aber noch bei der PKV sondern bei der GKV bzw. der Finanzierung. Transferleistungsempfänger und deren Versicherung müssen vom Bundeshaushalt bezahlt werden. Die Transfers sind politische Maßnahmen. Die GKV bedürfen zwar auch dann weiterer Reformen, es wäre aber dann nicht so eng.

    Ich bin auch gegen Neiddebatten gegen Beamte. Wir brauchen gute Beamte, aber nicht so viele. Ein Kurswechsel kann nur langsam erfolgen. Bemerkenswert ist, dass alle Hochkulturen, etwa Ägypten, etwa China Beamte hatten. Die neue Regierung hatte versprochen, Stellen in Ministerien abzubauen. Vielleicht mit KI.

    Ich hoffe, dass sie dieses Versprechen hält.

    Er hat ja nur gesagt, was hier im Forum allen klar ist.

    Vielleicht weckt er damit ja ein paar Schlafmützen auf, die immer noch glauben, dass sie sich mit gesetzlichen Rente endlich die Weltreise leisten können.

    Ist richtig. Natürlich tut mir ein Rentner in Mecklenburg leid, der glaubte mit der gesetzlichen Rente klarzukommen. Helmut Kohl hatte in weise Voraussicht, die Ost-Rentner großzügig in das System übernommen. Diese Großzügigkeit hätte mit der Mahnung verbunden sein, selber auch in Zukunft was zu tun (damals etwa KLV). Stattdessen hat die Politik nur die Riester Rente zustande gebracht. Eine ziemliche Frechheit. Was heute die beste Lösung ist, weiß ich leider nicht.

    Was ist das denn für eine Logik? Dann stelle ich mal die Gegenfrage. Stichwort "Beihilfe": Es geht um die Finanzierung der Beihilfe von Beamten. Warum sollen dann Nicht-Beamte über ihre Steuerzahlungen für die Beihilfe aufkommen?

    Fast überall werden die Staatsdiener etwas privilegiert und gutem systemischer Effekt. Allerdings halte ich die Erhöhung der Beihilfe von 50% auf 70% im Pensionsalter für übervorsorglich. Das sollte weg.

    Möchte das etwas vertiefen. Der Bund zahlt für jeden Transferleistungsempfänger 144€ monatlich. Die GKV benötigten etwa 300 € um die Kosten völlig auszugleichen. Die Politik argumentiert: „Rechte Tasche linke Tasche“. Das ist m. E. nicht richtig. Zum einen ist Transparenz ein Wert an sich. Zu anderen ist die Gruppe der Steuerzahler gegenüber der Gruppe der gesetzlich Versicherten soziologisch anders strukturiert. Ich hatte mir hier von der neuen Regierung mehr erhofft.
    Natürlich könnte man auch die Leistungen der GKV einschränken, etwa bei Zweit oder Drittmeinungen oder bei einem moderaten Selbstbehalt. Es feht überall der politische Willen; ein Eindruck der sich durch Frau Warken bei mir verfestigt hat.

    Leider!

    Aus Gründen der Transparenz erscheint es mir richtig, dass Transferleistungsempfänger die Versicherung direkt aus dem Bundeshaushalt bezahlt bekommen, den letztlich alle Steuerbürger stemmen müssen. Erst dann kann man über einen etwaigen Selbstbehalt nachdenken, der übrigens bei den Privaten üblich ist. Wir sollten nicht vergessen, dass unser System sehr leistungsfähig ist, nur eben zu teuer.

    Durch immer neue Beitrags- und Steuererhöhungen ein Fass ohne Boden stopfen zu wollen, grenzt an Wahnsinn. Eine nachhaltige Strukturreform beginnt bei der Eigenverantwortung.

    1. Alle in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV).
    2. 30 % Eigenanteil auf alle Leistungen, damit jeder die Kosten kennt und selbst entscheiden kann, ob ein Arztbesuch wirklich notwendig ist.

    30 % Eigenanteil ist zu hoch und verlässt den Charakter einer Versicherung. Wenn allen Privaten in die GKV müssten, ändert sich finanziell fast nichts und das Land wird mit Prozessen überzogen. Was wird z. B. aus den Altersrückstellungen?

    Ein irgendwie gearteter Selbstbehalt erscheint sinnvoll, gerade bei Zweit- und Drittmeinungen.

    Aus Gründen der Transparenz erscheint es mir richtig, dass Transferleistungsempfänger die Versicherung direkt aus dem Bundeshaushalt bezahlt bekommen, den letztlich alle Steuerbürger stemmen müssen.

    Würde den umgekehrten Weg gehen und alle über eine Direktbank (z.B. Maxblue) verwalten. Habe selber auch einige Zeit gebraucht um zu realisieren, dass die Beratung in der Bank nicht besser ist, als eigene Vorstellungen (mit etwas Zeit und Geduld). Von Zertifikaten würde ich mich verabschieden.

    Ist es wirklich sinnvoll, das gesamte Geld der Kinder in Aktien-ETF zu investieren? Ist ja eine langfristige Anlage für einen Anlagehorizont mit mehr als 10, besser 15 Jahren.

    Um so größer der Zeithorizont, um so besser ist ein globales Aktien ETF. Bei Kindern eine sehr gute Lösung.