Beiträge von Bettina312

    Ich finde, dass du schon genügend zielführende Vorschläge von den Mitforista erhalten hast. Es liegt jetzt an Dir, daraus deine Lösung zu basteln. Ich wünsche Dir dazu einfach genügend Muße und dann die Kraft es durchzuziehen.

    Bezüglich der Arbeitswelt vielleicht noch ein Gedankengang.

    Es klingt jetzt ja nicht so, als das du im Handwerk, in der Landwirtschaft oder ähnlich beschäftigt bist. In fast allen anderen Bereichen wird es durch die Möglichkeiten der KI zu großen Umwälzungen kommen, die wir uns noch gar nicht vorstellen können. Was früher noch ein "sicherer" Job war, kann morgen bereits weggespült sein. Vielleicht schaust du unter dieser Prämisse auch noch mal auf deine weiteren Jahre in deinem Job. Vielleicht kommst du zu dem Ergebnis, das ein goldener Handschlag des Chefs zu einem früheren Zeitpunkt doch ganz angenehm wäre. (Selbst den bräuchtest du nicht einmal bei deiner finanziellen Situation.) Du möchtest ja bestimmt nicht den Rest deiner Arbeitszeit nur noch Helferlein einer Software sein!? Da du ein weites soziales Umfeld hast, wirst du nicht in ein Loch fallen, wenn du auch vielleicht 2 Jahre früher, als bisher gedacht, plötzlich "nicht mehr gebraucht " wirst. Es gibt viel zu entdecken in der Welt ohne Arbeit. :)
    Ich weiß, wovon ich schreibe, denn ich bin vor 20 Monaten mit 64 1/2 in Rente gegangen. Bei deinen Entscheidungen wünsche ich Dir ganz viel Kraft und vor allem viel Gesundheit, denn die kann man nicht kaufen!

    PS: Während ich dies schrieb, hattest du schon dein Resümee gezogen, mein Text passt also nicht mehr so messerscharf. ;)

    Auch wenn ich mein Fazit bereits gezogen habe, möchte ich gerne noch auf Deinen Hinweis eingehen: Ich teile absolut Deine Einschätzung, dass die KI vieles in der Berufswelt verändern wird. Ich selbst habe einen Bürojob bei einem IT-Verband :) und dort ist KI soz. omnipräsent (mit leicht hektischen Seitenblicken auf das Thema Quantencomputing, aber das wird noch dauern). Meine Aufgabe hat zum einem einen recht starken inhaltlichen Fokus, gleichzeitig aber auch eine "soziale" Komponente, da ich viel mit unseren ehrenamtlichen Mitgliedern zusammenarbeite, die sich aus intrinsischer Motivation bei uns engagieren und das ist (immer noch) viel "People-Business". Insofern mach ich mir trotz aller technischen Entwicklungen keine wirklichen Sorgen um meinen Arbeitsplatz. Inwiefern Organisationen wie die unsere auch zukünftig weiterbestehen werden, ist sicherlich nochmal eine andere Dimension, ich glaube aber fest daran, dass Menschen zu vernetzen und sie zu gemeinsamen Aktivitäten und Entscheidungen zu bringen immer einen menschlichen Touch haben wird. Wir werden sehen, wohin die Reise geht und eine Weile möchte ich noch Teil davon sein. Ganz lieben Dank für Deine Wünsche. Auch für Dich ganz viele tolle Entdeckungen und bereichernde Momente, denn das Leben ist schön.

    Bei euch allen, die Ihr mir hier zu meinen Fragen Tipps und Infos gegeben habt, möchte ich mich herzlich bedanken. Der Austausch hier ist so hilfreich und ermutigend. Das ist Community im besten Sinne. Ich werde mir aus all Eurem Input einen Plan erstellen und dann einen neuen Weg einschlagen. Den passenden "Schubs" dafür, habt Ihr mir gegeben und jetzt ist es an mir, daraus etwas zu machen.

    Mal eine ganz andere Frage: Magst du deinen Job? Gehst du gern arbeiten? Je nach Lebensstandard könntest du auch überlegen, jetzt schon aufzuhören. Kommt auf deine Ziele an, zum Beispiel deine Reise- und Erlebnisziele. Und danach würde sich dann auch richten, wohin das ganze Geld nach den Verkäufen kommt. So jung wie heute bist du nie wieder.

    Ja, ich mag meinen Job durchaus (noch). Manches in der Arbeitswelt/im Businesskontext erscheint mir inzwischen zwar belanglos und unnötig, aber auf der anderen Seite habe ich ein tolles Team, interessante Themen und mein aktuelles Arbeitsmodell einer 24 Stundenwoche passt ziemlich gut zu meiner Lebenssituation.

    Lass dir Zeit Bettina312

    Es sind nicht "nur" Aktien, es ist ein Portfolio, das ihr zusammen gebaut habt. Wenn du es auseinandernimmst, ist das nochmal eine Auseinandersetzung damit, nun Witwe zu sein.

    Bei Onvista kannst du dir genaue Informationen über die einzelnen Aktien, ETF und Fonds holen. Manches entscheidet sich dann fast von selbst.

    Da du finanziell nicht darauf angewiesen bist, jetzt ist kein guter Zeitpunkt, solide Einzelaktien zu verkaufen. Dividenden mitnehmen und erstmal abwarten?

    Danke. Ja, es ist auch eine Art "Abschiednehmen" und neben all den rationalen/sachlichen Punkte, schwingt eben auch eine gewisse Melancholie mit. Das hast Du gut erkannt.

    Uff, Du kommst sehr nah an meine grundsätzlichen Fragen. Den Punkt mit den 20 schönen Sommern hatte auch mein Mann immer wieder angesprochen, insofern geht mir das auch schon lange durch den Kopf. Aber ich habe nicht wirklich ein Antwort. Im Prinzip hätte ich eine nahezu perfektes Leben. Einen Job, den ich zwar schon noch mag, auch wenn er nicht mehr so im Fokus steht wie früher und ich mich aus manchen Business-Diskussionen zurückziehe, weil sie mir einfach nichts mehr geben, ein schönes Zuhause, verlässliche Freunde, soziales Engagement und ein solides finanzielles Fundament. Wäre mein Mann noch da, wäre es 100% das Leben, das ich mir immer gewünscht habe. Nun ist es aber nicht (mehr) so und das Einzige, was ich sicher weiß, ist, dass ich meine Lebenszeit nicht mit Komplexität belasten möchte (zumindest bei den Themen, die ich selbst entscheiden/steuern kann). Ich räume viel auf und weg, um mehr Klarheit und Vereinfachung in mein Leben zu lassen und vielleicht/hoffentlich finde ich dann auf diesem Weg auch eine Antwort auf Deine Frage. Und ja, ich stimme Dir zu: Schöne, gemeinsame Erlebnisse sind das Wertvollste, das es gibt.

    Ich würde definitiv auch bei den Fonds anfangen mit dem Aufräumen. Danach wären die Aktien im Verlust dran und dann die kleinen Aktienpositionen. SAP halbieren zur Reduktion des Klumpenrisikos. Danach würde ich erst mal Luft holen und bei den restlichen Aktien zwischen defensiv und Zocken unterscheiden. Ich wüsste keinen Grund, warum man beispielsweise eine Allianz raushauen muss, wenn hohe Gewinne drinstecken und regelmäßige Dividenden fließen. Vom Gold allenfalls etwas reduzieren, aber ein wenig davon im Depot ist nicht so verkehrt.

    Wie sieht es denn aus mit dem Übergang in den Ruhestand, wird das nahtlos in Rente übergehen? Falls noch ein paar Jahre Privatier anstehen sollten, kann man ein paar der Umschichtungen in der Zeit steuergünstig vornehmen.

    Bekommst Du keine Witwenrente? Mit der solltest Du eigentlich krankenversichert sein. Falls sie ruht wegen zu hoher eigener Einkünfte, dürfte die wieder aufleben, sobald Du mit Arbeiten aufhörst.

    Danke Dir für Deine Vorschläge, die ich mir für mich sehr gut vorstellen kann. Ich habe bereits vor einigen Jahren meine Arbeitszeit auf 60% reduziert und möchte das auch bis zur Rente beibehalten, da mir der Job und die Aufgaben eine gewisse Struktur geben und ich auch ein tolles Team um mich habe. Doch, ich bekomme Witwenrente für die ich auch Krankenkassenbeiträge zahle, aber für die Aufnahme in die KVdR (Krankenversicherung der Renter) erfülle ich leider nicht die notwendigen Kriterien, da ich zu viele Jahre in der privaten KV war.

    Wow!! Vielen Dank für diese konkreten Empfehlungen und Infos. Das werde ich definitiv in meine Überlegungen aufnehmen.

    Sind doch ein paar Perlen dabei.

    Wenn man Einzelaktien nicht generell als "Teufelszeug" betrachtet, können die erstmal bleiben. Gibt größere Baustellen.

    Privat schuldenfrei und dabei Sondertilgungsvolumen prüfen ist auch eine Baustelle.

    Naja…121.000 Euro in SAP. Weiß nicht ob das vor oder nach dem Kursrutsch war.
    Völlig unausgeglichenes Portfolio, das weiß Bettina aber selbst. Diese Sache mit Einzeltiteln ist einfach nichts.

    Die SAP-Aktien waren Mitarbeiteraktien und ich hänge da immer noch dran. Aber ja: Rein sachlich/vernunftorientiert ist der Klumpen viel zu groß und ich sollte das mit den Einzeltiteln lassen.

    Danke Dir. Interessanter Ansatz. Über Sympathie habe ich dabei noch nicht nachgedacht. Wäre aber eine Möglichkeit. Das mit dem TER muss ich mal angehen.

    Es gibt Tools wie parqet, die helfen einen Überblick zu gewinnen.

    Ich würde beim Umbau da anfangen, wo die höchsten Kosten anfallen und die langjährige Rendite unterdurchschnittlich sind.

    Die einzel Aktien sind natürlich durch das höhere Risiko ein Kandidat zum abstoßen. Wobei die Auswahl nicht so schlecht ist.

    Prinzipiell scheint für dich weder die Rendite noch die Kosten ein Problem zu sein. Daher könntest du es einfach so laufen lassen. Du wirst nie pleite gehen. Eher musst du überlegen wem du in 30 Jahren die Millionen vererbst.

    Danke für den Hinweis zu parget. Das schau mir gerne an. In 30 Jahren freuen sich dann 2 gemeinnützige Organisationen :)

    Hier mal die ETFs per ChatGPT aufbereitet:

    • Amundi MSCI Europe SRI Climate Paris Aligned UCITS ETF DR (C) (A2JSDC) – 12.651€
    • Amundi MSCI EMU ESG Broad Transition UCITS ETF (Acc) (LYX0Q1) – 5.601€
    • Amundi STOXX Europe 600 ESG UCITS ETF (A2H57X) – 22.090€
    • iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (DE) (263530) – 10.321€
    • iShares Core MSCI World UCITS ETF (Acc) (A0RPWH) – 59.183€
    • iShares S&P 500 Information Technology Sector UCITS ETF (A142N1) – 19.875€
    • Xtrackers DAX UCITS ETF 1C (DBX1DA) – 16.597€

    Also ein ordentliches Europa-Übergewicht, das ist aber gerade im Trend. Wenn du da was umbauen willst, könntest du ein, zwei Europa-ETFs breiter gestreut anlegen oder in sicherere Anlagen umschichten. Die IT-Wette des A142N1 würde ich auch überdenken.

    PS Bei den MLP-Fonds sind auch noch ETFs dabei, z.B. der A1JA1R

    Danke Dir für die Analyse und die Empfehlung. Ja, stimmt - warum auch immer mein Mann einen ETF über MLP gekauft hat....

    Danke Dir fürs Feedback und die Empfehlungen. Tiefenentspannt klingt gut :) und vielleicht hilft mir dieser erste Schritt bei allen weiteren.

    Irving Danke Dir für Deine Nachfrage. Die Hürden besteht am meisten im "Loslassen" und im Umgang mit diesen doch großen Beträgen, in der Befürchtung, irgendwas (was auch immer) falsch zu machen. Ich versuche mir vorzustellen, wie das wäre, innerhalb von wenigen Tagen alles auf einem Schlag zu verkaufen, aber das kommt mir total unwirklich vor, deshalb versuche ich einen Weg zu finden, schrittweise vorzugehen. Ja, auch ohne das Vermögen, hätte ich mit 63 Jahren keine finanziellen Probleme. Eigentlich könnte ich das Ganze sehr entspannt angehen, aber es treibt mich einfach um und je mehr ich mich informiere, um so mehr sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht.

    Vielen Dank für die vielen Infos und die ganze Auflistung, allerdings:

    hilfreich wäre es für mich, wenn du einen ersten Vorschlag für eine Neustrukturierung machen würdest. Dann kann ich dir gerne meine Meinung dazu sagen.

    Danke Dir für die Rückmeldung. Wie oben erwähnt, würde ich das Ganze gerne wie folgt neu strukturieren:

    Angestrebte Aufteilung:

    10% Tagesgeld

    50% werterhaltend (Inflationsausgleich) in einem Geldmarktfonds

    40% Moderat Renditeorientiert in einen ausschüttenden Welt-ETF

    Ist diese ausreichend oder benötigst Du noch weitere Informationen?

    Ich habe von meinem Ehemann vor 2 Jahren ein umfangreiches Portfolio mit 39 Positionen geerbt. In Kombination mit meinen eigenen Anlagen ergibt das einen sehr bunten Mix, den ich jetzt gerne neu strukturieren und vor allem radikal vereinfachen würde, da mich die aktuelle Konstellation in der Verwaltung komplett überfordert und mir auch die ein oder andere Stunde Schlaf raubt.

    Mein Problem: Ich weiß nicht, wo und wie ich anfangen soll. Alles auf einen Schlag zu verkaufen, ist für mich aus unterschiedlichen Gründen eine sehr große Hürde, so dass ich das Ganze gerne nach und nach umstellen würde. Hat jemand vergleichbare Erfahrung und kann mir ein paar Tipps geben, wie ich am besten vorgehen soll? (Reihenfolge der Verkäufe, über welchen Zeitraum...?)

    Da nahezu alle Werte im plus sind, ist auch eine Verrechnung „Gewinn mit Verlust“ nicht möglich, alle Anlagen wurden nach 2009 gekauft. Ich werde also eine recht große Summe an KEST zahlen müssen. Allein das geerbte Portfolio hat aktuell einen Wert von rd. 726.000€

    Mein Vermögensaufbau ist abgeschlossen, im Fokus steht nun die Sicherung verbunden mit einem moderaten Renditeanteil (keine risikoreichen Hebelprodukte o.ä.)

    Angestrebte Aufteilung:

    10% Tagesgeld

    50% werterhaltend (Inflationsausgleich) in einem Geldmarktfonds

    40% Moderat Renditeorientiert in einen ausschüttenden Welt-ETF

    Ausgangslage:

    57 Jahre, alleinstehend, keine Kinder/Erben, keine finanziellen familiären Verpflichtungen

    Geplanter Rentenbeginn mit 63 Jahren, trotz Abschlägen und notwendigem Wechsel innerhalb der GKV in den freiwilligen Status.

    Rentenlücke (für die monatlichen Alltagsausgaben) ist über reguläre Einkünfte gedeckt.

    Verbindlichkeiten:

    2 Immobilienkredite (insg. 115.000€), einer davon als KfW-Kredit, abbezahlt im September 29. Das Annuitätendarlehen möchte ich ebenfalls im Dezember (nach 10 Jahren Laufzeit) über meinen Riestervertrag als Wohnriester ablösen. Ich wäre somit ab Ende 2029 schuldenfrei.

    Geerbtes Portfolio mit aktuellen Werten

    ETFs (Gesamtwert: 146.300€)

    AIS AM EOSCPA ETF EOA (A2JSDC) 12.651€

    AIS AMEEBTUE A (LYX0Q1) 5.601€

    AIS-AM.STX EUR. 600 ESG (A2H57X) 22.090€

    ISH Stox Europe 600 U. ETF (Europa) (263530) 10.321€

    ISH SIII-CORE MSCI WLD DLA (A0RPWH) 59.183€

    ISHSV-S+500INF.T.SECT.D (A142N1) 19.875€

    XTR DAX 1C ETF (DBX1DA) 16.597€


    Fonds über MLP (Gesamtwert: 214.371€)

    ACAT. VAL. EVTA (A2DR2M) 31.684€

    BGF-WLD Healthsc. NA A2EO (A0BL36) 4.893€

    DWS Vermögensbild. FD I LD (847652) 5.617€

    FID.FDS Germany A ACC.EUR (A0LF01) 30.622€

    Flossbach v. Storch Mul. OPP.R (A0M430 28.273€

    FSI GU FSSA GR. CH. GR IADL (A0LHAL) 5.502€

    MFS M. Proud. Capital A1 E0 (A2ANEB) 11.439€

    Nomura FDS I-India EQ AE0 (A1C9ED) 19.686€

    PICTET-WATER Nam. P E0 (933349) 4.937€

    RCG.-R.QI EM MA AC EQ DE0 (A0NDKJ) 9.428€

    SCHR. ISF Asian Opp. ADISAV (973045) 9.254€

    Smartrack Growth A (A0M5RC) 11.274€

    UBSMSCIWLDSOCRES DLAD (A1JA1R) 41.762€

    Einzelaktien (Gesamtwert: 293.255€)

    Allianz SE 7.994€

    Alphabet 30.828€

    Apple 26.622€

    BASF SE 8.556€

    Deutsche Börse NA O.N. 16.214€

    Deutsche Post 9.234€

    DT. Telekom 3.764€

    E.ON 16.334€

    Geely 529€

    Nestle 7.156€

    RWE 3.855€

    SAP 121.000€

    Siemens AG 29.673€

    Siemens Energy 9.883€

    Telekom Austria 952€

    TUI 661€

    Sonstiges (Gesamtwert: 72.869€)

    Dt. Postbank Global Player (979775) 10.078€

    SISF Greater China (633842) 15.819€

    Dtsch. BOERSE COM. XETRA -Gold (A0S9GB) 46.972€

    Bis 2037 jährliche Einmalzahlung aus der BAV meines Mannes i. H. von 24.000€ brutto, da mit Steuerklasse 6 versteuert, beträgt der Auszahlungsbetrag rd. 16.000€

    Eigene Anlagen:

    • Tagesgeld: 110.000€. Davon bezahle ich Ausgaben außerhalb des monatlichen Budgets, wie Reisen, Möbel, Gartengestaltung etc.
    • Fondsgebundene LV aus 1996 (Beitragsfrei gestellt): Rückkaufswert nach letzter Standnachricht: 83.000€
    • Fondsgebundene LV aus 1996 mit integrierter BU: Rückkaufswert nach letzter Standnachricht 46.000€
    • Direktversicherung (BAV) aus 1996, als Fondsgebunde LV (Beitragsfrei gestellt): Rückkaufswert nach letzter Standnachricht: 52.000€
    • Direktversicherung (BAV) aus 2013, Allianz Rentenversicherung (Beitragsfrei gestellt): Rückkaufswert nach letzter Standnachricht: 42.000€
    • Rürup/Basis-Rente (Beitragsfrei gestellt) Aktueller Wert: 58.000
    • Riester-Rente: Aktueller Wert: 60.000. Geplant als Wohnriester für Ablösung Immob.-Kredit

    Ich bin für jeden Erfahrung zur weiteren Vorgehensweise oder worauf ich achten sollte dankbar.

    Eine GKV wird IMMER bezahlbar bleiben, eine PKV kann dich finanziell ruinieren. Ich würde die Chance nutzen und zurück in die GKV. Ermöglicht dir einfach mehr finanzielle Freiheit, zB als Angestellter kürzer zu treten, früher in Rente, etc. Diese Freiheit würde ich mir im Leben nicht für ein paar vorübergehend ersparte hundert oder tausend Euro nehmen lassen wollen. In der GKV MUSST du nämlich immer für ein hohes Einkommen sorgen. ... Meins wär das ja nicht, aber...

    §1

    🤷

    Aber bitte auch daran denken, dass bei Verbleib in der GKV zum Rentenbeginn geprüft wird, ob die Kriterien für einen Entritt in die KVdR (Krankenversicherung der Rentner) gegeben sind. Dazu gehört bspw. dass man in der 2. Hälfte der Erwerbszeit mindestens zu 90 Prozent gesetzlich versichert gewesen sein muss- egal ob als Pflichtmitglied oder freiwilliges Mitglied.

    Falls das nicht gegeben ist, muss man sich als Rentner freiwillig in der GKV versichern und dann werden auf alle Einkünfte Kranken-/Pflegeverdicherungsbeiträge fällig

    Vielleicht interessiert den ein oder anderen der Blick einer Frau, die selbst lange Jahre dem Thema nur begrenzt Aufmerksamkeit gewidmet hat:

    Anhand meiner Großeltern habe ich erlebt, was es heißt "im Alter" jeden Pfennig umdrehen zu müssen. Deshalb war mir schon mit Mitte zwanzig klar, dass ich für meine spätere Rente selbst aktiv werden muss. Also bin ich nach Abschluss meines Studiums und mit Beginn der ersten Festanstellung dorthin, wo sicherlich viele Mitte der Neunziger gingen, wenn es sich um Finanzthemen/Vorsorge handelte: Zur Bank oder - wie in meinem Fall - zu einem Versicherungsmakler, der mir dann in freundlichen Worten und Szenarien zwei fondsgebundene LVs empfahl, die ich auch unterschrieb. Ich ging mit einem guten Gefühl nach Hause und setzte hinter das Thema "Altersvorsorge" einen Haken. So ähnlich wie der Vorsorgetermin beim Arzt: Etwas nervig, man versteht auch nicht unbedingt alles, aber notwendig/sinnvoll und wenn nichts auffälig ist, dann ist das Thema erstmal erledigt. Und da Geld bekanntlich erst über die Jahre wächst, kam mir nie in den Sinn, etwas zu ändern. Schließlich braucht man für Vorsorge einen langen Atem. Mein Mann sah die Finanzwelt damals schon anders, er hatte Interesse an Zahlen und kümmerte sich - auch weil er zehn Jahre älter war als ich und mehr praktische Erfahrung hatte - um unsere Steuer. Die Finanzen managte aber jeder bei uns individuell. Irgendwann kam er dann und versuchte mir das Konzept von ETFs zu erklären, das für mich aber einfach nicht nachvollziehbar war. Ich kannte Aktien, Anleihen, verstand den Wert von Gold, aber was sollte ein Index sein, wo war denn da die Wertschöpfung? Kurz gesagt: Für mich war das so undurchsichtig wie später Krypto. Da sich in meinem Umfeld auch sonst niemand damit beschäftigte, ließ ich davon die Finger und vertraute lieber den "Profis", als meinem Göttergatten, der leider auch oft einen Touch von "Vorlesung" in diese Gespräche brachte. Nach seinem Tod vor 2 Jahren war ich dann gezwungen, mich in diese Themen einzuarbeiten, da er mir ein umfangreiches Portfolio vererbte. Und auch wenn es nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung geworden ist, hat sich doch eine neue Welt für mich aufgetan. Ja, ich hätte mich früher damit beschäftigen sollen, aber es gab für mich keinen Grund, schließlich hatte ich - leider in unrentable Produkte - vorgesorgt. Ich hatte "Experten" vertraut, die letztendlich nur Verkäufer waren, ich habe mich durch Fachbegriffe, "falsche Wahrheiten", komplexe Berechnungen abschrecken lassen und mir die fachliche Augenhöhe nicht zugetraut. Mein Fazit und meine Empfehlung: Spielt mit Euren Partnern/Partnerinnen den Ernstfall durch, wenn Ihr irgendwann nicht mehr da sein solltet. Wissen sie, womit sie es dann finanziell zu tun haben? Versucht über das Thema so einfach und normal zu reden, wie über Eure Wochenendplanung, bindet das Gegenüber in Eure Überlegungen ein und redet auf Augenhöhe.

    Mega gute Idee. Einfach sagen wieviel man gerne hätte und dann bekommt man das auch. Und wenn der eine AG das nicht zahlt einfach zum nächsten und in der Übergangszeit (50Jahre) beim Vermieter anrufen und sagen man zahlt die Miete erst wenn man einen AG gefunden hat der die Wunschsumme zahlt.

    Grundlegend gilt für mich: Ich nenne meinen Preis, der sich aus meiner Qualifikation, meiner Erfahrung, Skills etc. ergibt und ich entscheide, ob ich ein evtl. niedrigere Angebot annehme oder nicht. Das ist dann aber meine Entscheidung. Hätte der AG mehr bezahlt, habe ich schlecht verhandelt, zu niedrig gepokert oder zu früh zugesagt. Das ist dann aber meine Verantwortung, schließlich zwingt mich niemand einen Job anzunehmen.

    Ja, ich war mehrfach in meinem Leben in dieser Situation. Einige Male habe ich mich aus ungekündigter Position beworben, einige Male hatte ich bereits gekündigt oder war arbeitslos. Immer gab es für mich aber eine Messlatte: Ich definiere meinen Preis. Wenn die Wunschstelle für diesen Preis nicht zu bekommen war und es auch keine Möglichkeit gab, innerhalb einer festgelegten Frist vertraglich auf das Gehalt zu kommen, gab es für mich 2 Optionen: Abzusagen oder das geringere Gehalt zu akzeptieren. Aber das war dann MEINE Entscheidung und entweder habe ICH dann schlecht verhandelt oder die Firma kam wirklich an ihre Grenzen. In über 30 Berufsjahren, bei 7 Arbeitgebern kam mir nie der Gedanke in den Sinn, dass mich ein AG "über den Tisch gezogen hat " denn letztendlich habe ich entschieden, zu welchem Preis ich meine Zeit, meine Energie und meine Leistungskraft "verkaufe".