Beiträge von Rafa87

    Hallo,

    ich habe eigentlich zuletzt immer gegen ein Eigenheim argumentiert - da ich mich ungern verschulde möchte und lieber flexibel in einem ETF Depot mein Geld anlege. Jetzt haben sich Privat ein paar Sachen geändert und plötzlich gibt es für uns mehrere Optionen, auch langfristig gesehen. Eure Meinung dazu würde mich sehr interessieren.

    Zur aktuellen Situation, ich wohne mit meiner Freundin und ihrem Kind günstig zur Miete, 700 € warm für 70qm + 2 ausgebauten und beheizten Zimmern im Dachgeschoss, eins davon ist für mich mein Arbeitszimmer. Ich verdiene ca. 3000€ Netto, meine Freundin 2000€ (+Unterhalt und Kindergeld) Aktuelle kann ich im Monat ca. 1000 € weglegen, meine Partnerin 300 €. Finanziell hat sie leider keine großen Rücklagen gebildet, da sie bis zuletzt noch Altlasten abgezahlt hatte. Ich habe 60k bei SC auf ein ETF Depot, 50k liegen auf dem Tagesgeld und 50k Festgeld (läuft demnächst aus). Die Summen auf dem TG kommt durch Auto und Motorradverkauf zustande, da ich jetzt einen Firmenwagen habe.

    Meine Freundin würde perspektivisch gesehen gern raus aus der Wohnung und was eigenes aufbauen, es gibt auch noch die Option für ein Kind zusammen, dann wäre unsere Wohnung definitiv zu klein. Ich habe mich zuletzt etwas gesträubt, wohne hier schon 15 Jahre - fest steht aber wenn ich / wir ausziehen dann langfristig gesehen, wo wir bis zur Rente gern gemeinsam alt werden wollen. Leider sind wir handwerklich nicht so begabt und würden bei einem Kauf oder einer Sanierung alles oder das meiste machen lassen.

    Es gibt nun folgende Optionen für uns:

    Option 1: Mein Elternhaus zu übernehmen (würde es später eh vererbt bekommen), allerdings ist das Haus gut 100 Jahre alt, Zustand ist zwar okay aber für uns nicht mehr zeitgemäß und man müsste hier wohl 180 qm zum Großteil sanieren (Kleine verwinkelte dunkle Räume im UG, Geringe Deckenhöhe und quietschende Dielen im 1. und 2. OG, Elektrik muss neu gemacht werden, Heizung und Dachstuhl ebenso). Außerdem müssten hier auch 2 getrennte Wohneinheiten geschaffen werden, da meine Eltern wohnen bleiben wollen. Es gibt auch noch ein großer Nebengelass mit Garagenkomplex und großen Garten von 1800qm. Bei mir hängen hier viele Emotionen mit drin, Haus befindet sich in 3. Familiengeneration und ich bin da aufgewachsen. Die Sanierungskosten könnten hier sich aber als ein Fass ohne Boden entpuppen, wo fängt man an und wo will man aufhören ... .

    Option 2: Das Nachbargrundstück von meinen Eltern wurde zum Bauland umgewidmet, hier besteht die Möglichkeit direkt angrenzend zu meinen Eltern ein 700qm großes Bauland zu erwerben. Meine Eltern haben bereits angeboten das Grundstück für uns zu kaufen und zu schenken. Wir würden dann hier ein komplett neues Haus bauen, was auf unseren Bedürfnissen zugeschnitten wäre. Außerdem besteht die Möglichkeit das große Grundstück der Eltern mitzubenutzen und später das Grundstück bei einem Verkauf des Elternhauses aufzuteilen. Gegebenenfalls bleibt es in der Familie und es übernimmt mein Ziehsohn oder doch das vllt. eigene Kind. Die Frage wird natürlich sein wie teuer ein Hausbau werden wird und ob wir uns das leisten können oder wollen.

    Option 3: Die Großeltern meiner Freundin sind in den letzten Jahren verstorben und haben ihrer Familie ihre Doppelhaushälfte vererbt, meine Freundin müsste ihre Schwester auszahlen. Ihre Schwester möchte gern 50k haben, das Haus ist sicherlich mehr Wert (wurde vor 5 Jahren auf 150k geschätzt). Man müsste halt auch hier sanieren bzw, vielleicht auch nur renovieren, allerdings wurde in Vergangenheit schon viel gemacht. Das Haus hat eine Maisonettwohnung von 100 qm + 50 qm Einliegerwohnung. Grundstück ist mit 900qm auch übersichtlich inkl. einer Doppelgarage + Obergeschoss. Kritikpunkt von meiner Seite aus wäre das sich die Doppelhaushälfte mitten in einer Siedlung befindet, umgehen von mehreren Nachbargrundstücken. Die Sanierungskosten dürften sich aber hier in Grenzen halten, ich denke mit 200k hat man eine modernes Haus mit guter Ausstattung wo man die nächsten Jahre seine Ruhe haben wird.

    Option 4: Nix von allen, wir warten weiter ab, wohnen weiter zur Miete oder kaufen später uns eine Wohnung oder ein anderes Haus.

    Meine Partnerin findet die ersten 3 Optionen alle gut. Ich bin total unentschlossen weil jede Variante seinen Charm hat, aktuell tendiere ich zur Option 2, wobei das morgen schon wieder anders aussehen kann^^.

    Meine Eltern würden uns finanziell unterstützen, bzw. wenn wir nicht das Baugrundstück nehmen, würden sie uns Geld für die Sanierung von einem der beiden Häuser zur Verfügung stellen. Ich habe mal ausgerechnet das wir bei einem Kredit eine Rate von ca. 1.5k übernehmen könnten, das wäre aber wirklich die obere Kotzgrenze bei einer Finanzierung. Meine Partnerin ist 31 und ich werde nächstes Jahr 40.

    Vielen Dank für das Lesen und eure Tipps, Ratschläge und Empfehlungen.

    Migration wird zum Problem, wenn Klassen aus 80% Schüler bestehen, die teilweise nicht der Deutschen Sprache mächtig sind, da kann man sich denken wie der Lernfortschritt vom Rest aussieht.

    Meine Cousine musste sich leider ein paar Mal anhören, das sich der Schüler von Ihr nichts sagen lässt weil sie eine Frau ist ... und wir reden hier von einer kleinen Schule. Ich möchte da nicht wissen wie es in Berlin und Co. ausschaut.

    Viele Lehrer kapitulieren, sind dauergestresst und die Krankheitstage häufen sich, was dann wiederum zu extrem vielen Stundenausfällen führt.

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    Zu Hause lernen die Kinder kein Benehmen. Die meisten Lehrer haben keine Lust sich durchzusetzen,

    Mit Lust hat das wenig zu tun, sie dürfen nicht weil sie Angst haben müssen eine Anzeige zu bekommen oder Stress mit den Eltern zu bekommen. Meine Tante und Cousine unterrichten an einer Oberschule, es ist haarsträubend was sich da abspielt. Der Direktor hat die Order rausgehauen die Zeugnisse wohlwollend für die Schüler auszustellen um Ärger mit den Eltern zu vermeiden.

    Ich bin Jahrgang 87, zu meiner Zeit gab es noch Lehrer vom alten Schlag wo auch mal ein Schlüsselbund durchs Zimmer flog oder ein Lehrer mir eine Ohrfeige verpasste als ich frech war (seine Reaktion konnte ich im Nachgang verstehen) und meine Eltern haben ihn auch Recht gegeben. Jedenfalls hatten wir Schüler Respekt vor den Lehrern.

    Ich werde Ende des Jahres (gezwungenermaßen) auch auf ein E-Fahrzeug umsteigen. Als Dienstwagen bekomme ich einen VW ID7 Tourer ProS. Meine Behörde hatte seit diesem Jahr die Flotte komplett auf E-Fahrzeuge umgestellt, man konnte entweder einen ID4 oder eben einen ID7 bestellen. Die Kollegen die schon gewechselt haben, sind alle happy. Der ID7 ist von der Ausstattung her echt gut und er sieht auch schick aus. Durch die 0,25% Versteuerung ist natürlich finanziell dem Umstieg dann doch sehr lukrativ.

    Aus eigener Tasche würde ich mir aber ein Fahrzeug mit Listenpreis von 76.000 € nie kaufen.

    Auch wieder sehr hilfreiche Tipps. Mir bleiben jedoch noch zwei Fragen: Ist momentan der richtige Zeitpunkt, um zu investieren? Und sollte ich small caps und Schwellenländer mit hinein nehmen?

    Den richtigen Zeitpunkt gibt es nie :), aber bei einem ETF Plan gilt eigentlich immer je früher umso besser. Ich denke du gehst auch schon zu sehr ins Detail. Fang mit einem normalen MSCI oder FTSE bei einem Broker deiner Wahl an. Wollen deine Eltern für dich Geld anlegen oder sparen oder planst du auch mit einzuzahlen und wenn ja wieviel ?

    Ich selbst geh auch regelmäßig, joggen, trinke keinen Alkohol und rauche nicht und trotzdem wurde vor einigen eine Autoimmunerkrankung festgestellt. Man steckt da wirklich nicht drin.

    Opa, Fleischermeister (ungesunde Ernährung) und 40 Jahre geraucht, hat dieses Jahr seinen 93 Geburtstag gefeiert ... .

    Was ich sagen will, eine gesunde Lebensweise garantiert noch lange kein langes Leben. Es gibt genug Sportler, die jahrelang sich gesund ernährt haben und sportlich unterwegs waren, auch im Hobbybereich, die dann plötzlich an Krebs, anderen Erkrankungen oder einen Herzinfarkt versterben und / oder am Lebensende dahin weggetieren.

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    Ich gebe zu bedenken, dass ein höheres Lebensalter nicht unbedingt mit einer hohen Lebensqualität einhergeht.
    Die agilen 90 jährigen werden auch zukünftig eher eine Ausnahme bleiben.

    Kann ich auch aus meinem Umfeld so bestätigen, die Menschen werden immer älter - aber zu welchem Preis ? Viele werden durch fortgeschrittener Medizin vielleicht am Leben gehalten, viele der Ü90 jährigen haben aber nur noch wenig Lebensqualität ... . Daher brauch man auch im Alter genügend Reserven um die letzten Jahre aufgrund der Pflegesituation gut abzusichern.

    Das du einen gesunden Lebensstil pflegst ist löblich, aber auch dieser garantiert Dir nicht eine hohe Lebenserwartung.

    Welches Ziel wird mit dem Anlegen verfolgt ? Als Kinderloser in diesem Alter würde ich versuchen mir eine Plan zu machen für was ich das Geld noch ausgeben will.

    50.000 würde ich auf ein ETF Konto schieben, als Absicherung für die Pflege im Alter. 50.000 auf ein Tagesgeldkonto als Sicherheitsbaustein. Und die 200.000 auf ein ETF mit Entnahmeplan, jeden Monat 1.000 Euro, damit solltest du die nächsten 22 Jahre hinkommen.

    Wenn du noch fit bist würde ich versuchen (gut) zu leben und das Geld jetzt noch auszugehen, z.B durch Reisen. Mit Rente plus Entnahmeplan dürfte da genügend Hängenbleiben um das Leben zu genießen und sich finanziell keine Sorgen machen zu müssen.

    Das stimmt natürlich, Pension statt Rente. Diese fällt aber auch dann üppig aus.

    Auch mal abwarten was in den 9 Jahren noch passiert, vielleicht sind bis dahin die Kinder weiter weggezogen und du möchtest in der Nähe von deinen Kindern, Enkeln leben.

    Auch wäre es zu überlegen sich die Miete zu sparen und stattdessen eine altersgerechte Wohnung zu kaufen, statt Miete zu zahlen. Das Haus dürfte jedenfalls genug Geld abwerfen.

    Ich wäre bei den finanziellen Vorraussetzungen sehr entspannt, vieles kann man auch schlecht planen weil sich die Lebenssituation bis dahin auch schnell mal ändern kann.

    Ich denke du wirst eher im Alter das Problem bekommen wie du dein Geld noch ausgibst, als das du von Pleite betroffen sein wirst.

    Mit deinen finanziellen Ressourcen dürfte es kein Problem sein ab den Renteneintritt noch 1.000 Euro montlich über dein ETF Konto zu entnehmen.

    Ich habe früher auch oft ungefragt Überstunden gemacht, es wurde gern gesehen ob Arbeit da war oder nicht. Später hat man aus Kostengründen draufgeschaut das keine Überstunden mehr gemacht werden und am Ende ging es auch und die Arbeit wurde trotzdem erledigt... 😉

    Jemand mit Meisterausbildung wird in der IG Metall bein ERA 9 - 10 eingruppiert. Im Öffentlichen Dienst zwischen 8-11, ein Kollege in der Wasserwirtschaft hat E10. Einen großen Unterschied in den Gehaltstabellen lässt sich da nicht finden !

    Einzig die Zulagen und Bonizahlungen sind bei ERA besser als im ÖD.

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    Allerdings unter durchschnittlich 4500€/monat würde ich als Fachkraft in der industrie eh nicht arbeiten gehen...

    Realitätsfremd, selbst bei VW erreicht man als Produktionsarbeiter diese Zahl nicht so schnell, ohne alle Schichten und Zuschläge mit zunehmen

    Bei RTL sind das Gehälter inklusive Zuschläge... Und ich bezweifel das eine normerle Hundefriseurin 7.000 Euro Brutto verdienen kann, wenn ich das meinen (normalen) Friseur zeige bekommt er Schnappatmung. Er selbst verdient knapp die Hälfte und das mit Meisterbrief, wenn seine Angabe so stimmt und dem vertraue ich mehr als jene von RTL.

    Wenn man eine Orientierung für sein Gehalt bekommen will, sollte man sich an die Tabellen der IG Metall, ÖD und co orientieren und dann wird man schnell feststellen das die Angaben mit jenen von RTL für die Allgemeinbevölkerung so nicht stimmen können.

    Es ist niemand gezwungen dort zu arbeiten.
    Einfach dorthin ziehen wo normal gezahlt wird.

    Was bedeutet normal ? Die Unterschiede in den Tariftabellen von IG Metall und ÖD halten sich mittlerweile in Grenzen, bzw es gibt da gar keine mehr.

    Und in der freien Wirschaft macht es für viele auch wenig Sinn wegen 2-3 Euro Unterschied Stundenlohn seinen Lebensmittelpunkt aufzugeben, da hängt viel mehr dran als nur das Einkommen bzw. Gehalt.

    Er wohnt aber nicht im Osten oder im Ruhrpott, sondern im Süden und da verdient eine Aldi Kassierin deutlich mehr.

    Auch hier gilt, erstmal so ein Job finden wo einem das Gehalt angeboten wird 😉. Er kann sich ja gern bewerben ... Die fetten Jahre sind derzeit leider nun einmal vorbei.

    Und zum Thema Kassiererin bei Aldi, die wenigsten Arbeiten da Vollzeit und kommen dadurch auch nicht auf so ein üppiges Gehalt.

    Nur knapp über Mindestlohn und in der Gehaltsklasse sprechen viele gar kein Deutsch.

    3.300€ Brutto als Meister und Teamleiter ist von der Realität aber noch viel viel viel weiter entfernt als 6.600€ (was in der Industrie immer noch sehr wenig wäre als Teamleiter). Damit bist du als Meister und Teamleiter weit unter dem Median der Bevölkerung.

    Schaue dir mal die Jobangebote bei Indeed und Co gern mal an, gerade in den neuen Bundesländern sind solche Löhne Realität. In meinem ehemaligen Unternehmen sind Stellen als Zerspannungsmechaniker ausgeschrieben, 18 Euro werden da angesetzt ... .

    Ich hatte mehrere Vorstellungsgespräche als leitende Funktion, mehr als 4.000 Euro (Brutto) war da nirgendwo drin. Bin jetzt im ÖD und da wird man als Meister in E9-E11 eingruppiert. Was ein Gehalt zwischen 3500-4200 entspricht.

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    TV Gehaltsvergleich kann man schon staunen was mancher (auch nicht studierter) verdient und kommt ins Grübeln. Vielleicht ist das aber auch nicht wirklich repräsentativ.

    Ich habe mich über sowas auch immer geärgert, als Teamleiter mit Meisterabschluss hatte ich zuletzt 3300 Euro Brutto ... Dann schaut man im TV dieses Gehaltsvergleich und sieht das andere mit weniger Qualifikationen oder Erfahrung teilweise das doppelte verdienen. Das frustriert ... . Es spiegelt aber nun nicht den Großteil der Bevölkerung wieder, deswegen sollte man sich und diese Vergleiche nicht einlassen. Repräsentiv ist diese Sendung keinesfalls.