Beiträge von Goldmicha

    Bei mir geht es allerdings um einmal Investitionen und nicht um Sparpläne. Da macht es für mich schon einen Unterschied ob ch sieben oder zehn Prozent günstiger einkaufen kann. Sicherlich wird deine Frau oder die Wissenschaft dazu eine generalisierende andere Aussage treffen. Aber ganz konkret war für mich klar, was eine mehr oder minder große Delle absehbar war. Deshalb habe ich mir vorgenommen, nach einem Stufenmodell die einmal Investition vorzunehmen. Ich denke auch, dass der Drops noch nicht gelutscht ist. Die Politik des us-präsidenten ist so dumm, das höre Inflation und höre Zinsen unausweichlich sein werden.

    Wäre ja schön, wenn man wüsste um wie viel Prozent ist bei der Delle geht..

    Bärenmarkt: −20 %

    große Krise: etwa −40 % bis −50 %

    historische Maximalverluste ungefähr:
    2008: ca. -55 %
    2000–2003: ca. -46 %
    2020: ca. -34 %

    Das hat mir die KI ausgespuckt.

    Beim historischen Verlauf ist ja auffällig, dass die die Verlustkurve scheinbar weniger steil verläuft. Vielleicht lernen immer mehr Anleger, dass man es aussitzen muss.

    Bin kein Experte, aber ich denke das ist vor allen Dingen sinnvoll für alle die Allianz Aktien haben. Für dich wird es aber nicht sinnvoll sein. Warum sollst du der Allianz etwas von deinem Geld abgeben? Richte einfach einen ETF Sparplan bei einem Neo Broker ein. Eventuell auch bei deiner hausbank. Aber da würde ich vorher erstmal in Erfahrung bringen, was es dort kostet. Und dann einen sehr breit. aufgestellten ETF monatlich besparen.

    Ich bin sehr froh darum, dass ich zunächst nur knapp 100 Euro investiert habe. Aber nach knapp vier Monaten Recherche - auch hier in Forum - fühlte ich mich sicher genug, um mit einer größeren Summe einzusteigen. Trotzdem bin ich nicht mit dem gesamten Vermögen eingestiegen. Entgegen Empfehlungen von z.B Gerd Kommer, warte ich momentan noch ein wenig und versuche im kleinen Stil Markttiming zu betreiben. Die von mir favorisierten zwei ETF sind in den vergangenen 7 Tagen um 2 bzw 3 Prozent gefallen. Sollte es nächste Woche noch 2 bis drei Prozent runter gehen würde ich einsteigen und mich gut damit fühlen.

    Genau der Punkt ist für mich nicht nachvollziehbar. Wenn man schon weiß, dass es nix ist, warum macht man es dann? Das ist genau wie mit diesen ganzen Core-Satellite-Strategien und „Beimischungen“. Am Ende priorisiert man ohnehin: Es gibt Dinge, die man für sinnvoll hält (die schaffen es in den Core), und Dinge, die man für weniger sinnvoll hält, aber doch irgendwie gut findet und an die man besondere Erwartungen hat. Statt dann aber konsequent zu sein und die weniger sinnvollen einfach ganz wegzulassen, reduziert man sie einfach und nennt das Diversifikation, Satelliten oder Beimischungen. Oder wie hier ,,Sandbox".

    Und dann noch hier ein bisschen was, dort ein kleiner ETF. Dann noch etwas mit Dividenden, etwas gegen den Klumpen, und noch dies und noch das … Am Ende blickt kein Mensch mehr durch. Und am Endergebnis ändetr es auch nix.

    Dieses „bisschen schwanger“ ist erstaunlich tief verwurzelt. Man glaubt immer, dass mehr automatisch auch besser sei. Bei der Kapitalanlage stimmt das aber oft nicht. Mehr Positionen, mehr Ideen und mehr Strategien bedeuten häufig einfach nur mehr Komplexität ...und mehr Fehlerquellen.

    Natürlich hast du vollkommen Recht damit, dass man es dann auch gleich ganz sein lassen kann. Für mich war es aber eher so eine Art Therapie. Die eine Aktie ging um 40% hoch innerhalb von drei Monaten, die andere immerhin auch um 20%. Aber mir war vollkommen klar, dass man da raus nichts allgemeines ableiten kann. Und das es viel sinnvoller ist auf die Wissenschaft zu hören und in einem breit gestreuten ETF zu investieren. Es hätte ja aber auch sein können, dass ich mich vollkommen irre und es mit allem so läuft wie mit diesen zwei Aktien. Nach sehr viel Literaturrecherche bin ich aber zu dem Ergebnis gekommen, das es absolut sinnvoll. Ist in ein oder zwei breit gestreute ETFs zu investieren.

    Das habe ich getan. Jetzt ist der kick nicht mehr ganz so hoch und auch meine Motivation noch mehr zu lesen, ist nicht ganz so hoch. Schade, eigentlich. .

    Ich habe dieses Argument noch nie ganz verstanden. Dennoch wird es regelmäßig (auch von durchaus seriösen Experten) vertreten: Man solle sich ein kleines „Zockerdepot“ halten, um der eigenen irrationalen Seite Raum zu geben.

    Ist das nicht erstaunlich ambitionslos? Im Grunde lautet die Botschaft doch: Ich weiß, dass es keinen Mehrwert bringt, aber ich habe mich nicht ausreichend unter Kontrolle, also begrenze ich den Schaden.

    Das erinnert ein wenig an die Logik: lieber gelegentlich ein Joint, damit man nicht auf Heroin kommt.

    Aber gibt es im Leben nicht genügend andere Spielwiesen für irrationalen Spieltrieb als ausgerechnet die Kapitalanlage? Wenn jemand wie der TE schon so weit ist und erkannt hat, dass es eine Spielerei ist, die sehr wahrscheinlich mehr schadet als sie bringen wird, kann man es doch auch einfach lassen, oder? Worin liegt in diesem Fall genau der Lerneffekt? ,,Wusste ich es doch. Zum Glück waren es nur 2000 Euro!"?

    Es gibt in diesem Fall nur zwei Szenarien und beide sind schlechter, als es gar nicht zu tun:

    1. Man underperformt und verliert einen großen Teil oder sogar die gesamten 2000 Euro.
    2. Man verdient viel und rutscht in einen Overconfidence Bias, der später zu noch größeren Verlusten führt.


    Dem kann ich nur zustimmen. Aber bei mir ging es um die Motivation. Es gab jeden Tag einen Kick, wenn ich auf meine beiden Aktien sah. Der spornte mich enorm an, um mehr über das Thema zu erfahren. Aber ich versuche auch immer die Ratio gewinnen zu lassen und mich nicht von meinen Gefühlen leiten zu lassen. Mir war natürlich vollkommen klar, was da passierte und wie gefährlich das ist . Vermutlich wie bei allen Suchtmitteln.

    Ich möchte in einem Punkt widersprechen. Die Sandbox zum Spielen ist wichtig für die Motivation, um sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Ich habe am Anfang nur zwei einzelne Aktien gekauft, um mal zu schauen, wie das alles so funktioniert. Habe ein wenig gespielt und ganz viel gelesen. Nach circa 4 Monaten war klar, dass ich im Wesentlichen auf zwei ETF setze.

    Ist halt immer eine Wette auf die Zukunft. Viele Analysten scheinen ist so zu sehen, dass die größte und modernste Armee dieser Welt schnell mit dem Iran fertig wird und dann wieder business as usual stattfindet. Vielleicht neige ich zum Pessimismus. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass dieser Trend, dass man machen kann, was man will, wenn man nur militärischen stark genug ist, auch zu guten wirtschaftlichen Ergebnissen führen wird. Die Globalisierung ist doch dadurch stark geschwächt.

    Ich überlege mit einmal Investitionen reinzugehen:

    Plane nicht um 9:01 kaufen.
    Sondern
    10:30–11:30 Uhr beobachten
    Oder kurz vor US-Opening (15:00–15:30)
    Oder am Nachmittag gegen 16:30
    Plane folgendes:
    1/2 gegen 11 Uhr
    1/2 gegen 16 Uhr investieren. Allerdings nur wenn der von mir bevorzugte ETF um 5 Prozent fällt.

    Die Probleme mit Bitcoin sind, dass er intrinsisch wertlos ist. Er produziert keinen Cashflow, man kann ihn nicht essen und industrielle Anwendungen dafür gibts auch nicht. Dafür braucht man eine Menge Strom, um das Netzwerk überhaupt am Leben zu halten. Der Wert von BTC und co bemisst sich rein nach der Erwartung was er zukünftig wert sein könnte und in der Hinsicht siehts auch nicht mehr gut aus. Mittlerweile ist quasi alles erreicht, was die Cryptojünger sich gewünscht haben. Ein US-Präsident, der nicht nur seinen eigenen Token hat (inklusive traditionellem Pump and Dump), sondern auch entsprechend freundliches Personal in den Aufsichtsbehörden einsetzt. Bitcoin-ETF für alle, die sich nicht mit Wallets rumschlagen wollen. Es fehlt schlicht und einfach das nächste große Bitcoin-Ding.

    Schön Ausführung zum Bitcoin, die ich vollkommen teile. Ich wollte auch nur darauf hinweisen, dass der Bitcoin in der Vergangenheit immer mal wieder als Seismograph fungiert hat.