Habe ich sehr wohl. Einige erfassen das Problem in dem Zusammenhang aber gar nicht. Oder willst du auch die Grundlast der Industrie 24/7 jahresunabhängig mit wetterabhängigen Energiequellen und Speichern lösen? Diese Vorschläge kommen ja aktuell, reine Utopie.
Was machen wir denn, wenn 5 Tage oder 3 Wochen nicht die Sonne scheint? Oder kein Wind weht? Diese Frage wurde mir bis jetzt immer noch nicht beantwortet. – Vorschlag A: Kernkraft. Vorschlag B: ?!
Mach es doch mal konkret und redet nicht um den heißen Brei herum. Was machen wir dann? Wie halten wir solche Stahlwerke, KI-Rechenzentren, Chemieindustrie und Co. in solchen Phasen weiter am Laufen?
Ich habe mir mal den Spaß gemacht und die Größenordnung für einen großen Stahlstandort durchrechnen lassen:
Schon bei rund 850 MW Dauerlast bräuchte man für 3 Tage etwa 61 GWh Speicher, für 5 Tage rund 102 GWh und für 3 Wochen etwa 428 GWh.
Mit heutigen Großbatterien wären das grob 15.000, 26.000 bzw. über 100.000 Megapacks. Allein die 3-Wochen-Variante käme auf mehrere Millionen Tonnen Batteriesysteme. Und um den jährlichen Energiebedarf nur mit PV zu erzeugen, reden wir zusätzlich über Solarparks in der Größenordnung von rund 100 km².
Und das ist noch keine komplette deutsche Industrie, sondern ein einzelner großer Standort.
Quelle: KI-Berechnung