Deutschland -> Land der armen Schlucker "keine 2000 Euro als Notgroschen"

  • Akteneinsicht entspricht der geltenden Rechtslage.

    <loriot>Ach was!</loriot>

    Du bleibst übrigens immer noch die Antwort schuldig, wo dem Anzeigenersteller ein persönlicher Vorteil erwächst.

    PS: Wo wir nun schon den Begriff "Autohasser" im Raum stehen habe: Bedeutet das automatisch, dass ein Auto(fahrer), der beispielsweise auf dem Fahrradstreifen oder auf dem Bürgersteig parkt, automatisch ein Fahrradhasser oder Fußgängerhasser ist?

  • Wo wir nun schon den Begriff "Autohasser" im Raum stehen habe: Bedeutet das automatisch, dass ein Auto(fahrer), der beispielsweise auf dem Fahrradstreifen oder auf dem Bürgersteig parkt, automatisch ein Fahrradhasser oder Fußgängerhasser ist?

    Nein, das ist die berühmte Technologieoffenheit auf allen Wegen, quasi ein Freiheitsaktivist. :P

  • Du bleibst übrigens immer noch die Antwort schuldig, wo dem Anzeigenersteller ein persönlicher Vorteil erwächst.

    Nö. Nach deiner Definition genügt das Denunzieren.

    PS: Wo wir nun schon den Begriff "Autohasser" im Raum stehen habe: Bedeutet das automatisch, dass ein Auto(fahrer), der beispielsweise auf dem Fahrradstreifen oder auf dem Bürgersteig parkt, automatisch ein Fahrradhasser oder Fußgängerhasser ist?

    Nein. Das bedeutet schlicht und einfach, dass man platzsparend parkt. Radfahrer haben auf den Straßen ohnehin nichts verloren - siehe § 31 StVO.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Ich simuliere keinen „Inflationshammer am Ende“, sondern rechne den Endwert einfach auf heutige Kaufkraft zurück. Das ist ein gängiger Methode, um die Größenordnung zu zeigen.

    Du hast aber insofern recht, streng genommen ist der Vergleich nicht ganz sauber, weil die Einzahlungen über 20 Jahre verteilt erfolgen und unterschiedliche Kaufkraft haben. Wenn man es exakt machen will, müsste man jede Einzahlung inflationsbereinigen oder direkt mit einer realen Rendite rechnen.

    Das Inflation und Steuern die Rendite mindern stimmt natürlich. Aber es ist tatsächlich nicht so schlecht wie von Dir dargestellt.

    Du hast einen realen Endwert mit nominalen Einzahlungen verrechnet. Das halte ich methodisch für nicht korrekt.
    Der korrekte Endwert für den realen Gewinn dürfte sicher irgendwo im Bereich der 50 TEUR liegen und damit wahrscheinlich fast doppelt so hoch wie Deine realen Einzahlungen.

  • Das Inflation und Steuern die Rendite mindern stimmt natürlich. Aber es ist tatsächlich nicht so schlecht wie von Dir dargestellt.

    Du hast einen realen Endwert mit nominalen Einzahlungen verrechnet. Das halte ich methodisch für nicht korrekt.
    Der korrekte Endwert für den realen Gewinn dürfte sicher irgendwo im Bereich der 50 TEUR liegen und damit wahrscheinlich fast doppelt so hoch wie Deine realen Einzahlungen.

    Okay, dann mach doch mal bei Gelegenheit eine konkrete Gegenrechnung, lasse mich da gerne verbessern. Ausgangspunkt kann ja dieses Beispiel bleiben:

    Ein stark vereinfachtes, aber anschauliches Beispiel:

    MSCI World ETF:

    Sparrate / Monat: 300 Euro

    Rendite: 8 % p.a.

    Laufzeit: 20 Jahre

    Eingezahlt: 72.000 Euro

    Depotwert: ~178.000 Euro


    Angenommen man würde das Geld auszahlen:

    Gewinn: 106.000 Euro

    Steuerpfl. Anteil (70 %): 74.200 Euro

    Steuer: (~26 %): 19.600 Euro

    Depotwert nach Steuern: 158.400 Euro


    Kaufkraft nach Inflation (3 % p.a.): ~88.000 Euro

    Kaufkraftbereinigter Gewinn nach 20 Jahren: 16.000 Euro

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Nö. Nach deiner Definition genügt das Denunzieren.

    Das ist nicht meine Definition, sondern die allgemeine gängige, die in Wörterbüchern oder Enzyklopädien so definiert. Zumal du ja noch unterstellst (was m.E. so pauschal nicht haltbar ist), dass das Melden von Verstößen an staatliche Stellen per se einen niederen Beweggrund darstellt. Nach dieser Logik sollte ich auch auch die Füße stillhalten, wenn die Nachbarin von ihrem Mann verprügelt, auf der Straße jemand beraubt oder jemand gerade erschlagen wird.

    Zitat

    Nein. Das bedeutet schlicht und einfach, dass man platzsparend parkt.

    Du tust deiner Troll-Attitüde alle Ehre. StVO § 12 Abs. 4 führt aus, wo zu parken ist. Der ganze Paragraph führt aus, dass das Parken auf Gehwegen nur bei entsprechender Beschilderung erlaubt ist.

    Wenn es ein markierter Radschutzstreifen ist, da darfst du in der StVO die Erläuterungen zum Zeichen 340 folgendes lesen:

    "Ge- oder Verbot

    1.

    Wer ein Fahrzeug führt, darf Leitlinien nicht überfahren, wenn dadurch der Verkehr gefährdet wird.

    2.

    Wer ein Fahrzeug führt, darf auf der Fahrbahn durch Leitlinien markierte Schutzstreifen für den Radverkehr nur bei Bedarf überfahren, insbesondere um dem Gegenverkehr auszuweichen. Der Radverkehr darf dabei nicht gefährdet werden.

    3.

    Auf durch Leitlinien markierten Schutzstreifen für den Radverkehr darf nicht gehalten werden.

    Erläuterung
    Der Schutzstreifen für den Radverkehr ist in regelmäßigen Abständen mit dem Sinnbild „Radverkehr“ auf der Fahrbahn gekennzeichnet."

    Zitat

    Radfahrer haben auf den Straßen ohnehin nichts verloren - siehe § 31 StVO.

    Dazu finde ich folgendes:
    "Sport und Spiel auf der Fahrbahn, den Seitenstreifen und auf Radwegen sind nicht erlaubt. Satz 1 gilt nicht, soweit dies durch ein die zugelassene Sportart oder Spielart kennzeichnendes Zusatzzeichen angezeigt ist."

    Willst du ernsthaft unterstellen, dass Fahrräder ausschließlich Spielgeräte und keine normalen Teilnehmer im Straßenverkehr sind? Das sieht die StVO und gängige Rechtsprechung aber anders. Ich glaube du wärst ernsthaft ein Kandidat, für eine MPU bzw. Führerscheinentzug. Fundstelle: § 11 - Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV), Absatz 2.

  • § 31 StVO Sport und Spiel

    (1) Sport und Spiel auf der Fahrbahn, den Seitenstreifen und auf Radwegen sind nicht erlaubt. Satz 1 gilt nicht, soweit dies durch ein die zugelassene Sportart oder Spielart kennzeichnendes Zusatzzeichen angezeigt ist.

    Aha!

  • Jetzt müsste die Einzahlung von 72.000 EUR abgezogen werden:

    Nominaler Überschuss nach Steuern: 86.000 EUR

    Jetzt kannst Du die Kaufkraftbereinigung durchführen. Das war eigentlich schon mein Punkt. :)

  • Die ist doch schon abgezogen.

    Nein sie wurde zwar zur Gewinnermittlung abgezogen. Aber der Depotwert nach Steuern ist ja 158.000 EUR also offensichtlich inkl. Einzahlungen.

    Die 88.000 EUR sind die inflationsbereinigten 158.000 EUR Depotwert nach Steuern.

    Der eigentliche Gewinn liegt bei 158.000 -72.000 EUR =86.000,00 EUR

    Folglich ergibt sich dann ein kaufkraftbereinigter Gewinn von 48.000 EUR und nicht wie dargestellt 16.000 EUR.

    Und diese 48.000 EUR real kann man dann von mir aus mit den inflationsbereinigten Einzahlungen von 54.000 EUR real (72.000 EUR nominal) vergleichen.

    Damit hat man mit 54.000 EUR kaufkraftbereinigten Einzahlungen einen realen Überschuss von 48.000 EUR erzielt.

  • Willst du ernsthaft unterstellen, dass Fahrräder ausschließlich Spielgeräte und keine normalen Teilnehmer im Straßenverkehr sind?

    Natürlich sind das keine Sportgeräte. Deshalb fahren ernsthafte Fahrradpendler auch Rennräder, in der Regeln nicht StVZO-konform und tragen Kleidung, die bei der Tour de France manchen Teilnehmer vor Neid erblassen lassen würde.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Überlege mal, welche Städte und Viertel in Europas besondern gern besucht werden…das sind doch sehr häufig Viertel oder Städte, wo es eine gewisse homogene Bebauung gibt. Mir fällt da spontan das Grachtenviertel von Amsterdam ein.

    Meine Zustimmung, zudem gilt das nicht nur für Städte. In diesem Zusammenhang erinnere mich gerne an die Dokus von Dieter Wieland vom Bayerischen Rundfunk zurück. Kann an dieser Stelle alpha-retro: Unser Dorf soll hässlich werden - hier anschauen empfehlen. Krasse Beispiele, was inhomogene und rücksichtslose Bebauung aus einem Ort machen kann.

  • Das stimmt schon pessimistisch dystopisch wenn wir hier ersthaft diskutieren müssen ob Stadt/Bau/Infrastruktur planlos anarchistisch wie in den Slums der Ärmsten der Armen schöner oder weniger schön ist als in entwickelten Ländern bei denen verschiedenste Belange in längeren Prozessen abgewägt werden müssen und Erkentnisse aus der Wissenschaft berücksichtigt werden. Und solche Leute erringen gerade ein Wahlerfolg nach dem anderen^^

  • Tatsächlich können wir uns ja nicht mal darauf einigen ob Autos einfach überall parken dürfen oder nicht ;)

    Doch klar. Dürfen sie nicht. Aber man darf nichts dagegen unternehmen.

    Wenn das Ordnungsamt es sieht ist wird wieder im großen Stil 'von der Staatsgewalt' abgezockt. Wenn es ein Meldeportal gibt, dann sind es die 'links-grün versifften', die sich die Stasi zurückwünschen.

    "2 Sätze" früher aber Verstöße beim Bürgergeld mit Totalsanktionen belegen wollen. Genau mein Humor.

  • Naja, was heißt miteinander „vergleichen“. Man darf halt nicht vergessen, dass die Einzahlungen, die man ja theoretisch auch in der Gegenwart hätte konsumieren können, mit der Zeit ebenfalls an Kaufkraft verlieren, wenn sie der Inflation unterliegen. Somit hätte man kaufkraftbereinigt von den eingezahlten 72.000 Euro nach 20 Jahren noch 54.000 Euro (sprich einen Wertverlust von 18.000 Euro). Was du ja auch richtig benennst.

    Hinzu kommt nun noch die Nettorendite (abzüglich Steuern + Inflation) in Höhe von 48.000 Euro.

    Kurz gesagt: Aus 72.000 Euro hätte man dann in 20 Jahren rund 102.000 Euro (54.000 Euro + 48.000 Euro) gemacht. Der Nettogewinn beträgt somit: ~32.000 Euro.

    Das entspricht einer realen Nettorendite von rund 4,7 % p. a. Das ist auch plausibel, wenn man von etwa 8 % nominaler Rendite ausgeht, abzüglich rund 3 % Inflation und der steuerlichen Belastung auf die Gewinne.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

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