Beiträge von diversifikation

    Das ist richtig, verkennt aber gleichzeitig die Problematik. Beim ELTIF summieren sich systematisch die Nachteile.

    Die Fondsgesellschaft legt einen ETF auf, hat dann ein Produkt und das wird von Dritten gehandelt. Die Fondsgesellschaft hat damit im Prinzip keine Arbeit mehr, ob eine Million Anteile von einem Anleger gehalten werden oder von einer Million Anlegern, ist egal. Die unterliegenden Aktien sind liquide und bekommen sekündlich neue Marktpreise, die mit ganz realen Transaktionen unterlegt sind.

    Ein ELTIF dagegen sammelt das Geld von vielen Anlegern, kleine Stückelungen machen entsprechend viel Arbeit für den Anbieter. Das unterliegende Investment ist illiquide und damit ist es auch das Investment. Wenn nur ein sehr kleiner Teil der Anleger verkaufen will, lässt sich das irgendwie regeln. Echte Liquidität sieht aber anders aus. Marktpreise bekommt man keine, stattdessen Schätzungen. Spitz formuliert...die Probleme kennen wir alle von Immobilienfonds.

    Zwei Punkte hierzu: ein ELTIF investiert zum Großteil in illiquide Assets und daher haben diese Fonds nur eine sehr eingeschränkte Liquidität. Wer Zugang zu Private Equity, Infrastuktur o.ä will, kann das nun mit einem Fondsinvestment tun. Zuvor war es für Privatanleger unmöglich.

    Zu den ETFs: einer Fondsgesellschaft oder den Market Makern eines ETF ist nicht egal wie groß einzelne Anleger sind. Je nach ETF wird es ab 1 Mio. EUR Handelsvolumen schwierig solche Trades über die Börse auszuführen. Das wird dann OTC gemacht, weil auch hier der Spread - sprich der Liquiditätseinfluss - zu groß wäre.

    Du meinst, weil der ETF von iShares (BlackRock) ist, wurde dieser in den USA aufgelegt? Oder geht es dir darum keinen USA-Anteil im Fonds zu haben?

    "Dein" iShares ETF wurde in Irland aufgelegt: das siehst du ja schon an der Kennummer, die mit IE... beginnt.

    Man kann einen passiven ETF nicht wirklich mit Private Equity gleichsetzen: ganz andere Funktionsweise, Liquidität, Gebühren, aber auch Renditeerwartung. Die Zielrendite ist halt auch als Ziel zu verstehen: was mit Private Equity in der Vergangenheit möglich war. Ob das auch in Zukunft so sein wird, weiß man nicht - bei einen MSCI World ETF aber auch nicht.

    Da der zuvor genannte Artikel vom Mananger Magazin schon hinter einer Bezahlschranke ist, hier eine Übersicht zu den Fonds bei Trade Republic und anderen Anbietern:

    Der ELTIF.info Newsletter #1 - Trade Republic betritt die ELTIF-Bühne
    Trade Republic betritt die ELTIF-Bühne und komplettiert das Angebot durch Fin-Techs. Apollo Global Private Markets ELTIF LU3170240538 EQT NXTF ELTIF…
    eltif.info

    Die Baader Bank hat dich zwar falsch abgerechnet, aber es ist ja davon auszugehen, dass sie selbst die richtige Anzahl an ScanDisc-Aktien erhalten hat. Und falls du nicht der einize Kunde mit Western Digital Aktien bist, dann hat die Baader Bank auf einem eigenen, internen Depot diese "übrig" gebliebenen Bruchstücke rumliegen.

    Mich wundert es, dass weder die Bafin noch deren interne Kontrollinstanzen diese falsche Kapitalmaßnahme ignorieren.

    Losgelöst von steuerlichen Themen: der Fonds ist laut Deka-Website zu 2/3 in Büroflächen investiert und kostet fast 3% jährlich. Die jährliche Rendite lag in den vergangenen Jahren auch bei lediglich 2-3%.

    Da du ja schon weißt, dass dieses Geld in den kommenden Jahren für was ganz konkretes benötigst, würde ich diesen Fonds verkaufen und in liquidere, günstigere Investments umschichten: z.B. ETFs auf Geldmarkt, Unternehemensanleihen mit guten Rating und kurzer Laufzeit.

    Dein Worst Case beim Immobilienfonds: einzelne Objekte müssen abgewertet werden, alle Anleger wollen raus und du stehst mit deinen geplanten Verkäufen in einer langen Schlagen anderen Investoren, die ebenfalls verkaufen wollen.