Das ist richtig, verkennt aber gleichzeitig die Problematik. Beim ELTIF summieren sich systematisch die Nachteile.
Die Fondsgesellschaft legt einen ETF auf, hat dann ein Produkt und das wird von Dritten gehandelt. Die Fondsgesellschaft hat damit im Prinzip keine Arbeit mehr, ob eine Million Anteile von einem Anleger gehalten werden oder von einer Million Anlegern, ist egal. Die unterliegenden Aktien sind liquide und bekommen sekündlich neue Marktpreise, die mit ganz realen Transaktionen unterlegt sind.
Ein ELTIF dagegen sammelt das Geld von vielen Anlegern, kleine Stückelungen machen entsprechend viel Arbeit für den Anbieter. Das unterliegende Investment ist illiquide und damit ist es auch das Investment. Wenn nur ein sehr kleiner Teil der Anleger verkaufen will, lässt sich das irgendwie regeln. Echte Liquidität sieht aber anders aus. Marktpreise bekommt man keine, stattdessen Schätzungen. Spitz formuliert...die Probleme kennen wir alle von Immobilienfonds.
Zwei Punkte hierzu: ein ELTIF investiert zum Großteil in illiquide Assets und daher haben diese Fonds nur eine sehr eingeschränkte Liquidität. Wer Zugang zu Private Equity, Infrastuktur o.ä will, kann das nun mit einem Fondsinvestment tun. Zuvor war es für Privatanleger unmöglich.
Zu den ETFs: einer Fondsgesellschaft oder den Market Makern eines ETF ist nicht egal wie groß einzelne Anleger sind. Je nach ETF wird es ab 1 Mio. EUR Handelsvolumen schwierig solche Trades über die Börse auszuführen. Das wird dann OTC gemacht, weil auch hier der Spread - sprich der Liquiditätseinfluss - zu groß wäre.