Beiträge von Olmo

    Vielen Dank für die differenzierende und ausführliche Rückmeldung!

    jupp, ich bin vom Alter her 61 Jahre, ob ich mich nun alt fühle oder nicht. Da ich freiberuflich arbeite habe und freiwillig zahlend in der GRV geblieben bin, kann ich flexibel agieren. Und tatsächlich nutze ich die Möglichkeiten der GRV. Mit 63 habe ich die 35 Jahre zusammen und investiere daher seit drei Jahren in zusätzliche Endgeltpunkte. Über drei Jahre verteilt, da ich natürlich nicht mehr einzahlen wollte als der steuerliche Freibetrag ermöglicht. Den Rahmen habe ich nun ausgeschöpft. Aktuell beschäftigte mich daher der Gedanke, wie ich den steuerlichen Freibetrag weiter bis an die Höchstgrenze ausreizen kann. Und ob dies überhaupt sinnvoll ist.

    Also, ich zahle regelmäßig weiter den Höchstbetrag in die GRV ein. Damit ca. 18.000 Euro des Freibetrags aufgebraucht (monatlich zieht die DRV 1500 Euro ein).

    Die genauer formulierte Frage lautet also, wie gewinnbringend ist eigentlich so ein Rürup ETF?

    Verstanden habe ich nun:

    1. Kursschwankungen sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Bestandteil der kurzfristigen Entwicklung.

    2. Das ETF wird zum Zeitpunkt des Rentenbeginns in eine private Versicherung überführt.

    Diese errechnet zum Zeitpunkt des Rentenantrags auf Grundlage des aktuellen Wertes des ETF einen im weiteren feststehenden Rentenfaktor. Dieser ist per se ungünstig im Vergleich zur GRV und kann sogar bei gerade miesem Kurswert lausig sein. In dem Fall hätte ich gar nichts von dem verhältnismäßig günstigem Erwerb des ETF Paket. Immerhin könnte ich aufgrund der Steuerersparnis für 5800 Euro im Wert von 10.000 Euro kaufen. Daraus würde sich bei einem Einzahlungzeitraum von 7 Jahren ein Paket von theoretisch 70.000 Euro ergeben. Wenn es dann aber real nur einen Wert von 35.000 Euro hätte, also die Hälfte. Die Steuerersparnis von 4200*7=29400 Euro hätte mir also gar nichts gebracht. Obwohl das zurückgelegte Geld gegen alle Zugriffe von Außen geschützt wäre.

    Da ich vor habe bis Anfang 70 zu arbeiten (ich arbeite nicht körperlich, insofern ist es möglich und passt zu meiner aktuellen Konstitution), könnte ich aber mit der Umwandlung des ETF in Rente warten. Einzahlen würde ich ab 68 nicht mehr wollen, da ich die Arbeitszeit ab dann spätestens deutlich reduzieren möchte. Nun aber lese ich, dass ein Rürup ETF über mindesten 15 Jahre, wohl besser 20 Jahre laufen sollte, damit es sich lohnt. In dem Fall sollte ich es nicht vor Alter 77 Jahre anfassen müssen.

    Hier könnte man nun überlegen, eine dritte Quelle für Zahlungen im Alter anzulegen, die überbrückend aufgebraucht werden kann, bis sich das Rürup ETF lohnt. Aber macht dies grundsätzlich Sinn oder sollte ich grundsätzlich anders vorgehen?

    Hallo allerseits,

    aktuell überlege ich, wie ich für Altersrücklagen sorgen kann. Ein Teil der Altersversorgung ist die Beitragszahlung an die DRV. Die staatliche Rente wird aber absehbar nicht reichen. Gut 7- 8 Jahre werde ich noch in einem Umfang arbeiten der Rücklagen möglich macht, nachdem ich viele Jahre ein Einkommen hatte von dem ich meine Ausgaben decken konnte, ohne das nennenswert etwas über blieb.

    Angeregt durch Finanztipp deponiere ich gerade das unbenötigte Geld auf Tagesgeldkonten. Endlich also verstanden, dass Zinsen möglich sind:sleeping:. Zuletzt habe ich mich bei raisin angemeldet. Da es dort gerade gute Tagesgeldkonditionen gibt. Entdeckt habe ich dort nun eine Sparte ETF Anlage nach Rürup Gesetz. Also die Festanlage mit Ausschüttung dann als Rente.

    Gibt hierzu Erfahrungen, Einschätzungen oder Berichte auf die verwiesen werden kann?

    Zweitens überlege ich das Geld, das ich längerfristig zurücklegen kann in Genossenschaftsanteile der Apobank anzulegen. Hierzu hatte ich gelesen, dass die Dividenden Ausschüttung langfristig stabil gewesen sei. Die Ausschüttung liegt oder läge bei durchschnittlich 5 Prozent. Welchen fundierten Rat gibt es dazu?

    Mit für heute freundlichem Gruß in die Runde,

    Olmo