Beiträge von DomiWP

    Genau, ich würde gerne mehr wissen, aber muss mich hier mit wilden Bewertungen und Behauptungen beschäftigen. Ich habe bereits mehrfach weiter oben geschrieben, dass der Kauf der ETW nicht durch mein Einkommen finanziert werden sollte. Es ging um eine Möglichkeit der UMSCHICHTUNG des Familienvermögens zu einem gegebenem Zeitpunkt. Dass das unvorstellbar für dich ist, liegt nicht an irgendwelchen fantasierten Erwartungen meinerseits. Wir sind in der Familie darüber im Gespräch, aber das sind eigentlich für dich total irrelevante Details um meine Fragen zu beantworten.

    Schlückchenweise hat man Dir Deinen Plan aus der Nase gezogen, der wirtschaftlich völlig unrealistisch ist. Das willst Du aber nicht sehen.

    Nein, hast Du nicht. bisher kommen anstatt Antworten auf meine Fragen immer mehr Unterstellungen und Bewertungen, die immer weniger mit meinem Plan zu tun haben. Die sind in meinen Augen viel haarsträubender als „meine Geschichte“. Bitte beschäftige dich doch mit anderen threads und lass Leute schreiben die konstruktive Antworten geben.

    Rechne erst einmal mit AfA=0 und schaue, ob sich Deine Idee überhaupt verwirklichen lässt. Ich könnte mir vorstellen, dass schon die Finanzierung das KO-Kriterium liefert.

    Ja, das wäre durchaus auch möglich. Indem z.B. meine Mutter einfach haupteigentümerin der neuen ETW wäre bzw. Bleibt. Es wäre auch komplett durch den Verkauf der Bestandsimmobilie finanzierbar. Es war eine Idee, ob die Vermietung letztlich steuerlich schlauer wäre, aber das scheint ja nicht so einfach zu sein, wie ich mittlerweile weiß.

    Du hast diesen Thread überschrieben Steuerliche Absetzung der Afa bei günstiger Vermietung an Verwandte und es zeigt sich nun, daß das überhaupt nicht in Betracht kommt.

    Du hast zwar bereits ein Objekt im Auge (Eine Fast-Neubau-Eigentumswohnung für etwa 800 T€), ich kann mir aber nicht vorstellen, wie Du dieses Objekt mit einem Einkommen von 2500 €/Monat finanzieren willst. Wer wenig verdient, zahlt wenig Steuer, was bedeutet, daß der Spareffekt durch irgendwelche Absetzerei gering ist.

    Mir ist nicht ganz klar, wieso du hier sowas behauptest und weiter unten auf genau meine Erklärungen dazu Bezug nimmst mit dem Hinweis ich sollte dazu eine beispielrechnung machen. Und genau dafür recherchiere ich ja den Punkt der absetzbarkeit der AfA. Ich kann ja schlecht meine Verwandten von einer Idee überzeugen, von der ich zu wenig selbst weiß. Aber bevor das weiter in die falsche Richtung geht, bedanke ich mich für die Antworten und schließe.

    Warum nicht? Wenn es der Mutter dann ruhige Nächte verschafft und genug Einkommen? Aber dann ist vermutlich nichts mehr zu vererben, liegt es daran?

    Ja, es wäre schon schön, wenn das Erbe der Großeltern nicht in einer Generation einfach aufgebraucht wird. Ich glaube schon, dass es Lösungen gibt, die weniger einseitig sind.

    Hochkomplexe Strukturen mit teils verwirrenden Angaben.

    Zuerst hat mal die potentielle „Erblasserin“ bei Bedarf eine Erbfolge zu regeln.

    Spielt doch einfach das juristische „Probesterben“ durch.

    Was passiert heute konkret wenn „Mutter“ zum Erbfall wird.?

    Ja, eben, hochkomplex und es würde pflichtanteile an den Ehemann und deren Kinder geben, so weit haben wir es durchgespielt. Es wäre einfacher das schon zu Lebzeiten zu regeln anstatt es darauf ankommen zu lassen, oder nicht?


    Ich würde mich an der Stelle über eine Bewertung meiner Idee oder alternative Vorschläge freuen, weil der Hinweis darauf, dass es die Aufgabe der erblasserin wäre nicht weiter hilft. Sie macht das eh nicht alleine oder uns Kinder.

    Das geht jetzt durcheinander. Die Bestandsimmobilie mit der Oma mit Wohnrecht dürfte unverkäuflich sein oder allenfalls zu einem sehr geringen Preis.

    Die ETW möchtest Du kaufen, steuerlich geltend machen und an Deine Mutter vermieten, die aus ihrer bisherigen Mietwohnung aus- und in diese ETW einzieht. Wo gibt es in diesem Zusammenhang eine Schenkung und ein prospektives Erbe?

    Es ist noch etwas komplizierter. Ich habe nicht an sich das „Spielgeld“ eine ETW in der Größenordnung zu kaufen, sondern die könnte nur durch einen Verkauf der Bestandsimmobilie geleistet werden. Auch dies stellt eine Perspektive für die Situation nach dem versterben der Oma dar. Die Mutter und haupteigentümerin hat noch für drei Jahre eine kleinere Kredit-Belastung und möchte am liebsten nie wieder einen Kredit aufnehmen müssen (weil sie es als belastend erlebt). Gleichzeitig ist spätestens nach ableben der Oma der Zeitpunkt einiger größerer Renovierungen, bevor man die zweite Wohnung vermieten würde aber auch generell. Das zweite Geschwister möchte selbst bauen und hat daher weder Nerven noch weitere Kreditwürdigkeit die nicht schon für den eigenen Bau genutzt wird. Die hab am Ende nur ich, Gehalt ca. 2500€ netto, 33 Jahre alt. Möglich ist es auf längere Sicht aber nur durch größere Kredit Aufnahme, die der Mutter psychisch Schwierigkeiten macht und wofür die Auflagen mittlerweile auch recht hoch scheinen. Daher gehen die Interessen so weit auseinander. Mein Bruder würde trotzdem gerne die Immobilie halten, hat selbst aber kein Interesse in einer Investition involviert zu sein. Die emotionale haltung (eher zurückhaltend und abwartend) und Interessen des Bruders sind teilweise auch widersprüchlich. Ein verkauf ist für ihn dennoch schwer vorstellbar, „weil man Immobilien nicht verkauft“. Ich finde die Situation für den aktuellen Moment okay, aber langfristig einfach unsinnig - daher meine Idee einer Umschichtung, bei ableben der Oma. Den Interessen meiner Mutter würde ein Verkauf total entsprechen. Der Kauf einer Immobilie in der sie selbst zu ihren Wünschen wohnen kann und gleichzeitig finanziell mehr Spielraum hat allerdings genau so - wenn nicht sogar mehr - da sie wahrscheinlich keine bessere Idee einer passenden Geldanlage hätte. Und natürlich gibt es keine Ehevertrag zwischen der Mutter und dem angeheirateten Ehemann, der selbst Kinder aus anderer Ehe hat. Daher gibt es ein Interesse unter uns Kindern die Erbfolge vorzeitig zu regeln um etwaigen pflichtanteilen an die andere Familie vorzukommen. Das ist auch kein Geheimnis unter den Beteiligten und ok.

    Ich spinne Ideen, wie man die Situation gestalten könnte. Eine neue Immobilie (Versterben der Oma->Verkauf->Schenkung->Neuer Kauf) die entweder günstig vermietet oder die Mutter ein lebenslanges Wohnrecht hätte würde und gleichzeitig bereits uns Kindern gehört, würde, so glaube ich, den verschiedenen Interessen einigermaßen nachkommen. Die steuerliche absetzbarkeit der AfA wäre der Teil gewesen, der es mir und vor allem meinem Bruder attraktiver machen würde den Vorschlag anzunehmen.


    Insgesamt würde durch Verkauf und Kauf finanziell auch Verlust entstehen und die Renditeerwartung einer ETW wäre deutlich geringer. Gleichzeitig würde ein neuer Kauf auch eine neue Nutzdauer ansetzen, die zumindest theoretisch steuerlich genutzt werden könnte. Und es würde zumindest in meiner bisherigen Wahrnehmung einige andere Probleme lösen. Den literaturhinweis (t.c. Boyle) muss ich noch recherchieren.

    Danke für das rege Interesse! Die Bestands-Immobilie ist in geteilter Hand von drei Personen (zwei Kinder insgesamt 25% + deren Mutter 75%, dessen Ehemann angeheiratet ist). die Immobilie ist zum Teil vermietet und zum Teil von der Großmutter bewohnt (Wohnrecht). Die Mutter selbst hat kein Interesse dort zu wohnen, ist mit der aktuellen Wohnung in muc West „okay zufrieden“. Es geht um strategische Ideen für die situation, wenn es die Oma irgendwann nicht mehr gibt. Man müsste in den Bestand eben viel investieren, die kreditbeschaffung ist allerdings kompliziert, weil hohe Anforderungen und es gibt sonst kaum liquiditäten. Wenn Kreditbeschaffung einfach wäre, dann sieht das alles anders aus. Die Abhängigkeit der Mutter vom Einkommen aus der Immobilie macht es nicht besser. Und dazu kommt, dass es immer drei Meinungen zu jeder Entscheidung gibt. Das ist alles nicht ganz optimal.

    Es könnte natürlich auch die bestandsImmobilie veräußert werden und eine neue gekauft werden ohne vorgezogene Erbfolge, also als ETW der Mutter. Ich dachte man könnte eben durch Schenkung, Kauf und dann Vermietung an Die Eltern das steuerlich schlauer gestalten, wenn die Wohnung spätestens beim Tod eh an uns Kinder vererbt werden würde. Aber der Plan haut offenbar nicht so einfach hin. Vielleicht habt ihr bessere Ideen als meine. Aktien oder ähnliche Anlagen sind eher nichts für sie. Und einfach verkaufen und dann in einer tollen Mietwohnung verkonsumieren während es auf dem tagesgeldkonto liegt ist ja auch keine langfristige Idee…

    Im Raum München West. Dort sind die Angebote auf immoscout24 oder Kleinanzeigen bei Vermietung von Neubauten zwischen 20, eher 25-35€/m2. Die 35 eher bei luxusbauten, aber 25 scheint bei den Angeboten wirklich normal zu sein. Meine Eltern bewohnen aktuell eine Altbauwohnung aus den 70ern, die knapp 15€/m2 kostet. Auch das ist für die schon teuer, weswegen sie dafür Einkommen aus dem Vermögen (teilweise vermietete immobilie) nutzen. Meine Idee ist, das Vermögen zu veräußern, es an uns Kinder zu vererben, eine neue Wohnung zu kaufen und diese dann an die Eltern günstig (vielleicht 10€/m2) zu vermieten und dabei trotzdem steuerlich von der Afa der teuer erworbenen Wohnung zu profitieren. Ich möchte den erwartungshorizont etwas genauer eingrenzen, um den Vorschlag realistisch der Familie unterbreiten zu können.

    Die potentiell zu veräußernde Immobilie hat zwar eine deutlich höhere Rendite, aber ist deutlich schwerer zu halten und hat selbst renovierungsstau. Das investitionspotential wäre da, wenn man das nötige Spielgeld hat. Hier gehen die privaten Pläne und Ressourcen der Beteiligten jedoch auseinander und aktuell scheint die Beschaffung von Krediten schwer - das heißt es passiert wenig. Gleichzeitig würde man den Eltern mit dem Kauf einer anderen Immobilie eine sichere und altersgerechte wohnmöglichkeit schaffen.


    Ich habe jetzt etwas ausgeholt…

    Hallo,


    Danke für die Hinweise. Haus & Grund wäre eine Idee. Fraglich ob die eine Mitgliedschaft voraussetzen. Oder ob die örtlichen Banken hierzu Hinweise geben. Aber fragen kann man ja eh!

    Es ist alles erst einmal ein hypothetisches Beispiel was als Modell gelten soll im Vergleich zum bestehenden Familien Vermögen (ebenfalls Immobilie, die brutto viel mehr Einnahmen bietet, aber viele andere Nachteile mit sich bringt und keiner drin wohnen möchte). Eine Umschichtung würde eben nur dann Sinn machen, wenn wir gleichzeitig günstig an die Eltern vermieten und steuerlich absetzen können. Was ich dem Artikel entnehmen konnte, war, dass man im worst case zumindest die (günstigen) Mieteinnahmen steuerfrei bekommt, auch wenn die Afa eigentlich größeren Steuervorteil bieten würde.

    Dass eine ordentliche Vermietung stattfinden sollte war total auf dem Schirm!

    Hallo zusammen!


    In einem Artikel vom 19.11.2025 von Jörg Leine zu Steuertipps für Vermieter habe ich einige echt gute Hinweise bekommen. Eine Frage blieb allerdings offen. Es geht um die Vermietung einer ETW an die Eltern und die vollständige absetzbarkeit der Afa, auch wenn dadurch steuerlich ein Verlust erzielt wird. Im Artikel sagt der Autor, man müsse min. 50% der ortsüblichen Miete verlangen, für die vollständige absetzbarkeit besser 66%. Zum Mietspiegel heißt es:

    „In den meisten Kommunen gibt es Mietspiegel, die eine Mietpreisspanne vorgeben. Die Finanzämter akzeptieren es normalerweise, wenn Du Dich innerhalb einer vorhandenen Mietpreisspanne am untersten Wert orientierst. Wenn es keinen Mietspiegel gibt, kannst Du Deine Miete an den Werten für drei vergleichbare Wohnungen ausrichten, ein Gutachten einholen oder eine Auskunft aus einer Mietdatenbank einholen.“

    Es gibt in meinem Fall keinen offiziellen Mitspiegel, da die Kommune unter 50k Einwohner hat. Ein direkter Vergleich ausschließlich mit anderen Angeboten von Neubauten in Kleinanzeigen oder immoscout24 würde einen durchschnittlichen qm2-Preis vo.n 20-25€ ergeben. Der hypothetische Mietspiegel des Ortes würde aber natürlich deutlich darunter liegen. Die Angaben im Internet gehen bei den Portalen weit auseinander (13-19€/m2) und scheinen wenig reliabel.

    Woran orientiere ich mich denn nun, wenn ich möglichst günstig an die Eltern verbieten will und gleichzeitig möglichst die volle Afa (sagen wir bei Wert von 800.000€) absetzen möchte?

    LG domi