Beiträge von vulka_10

    Abend,

    Von SPDR gibt es einen ausschüttenden ETF auf den MSCI ACWI IMI IE000DD75KQ5

    Ansonsten freut es mich, dass Du Dich mit den Themen auseinander gesetzt hast. Man lernt viel dabei, wenn man das tut.

    Ja, die habe ich gesehen. Ich finde nur, dass es sinnvoller ist, dass man eine separate ETF für Small Caps dazu nimmt, wenn man Small Caps will, da die Gewichtung in dem Index zu gering ist, und ich denke es macht zu wenig für die Diversifikation aus. Gerne kritisieren, wenn Du das anders siehst.

    Was spricht denn für dich dann gegen den IE0009HF1MK9 ?

    Aus meiner Sicht eigentlich gar nichts. Nur wurde zu Beginn des Threads (siehe #5) eher davon abgeraten, sodass ich mich dann eher auf die "große Anbieter" MSCI und FTSE fokussiert habe. Ansonsten bin ich von das Angebot von Solactive eher verlockt. Soweit ich weiß Solactive mach dem MSCI nach, sodass es sich mit Produkten aus dem MSCI-Universum gut kombinieren lassen würde.

    Warum?

    Das war/ist eher eine Gedanke, da das Anlagehorizont sehr lang ist. Unter umständen könnte sich dann Faktor-Investing lohnen, jedoch halte ich aktuell davon Abstand, da ich dafür mehr Erfahrung benötige. Genauso wie mit dem Zitat unten - dafür muss man glaube ich selbst Finanzexperte sein. Oder Zumindest deutlich mehr Erfahrung haben, damit man den Konstrukt komplett durchblickt.

    Hallo Ivan,
    danke für die Info.

    Dein analytisches Denken hat sich im Bereich der ETF also ganz schön in die Materie „reingebohrt“.

    Grüße von meiner Frau, die auch im Bereich der Verhaltensökonomie im Finanzbereich forscht.

    Lies mal den Thread:

    Tomarcy
    8. September 2025 um 23:44


    Liebe Grüße,


    Ivan

    Hallo Ivan,
    danke für die Info.

    Dein analytisches Denken hat sich im Bereich der ETF also ganz schön in die Materie „reingebohrt“.

    Grüße von meiner Frau, die auch im Bereich der Verhaltensökonomie im Finanzbereich forscht.

    Lies mal den Thread:

    Tomarcy
    8. September 2025 um 23:44

    Danke Dir für die Verlinkung des Threads! Es erscheint mir allerdings wohl zu kompliziert und ich würde erstmal die Finger davon weghalten. Um dies zu richtig zu begreifen, braucht man, glaube ich, viel Ahnung und Erfahrung. "Wenn man ein Finanzprodukt nicht versteht, sollte man drin nicht investieren." Habe mir schon mal die Finger mit der o.g. Lebensversicherung verbrannt. Ich behalte das Konzept jedoch jedenfalls im Kopf!

    ...


    Zu deinem Punkt: Du kannst später, wenn du z. B. Denkst Du bist mit einem 6 stelligen ACWI Depot nicht deinen Wünschen entsprechend aufgestellt deinen Sparplan z. B. Auf mehr oder nur andere Regionen/Märkte anzupassen z.B EM, Small caps, Europa, ex usa, ex China, nachhaltig usw. Ob du damit am Ende mehr erreichen wirst, kann niemand vorhersagen. Die Wissenschaft sagt mit aller Wahrscheinlichkeit nein. ;)

    Nach einer weiteren Recherche über die letzten Tagen, verstehe ich nun was Ihr meint und ich bedanke mich für die Hinweise! Ich dachte initial, dass die 70/30-Verteilung eine "Standard-Lösung" für eine Weltportfolio ist, womit man einfach breiter diversifiziert. Nun klar, die 30% EM ist tatsächlich eine Übergewichtig von EM im Vergleich zu ca. 90/10 in einem MSCI ACWI/FTSE All-World, die der reinen Marktkapitalisierung entsprechen (i.e. eine marktneutrale Lösung im direkten Sinne des Wortes darstellen). Ob das jetzt eine aktive Wette ist, man sich einfach nach BIP führen lässt oder USA Klumpenrisiko senkt, scheint ein sehr umstrittenes Thema zu sein, wie sich von verschiedensten Blogposts/Diskussionen/Beiträge nachvollziehen lässt.

    Ich denke, man muss sich dann für sich selbst festlegen, was man glaubt und welche Logik man verfolgen will - sich vom Markt führen lassen oder doch etwas Gewicht auf EM legen.

    Nun zu den einzelnen Punkten:

    90 Prozent Aktien

    1. und 2.) Ich finde das gut. Man könnte tatsächlich mit 100% FTSE All-World anfangen und später dazu 20% FTSE EM dazunehmen und sich somit effektiv eine 70/30 Strategie aufbauen, sobald man hierfür die Erfahrung und Verständnis hat, um sich informiert festzulegen. Das selbe wäre mit 100 % MSCI ACWI IMI machbar (es gibt leider keine ETFs auf MSCI ACIW die ausschüttelnd sind, zumindest fine ich keine), jedoch würde ich die Meinung vertreten, dass der Anteil von Small Caps in der IMI-Variante zu klein ist und wenn man da eine "Wette" bzw. Diversifikation machen will, ist man besser mit einem Small Cap ETF besser aufgestellt. Die Meinung wird davon gestützt, dass die Small Caps so unterrepräsentiert sind, dass die im Gewicht eh zu wenig ausmachen, um eine marktneutrale Portfolio sinnvoll zu ergänzen.

    Alles in allem, weiß der Geier, was in der Zukunft "besser läuft" (100 % All-World, i.e. marktneutral, oder 70/30, i.e. EM-Wette bzw. BIP-gesteuert). Die Renditechancen und Risiken scheinen vergleichbarer zu sein. Somit, glaube ich, dass sollte dies nicht der entscheidende Punkt zwischen beider Strategien sein.

    Ob es "korrekter" ist, sich nach der Marktkapitalisierung oder BIP zu verlassen, weiß sich ehrlich gesagt nicht. Intuitiv hätte ich behauptet, dass man sollte lieber Marktkapitalisierung sagen, da es sich im Endeffekt um Aktien und nicht um Wirtschaftskraft handelt.

    3.) Mit 100% All-World wäre das kein Thema, da man nicht rebalancen wird. Wenn man das doch machen und eine 70/30-Strategie (MSCI) bzw. 80/20 (FTSE) führen wollen würde, wäre, glaube ich, die Variante FTSE All-World/FTSE EM einfacher, da man immer etwas weniger Kapital in den 20% (statt 30%) in der EM-ETF haben wird. Dazu übernimmt die All-World ETF einen Teil des Rebalancings ab. Hierbei kommt der überschaubere Nachteil, dass das weniger genau im Vergleich zu reinem 70/30 sein wird.

    Prinzipiell hätte ich mit Rebalancing kein Problem und ich finde damit wächst man als Person auch etwa, in dem man Erfahrungen macht. Dazu finde ich das Konzept mit dem anti-zyklischen Handel interessant und gut begründet, wenn man langfristig investiert - was ich mit 35-40+ Jahre Zeithoritzont (angenommen ich bleibe gesund! :) ) habe. Dafür könnte ich ggf. vom EM-Potenzial profitieren.

    4.) ich denke ich verstehe, was Du meinst. Man sollte bei seiner Strategie bleiben und als Anfänger würde man tendieren das zu ändern, was langfristig die Rendite senken würde. Wenn das der Fall ist, kann ich Dir nur zustimmen. So, wie ich mich kenne, habe ich das Durchhaltevermögen und Disziplin, aber meine Meinung zu der o.g. Fragen ist noch nicht fest genug, sodass sich das tatsächlich ändern könnte, was dann für eine 1 ETF-Anfangsstrategie sprechen würde.

    Bezüglich ausschüttelnd vs. thesaurierend:

    Ich denke ich werde mit einer ausschüttlenden ETF anfangen (entweder Vanguard FTSE All-World oder der HSBC MSCI World, je nachdem, wie ich mich festlege), da ich mehr aus dem Sparerfreibetrag machen kann. Das würde tatsächlich mit dem Rebalancing bei fortgeschrittenem Depotwert helfen, was ich bisher nicht berücksichtigt habe. Danke dafür! Dazu denke ich, dass dies dann steuerlich besser optimiert ist, als wenn man rein thesaurierend arbeitet.

    Ich will auch ergänzen, dass ich das MSCI-Angebot deutlich breiter als der FTSE finde. Ich finde es daher schade, dass es keine vernünftige ausschüttelnde MSCI ACWI ETF gibt. Für den Fall, dass ich in der fernen Zukunft Small Caps/Europa ergänzen wollen würde, könnte das bei dem FTSE-Konzept wegen Überlappungen und ggf. Lücken schwer werden. Soweit ich verstehe, ist es auch keine gute Idee Indexe zu mischen, da sie etwas anders gestellt werden. (Ja, ich weiß, ich denke zu weit, will aber verschiedene Szenarien zu Beginn berücksichtigt haben. Das ist zum Teil ein wichtiger Punkt, damit ich mich mit meiner Entscheidung wohl fühle. Ist eben auch eine allgemeine Diskussion wert.)

    Generell hätte ich gesagt, dass die Variante 100% FTSE All-World + ggf. 20% FTSE EM (wenn man will) einfacher zu führen (anfängerfreundlicher und einfacher zu rebalancen), während die Variante mit MSCI (MSCI World, sehr wahrscheinlich mit 30% MSCI EM) künftig deutlich flexibler bleibt.

    Ich bin mal auf euere Kommentare gespannt und was ihr von dieser Denkweise hält!

    Liebe Grüße,


    Ivan

    Guten Morgen zusammen,

    Meine Frau hat sich den ganzen langen Beitrag durchgelesen und meinte, ob da jemand einen Sud aus Fliegenpilzen gekocht hat…..

    Keine Ahnung, aber sie ist beruflich als Professorin für Wirtschaftswissenschaften didaktisch wohl näher dran.
    Ein „L1AA“ mit 70:30 ? Wozu ?

    Der Ansatz ist grundsätzlich reflektiert aber in mehreren Punkten unnötig kompliziert. Die hohe L1AA-Quote führt zu deutlichem Renditeverzicht und vermischt Notgroschen, kurzfristige Mittel und Investitionskapital. Was in 2–5 Jahren sicher gebraucht wird, gehört nicht in Aktien-ETFs.

    Irgendwie ein Hang zur Überoptimierung. Tip : Klarer trennen zwischen kurz- und langfristigem Kapital, weniger Komplexität, Fokus auf eine stabile Asset-Allokation – z. B. ACWI oder FTSE All-World.

    Bin mal gespannt, was Altvaddern @Achim Weiss zum „L1AA“ sagt. Der denkt da wahrscheinlich eher an einen Ausflug nach Friedrichshafen..

    Ja, ich habe tatsächlich viel - wahrscheinlich zu viel :) - über das Thema nachgelesen. Bin selbst im wissenschaftlichen Bereich (offensichtlich nicht Finanzen ^^ bin Arzt und forsche zusätzlich in der Grundlagenforschung) und tendiere dazu viel zu optimieren und mich übergreifend informieren zu lassen, bevor ich etwas mache. Ich kenne es, wie das Anstreben zur Optimierung zur unnötigen Überkomplikation führen kann, sodass ich die Kritik sehr gerne mitnehme!

    Mit 70/30 Assetsallokation meine ich 70% in Aktien und 30% auf Tagesgeld. Die Notgroschen werden komplett separat betrachtet (liegen in der Realität zusammen mit den 30% auf Tagesgeld, 2% Zins). Um es etwas verständlicher zu machen, von meinem ganzen Geld habe ich die Notgroschen erstmal zur Seite gelegt und das restliche Geld dann in 70% Aktien-ETF und 30% risikoarme Anlagen - die 15000 Startkapital machen eben diese 70% aus. Ebenso wird ein Sparbeitrag pro Monat von 1700 Euro in 1200 Aktien-ETF (ca. 70%) und 500 Euro einfach gespart. Das Geld, was in den risikoarmen Anlagen liegt reicht beim stabilen Gehalt zur Deckung der Ausgaben in 1 und 3 Jahren. Ich verpasse so zwar Rendite (hätte 80% investieren können), habe aber die notwendige Sicherheit als Anfänger und die notwendige Mittel in 1-3 Jahren.

    Sodass Notgroschen (liegt zur Seite), kurzfristiges Kapital (30% vom aktuellen Vermögen, ohne Notgroschen, und weiter 30% vom Sparbeitrag) und Investitionskapital (70% vom aktuellen Vermögen, ohne Notgroschen, und weiter 70% vom Sparbeitrag) getrennt sind.

    Gern sagen, sollte diese Philosophie grundsätzlich falsch sein!

    Bezüglich L2AA: mag sein, dass 30% EM eine aktive Wette ist und ACWI grundsätzlich einfacher, übersichtlicher und vor allem stabiler ist. Ich nehme das mit. Ich fände es nur schwierig, wenn man künftig sein Portfolio anders gestalten will - e.g. etwas mehr Gewichtung in EM zu haben. Das wäre mit ACWI (vielleicht) komplizierter als wenn man ein DM und eine EM ETF im Portfolio hat. Das ist was ich mit Perspektive meine - ich möchte das Portfolio so starten, dass ich diese Flexibilität behalte. Mag sein, dass das auch mit ACWI gut geht - gerne sagen. Ich kann es mir vorstellen, weiß es aber nicht - da fehlt mir ja die Erfahrung.

    @Achim Weiss

    Danke Dir für die ausführliche Erklärung! Immer noch etwas zu kompliziert für mich, jedoch ist ein Schritt in die richtige Richtung zur Beantwortung meiner Frage. Wenn ich es richtig verstehe, hat der Ausschüttler einen Vorteil, wenn man den Strich zieht? Also, man wäre steuerlich mit jetzigen Steuergesetz (wär weiß, wie es in 30 Jahren ist …) mit einem ausschüttenden ETF besser aufgestellt?

    Denke und guter Rutsch!

    Guten Abend zusammen,

    zunächst einmal vielen Dank für die zahlreichen konstruktiven Antworten! Das Engagement und die Hilfsbereitschaft haben mich wirklich überrascht.

    Ich versuche nun, konsequent auf die gestellten Fragen sowie auf die Aspekte einzugehen, bei denen für mich noch Klärungsbedarf besteht.

    Ich habe mich bei L1AA für eine 70/30-Aufteilung entschieden – bezogen sowohl auf das Startkapital als auch auf die monatlichen Sparraten. Ein komfortables Notdepot ist bereits vorhanden und wurde aus den Berechnungen ausgeschlossen. Die 70/30-Aufteilung basiert im Wesentlichen auf zwei Überlegungen:

    Erstens besteht die Möglichkeit, dass ich Ende des Jahres Kapital für einen Umzug benötige, was durch die dadurch höheren liquiden Mittel abgedeckt wäre. Zudem steht in 2–3 Jahren mit dem Abschluss meiner Weiterbildung eine Gehaltserhöhung an. Auch zu diesem Zeitpunkt könnten Mittel benötigt werden, die mit dieser Aufteilung mit hoher Wahrscheinlichkeit verfügbar sein werden. Die L1AA Gewichtung soll dann – abhängig von der Lebenssituation – neu angepasst werden.

    Zweitens wäre ich grundsätzlich bereit, auch eine 80/20-Strategie zu verfolgen. Ich schalte jedoch bewusst einen Gang herunter, da ich zunächst Erfahrungen sammeln und meine persönliche Risikotoleranz – insbesondere in einem Crash-Szenario – realistisch einschätzen möchte.

    Nun zu meinen konkreten Fragen, die die Diskussion ausgelöste:

    Soweit ich es verstehe, lohnt es sich, mit einem ausschüttenden ETF zu beginnen, um den Sparerfreibetrag optimal zu nutzen, was theoretisch das Endkapital erhöhen kann. Mir war allerdings nicht klar, ob die Vorabpauschale den Freibetrag bereits ausreichend ausschöpft und sich eine initiale Anlage in einen Ausschütter daher eventuell nicht lohnt – zumal ich diese Variante übersichtlicher finde. Nach meinem jetzigen Verständnis gilt die allgemeine Empfehlung zur steuerlichen Optimierung über einen Ausschütter jedoch weiterhin.

    Voraussichtlich werde ich etwa 350 Euro des Sparerfreibetrags bereits durch meine risikoarmen Anlagen ausschöpfen. Das würde bedeuten, dass bei einer Anlage z. B. in den IE00B4X9L533 sogar ein Wertzuwachs von über 50.000 Euro möglich wäre, ohne den Freibetrag zu überschreiten

    (50.000 × 0,015 = 750 × 0,7 = 525 Euro).

    Ich tendiere außerdem dazu, Emerging Markets über einen zweiten ETF abzudecken. Meines Erachtens bietet das einerseits mehr Kontrolle über die Gewichtung im Portfolio und andererseits eine Lernkurve, etwa in Bezug auf Rebalancing. Eine leichte Übergewichtung der EM könnte langfristig eventuell eine etwas höhere Rendite bringen (auch wenn es sich meines Wissens nach nicht um einen echten Faktor handelt).

    Sollte es jedoch überzeugende Argumente dagegen geben und es sinnvoller sein, direkt mit einem MSCI ACWI oder FTSE All-World zu starten, bin ich dafür absolut offen. Mir ist bewusst, dass mir hier noch Wissen fehlt und diese Unsicherheit auch daher rührt. Ich orientiere mich aktuell an meinen theoretischen Kenntnissen und hoffe auf Unterstützung von Menschen mit praktischer Erfahrung.

    Nach euren Einschätzungen halte ich es für sinnvoll, klein anzufangen und – wie oben beschrieben – zunächst mit dem IE00B4X9L533 zu starten. Verzögern möchte ich den Einstieg keinesfalls; spätestens im Januar werde ich investieren.

    Sowohl beruflich als auch privat bin ich stark zukunftsorientiert und möchte daher typische Anfängerfehler zu Beginn vermeiden. Mich interessiert deshalb, wie sich das Vorgehen nach dem Besparen des MSCI World grundsätzlich weiterentwickeln sollte – sofern man nicht doch direkt einen ACWI wählt.

    Nach allem, was ich hier und in den letzten Wochen gelesen habe, erscheint mir der nächste logische Schritt eine stärkere Diversifikation, also die Aufnahme eines EM-ETFs ins Portfolio. Nach ausreichendem Besparen des ausschüttenden DM-ETFs wäre dann die Ergänzung durch einen thesaurierenden DM-ETF der nächste Schritt, um langfristig eine 70/30-Struktur im risikobehafteten Teil zu erreichen. Was danach sinnvoll ist, wird sicherlich stark von der persönlichen Erfahrung abhängen – und mir ist klar, dass sich das nicht pauschal beantworten lässt.

    Ich hoffe, ich bin auf alle eure Punkte eingegangen. Nochmals vielen Dank – und bitte sagt mir gerne, falls ich etwas missverstehe oder allzu dickköpfig wie ein typischer Anfänger wirke 🙂

    Ich möchte einfach anfangen und zwar richtig starten, wenn mir noch die Erfahrung fehlt.

    Liebe Grüße

    Ivan

    P.S. Korrektur zu Variante 1: 10000€ in einen ausschüttenden Welt-ETF und 5000€ in einen thesaurierenden EM-ETF.

    P.S. Ich weiß, dass man auch Anteile von einer thesaurierenden ETF verkaufen kann, um den Sparerfreibeitrag zu nutzen, kommt mir aber zu kompliziert und lästig vor. Außer das lässt sich doch irgendwie einfach berechnen/machen. Ein Tipp wäre ggf. hier nützlich.

    Liebe Community,

    zunächst ein großes Lob an die Menschen hinter diesem Blog. Endlich hatte ich neben meiner Tätigkeit die Zeit, mich intensiver mit meinen Finanzen zu beschäftigen, und das Angebot von Finanztip zur finanziellen Bildung finde ich wirklich ausgezeichnet. Auch das Buch von Saidi kann ich uneingeschränkt empfehlen.

    Ich plane, ab Januar mit einem marktneutralen Portfolio an der Börse zu starten, bestehend aus 70 % Developed Markets und 30 % Emerging Markets. Im Laufe des Jahres – und mit etwas mehr Erfahrung – könnte ich mir vorstellen, etwa 10 % in Faktorstrategien oder andere Ansätze umzuschichten. Je nach Entwicklung wäre perspektivisch auch Faktor-Investing eine Option.

    Als Anfänger tue ich mich trotz längerer Recherche mit folgender Frage schwer:

    Lohnt es sich, initial einen ausschüttenden ETF bis ca. 20.000 € zu besparen und anschließend auf einen thesaurierenden ETF umzusteigen? Die Idee dahinter wäre, den Sparerpauschbetrag zumindest teilweise auszunutzen. Andererseits wird dieser bei rein thesaurierenden ETFs ja teilweise über die Vorabpauschale „verbraucht“, sodass ich mich frage, ob der Mehraufwand am Ende überhaupt einen relevanten Vorteil bringt.


    Kapital: Startkapital 15000 €, Sparplan 1200 €/Mo. Ggf. Mitte März 10000 € Investition aus einer ungünstigen Rentenversicherung.

    Konkret schwanke ich zwischen zwei Konzepten:

    Variante 1:

    • 10.000 € in einen thesaurierenden Welt-ETF
    • 5.000 € in einen ausschüttenden EM-ETF
    • anschließend Besparung des thesaurierenden Welt-ETFs bis ca. 20.000 €
    • ab diesem Punkt weitere Investitionen in einen ausschüttenden Welt-ETF auf denselben Index

    Variante 2:
    von Beginn an ausschließlich in einen thesaurierenden Welt-ETF investieren

    Meine zweite Frage betrifft die Indexwahl:

    Sind der Solactive GBS Developed Markets Large & Mid Cap Index bzw. der entsprechende Solactive-EM-Index qualitativ vergleichbar mit den MSCI-Pendants? Das TER des Amundi-ETFs (z. B. IE0009DRDY20) liegt deutlich unter der Konkurrenz, was ihn für mich sehr attraktiv macht – insbesondere für den thesaurierenden Teil. Die Performance scheint mindestens vergleichbar, teils sogar besser. Als Alternative käme für mich eine Xtrackers World/EM-Kombination infrage. Für einen möglichen ausschüttenden Anteil würde ich den ETF IE00B4X9L533 in Betracht ziehen.

    Vielen Dank für eure Einschchätzung und die Beantwortung meiner Fragen.

    Ich wünsche euch schöne Feiertage!

    Liebe Grüße

    Ivan