Beiträge von LuciferM

    Weil Scalable einen Kostendeckel von 0,15% angekündigt hat und die Sparkasse jetzt 0,1%.

    https://www.finanztip.de/daily/altersvo…t-ab-heute-neu/

    Im Standarddepot gibt Scalable eine Auswahl an ETFs vor, deren laufende Produktkosten (TER) maximal 0,15 % pro Jahr betragen dürfen.

    Wenn ich also bei scalable einen ETF mit Tracking difference von 0,0x wähle, dann sind auch nur das die Kosten? Oder wird scalable auf jeden Fall 0,15% nehmen?

    Neuer Artikel vom Handelsblatt. Zitat: Lieber in etwas investieren, das nicht perfekt ist, als gar nicht zu investieren. Aber es gibt bessere Lösungen.

    Ein multi ETF Depot, wo man die Klumpen Tech, USA, große Firmen selbst steuert, soll besser sein (wenn die Sparrate hinreichend groß ist).

    Ein Aufruf zum bastl wastl Depot. KISS ist wohl einfach zu langweilig fürs Handelsblatt...

    Hallo Lerner,

    meine Frau hatte auch sowas. Wir haben das aktuelle Guthaben förderungschädlich zur Sondertilgung entnommen. (Hatte auch einen Thread dazu) Der Vertrag hat jetzt null Guthaben, die Riester Garantie greift aber trotzdem, aber halt erst zum Rentenbeginn. Die Differenz von 9 T€ bekommst du dann (als Kleinbetragsrente) wieder zurück.

    Ich fand es für uns einen guten Weg, das unsägliche zurich Thema abzuschließen. Ab nächstem Jahr dann ein ordentliches Altersvorsorgedepot.

    Hinweis: ab nächstem Jahr entfällt eventuell die 2% Verzinsung des fiktiven Wohnförderkontos, das müsstest du aber nochmal prüfen.

    Ich finde es nicht schlecht. In Zukunft macht die KI die Arbeit für die Entnahmephase: zuerst Verkauf mit LIFO via Unterdepots einrichten, dann mit der Entnahmestrategie Vanguard dynamic spending das benötigte Budget aufs Konto überweisen. Im Bedarfsfall lieber aus dem Cash Zelt entnehmen. Hin und wieder prüfen, ob meine persönliche Pleitewahrscheinlichkeit noch im von mir definierten Rahmen ist, und ich meine Entnahmerate anpassen sollte.

    Das mit den 65 steht auch so in den BMF FAQ (falls man schon eine altersrente vor 65 bekommt, dann auch früher).mein Fokus war das Thema Besteuerung für den ungeförderten Teil. Den Rest hab ich mir nicht angesehen. Die Infos habe ich auch mit Claude diskutiert, auf Basis vom Gesetzestext und der FAQ. Für mich war es plausibel. Hauptmessage für mich ist, dass das 12/62 Halbeinkünfteverfahren bei Auszahlung möglich ist, und das ist steuerlich interessant. Ist letztlich ein Nerd Thema. Wer einfach nur Standard-Depot macht, macht auch viel richtig. Die meisten hier im Forum brauchen auch keine staatliche Unterstützung mit Fördergeldern für die Altersvorsorge.

    Noch ein Nachtrag zum Thema ungeförderter Teil im AVD:

    Z.b. Hier sind Detailinfos zum Thema Auszahlung für den ungeförderten Teil. Das ganze ist noch nicht final, es wird auf ein Anwendungschreiben vom BMF gewartet.

    Was wohl auch gilt: es gibt im AVD keine Teilfreistellung für Aktienfonds (z.b. 30%). Wer also vorzeitig (vor 12/62) an sein Geld wieder ran muss, muss mehr Steuern bezahlen.

    (Neben Auszahlung gemäß 12/62 mit Halbeinkünfteverfahren gäbe es noch den Auszahlplan (hier auch das Halbeinkünfte-verfahren, aber zusätzlich noch 15% Teilfreistellung (unter Vorbehalt, wie bei Fondspolicen) und die lebenslange Leibrente, Besteuerung gemäß Ertragsanteil (z.b. 17% (Rente ab 67) x persönlicher Steuersatz)

    Wir sind ja in Deutschland, warum einfach, wenn es auch kompliziert geht...

    Hornie

    Das Halbeinkünfteverfahren geht auf den Gewinn.

    Ob und wie viel sich das lohnt, hängt vom persönlichen Grenzsteuersatz ab. Solange der unterhalb von ca 37% liegt, lohnt es sich. (Die meisten Rentner sollten deutlich darunter liegen) Außerdem hat man eine Steuerstundung, da die Vorabpauschale nicht anfällt.

    Der AVD Anbieter muss unterscheiden zwischen geförderten und ungeförderten Anteilen.

    Aus der BMF FAQ:

    Hat der Steuerpflichtige in der Ansparphase sowohl geförderte als auch nicht geförderte Beiträge zugunsten seines Altersvorsorgevertrags geleistet, sind die daraus resultierenden Leistungen in der Auszahlungsphase entsprechend aufzuteilen.

    Zum Thema Einzahlung oberhalb von 1800€:

    Laut BMF FAQ:

    Die Besteuerung von Leistungen, die auf nicht geförderten Beiträgen beruhen, richtet sich nach der Art der Leistung. Grundsätzlich erfolgt eine Ertragsanteilsbesteuerung.

    ...

    Wird nicht gefördertes Altersvorsorgevermögen abweichend von den aufgeführten Möglichkeiten verwendet, liegt dagegen keine schädliche Verwendung vor.

    Ich sehe eigentlich nur Vorteile gegenüber einem normalen ETF Depot (falls die Kosten für das AVD null sind). Man kann weiterhin an sein Geld ran. Wenn man geduldig sein kann, und die 12/62 Regel erfüllt, profitiert man vom Halbeinkünfteverfahren. Wenn nicht, zahlt man hat die normale Steuer (Zulagen gibt's ja keine, die zurück gezahlt werden müssen)

    Details sind sicher noch durch ein anwendungschreiben durch das BMF zu klären. Abwarten und Tee trinken.

    Wenn das AVD bei scalable tatsächlich ohne Kosten zu haben ist: für Gutverdiener in der Ansparphase ist dann das Thema Einzahlung bis zur Grenze von 6840€/Jahr/Vertrag interessant (und nicht nur die 1800€, um die maximale Förderung (bzw Günstigerprüfung) zu erhalten). Für den ungeförderten Teil über 1800€ erhält man schließlich das Halbeinkünfteverfahren (12/62 Regel). Nur für Rentner nahe am Höchststeuersatz ist das Halbeinkünfteverfahren nicht vorteilhaft.

    Sobald der Vanguard global all Cap also per Sparplan verfügbar ist, kann man seinen alten Sparplan auf den FTSE all world beenden, und den neuen besparen? Oder würdet ihr ein paar Monate warten?

    Was passiert eigentlich mit dem recht neuen FTSE all world von xtrackers? (Oder auch ishares) Der hat erst 90 Mio € (20M€) eingesammelt, ist jetzt aber nicht mehr die erste Wahl?

    Werden die überleben? (Hatte vor kurzem überlegt, ob ich meinen Vanguard FTSE all world Sparplan ersetze durch den ETF von xtrackers, was jetzt obsolet ist)

    Hallo Tomarcy,

    ja, es ist so, wie von dir beschrieben.

    Aus der Antwort der deutschen Bank:

    "Beachten Sie bitte, dass der in der Vermögensübersicht angezeigte Einstandswert keine steuerrechtliche Relevanz hat, sondern ausschließlich Ihrer Orientierung dienen soll. Steuerlich relevant ist der Kurs, der in der jeweiligen Wertpapierabrechnung ausgewiesen ist oder von der abgebenden Depotstelle übermittelt wurde und in unserem Steuersystem hinterlegt ist."

    Die Daten aus dem System lasse ich mir zur Kontrolle postalisch zukommen.

    Etwas seltsam finde ich, dass diese Infos nicht etwas transparenter kommuniziert werden...

    auslandgh: der Vollständigkeit halber: dieser Artikel von gerd kommer Link gibt eine gute Zusammenfassung der Möglichkeiten. Neben Verkauf (als beste Option) ist die "Lösung 9" (normales Seniorendarlehen) als zweitbeste Option genannt. Eine kurze Suche nach "best ager Darlehen" liefert dir den Link zur Allianz. Habt ihr auch dort ein Angebot angefragt? (Die Rente muss ca 1100€ hoch bei einem Paar sein, und die Zinsen abdecken, Kredithöhe max 40% vom Beleihungswert, keine Darlehensrückzahlung zu Lebzeiten, nur Zinszahlungen)

    Tomarcy oder andere, die mit maxblue Depotübertrag Erfahrung haben: ich hab jetzt die Depotprämie "abgestaubt".

    Das Buchungsdatum der ETFs war der 27.07. Als Einstandskurs wird (derzeit?) aber der Wert des ETFs des Einbuchungstages in Dollar(!) angezeigt, und nicht das Datum des eigentlichen Kauftages (Kaufabrechnung bei der alten Bank in Euro)

    Als Information steht bei maxblue noch: der Einstandskurs wurde durch einen Depotübertrag beeinflusst.

    Hattet ihr das auch und die Einstandskurse werden noch korrigiert?

    M.E. ist es so: Wer in der Entnahmephase jährlich entnehmen möchte kann guten Gewissens auf einen Entnahmerechner zurückgreifen der mit Jahresdaten arbeiten. Wer hingegen monatlich entnehmen möchte sollte auch einen entsprechenden Rechner mit Monatsdaten bemühen.

    Beim Rechner auf Jahresbasis ergibt sich eine höhere sichere Entnahmerate, da bei dieser Entnahmefrequenz ein impliziter Cashpuffer gebildet wird. Dies geht jedoch auf Kosten des geringeren Endvermögens im Vergleich zur monatlichen Entnahme.

    Bei der monatlichen Entnahme liegt die SER für einem langen Entnahmezeitraum (60 Jahre) bei ca. 2,8%, bei der jährlichen Entnahme kommt man hingegen über 3% SER.

    Danke für den reminder von Georgs Artikel..das hier macht für mich Sinn: "Zunächst die gute Nachricht: in allen meinen Artikeln berechne ich die sichere Entnahmerate auf monatlicher Basis. Damit ist gewährleistet, dass das worst-case Szenario große Depression ab September 1929 in Kombination mit 2. Weltkrieg auch garantiert berücksichtigt wurde."

    Georg hat auch ein Bild von jährlicher Entnahmerate im September im Vergleich zur monatlicher Entnahmerate. Der Unterschied ist 0.12% für lange Entnahmezeiträume.

    Die Granularität der Daten macht also schon ein Unterschied aus, der Impact ist aber überschaubar. (Das Thema Wechselkursrisiko für Anleger im Euro Raum mit einem signifikanten US Anteil im Depot wurde aber bislang nicht berücksichtigt)