Beiträge von LuciferM

    Nein, das hat keinen Vorteil, es sei denn, man hantiert von vornherein mit der maximalen Aufstockung. Andererseits glaube ich, dass man für ältere Kinder gar kein Frühstartrentenkonto eröffnen kann.

    Hier die Info von finanztip:

    Ein spezielles Depot für die Frühstart-Rente soll auch für Kinder verfügbar sein, die keine Förderung erhalten. Das gilt für die Jahrgänge, die vor 2020 geboren, aber noch nicht volljährig sind. Ihre Erziehungsberechtigten sollen dort freiwillige Einzahlungen tätigen können. So könnten die Familien von Steuerfreiheit bis zum Renteneintritt und denselben Konditionen bei den Anbietern profitieren.

    (Vielleicht ist sowas in Spezialfällen interessant, den ich mir grad nicht vorstellen kann)

    Falls ihr mal die Ergebnisse einen Simulators von Claude mit denen von ficalc, cfiresim etc verglichen habt: waren die Ergebnisse konsistent?

    (Ich habe mir vor einiger Zeit auch mal einen Simulator basteln lassen. Claude hat etwas zureden gebraucht, um auch gute historische aktienmarktdaten zu verwenden. Interessant ist auch immer, den konkreten Depotverlauf für die ausgewählte Lieblingsstrategie bei einem worst case Szenario zu sehen (z.b. Beginn der Entnahmephase in 2000 (verlorenes Jahrzehnt))

    Stimme dir 100% zu. Ich nutze Claude auf die gleiche Weise wie du: nicht als Lieferant endgültiger Wahrheiten, sondern als Sparringspartner, mit kritischem Hinterfragen, wenn etwas nicht plausibel erscheint und natürlich eigenem Mitdenken.

    Ich muss sagen dass ich das schon beeindruckend finde. Ich hoffe, wir als Menschen verlieren dadurch nicht die Fähigkeit, kreativ neues zu erschaffen, denn KI ist einfach nur gut, riesige, menschlich erzeugte Datenmengen auszuwerten.

    Also z.b. bei der Deurag Versicherung gibt es Infos zur Kettenschenkung, dort taucht sogar auch der von der Schwester verwendete Begriff Schamfrist auf. Also hat die Schwester evtl gar nicht so unrecht, und eine Wartezeit von einem Jahr ist nicht verkehrt oder sogar hilfreich.

    Zitat "Im Einzelfall ist eine Beratung zu empfehlen." (Ein Laienforum leistet das nicht)

    Update: ich hab mal die KI (Claude) gefragt. Diese lieferte eine interessante Idee:

    Zinsloses Darlehen statt Schenkung

    Statt einer Schenkung könnte ein Darlehen vergeben werden. Hier fällt keine Schenkungsteuer auf die Darlehenssumme an, sondern (falls überhaupt) nur auf den Zinsvorteil (Marktzins ./. vereinbarter Zins), der oft unter dem Freibetrag bleibt. Wichtig: Der Darlehensvertrag muss fremdüblich gestaltet sein (Rückzahlungsmodalitäten, ggf. Verzinsung, tatsächlicher Vollzug), sonst wird er steuerlich in eine Schenkung umqualifiziert.

    Die KI hat nach etwas Nachfragen auch noch Werte für die 15% Steuer für verschiedene Laufzeiten ausgespuckt ( z.b 2371€ für 70k€ zinsloses Darlehen bei angenommen Zinsvorteil 5,5% und unbestimmter Laufzeit).

    Das ganze ist, wie gesagt, nur eine (interessante) Idee. Wahscheinlich ist ein Darlehen auch nicht das richtige, denn dieses müsste ja irgendwann zurück gezahlt werden. Für Details wäre sicherich ein Steuerberater nötig.

    Ich könnte mir vorstellen, dass man die regelmäßigen Ausgaben der Mutter (Miete?,...) von der Tochter bezahlen lässt (z.b. über separates Konto). Aber so wie du es oben beschreibst, passt das wohl nicht zu den Randbedingungen der Tochter (bzw deiner Schwester). Von daher sehe ich, abgesehen von der Idee mit der Kettenschenkung (evtl mit weiteren Personen), auch keine weiteren Optionen. Es fallen dann halt 15% auf die Schenkung von 50k€ an. Mir scheint, deine Schwester zieht eine steuerlich saubere Lösung vor.

    Sparplan: KV Beiträge und Steuer bzw NV, mehr gibt es m.E. nicht zu berücksichtigen. Pro Jahr kannst du dann grob 10k rollen. Bei (großen) Kinderdepots mit jährlich mehr als 5k Gewinn solltest du das dann wohl jährlich machen. BAföG ist dann natürlich ausgeschlossen.(15k Freibetrag beim Vermögen des Studierenden)

    Bei Traders place gibt als derzeit einzigen Neobroker auch Kinderdepots, wenn man Transaktionskosten minimieren will.

    Finanzschlumpf : noch nix neues von meiner KK.

    Die Diskrepanz von ca 7903€ sind weiterhin unklar. Vielleicht ist auf Seite 2 deiner Vertragsauskunft mehr zu finden. Schau dir auch die älteren Vertragsauskünfte an. Wenn es dann immer noch nicht klar ist, wende dich an Zurich.

    Zu Rentenbeginn müssen jedenfalls mindestens die Summe aller Einzahlungen und zulagen zur Verfügung stehen.

    Das ganze ist aber nur ein Seitenthema. Deine Frage war ja Wohn-Riester. Ist hier alles klar?

    Du kannst das aktuelle Vertragsguthaben entnehmen. Die Riester-Garantie greift erst zu Rentenbeginn. Dann würdest du den Rest ausbezahlt bekommen, vermutlich als Kleinbetragsrente.

    Ansonsten: Einzahlungen sofort stoppen. Sich im Laufe des nächsten Jahres anschauen, ob das neue AVD interessant wäre und einen. Euen Vertrag starten.

    Wenn du Wohn-Riester machst (genauso haben wir es auch gemacht, meine Frau hat auch so einen üblen Zurich Vertrag): ab nächstem Jahr entfällt (eventuell?) die Verzinsung des Wohnförderkontos. Wenn möglich, würde ich also warten bis 2027.


    ( Was mir an den Zahlen nicht klar ist:Warum liegt deine Beitragsgarantie unter der Summe der geleisteten Beiträge, obwohl gesetzlich mindestens die Beitragssumme garantiert sein muss?)

    Das Thema Entnahmestrategien ist deutlich komplexer als die (technisch) einfache Ansparphase, und damit sehr interessant. Hervorragenden content findet man z.b. bei "big ERN" (Karsten jeske, earlyretirementnow) (z.b. Part 9, wo er zwar über guyton Klinger Entnahme spricht, aber in den Kommentaren auch die Vanguard dynamic spending Strategie kurz angesprochen wird (s.u.)) oder auch bei Georg von finanzen-erklaert.de (leider seit einiger Zeit nichts neues mehr, ein Artikel zur Vanguard Strategie wäre schon super)

    Den Entnahmerechner ficalc sollte man als Interessierter für dieses Thema kennen. Hier kann man verschiedene Entnahmestrategien mit seinen persönlichen Parametern testen. Ficalc nutzt keine bootstrap Montecarlo, sondern eine historische Simulation von Aktienrenditen (s&p 500, ab dem Jahr 1871 möglich. Ist aber einstellbar)

    Hier noch das Feedback von big ERN:

    This Vanguard strategy replaces the “running out of money” risk with “running out of purchasing power” risk. In that paper, they never displayed how the dynamic rule would have cut expenses during the the historic worst-case scenarios. All variable spending rules, like GuytonKlinger (Parts 9+10), this Vanguard approach, ...all have that problem. People don’t realize how long and how deep the spending cuts need to be.

    Ich hab auch mal meine KI (Claude) rumrechnen lassen, und zwar für das verlorene Jahrzehnt ab 2009 (könnte sich ja bei einem Entnahmezeitraum von 30 bis 40 Jahren wiederholen). Es war schon ernüchternd zu sehen, wie sich Depotwert und v.a. die jährliche Entnahmerate nach unten entwickelt haben. Ich weiß nicht, ob über so lange Zeit so cool bleiben könnte, obwohl ich mich schon als rationaler Anleger sehe (meine Frau ist da nicht so entspannt, von daher hätten wir ein Problem)

    Wenn das Depot nur "Luxuszwecke" erfüllt, dann ok. Bei nur anfänglicher Entnahmequote von 3,0% kann wohl auch nicht viel schief gehen (hab ich aber bei ficalc noch nicht ausprobiert).

    Ich bin aber 48, und frage mich, ob ich schon vor 63 (oder 64) oder 67 aufhören könnte, wenn ich denn möchte. Vielleicht sogar schon mit 58, wenn mein Depot weiter so wächst (??). Wenn ich auf Nummer sicher gehen will, dann werd ich wohl am "one more year" Syndrom leiden...

    Wer hat denn für seine Kinder eine Schüler BU abgeschlossen? Grade für Kinder, die keine akademische Laufbahn planen, macht das doch maximal Sinn. Sobald sie eine handwerkliche Lehre starten, wären die Beiträge schon viel höher.

    Wird das AVD zu Beginn der Auszahlphase denn sozusagen eingefroren oder kann man weiterhin kaufen, verkaufen, umschichten und so weiter?

    Angenommen, man entscheidet sich für den Auszahlplan mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Wie häufig wird hier wohl die monatliche Rate neu berechnet/angepasst?

    Hat man mehrere Wertpapiere im AVD, werden diese dann nach ihrem prozentualen Anteil verkauft, um die monatliche Auszahlung zu bedienen?

    Das AVD wird nicht eingefroren zu Beginn der Auszahlungsphase. Du kannst weiterhin entscheiden, wie du den Depotwert in ETFs und Anleihen aufteilen willst. Du kannst auch voll in ETFs investiert bleiben inklusive Schwankungen. Mindestens alle 3 Jahre muss die Auszahlungsrate überprüft werden. Warten wir auf die konkreten Angebote der Anbieter.

    Das Gesetz macht hier keine Detailvorgaben, sondern setzt nur den Rahmen (Start Auszahlung spätestens mit 70, mindestens bis 85, Überprüfung/Neuberechnung der Rate mind. alle 3 Jahre, monatliche Auszahlung, Mindesthöhe der Auszahlung (--> mind 80%des verbleibenden Kapitals dividiert durch die Anzahl der Restmonate bis Laufzeitende))

    Unabhängig vom Thema AVD auf die Schnelle. Diese Summe übersteigt den Freibetrag (20.000€, gilt alle zehn Jahre neu). Habt ihr das entsprechend beim FA gemeldet? Nicht, dass es hier nachher Schwierigkeiten/Stolpersteine gibt.

    Hier geht es um den Schenkungsfreibetrag. Bei einer Großtante ist der Freibetrag 20.000€. die Schenkung sollte innerhalb von 3 Monaten dem FA gemeldet werden. Auf die 5000€ müssten ca 750€ Schenkungssteuer gezahlt werden.

    Für Bafög: ins AVD kann man ja nur 1800€ gefördert einzahlen. Hilft also nicht so viel. Der Freibetrag für Vermögen für Bafög liegt bei 15.000€.