Beiträge von Uwe64

    Hast du dich schon mal woanders beworben und ein Angebot bekommen? Nur so kannst du deinen Marktwert realistisch einschätzen. Abgesehen davon hört sich deine aktuelle Arbeitsbelastung und dein Umfeld nicht gesund an. Wenn du auf dieser Basis mit deinem Chef nur über das Geld sprichst wird das deine Probleme nicht lösen. Denn selbst wenn er dir 2000 Euro pro Monat mehr zahlt, wird die Belastung die du schilderst, mittelfristig mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit zu einem Burn Out führen. Deshalb denke ich, du solltest deine Gedanken weg von der Bezahlung lenken und überlegen, ob du einen Job hast, der dich ausfüllt, dir gut tut und den du noch lange machen möchtest. Wenn das nicht zutrifft, dann hilft dir alles Geld der Welt nichts.

    Hallo,

    Ich glaube, ihr redet teilweise aneinander vorbei, weil ein wesentlicher Punkt fehlt, die Verifikation.

    sam51 hat in einem Punkt völlig recht – Halluzinationen sind eine inhärente Eigenschaft von LLMs, und man bekommt sie nicht auf null. Daraus folgt aber nicht "ungeeignet", sondern nur: Man darf der reinen Modellausgabe nicht blind vertrauen. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht "versteht die KI oder nicht", sondern: Ist die Ausgabe überprüfbar – und gegen was?

    Beim Programmieren funktioniert KI gerade deshalb so gut, weil es eine harte Instanz gibt, die jede Behauptung prüft: Compiler, Tests, Laufzeit. Falscher Code fällt sofort durch. Code ist also ein gutes, kein schlechtes Beispiel – der Trick ist nicht das Modell, sondern die Prüfschicht dahinter.

    Beim reinen Steuer- oder Rechts-Chat fehlt genau diese Instanz. Der Text klingt plausibel, aber nichts gleicht ihn mit dem geltenden Gesetz, im richtigen Jahr, bei der richtigen Behörde ab – genau das, was Pfennigbaron beschreibt. Spezialsysteme wie Harvey lösen das auch nicht, indem sie "das bessere LLM" sind, sondern indem sie diese Prüfschicht einziehen: Anbindung an echte Quellen, Zitatzwang, Mensch als Endkontrolle.

    Der eigentliche Fortschritt der letzten Jahre liegt deshalb nicht in "mehr Trainingsdaten = mehr Wissen", sondern im Drumherum: Quellenanbindung, Werkzeuge, Verifikationsschleifen. Das verschiebt die Zuverlässigkeit, nicht das nackte Modell. Die faire Messlatte ist doch nicht "100 % fehlerfrei" – das ist der Steuerberater ums Eck doch auch nicht. Meiner Ansicht geht es darum wie gut ich das Ergebnis gegenprüfen kann.

    Zur ursprünglichen Frage, welche KI die „kompetenteste" ist: Das eine Modell, das das Problem von allein zuverlässig löst, gibt es derzeit nicht. Mein Rat wäre deshalb: Probiere eines der neuesten Modelle aus (die sind in der Regel kostenpflichtig), überprüf die Aussagen, die es dir liefert, und besprich das Ergebnis am Ende mit einem echten Experten – z.B. dem Steuerberater oder hier im Forum. So nutzt du die Stärke der KI als Einstieg, ohne dich am Schluss auf etwas zu verlassen, das niemand gegengeprüft hat.

    Ich finde das ein spannendes Thema, denn obwohl auf die BU als absolut wichtige Versicherung immer hingewiesen wurde, habe ich nie eine abgeschlossen. Und das aus dem Gefühl heraus, dass ich die nicht brauche, rational hab ich darüber aber nie richtig nachgedacht. Jetzt mit 61 werde ich das nicht mehr machen, selbst wenn jetzt was passiert, sollte ich einigermaßen gut über die Runden kommen.

    Erstaunlich ist auch das Verschwinden des unsäglichen Amundi-ETF MSCI ACWI mit TER 0,45 % aus den Finanztip-Empfehlungen und dem Finanztip-ETF-Finder.

    Nachdem ich gefühlt 200 mal hier darauf hingewiesen habe…

    Die neue 0,3 % TER Regel hat ihn weggespült…Gut, dass ich die 0,3 % auch immer nenne….das bewahrt vor ganz viel Unfug ( sorry Irving).

    Danke Redaktion!!!!

    Ich möchte an dieser Stelle auf diesen Kommentar zurückkommen. Ist es wirklich soooo entscheidend für die Finanzplanung auf einen supergünstigen TER zu schauen? Ich meine, wir bewegen uns hier in Unterschieden im 0.x Prozent Bereich. Ich habe auch aufgrund der Finanztip Empfehlung in den "unsäglichen" Amundi-ETF MSCI ACWI mit TER 0,45 investiert, aber ich bleibe da sehr gelassen.

    Hallo,

    ich habe mir gerade folgendes Video angesehen, bei dem es allgemein um künstliche Intelligenz geht. Ab Minute 16 geht es auch um die Börsengänge und den Einfluß, den diese riesigen Unternehmen auf globale ETF's wie den MSCI World heben werden. Bei 16:47 wird gesagt, dass wir die ganzen Investitionen mit unseren Sparplänen bezahlen. Das bringt mich dann schon ins Grübeln, nämlich, ob die Erfahrungen der Vergangenheit, dass die Investition in einen MSCI World langfristig mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer Rendite von 6% + führen wird, wirklich stimmt. Gefühlt baut sich da gerade ein Klumpenrisiko in Richtung AI Firmen auf.

    Wie seht ihr das?

    LG

    Uwe

    Hallo,

    ich habe vor einem Jahr den Finanztip ETF Finder bemüht um nach einem ETF incl. der Schwellenländer für meinen Broker (TradeRepublic) zu suchen.

    Da wurde mir der Amundi MSCI ACWI (LU1829220216)

    mit einem TER von 0,45 auf Platz eins angeboten. Ich hab auch gleich mal investiert.

    Jetzt bin ich doch ein wenig verunsichert, denn wenn ich hier so lese, dann ist das ein relativ hoher TER Wert. Was meint ihr dazu?

    LG

    Uwe

    Hallo Horst,

    vielen Dank für das Willkommen und die schnelle Antwort.

    Ich habe mir den Vertrag jetzt nochmal angesehen und da ist eine Verzinsung von gerade mal 1.5% garantiert. Und die Vergangenheit zeigt, dass es um die 2% Verzinsung gab. Somit gehe ich dann auch in Zukunft mal von 2% aus und rechne somit mit einem Ablaufwert von 173.000 Euro und einer Rente von 826 Euro. Der Rentenfaktor bleibt ja gleich. Unter dem Strich würde ich sowas mit meinem Wissen von heute nicht mehr abschließen und es ist zum Glück auch nicht mein einziger Baustein für die Rente. Ich frage mich halt, ob ich da jetzt noch was dran drehen sollte oder das einfach so weiter laufen lasse.


    LG Uwe

    Hallo zusammen,

    ich habe eine private Rentenversicherung bei Canada Life (Tarif: GENERATION private, UWP-Fonds-basiert) und überlege, ob ich zum Rentenbeginn die Kapitalauszahlung oder die Verrentung wählen soll — bzw. ob ich überhaupt etwas unternehmen sollte. Über eine Einschätzung der erfahrenen Foristen würde ich mich freuen.

    Eckdaten des Vertrags (Stand 30.06.2025):

    • Tarif: GENERATION private (UWP / Unitised-With-Profits)
    • Versicherte Person: männlich, Jahrgang 1964
    • Rentenbeginn: 01.07.2030 (also in ca. 5 Jahren, mit 65)
    • Aktuell gültiger geglätteter Wertzuwachs: 2,10 % p.a.
    • Garantievoraussetzungen aktuell erfüllt

    Aktuelle Werte:

    • Geglätteter Wert des Anteilguthabens: 95.341,70 €
    • Tatsächlicher Wert des Anteilguthabens: 116.948,93 €
    • UWP-Wert (angepasstes Anteilguthaben): 116.948,93 €
    • Rückkaufswert abzgl. möglicher Stornogebühr: 116.948,92 €
    • Garantierter Wert des UWP-Anteilguthabens bei Rentenbeginn: 137.849,47 €
    • Aktuelle Gebühren: 6,79 €/Monat (Stand 01.07.2025)

    Beitragsentwicklung (kumuliert):

    • 01.07.2026: 97.286 €
    • 01.07.2027: 102.419 €
    • 01.07.2028: 107.551 €
    • 01.07.2029: 112.684 €
    • 01.07.2030 (Rentenbeginn): 117.817 €

    Möglicher Ablaufwert zum Rentenbeginn (01.07.2030) — Beispielrechnung:

    Wertentwicklung p.a.0,0 %4,0 %6,0 %8,0 %
    Gesamtwert Anteilguthaben157.837 €189.235 €206.784 €225.662 €
    Teildynamische Rente (gleichbleibend, monatlich)752,22 €901,84 €985,48 €1.075,42 €
    Dynamische Rente (1. Jahr, +1 % p.a.)668,82 €801,85 €876,20 €956,19 €

    Die Verrentung erfolgt lebenslang, kalkuliert mit Rechnungszins 2,9 % p.a. Die tatsächliche Rente wird erst bei Rentenbeginn festgelegt.

    Meine offenen Fragen:

    1. Wie ist die garantierte Verrentung mit 2,9 % Rechnungszins in der aktuellen Zinslandschaft einzuschätzen? Konkret: Bei 206.784 € Kapital → 985 €/Monat sind ca. 5,7 % Auszahlungsquote p.a. — wie schlägt sich das gegen Selbstentnahme aus einem ETF?
    2. Der geglättete Wert (95k) liegt deutlich unter dem tatsächlichen Wert (117k) — wie stabil ist der "Schlussbonus", der diese Differenz beim Rentenbeginn ausgleichen soll?
    3. Geglätteter Wertzuwachs von 2,10 % p.a. — fair oder dürftig?
    4. Macht es Sinn, den Vertrag bis zum Ende durchzuziehen, oder gibt es Argumente für eine vorzeitige Kündigung (Rückkaufswert ohne Stornoabzug aktuell verfügbar)?
    5. Kapital vs. Rente: Worauf sollte ich bei der Entscheidung achten?

    Danke für eure Einschätzungen!