Beiträge von Julian-2

    viele jetzt investieren und in 20-25 Jahren in Rente gehen. Dann werden ja viele Aktien auf den Markt geschwemmt und der Kurs könnte signifikant fallen

    • Warum sollte jemand genau zum Renteneintritt alles verkaufen?
    • Was verstehst du unter "viel"?

    Wir machen mal ein Gedankenexperiment mit NVIDIA und dem MSCI-World:

    • NVIDIA hat ca. 23,3 Mrd. Aktien im FreeFloat (frei handelbar)
    • 1 NVIDIA Aktie = 170 €
    • 5% vom MSCI-World sind in NVIDIA investiert
    • In 5 Jahren gehen ca. 15 Millionen "Boomer" in Rente
    • Jeder Boomer hat 100.000 € im MSCI-World investiert und verkauft an genau dem gleichen Tag alles.

    => Jeder Boomer hat somit:

    • 5.000 € in NVIDIA = 29,4 Aktien

    => Alle zusammen: 441.000.000 (= 441 Mio.) NVIDIA Aktien

    => 441 Mio / 23,3 Mrd. = 1,9 % der Gesamtaktien (FreeFloat)


    Ich behaupte einfach mal ganz forsch: Den Weltmarkt interessiert es nicht die Bohne, ob wir das Miniaturaltersvorsorgedepot machen oder nicht. Die Beträge mit denen wir hier planen/hantieren sind Peanuts.

    Beim 401(k) Modell in den USA können die Arbeitgeber & Arbeitnehmer ca. 70.000 $ pro Jahr steuerfrei in das Depot einzahlen. Zusätzlich gibt es noch ein weiteres Modell, in das die Arbeitnehmer aus dem Netto (glaube ich) bis zu 7.000 $ jährlich einzahlen können (und im Depot keine Steuern auf Kursgewinne & Dividenden anfallen).

    Bei uns werden bis zu 1.800 € jährlich! staatlich gefördert. Die 1.800 € sind ca. 2,5 % von dem Volumen, was der Amerikaner jährlich in den Kapitalmarkt (staatlich gefördert!) pumpen kann.

    Ich will deine Illusion nicht zerstören, aber was Deutschland am Kapitalmarkt macht, interessiert niemanden. Wir sind dort nur ein kleines Strohfeuer irgendwo in der Ecke. Wir hätten so viel bessere Modelle wie Schweden, Norwegen, Niederlange oder USA machen können. Aber nein, es wurde Riester 2.0 gemacht, denn alles außer das Standarddepot hat keinen Kostendeckel. Die Finanzindustrie sabbert jetzt schon und wird mit tollen Werbevideos, Werbekampagnen die Filialbanken fluten. Schweden hat z.B. einen Kostendeckel von ich glaube 0,25%. USA einen von 0,1%. Wir 1,0%. Das ganze Altersvorsorge-Depot ist eher ein nettes Gimmick, am Ende verliert dennoch der Privatbürger, denn indirekt werden die ganzen Versicherer und Banken subventioniert.

    Jeder der sich heute auf die gesetzliche Rente oder auf unser Sozialsystem verlässt oder verlassen muss, der ist heute schon verlassen. Nur weiß man es noch nicht. So wie es aktuell läuft, wird es nicht mehr finanzierbar sein. Wir laufen ansonsten mit Karacho in den Staatsbankrott. Alleine in 2025 war die Quersubvention für die Rente rund 30% vom Bundeshaushalt, also eine Durchlaufposition. Irgendwann (was man nun sieht) ist kein Spielraum für Investitionen, die sich erst in X-Jahren tragen. Der Staat kann fast nur noch Dinge tun, die direkt einen Cashflow produzieren (Steuern erhöhen, Leistungen kürzen, Beiträge erhöhen, ...).

    Deshalb sind jetzt nur 5.160 Euro drin ...

    Viele Vorposter haben eigentlich alles schon gesagt.

    => Bei 60 € mtl. Sparrate müsstest du noch weitere 580 Monatsraten (= 48 Jahre) einzahlen, damit du überhaupt die 40% Zuteilungsgrenze erreichst.

    => Du musst beim Bausparer die Ansparphase UND Darlehensphase betrachten. Dein Verkäufer redet nur von der Darlehensphase, nie von den Oppertunitätskosten in der Ansparphase.

    Ich gebe dir noch einen anderen Gesichtspunkt mit. Du kannst dir einen Kreditrechner im Internet kurz suchen und folgendes Szenario durchspielen-

    • 100.000 € Bausparer = 100.000 € Kapital (Eigenkapital + Darlehen)
    • i.d.R. sind 40% Einzahlung (hier: 40.000 €) notwendig, dass der Bausparer überhaupt zuteilungsreif wird.

    Jetzt nimmst du den Kreditrechner. Du nimmst den Zinssatz (Effektivdarlehenszins, nicht Sollzins!) vom Bausparer und das Darlehen (60.000 €) bei der mtl. vereinbarten Tilgungsrate (oft 4% vom Bausparsumme, also hier 400€ mtl.) => damit hast du die Gesamtkosten für die 60.000 € Darlehen, inkl. Zinskosten.

    Jetzt rechnets du das gleiche, nur folgendes:

    • 50.000 € Darlehen, 400€ mtl. Tilgungsrate, gleiche Laufzeit => welchen Zinssatz könntest du dir nun leisten?

    Du wirst sehr schnell sehen, wie stark die Höhe des Eigenkapitals in die Rechnung einfließt und du dir einen deutlich höheren Zinssatz leisten kannst.


    Ich bin vielleicht in einer ähnlichen Lage wie dein Sohn, nur 10 Jahre voraus. Wohneigentum wäre zwar nett, also auch "irgendwann". Allerdings sind die Oppertunitätskosten für den Bausparvertrag inkl. den ganzen Nebenkosten so immens. Selbst Wenn du es heute nur ins Festgeld/Tagesgeld anlegst, wirst du besser fahren als ein Bausparvertrag. Ich habe für meinen Fall ebenfalls die Rechnung aufgestellt. Ich hätte noch 12 Jahre einzahlen müssen (bei vorhandener Sparrate) bis zu Zuteilung. Der Effektivzinssatz lag um die 1,7% (Darlehenszins: 1,25%).

    Unter der Annahme, dass ich die 12 Jahre die Sparrate in einen Welt-ETF bei 4% p.a. anlege, hätte ich am Ende (anstatt 40.000 € Eigenkapital durch Sparraten in Bausparer) rund 51.000 € nach Steuern gehabt. Dadurch hätte ich mir anstatt dem 1,68 % Effektivzinssatz (Bausparvertrag) bei gleicher Laufzeit & Tilgungsrate (dafür nur ca. 49.000 € Darlehen) einen Immobilienkredit mit fast 5% Zinssatz leisten können!
    Die gleiche Rechnung habe ich mit Zinsprodukten von 1,5% p.a. (brutto) gemacht. Selbst dort wäre ein Immobilienkredit bei gleichen Rahmenbedingungen, aber aufgrund geringerem Darlehenvolumen mit einem Zinssatz von 2,5% dem Bausparer gegenüber gestanden.

    Weiterer Vorteil: Ich hätte jeden Tag über das Geld verfügen können oder es sind weniger Oppertunitätskosten, wenn dein Sohn in 10 Jahren sagt: "Och Immobilie. Kein Bock. Ich will reisen." Wenn er es doch will, hat er durch die bessere Rendite (ob Zins oder Weltmarkt) mehr Eigenkapital, wodurch er ein kleineres Darlehen benötigt.

    Zudem ist nicht sicher, wenn der Bausparer zuteilungsreif ist, dass du ihn auch zugeteilt bekommst... Und ... wer sagt dir, dass wir in 30 Jahren nicht erneut eine 0-ZInsphase haben? Dann ist dein Zins unfassbar teuer und du hast auf dem Weg dahin dein Eigenkapital durch die Inflation auffressen lassen. Angst verkauft sicher besser.

    Kurz um: Ich habe den Bausparer gekündigt gehabt und das Kapital in mein vorhandenes Depot (Welt-ETF) geschoben.

    Ganz blöde Idee. Bist aber nicht der erste, der darauf gekommen ist.

    Vielleicht hilft das:

    https://www.quirinprivatbank.de/anlegerwissen/…nicht-verpassen

    Und das:

    wo war der beste Zeitpunkt für den Aus und Einstieg?

    Die Grafik ist gemein, da die Y-Achse nicht logarithmiert ist. Da wirkt der Corona-Crash kleiner als der Dip der letzten Wochen.

    Abgesehen von den Steuern die ich jetzt Zahlen müsste, gibt es etwas was ich übersehe?

    Ziemlich alles: Dein Investmentgrund. Du investierst aufgrund dessen, weil du eine positive Renditeerwartung hast. Ohne Risiko keine Rendite. Die Jahresperformance kommt überwiegend von sehr wenigen Börsentagen. Bei ca. 250 Börsentagen / Jahr sind ca. 40 Tage davon entscheidend. Nimmst du diese nicht mit, hättest du anstatt deinen 12% Kursgewinn eher negativ oder +- 0%. Markettiming wird nicht funktionieren, selbst wenn du Cash-4-Crash bereit hältst. Deine Oppertunitätskosten musst du in die Berechnung miteinfließen lassen und das ist nicht zu vernachlässigen.

    Ich denke mir eben, selbst wenn es jetzt mal ein paar Monate dauert bis ich wieder einsteige, hab ich ja nichts verloren, natürlich auch nichts gewonnen (was ich für das kleinere Übel halte).

    Doch: Oppertunitätskosten, Inflation. Es nagt jeden Tag an deinem Vermögen. 3% Inflation, heißt deine 10.000 € im Januar sind im Dezember nur noch 9.700 € wert.

    Angenommen du steigst heute aus:
    Ich frage direkt ganz provokant => WANN steigst du wieder ein? An was machst du es fest? Wenn du heute aus Markettiming-Gründen aussteigst, musst du dir auch ein Kaufsignal festlegen.

    Also ich weiß nicht wo du schaust, aber mein Depot steigt die letzten Tage wieder. Zudem war der Dip der letzten Wochen gerade mal ca. 9% unter dem letzten ATH. Heute ist der MSCI-World < 1% vom ATH vom 15.01.2026 entfernt, d.h. wenn er die Tagesperformance von heute morgen wieder macht, haben wir den gleichen Stand wie vor 3 Monaten.

    Wenn du willst, kannst du beim Kanal Notgroschen vorbeischauen. Er analysiert solche Themen sehr gut!

    https://www.youtube.com/watch?v=mxvhjMFf1-A

    Ich habe ein Depot bei der ING mit einem Etf (IE00B3YLTY66) , ca 12% im Plus seit Ende 2024.

    Ich habe das Gefühl, dass es an der Börse nicht mehr lange so gut laufen kann wie zur Zeit,

    Wenn dir die Marktschwankungen zu zusetzen, solltest du eher auf der Level-1-Assetallokation nachjustieren, d.h. ETF reduzieren und ins Tagesgeld schieben. Das hat natürlich zur Folge: Weniger Rendite, aber auch geringeres Risiko. Diese Konstellation allerdings so aufrecht erhalten, dass du dich dabei wohl fühlst. Das ist dann kein Markettiming (wie du es oben andeutest), sondern ein Nachjustieren deiner eigenen Risikopräferenz nach ca. 2 Jahren Börsenerfahrung. Ich sehe das als absolut legitim zu sagen: Es schwankt mir zu sehr. Ich möchte mehr Sicherheit (und auch weniger Rendite). Du musst mit deinem Depot, deiner Vermögensaufstellung ruhig schlafen können.

    Mit dem Tagesgeld wirst du langfristig keine Inflation schlagen, also Kaufkraft (also Geld) verlieren. Mit deinem ETF hast du die gesamte Weltwirtschaft nach Marktkapitalisierung abgedeckt. Kostengünstig, einfach und transparent.

    Ich sehe es so: Wenn die Weltwirtschaft - also der Index, den dein ETF nachbildet - nicht mehr steigt (also dauerhaft), haben wir andere Probleme als unser Depot. Da wird dich ein Tagesgeld auch nicht mehr retten, denn bei einem gesamten Bankenkollaps, müsste der Staat oder EU einspringen und die Einlagen der Bürger gegenfinanzieren. Einlagensicherung sehe ich auf dem Papier als schönen Mechanismus, aber wenn es hart auf hart kommt (siehe damals Griechenland) wirst du zusehen können, wie der Staat alles oberhalb Betrag X für seine Zwecke einverleibt.

    Als Ergänzung für den Sicherheitsbaustein ist mir noch folgendes eingefallen. Anstatt Festgeld könnte man sich auch sowas wie iBonds anschauen. Diversifizierter als eine einzelne Anleihe und man kann mit weniger Kapital investieren. Bei Einzelanleihen (Staat/Unternehmen) ist oft ein Mindestanlagebetrag notwendig.

    • Feste Laufzeit mit entsprechenden Anleihen hinterlegt.
    • Möglichkeit der vorzeitigen Veräußerung an der Börse (ggfs. mit Abschlag, kann aber auch mit Aufschlag sein)

    Wenn die nicht handelbar ist, gibt es doch kein Zinsänderungsrisiko.

    Und wie hast du sie dann gekauft, wenn sie nicht handelbar sind? Alles ist handelbar, nur manches ist eben Private Equity und nicht Public Equity. Deswegen unterliegt diese Anleihe genauso dem Zinsänderungsrisiko, allerdings siehst du dies eben nicht an einem täglichen Kurs (wie an der Börse). Nur weil das Risiko nicht sichtbar ist, ist es dennoch vorhanden.

    Das wäre so wie wenn du sagen würdest:

    Ich bewerte meine Immobilie nie, also verändert sich ihr Marktwert nicht. Nur als Gedankenexperiment: Du hast 2 Immobilien, absolut identisch, beide nebeneinander. Die eine gehört dir als Privateigentümer und lässt sie nie schätzen. Die andere gehört Vonovia, wodurch die Immobilie stetig bewertet wird und über den Aktienkurs die Schwarmintelligenz es bewertet. Warum sollte deine Immobilie nicht den gleichen Risiken & Schwankungen ausgesetzt sein? => unsichtbares Risiko

    Gleiches beim Gebrauchtwagenmarkt. Dein Restwert schwankt auch stetig, je nachdem wie der Gebrauchtwagenmarkt steht.

    Allein schon, weil es dafür kein Handelsvolumen an den Börsen gibt.

    Darf man fragen, was für ein Vehicle du dir da ins Depot gelegt hast und wie du sie gekauft hast? Bankverkäufer? Eigenständig über Broker? Ich wäre gespannt.

    Zu den kurzlaufenden hatte ich weiter oben schon den ETF erwähnt, da fehlt eben nur noch die bestandene Theorieprüfung.

    Sehr gut! Auswahl gibt es vieles, manches ist besser, manches schlechter. Das wichtigste ist, dass der Beitragsersteller sich es überlegt was er möchte. Dann entsprechend recherchiert und sich für einen Weg entscheidet. Da gibt es kein schwarz oder weiß.

    Ich kannte euch noch nicht und war deshalb froh, eine Finale zu haben.

    Dafür muss sich niemand entschuldigen, dass er eine Filiale vor Ort mit Menschen bevorzugt.

    Damit willkommen in der Community. Viele der Vorposter haben schon sehr wertvolle Tipps gegeben. Ich will gar nicht auf die einzelnen Produkte eingehen. Das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen und auch wenn du am liebsten morgen alles umbauen willst, empfiehlt es sich in Ruhe zu sortieren.

    1) Deine Level 1-Allokation festlegen: Risikoarm : Risikoreich

    • Wenn ich dich richtig verstehe, möchtest du 3 Teile risikoreich zu 1 Teil risikoarm, also von den 60.000 € sollen 45.000 € in den Kapitalmarkt und 15.000 € in Zinsprodukte (Tagesgeld, Festgeld, Geldmarkt-ETF, Kurzlaufende-Staatsanleihen höchster Bonität).
    • Risikoarm:
      • Die Schuldverschreibung (Anleihe/Rente) mit 4 Jahren Laufzeit ist eher schon mittelfristig, also dem Zinsänderungsrisiko eher ausgesetzt. Da würde ich deutlich kürzere Laufzeiten wählen, ebenso streuen. D.h. einen ETF mit Kurzlaufenden Anleihen.
      • ein Tagesgeld mit guten Konditionen oder Geldmarkt-ETF. Beim Geldmarkt-ETF benötigst du allerdings einen sehr günstigen Broker (geringe Ordergebühren), ansonsten frisst der Kauf-/Verkauf von Beträgen die Zinsgutschrift auf.
    • Risikoreich:
      • Wie du es bereits machst, einen breitgestreuten Welt-ETF aussuchen. Von MSCI World (nur Industrie) über ACWI (MSCI World + Emerging Markets), zu All-Prime-Country, Prime-Global, FSTE All World, FTSE Developed-World gibt es viele "Verpackungen", welche nahezu den gleichen Inhalt haben.
      • Die TER von 0,3% vs. 0,2% bei den genannten ETFs ist zwar optimierungsfähig, wäre aus meiner Sicht allerdings kein K.O.-Kriterium. Wenn der Deka-ETF eine bessere Tracking-Difference als Ishares hat, ... TER alleine ist zwar wichtig, aber nicht der gesamte Vergleich.

    2) Depot

    • Bei der Sparkasse gibt es ja den S-Broker und das Deka-Depot. Beides etwas teurer als im Vergleich mit anderen Anbietern, aber der S-Broker kann sich mit seinen Konditionen sehr gut einreihen. Ich sehe das als Optimierung in 2. Stufe.
    • Falls du einen Depotwechsel in Erwägung ziehst, kannst du
      • Depotübertrag zu deinem neuen Broker (beachte: deine vorhandenen Fonds/ETFs dort handelbar?)
      • entweder im aktuellen Depot verkaufen - Gebühren beachten!
      • Erst Fonds/ETF mit Verlust verkaufen, dann mit Gewinn > Verlusttopf begleichen ... oder ...
      • Verlustbescheinigung ausstellen lassen und mit der nächsten Steuererklärung mit den Erträgen im neuen Depot verrechnen lassen.
    • Die Schuldverschreibung (Anleihe) müsste dennoch vorläufig veräußerbar sein: Allerdings zum Börsenpreis, d.h. je nach Marktlage könnten es -30% sein. Das kannst du überprüfen, in dem du die ISIN/WKN der Schuldverschreibung recherchierst und z.B. bei extra-ETF oder so suchst.

    3) Ausgabeaufschlag

    • Diesen unbedingt vermeiden. D.h. KEINE aktiven Fonds, welche oft 5% Ausgabeaufschlag (oder mehr) haben.
    • Diese Kosten sind bereits bezahlt, abhaken, in die Zukunft schauen. Diese Kosten sind auch kein "Verlust", sondern werden dir abgezogen, in dem dein Einkaufskurs höher als Börsenpreis eingebucht wird.

    4) Aktive Fonds

    • Wie du festgestellt hast, sind dort die großen Firmen ebenfalls wie im MSCI-World enthalten. Schließlich orientiert sich der Fond am (1) 80% Dow Jones Global Titans 50, (2) 20% Dow Jones BRIC 50 Net Return. Der (1) beinhaltet die 50 größten Unternehmen der Welt (nach Marktkapitalisierung), ergo beinhaltet der MSCI-World welcher ebenfalls nach Marktkapitalisierung gewichtet diese Firmen, denn das sind ebenso die Top 50 - logisch oder?
      D.h. die Fonds sind keine Wissenschaft, sondern orientieren sich ebenfalls an Indizes, welche du mit kostengünstigen ETFs ebenso abbilden kannst.
    • Es gibt nahezu keinen Grund (für "normale Privatanleger") einen aktiv gemanagten Fonds zu kaufen. Gekauft hast du ihn schon, Kosten sind weg. D.h. du könntest ihn in deinen Welt-ETF umschichten.


    Ich vermute, mit der Schuldverschreibung und dem Fond hat die Bank / Beratung eben über Provision gut verdient. Bei den 10.000 € in den Fond, sind direkt 375 € Provision weggegangen, also 9.625 € kamen nur im Fond an.

    Für die Fonds/ETFs die du hast, gibt es keine Mindesthaltezeit. Bei der Schuldverschreibung müsste man schauen: 1) Über Börse verkaufbar? Preis/Abschlag? 2) Laufzeit abwarten

    Man sagt nur, dass man ca. 15 Jahre die Wertpapiere (z.B. Aktien) halten soll, denn bisher gab es keinen Zeitraum indem du damit negative Rendite erwirtschaftet hättest. Allerdings sind diese Papiere hoch liquide, d.h. du könnest zu jedem Börsentag verkaufen und diese "in Cash umwandeln". Anders als bei Festgeld.

    Was ich mich frage: Kurzarbeit vorhanden. Woher also die 1.000 € Prämie nehmen? :/

    Warum nicht einfach den Einkommenssteuersatz senken, sodass untere und mittlere Einkommen mtl. >100 € mehr vom Netto haben. Würde jedem helfen, aber so. Das ist doch wieder alles nur Augenwischerei und ein paar profitieren, aber die meisten schauen doch in die Röhre. Jeder der im Gesundheitswesen arbeitet, kann über so eine freiwillige Prämie lachen... Die behält das Krankenhaus sehr gerne ein, besonders da die KHs sowieso so gute Zahlen haben (tief rot)...

    Daher wäre der Sparplan ja sinnvoller. Aber 1% p.a. ist schon schwach, oder? Vielleicht auch einfach weniger vom eigenen Geld zuschießen...?

    Gibt es weitere Ideen Eurerseits? Bedankt!

    1% ist eben ca. 1% unterhalb des EZB-Zinssatzes, also würde sagen marktüblich. Nicht gut, nicht schlecht. Mit Zinsprodukten hast du eben kaum Risiko, ebenso kaum Rendite. Inflationsbereinigt hast du mit Zinsprodukten i.d.R. eine Negativrendite (also verlierst Geld - in Form von Kaufkraft).

    Wenn du in Aktien investieren willst, kannst du das z.B. über Finvesto, OskarVL, ginmon, usw. tun.

    Ich selbst erhalte 30 € VWL und erhöhe auf die 40 €. Die 40€ mtl. ist der Maximalbetrag welcher staatlich gefördert werden würde (falls ich dazu berechtigt wäre). Darüber hinaus sehe ich keinen Grund mehr einzuzahlen, wenn z.B. ein eigenes Depot vorhanden ist. Die Frage ist sowieso, ob du nur die 6,65€ in ein VWL-Depot laufen lasst und die Aufstockung in dein kostengünstigeres eigenes Depot. Erhalte ebenso keine Zulage vom Staat aufgrund Einkommen. Daher keine Sperrfrist.

    Es ist für mich ein Gimmick. In 30 Jahren kann ich davon ne große Runde Qualitäts-Döner ausgeben ... :thumbup: Sich für Zinsprodukte oder Depot entscheiden. Einen Anbieter aussuchen, einrichten und dann vergessen. Mehr Zeitaufwand lohnt sich bei den Pennys sowieso nicht.

    Mach die VL doch voll und lass sie bei Finvesto in einen ETF laufen.

    Kostet 10 Euro im Jahr Gebühren.

    Die Rückgabe von Anteilen ist nur unter Einhaltung einer Rückgabefrist und der Abgabe einer Rückgabeerklärung möglich. da diese Erklärung unwiderruflich ist, kann eine nachträgliche Änderung nicht vorgenommen werden. Die Anteile werde erst nach Mai 2027 ausgezahlt.

    Aufgrund der Finanz-/Immobilienkrise vor einigen vielen Jahren wurde dies geändert, dass man eine 1 Jahr Kündigungsfrist hat (wenn die Anteile >2 Jahre gehalten sind). Sind die Anteile vor vielen Jahren gekauft worden, hast du ein Sonderrückgaberecht an die Fondgesellschaft, allerdings entnehme ich aus dem Text, dass das eher nicht der Fall ist.

    Was ich nicht ganz verstehe:

    Was genau hast du denn?
    Für den Kauf vom Deka-Fond musstest du doch einen Antrag unterschreiben?

    Ich hatte damals ebenfalls einen Immo-Fond im Depot (aus damaliger Unwissenheit) und dafür habe ich eine ganze Broschüre und Seitenweise Unterlagen bekommen. Dazu ein Blatt mit allen Informationen zu Kaufbetrag, WKN vom Fond + Name, usw., welches ich unterschrieben hatte. Daraufhin erfolgt erst der Kauf.

    Die übrigen Deka-Fonds wurden von meiner Seite gekündigt, hierzu bekam ich entsprechende Formulare zugesendet, die ich unterschreiben musste. Das habe ich getan.

    Also hast du doch Formulare erhalten und darin sollten ja Informationen zu den Kündigungskonditionen stehen. Wenn du dies ohne Prüfung unterschreibst, ...

    Zu der Rückgabe: Da müsste doch sehr deutlich die Kündigungsfrist von 1 Jahr in den Formularen drinstehen, welche du unterschrieben hast. Dadurch ist eine Veräußerung über die Börse mit ca. 10 - 20% Abschlag nicht mehr möglich. Die Anteile sind "geblockt".

    Weiterhin: Du kennst den Verkaufspreis im Mai 2027 übrigens noch nicht, denn dieser wird erst an diesem Stichtag festgelegt! Eine große Wundertüte.

    Allgemein:

    Beratungsprotokoll anfordern. Sobald du für den Kauf von diesem Immofond etwas unterschrieben hast, hast du sehr schlechte Karten. Da wirst du eher nur auf Kulanz der Bank (schlechtes Image) hoffen müssen, dass sie unter Umständen einem Vergleich o.ä. zustimmen werden. Du kannst dich vielleicht an die Verbraucherzentrale wenden, allerdings wirst du das Geld vor Mai 2027 sicherlich nicht sehen/verfügen können.

    Mich wundert, dass immer noch offene Immofonds verkauft werden.

    Kenne die Probleme schon etliche Jahrzehnte. Liegt aber daran, dass ich beruflich damit zu tun hatte.

    Hohe Abschlussgebühr, hohe Verwaltungskosten, keine Rendite. Für die Filialbank ein Goldesel.

    Das ist das Problem mit der Provisionsbasierten Vertriebsmaschine, die wir in DE haben und in anderen EU-Ländern verboten ist.

    Hier lesen viele mit, die gerade mit Aktien anfangen (wollen). Da kanns nicht deutlich genug sein mit: Finger weg.

    Indem man die Chancen und auch Risiken transparent aufzeigt, kann sich jeder dafür entscheiden oder dagegen. Aber jedem "Neuling" zu unterstellen, dass er keinen Hebel-ETF betrachten will, nur weil du es so siehst. Diese Entscheidung sollte jeder selber treffen.

    Ich habe mich seit kurzem u.a. auch aufgrund des 2x MSCI-World näher mit Leverage beschäftigt. Ein Gedanke war u.a. anstatt über einen Hebel-ETF einen Privatkredit für ein Invest in den normalen Welt-ETF zu gehen. Vermutlich ist es günstiger, allerdings sehe ich dort das Problem: Kredit und die Ratenzahlung habe ich für X-Jahre. Beim Leverage-ETF kann ich jeden Tag für mich entscheiden. Für etwas höhere Zinskosten/Kosten erkaufe ich mir eben Flexibilität.

    Tatsächlich sehe ich den 2x MSCI World oder 2x S&P500/MSCI USA als weniger Risikoreich als Einzelaktien. Oft wird hier geschrieben, dass der Totalverlust kommen könnte, aber. Wenn der 2x ETF so stark fällt, fällt der Gesamtmarkt auch drastisch. Ein Risiko, das man beachten sollte, aber nicht als KO-Kriterium sehen.

    Nun stelle ich mir die Frage: Würdest du jedem dieser Neulinge ebenfalls sagen: "Finger weg vom Kauf einer Immobilie auf Kredit?". Es ist nichts anderes, sogar deutlich risikoreicher als ein gehebelter ETF. Trotzdem ist es wichtig, dass man sich die Vor- und Nachteile/Risiken des gehebelten ETFs vorher genau anschaut und dann für sich eine Entscheidung trifft.

    Nur hatte ich in meinem wahnwitzigen Beispiel Depot ja nur einen einzigen Euro Fremdkapital und garnicht direkt doppelt soviel. Was wenn ich jetzt anfange und einen zweiten Euro dazu nehm? Oh dann wirds brenzlig. Der Teufelszeug Indikator schlägt weiter aus. .. vielleicht kann man den Hebel im Depot frei zwischen 1x und 2x skalieren?

    Deine Erklärungen, Analysen und Statistiken habe ich an anderen Stellen auch so gesehen. Also vielen Dank für deinen Input hier!

    Ich sehe es wie du, dass ein moderater Hebel im Depot die Rendite bei überschaubarem (zusätzlichen) Risiko steigern kann. Ob es dieses Jahr positiv ist, oder erst nächstes. Die Statistiken anhand Historischer Daten zeigen allerdings, dass es bei langem Anlagehorizont eine Outperformance zu erwarten ist. Wie du auch schreibst, sollte man erst in Leverage-ETFs gehen, insofern die liquiden Rücklagen bereits am Aktienmarkt investiert sind.

    Ein moderater Hebel von bis zu 1,5x sehe ich als Investor mit langem Anlagehorizont als sinnvolle Möglichkeit, deutlich attraktiver als Einzelaktien.

    Wie du in den verschiedenen Beiträgen schreibst, es gibt ja verschiedene Möglichkeiten darin zu investieren:

    Buy & Hold

    • Einmalanlage
    • Einmalanlage + Sparplan

    Aktives Handeln, z.B. SMA (Simple-Moving-Average)

    Jeder muss es für sich wissen, denn für die zu erwartbaren Vorteile (Überrendite) gibt es eben auch Nachteile/Risiken sowie zusätzlicher möglicher Zeitaufwand.

    Ich habe für mich festgestellt: Einzelaktien sind nicht meine Welt - Unternehmensberichte lesen, analysieren, schauen. Die analytische Auswertung anhand historischer Daten, das regelbasierte Anlegen spricht mich deutlich mehr an, sodass ich seit kurzem den x2-MSCI-World von Amundi mit im Depot habe. Dabei verfolge ich den Aktiven Ansatz, eine SMA-Strategie. Noch mit einem nicht nennenswerten Hebel von < 1,1. Meine Grenze ist ein 1,5-facher Hebel. Ich habe für mich ein paar Rahmenbedingungen festgelegt, nach denen ich den Leverage-ETF mit im Depot einführe.

    Der youtube-Kanal von Notgroschen hat die Beimischung von Hebel-ETFs als Buy&Hold, sowie mit SMA zu einem bestehenden Depot beleuchtet.

    Ich finde die Thematik sehr spannend und sehe es als eine Chance. Wir diskutieren hier über einen 2-fach-gehebelten breitgestreuten Welt-ETF. In Amerika drüben sind viele mit deutlich höherem Leverage unterwegs bzw. Leverage wird dort eher akzeptiert: 3-fach gehebelte Anleihen, 5-fach gehebelter Nasdaq... ^^ Wir sind gerade als Gesellschaft erstmal dabei, dass Aktien als "akzeptiert" gelten, und nicht als Teufelszeug.

    Das ist so das Finanztip-Mantra. Irgendwann in letzten 100 Jahren war es mal.

    Wenn man sich die letzten Jahre ansieht, ging es, von kurzzeitigen Rücksetzern abgesehen, immer nach oben, die letzten 5 Jahre waren es 65% beim MSCI World.

    Das stimmt, aber du unterliegst dem Recency-Bias. Weiterhin gibt es die Regression zur Mitte. Nur weißt du nicht, wann es beginnt oder aufhört, sondern siehst es erst wieder im Rückspiegel. Deine Aussage ist emotional und nicht datenbasiert. Nur weil es so war, heißt es nicht, dass es so bleibt. Du kannst dein Depot, deine Anlage natürlich nur auf gute Jahre ausrichten und die möglichen schlechten Jahre (z.B. 1970er Jahre = 10 Jahre Seitwärtsphase oder nach DotCom-Blase erstmal 5 Jahre nur Talfahrt). Wenn er in dieser Zeit das Geld benötigt, dann war's das eben. Aus z.B. 10.000€ waren es nur noch 5.000 € ... d.h. die anderen fehlenden 5.000 € müsste er aus externen Mitteln herzanziehen. Trifft er einen Bullenmarkt, dann sind aus 10.000 € eben 20.000 € geworden. Das ist natürlich super, für sein genanntes Szenario allerdings nicht relevant für die Entscheidung.

    Das Mantra "mit den 15 Jahren" ergibt sich aus der Analyse der historischen Daten. Dort wird die Datenreihe des MSCI-World (da lange Datenreihe, die bis 1970 glaube zurückgeht. Ansonsten S&P500) in Teile zerschnitten und zufällig zusammengesetzt. Daraus ergeben sich dann sehr schlechte Renditeverläufe und sehr gute. Das Ergebnis ist, dass nach ca. 14 Jahren alle Datenreihen eine positive Rendite aufgewiesen hätten. Verkürzt du nun deinen Anlagehorizont besteht die Möglichkeit, dass du negativ rentierst (also weniger Geld rausbekommst als eingezahlt, inkl. Inflation berücksichtigt). Das Risiko darf jeder für sich entscheiden, so wie du das emotional begründest. Die Auswertung bedeutet im Umkehrschluss eben auch das, was du andeutest: Die besten Datenreihen hätten extrem viel Rendite erwirtschaftet. Jeder darf für sich entscheiden, wie er sich ausrichtet, ob er das Depot eher so ausrichtet, dass es bei Krisen standhält oder bei Bullenmärkten ordentlich abräumt.

    Das selbe ist mit Einzelaktien. Studien zeigen, dass 65% der Anleger den Index (in den Studien den S&P500) underperformen. 35% overperformen. Zu welcher Gruppe wirst du gehören? Das weißt du vorher nicht.

    Wenn du dir das Video angeschaut hättest, wüsstest du, dass eine Kombination aus sicheren Anlagen (im Video Staatsanleihen) und Aktien in gewissen Kombinationen bei kürzeren Anlagezeiten eine optimale Gewichtung haben.

    Bei der Datenauswertung sollte man sich aber vor Augen halten, dass die Historie keine Garantie für die Zukunft ist und man davon ausgehen muss, dass es nur stimmt, wenn zukünftige Krisen ähnlich der vergangenen sind. Weisen zukünftige Krisen eine andere Dynamik / Verhältnis auf, ist es wieder anders. Allerdings mit jedem Jahr wird die Datenbasis länger! Daher sehe ich diese Analysen (beruhen u.a. auf der Monte-Carlo-Simulation) eine sehr gute Näherung für die Zukunft. Ich versuche meine Emotionen an der Börse auf ein Minimum zu reduzieren und orientiere mich lieber an Daten. Und dein genannter Zeitraum von "5 Jahren" ist für die Börse wie eine Eintagsfliege. Kein Aussagekräftiger Zeitraum.

    Wenn man sich das ganze für den S&P500 anschaut, hat man eine Datenbasis die bis 1870 zurückgeht.

    1. Würdet ihr freies Kapital eher in einen separaten ETF-Sparplan legen, wenn der Anlagehorizont nicht die AV ist sondern 7+ Jahre oder trotzdem "alles in einem ETF" mit entsprechenden Auszahlungen bei Bedarf?

    Wenn du das Kapital zwingend in 7 Jahren benötigst, dann wird dir eher nur Geldmarkt-ETF, Tagesgeld, Festgeld-(Zinstreppe), iBonds o.ä. bleiben. Ein Aktieninvestment hat anhand der historischen Daten ab ca. 15 Jahren immer positiv rentiert, also eine 100% Wahrscheinlichkeit.

    Bei kürzeren Anlagezeiten besteht eben das Risiko, dass du negativ rentierst, wenn du zu dem Stichtag X das Geld benötigst.

    Wenn du dich tiefer mit der Materie auseinandersetzen willst, kann ich dir ein Video vom Kanal "Notgroschen" empfehlen, der das ganze analytisch betrachtet - wie viel Aktienquote, wie viel Anleihen bei kürzeren Anlagezeiten:

    https://www.youtube.com/watch?v=4SMjMb6uSxg&t=1s


    Der Gedanke einen 2. ETF zu besparen, um z.B. für Investments abgesehen der Altersvorsorge in 10-15-20 Jahren zu haben, finde ich einen sehr guten Ansatz.

    Von diesen 80% wird nur ein Bruchteil selbst ein AVD anlegen. Auch ohne Förderung spricht die Anlage an der Börse eigentlich für sich. Aber in Deutschland gilt das ja als Teufelszeug und Casino. Und gerne zieht man öffentlich darüber her, wie toll es Aktionäre auf Kosten von Staat und Arbeitnehmern doch hätten...dass man für wenige Euro selbst Aktionär werden kann, blenden diese Leute gerne aus...

    Ein Bruchteil von 80% sind wieder ein paar mehr. Stück für Stück. Man darf nicht erwarten, dass danach oder mit/durch das Altersvorsorge-Depot plötzlich alle zu Börsianern werden.

    Wir müssen hier in Dekaden denken und wenn man nie startet, wird es auch nie anders/besser. Wenn ich die kapitalgedeckte Altersvorsorge aus den USA als Beispiel nehme (401k und das andere Depot) sind diese uns ca. 30 - 40 Jahre im "Börsendenken" voraus. Durch DotCom und Riester wurde eine Generation an Kapitalmarktkultur nachhaltig durch politische Entscheidungen geschädigt. Und wie du sagst "Teufelszeug". Dieses Mindset müssen wir erstmal loswerden und das wird nicht funktionieren, wenn das Altersvorsorgedepot Riester 2.0 wird und am Ende der Privatbürger wieder über's Ohr gehauen wird. Diese Verantwortung und Aufgabe haben unsere Politiker dafür zu sorgen. Dafür sind sie gewählt und haben den Auftrag. Ob sie das tun, schauen wir.

    Weiterhin: Die Steuern von Kapitalisten, Vermietern, Unternehmern nimmt man gerne - aber wenn es darum geht für diese zu tun ... ^^

    Kapitalmarkt ist eigentlich was wunderbares, denn der Bürger kann einen Teil des Unternehmens besitzen und auch mitentscheiden (Hauptversammlung).

    finanzen.net ZERO hat schon mal mit 0% Gebühren vorgelegt...

    https://www.finanzen.net/zero/altersvorsorgedepot/

    Spannend. Ob es wirklich so kommt?

    Ich betrachte mal eine ganz andere Perspektive. Wenn wir die Studien und Zahlen sehen, sind großzügig aufgerundet ca. 20% der Deutschen indirekt/direkt (eigenes Depot, Lebensversicherungen, Rentenversicherungen, ...) am Kapitalmarkt tätig.

    D.h. im Umkehrschluss: 80% sind es noch nicht.

    Für Broker also 80% möglicher Kunden und wenn man die Zahlen nimmt, sind das ein paar Mio. und wenn man annimmt, dass alle nur zu TradeRepublic gehen würde, würden sie sich bei den Kunden fast verzehnfachen. Wer mit dem Altersvorsorge-Depot langsam und vorsichtig die Berührung zum Kapitalmarkt aufnimmt, wird vielleicht daneben eigenständig investieren. Und ich denke darauf sind die Broker aus. Altersvorsorge-Depot so als erste Berührung, um die Kunden für sich zu gewinnen (und zu binden).

    750 € monatlich in einen ACWI

    ...ist doch renditeorientiert? Wenn du eine einfache Lösung haben willst, um "die du dich nicht kümmern willst", wird es nichts anderes geben, ohne andere/weitere Risiken einzugehen.

    Ansonsten gibt es diverse aktive Strategien, welche u.U. eine Outperformance generieren, allerdings teilweise auch deutlich erhöhte Drawdowns haben UND aktives Prüfen von Daten erfordern (teilweise täglich).

    Ich würde dich anhand deiner Aussagen zur 1. Gruppe zählen: Buy & Hold vom Weltmarkt. Marktrisiko und Marktrendite über die Jahre mitnehmen und dadurch ein Vermögen aufbauen.

    ausschüttenden/thesaur. ETF bei Erfolgsverlauf den Steuerfreibetrag

    Du kannst den thesaurierenden ETF am Ende des Jahres etwas verkaufen um den Steuerfreibetrag auszunutzen. Am Ende sind es Peanuts. Dein Vorabpauschale, sowie Zinsen (Tagesgeld & Geldmarkt-ETF sowie Bausparer) belasten den Sparerpauschbetrag auch.

    Zusätzlich bin ich aktuell noch bereit 300 € monatlich fest zu sparen, die ich gerne investieren würde. Ziel ist es, diesen Betrag in einen renditeorientierten ETF anzulegen und damit die bestehende Struktur sinnvoll zu ergänzen.

    Keep it simple => vorhandene ACWI aufstocken, also auf 1.050 € mtl.

    250 € monatlich in einen Geldmarkt-ETF (Ziel: Alternative zum Notgroschen im Tagesgeldkonto; solange dieser ausreichen gefüllt ist)

    Dein Notgroschen von 10.000 € ist gefüllt, d.h. der Geldmarkt-ETF müsste dann ja leer sein und müsste nicht bespart werden - laut deiner eigenen Regel? Warum dann besparen?

    Oder dient der Geldmarkt-ETF als Risikoarme Position zum Depot, also um Drawdown/Risiko zu minimieren (z.B. 80% Aktien, 20% Cash)? Dann ist der Geldmarkt-ETF oder kurz laufende Staatsanleihen höchster Bonität eine mögliche Alternative. Senkt dein Risiko, allerdings auch die Rendite, daher ist deine Frage "nach einem Rendite-ETF" ein Paradoxon, denn du könntest das Cash im Geldmarkt-ETF in den ACWI verschieben, somit deine Renditechance (und auch Risiko) erhöhen. Die Rendite muss dein Depot, in deinem Fall die Assetklasse Aktien, erwirtschaften - nicht der Geldmarkt-ETF als risikoarmer/dämpfender Depotanteil.

    Zusätzlich besteht ein Bausparer mit einem Guthaben von ca. 10.000 €.

    Würde ich mir durchrechnen, ob sinnvoll. Wenn kein konkreter Plan für Immobilienerwerb besteht (was danach aussieht), wird dieser Bausparer vrmtl. ein Minusgeschäft sein und wird von deinem Tagesgeld geschlagen. Bei der Betrachtung musst du die Ansparphase (i.d.R. keine Zinsen auf Sparguthaben) und Darlehensphase betrachten. Bei Inanspruchnahme des Darlehens die Agio nicht vergessen = zusätzliche Kosten. Über die Jahre ist es spannend, wie der Bausparer teilweise gegen Tagesgeld erheblich im Hintertreffen liegt.

    - Einkommen: 4.000 € netto im Monat.
    - Fixe Lebensunterhaltungskosten belaufen sich auf etwa 1.700 €, sodass monatlich ein größerer Betrag zum Sparen und Investieren zur Verfügung steht.

    2.300 € zur freien Verfügung:

    • 1.300 € werden investiert
    • 1.000 € pro Monat verkonsumiert?

    Nachdem aktuell das meiste Geld auf dem Verrechnungskonto von TradeRepublic liegt habe ich nachgesehen wo genau. Zum allergrößten Teil auf einen Geldmarkt-ETF (ISIN: IE0008643037).

    Ist aber bekannt. Teilweise liegt es in bei Banken in Irland und nicht unter deutscher Einlagensicherung. Ob auf dem Tagesgeld-Konto oder im Geldmarkt-ETF sehe ich jetzt allerdings nicht als kritisch. Es ist nur irreführend, da als "Laie" man unter "Tagesgeld" ein "Konto" versteht und keinen Geldmarkt-ETF. Allerdings passiert beim Tagesgeldkonto im Hintergrund nichts anderes als dass die Bank das Geld im Hintergrund nutzt.

    Girokonto, Tagesgeld, Festgeld = Bilanzmasse der Bank

    Depot = Sondervermögen (nicht in der Bilanz der Bank, des Vermögensverwalters)


    Wichtig ist auf jeden Fall dein Vermögen in der Gesamtheit zu betrachten und danach deine Gewichtung festzulegen.

    Für das ist die Community da, um Erfahrungsberichte, Erfahrungen und die verschiedenen Sichtweisen lesen zu können.

    So wie du es geschrieben hast, bist du auf einem für dich richtigen Weg alles zu vereinfachen und trotzdem dein persönliches Wohlbefinden zu haben. Viel Erfolg!

    Ich habe Daueraufträge eingerichtet.
    (siehe: Meine Finanzstruktur)

    • Dauerauftrag für Sparpläne gehen nach Gehaltseingang auf mein Depot-Verrechnungskonto
    • Vom Verrechnungskonto gehen die Sparpläne weg
    • Dauerauftrag für Tagesgeldkonto "Rücklagen" & Notgroschen (Auto, Urlaub, ...). Rücklagen und Notgroschen sind absolut definierte Geldbeträge.
    • ca. 2 Tage vor neuem Gehaltseingang: Girokonto wird auf Betrag X (definierte Summe) gestutzt und automatisch aufs Tagesgeld "Konsum" überwiesen. Der Betrag auf dem Konsum Tagesgeld ist für mich gedanklich frei verfügbar, worauf ich Lust habe.
    • Monatliches Tracking der Ausgaben/Einnahmen

    Am Ende des Jahres werden alle Konten (Rücklagen, Konsum) auf den jeweilig definierten Betrag zurückgesetzt, indem der Überschuss ins Depot übertragen wird.

    Es ist nicht auf den letzten € optimiert, aber mit gewissen Budgets/Größen kann ich arbeiten. Ansonsten stehe ich jedes Mal erneut vor der aktiven Entscheidung ... und da bin ich mein größter Feind. Aus meiner Erfahrung heraus wirst du starten, dein System aufbauen und praktizieren. Mit der Zeit hier und da anpassen, verändern.