Ich bin zwar nicht der Beitragsersteller, aber solche Aussagen finde ich respektlos. Die Lebensplanung der Person kennst du überhaupt nicht und erlaubst dir aufgrund eines kleinen Einblicks (Planung für Immobilie) ein Urteil. Entgegen deiner Aussage finde ich hat er eine sehr solide, realistische Lebensplanung!
Du magst es anders handhaben, und das darfst du. Der Beitragsersteller hat konkret den Zeitrahmen 7 - 10 Jahre angegeben, warum ist ihm überlassen. Weiterhin hat er bereits ein Aktiendepot und somit keine Probleme mit den Preisschwankungen. Das Problem der Preisschwankung ist, dass er das Kapital zwingend braucht. In Phasen wie nach der DotCom-Blase oder Finanzkrise möchtest du deinen Traum vom Eigenheim nicht um 5-10 Jahre verschieben, weil der Markt deutlich im Minus steht.
Ich sehe es im Bekanntenkreis: Junge Familie mit 1 Kind, kleine Mietwohnung. Bei einem 2. Kind wäre ein Umzug in eine neue Wohnung oder der Erwerb eines entsprechenden Eigenheims fast Pflicht. Aufgrund vieler anderer Faktoren ist da nicht die Möglichkeit zu sagen: "Och, lass mal mit dem 2. Kind noch 8 Jahre warten, der Aktienmarkt steht gerade schlecht."
10 Jahre Anlagehorizont ist historisch gesehen eine kritische Grenze. Als Ergänzung zu meiner Idee von damals, habe ich auch schon öfters gelesen, dass manche einen Teil des notwendigen EKs mit der längsten Anlagedauert (hier: 10 Jahre) in einen Weltweit-gestreuten Aktien-ETF stecken. Den Rest den sie über die Zeit ansparen über Geldmarkt-ETF, Tagesgeld, Festgeld.
Wenn der Zeitpunkt des Immobilienkaufs näher rückt schichten sie bereits einige Zeit vorher um.
Problem dabei sehe ich: Der Zeitpunkt des Immobilienkaufs kommt meistens schneller als man plant. Das habe ich in meinem Verwandtschaftskreis gesehen und schreiben einige immer wieder in ihren Erfahrungsberichten.
Da du bereits deine Altersvorsorge in einem breitgestreuten Portfolio ansparst, würde ich den Aufbau des EKs über Geldmarkt-ETF, Tagesgeld, Festgeld angehen.