Beiträge von RWE4Life

    Zurück zum Thema: Wir haben also bisher 400Mrd EUR (nach anderen Quellen sind es über 500Mrd) bisher an Steuergeld in die Energiewende gesteckt, Geld das also entsprechend nicht in andere Infrastruktur, Bildung oder Soziales gegangen ist. Weitere Hunderte Mrd sollen in den nächsten Jahren folgen. Im Resultat sind die Preise für Elektrizität in den letzten Jahren an der Strombörse von relativ stabilen 4-5 Cent (also vor Netzentgelten, Steuern / Abgaben) auf stark schwankende Preise von im Jahresschnitt 9-10 Cent (mit Ausschlägen von Negativ bei Sonnenschein/Wind bis fast an 1 EUR heran während der Dunkelflauten im Winter) gestiegen. Daten von der Strombörse Leipzig. Wir alle bezahlen das privat mit auf ca 30-33 Cent gestiegenen Preisen (von ehemals ca. 20Cent) bzw. die Industrie mit 15-17 Cent statt ehemals 10-11Cent.

    Hört sich nicht so schlimm an? Ich komme beruflich aus der Kostenkalkulation in der Industrie und diese Erhöhungen sind ein zusätzlicher Baustein, der uns Wettbewerbsfähigkeit kostet (neben teuren Lohnkosten, verrottender Infrastruktur, schlechter werdendem Bildungsniveau) Ein typisches Produkt meiner Firma benötigt etwa 20kWh für die Herstellung, wir zahlen besagte 15Cent, in China liegt der Industriestrom bei 5Cent, d.h. Wir haben hier 2EUR Nachteil, bei einem Marktpreis von ca. 20EUR. 10%, der gesamte planerische Gewinn. Entsprechend sieht unser Auftragseingang aus. Wir haben in den letzten beiden Jahren bereits 15.000 Stellen abgebaut.
    Natürlich ist das alles nur eine Komponente, aber es kann einem da schon Angst werden.

    Nur mal so, in einem aktuellen BEV stecken ca 30000kWh incl Batteriefertigung, entsprechend ca 3000EUR Nachteil hierzulande. Aber es ist ja leichter zu schreiben, die deutsche Industrie ist nicht fähig, preiswerte Autos zu bauen… Wenn wir nicht aufpassen, werden wir mittelfristig viel Liebgewonnenes verlieren.

    In dieser Erzählung ist a) das Verschlafen und aktive Verzögern der Energiewende in den Jahren 2011 bis 2022 und b) das Festhalten an Putins Gas das eigentliche Problem bzw. die Hauptursache für die hohen Energiepreise. Und nicht der Atomausstieg.

    Bitte erkläre einmal, wie konkret ein Forcieren der Energiewende zu niedrigeren Energiepreisen führen kann / konnte?

    Damit habe ich überhaupt kein Problem.

    Ich wundere mich nur, dass die gleichen Leute, die meinen, eine BUV bräuchten nur Leute, die ihre Einnahmen und Ausgaben nicht im Griff hätten und alles „raushauen“, predigen, dass sie lieber das Leben „genießen“ und es halt drauf ankommen lassen.

    Passt alles nicht so recht zusammen.

    Gebauso, wie die Vorstellung, im Falle der BU einfach aufs Land zu ziehen, weil man vermutet, dass es da für einen billiger würde…

    Wir sind alle erwachsen. Dennoch fahren manche Leute ohne Gurt oder lassen sich nicht impfen. Muss ich nicht verstehen.

    Das alles wurde so nicht von mir geschrieben , du möchtest es absichtlich falsch verstehen.

    Ist es wirklich so schwierig, sich das vorzustellen?

    Ist es wirklich so schwer zu verstehen, dass das jeder individuell entscheiden kann? Du kannst gern den worst worst case absichern, am Ende wird aber auch Dir das nicht völlig gelingen. Es gibt immer Szenarien im Leben, die Dich umhauen können. Von daher Leben genießen und nach eigenem Verständnis Absicherung betreiben.

    Richtig. In jungen Jahren hoch einsteigen, Dynamik vereinbaren, um flexibel zu bleiben (man kann ja die Dynamik auch hin und wieder aussetzen bei ausbleibenden Gehaltserhöhungen) und mit zunehmendem Alter dann entscheiden, was noch benötigt wird. Man sollte ja eh seine Versicherungsverträge alle 1-2 Jahre auf den Prüfstand stellen.

    Es kommt halt immer auf die Lebensumstände und aufs Alter an. Mit steigendem Alter reduziert sich eben die Lücke zwischen BU Eintritt und Rente immer mehr, bei gleichzeitig steigenden Altersversorgungsansprüchen und ggf. Vermögen.

    Ich käme nie im Leben auf die Idee, 4800EUR pa in eine Risikoabsicherung zu stecken. Wenn ich einen Vertrag erst in diesem Alter starten würde, dann müsste die Absicherung deutlich geringer sein. Wenn ich schon 50 bin und noch so eine hohe Absicherung benötige, dann habe ich mich bereits in den Jahren zuvor - na sage ich mal - finanziell unklug verhalten.

    Ich habe direkt gegen Ende des Studiums eine BU mit Dynamik abgeschlossen, die erreichte dann im Höchststand ca. 4500EUR Absicherung bei ungefähr 150EUR monatlichem Zahlbetrag. Ab Mitte 40 habe ich schrittweise reduziert. Zunächst habe ich - als mein Depot eine entsprechende Größe erreicht hat - von Absicherung bis 65 auf 60 reduziert, da a) mein Sohn dann definitiv nicht mehr an meinem Tropf hängt und b) ich ohnehin den Ausstieg mit 60-63 plane. Das hat einen richtigen Rumms nach unten im Beitrag gegeben.
    Als klar war, das mein Lebensmittelpunkt sich spätestens zu Rente (und wenn ich eben BU werde entsprechend früher) von einer Metropolregion ins Ländliche verlagern würde, habe ich rigoros die Versicherungsleistung auf 2000EUR reduziert, durch die Dynamik sind es mittlerweile wieder ca 2500EUR. Mein Zahlbeitrag liegt bei ca 50EUR monatlich mit Anfang 50

    Für mich ist die BU jedenfalls eine Versicherung - die man bei positivem Verlauf des Lebens - kontinuierlich reduzieren kann. Und das letzte Quäntchen Worst Case Restrisiko bleibt einfach. Aber das nennt man Leben. Die Versicherungsvertreter spielen natürlich genau mit dieser Angst.

    Wie gesagt, jeder kann ja das Angebot der PKV zum Zeitpunkt x nachrechnen und mit einer Eigenanlage vergleichen. Viele Wege führen nach Rom.

    Bitte beachten: Es ist ja auch eine Wette auf die Lebenszeit, je älter man wird, desto höher die Rendite. Der angesparte ETF Topf ist ggf. irgendwann leer.

    Soweit ich weiß, handelt es sich nicht um einen Taschenspielertrick sondern um die rechtliche Ausgestaltung als Versicherungsleistung im Gegensatz zu einem simplen Sparvertrag. Durch diese Ausgestaltung wird die steuerliche Absetzbarkeit und AG Bezuschussung möglich.

    Ich denke niemand ist intellektuell damit überfordert, den Nettobetrag der Reduzierung auszurechnen durch Abzug des Beitrags und dann zu beurteilen, ob sich das lohnt oder nicht.

    Tendenziell lohnt es sich

    -wenn man AN ist

    -wenn man im Gesamtbeitrag im bezuschussfähigen Bereich bleibt

    -wenn man nicht plant, im Alter aus der PKV zu flüchten

    -wenn man den Baustein so jung wie möglich abschließt

    Auch wenn OT, es werden bei diesem Vergleich PKV / GKV in der Rente oft Äpfel mit Birnen verglichen.

    Natürlich ist ein Vergleich nur sinnvoll, wenn ein AN grosse Teile seines Berufslebens über der Versicherungspflichtgrenze liegt, nur dann stellt sich realistisch die Frage nach PKV. Allerdings erwirbt er dann auch signifikante Rentenpunkte. Bekommt also ein Rentner 3000EUR Rente und 1000EUR bAV und der PKV Beitrag ist 1000EUR, dann erhält er ca. 260EUR Zuschuss on top auf seine Rente, also bleiben effektiv 740EUR.

    Ist er dagegen in der GKV zahlt er ca. 12,2% auf die 3000EUR und ca. 20% auf 800EUR (nach ca. 200EUR Freibetrag) auf die BAV, macht in Summe 520EUR.

    Und plötzlich klingt das gar nicht so dramatisch. 740 vs. 520.

    Ausserdem kann man über einen Beitragsentlastungstarif oder eben konsequentes Sparen der Vorteile PKV in jungen Jahren, die effektive Summe im Alter weiter senken. Nicht zuletzt bleibt das Tarifwechselrecht nach §204, wodurch man in neuere, weniger vergreiste Tarife wechseln kann.

    Vereinfacht gesagt: Je besser die Altersvorsorge aud GRV und bAV ausfällt, desto mehr relativiert sich der angebliche Nachteil der PKV im Alter.