monstermania Danke dir für den Link!
Tatsächlich ja.. Ich hatte mich zuvor schon informiert und weiß, dass ich einen Ausschluss habe und auch dass mein Fall auch nicht mal über eine Dread-Disease-Versicherung abgesichert wäre... Als ich bei einem unabhägigen Makler war hat er nach meiner Info sofort die Beratung abgebrochen und mir empfohlen, direkt die Versicherung wegen einer Entkoppelung anzuschreiben. Ich werde mir aber nächste Woche noch eine Zweitmeinung einholen können.
Beiträge von lostinfinance
-
-
Hi zusammen,
leider bin ich auch auf die Masche der DVAG reingefallen.. Nun heißt es Schadensbegrenzung und ich hoffe, dass ich hierzu noch etwas Input von euch bekomme.
Ein paar Infos:
Ich bin mittlerweile 31 Jahre alt, studiere, ledig, keine Kinder und habe auch gar nicht vor eine Familie zu gründen.
Ein paar Monate nach meiner Ausbildung – da war ich 20 – habe ich 2015 zwei Termine mit einem DVAG-Mitarbeiter für eine passende Altersvorsorge gehabt. Dieser hatte mich über meine Eltern kontaktiert.Meine Eltern hat er auch viele Jahre “beraten“ und daher habe ich ihm leider einen Vertrauensvorschuss gewährt…
Ich habe nach meiner Ausbildung nicht mal 25.000 Euro brutto im Jahr verdient.
Obwohl ich nur einen Realschulabschluss hatte, war damals nicht ausgeschlossen, dass ich noch studiere.Ich habe noch ca. 1,5 Jahre in meinem damaligen Ausbildungsbetrieb gearbeitet und mich aufgrund fehlender Perspektiven dazu entschieden, auf dem zweiten Bildungsweg mein Fachabitur zu machen, um dann zu studieren. Da ich nach der Fachhochschulreife zwischenzeitlich keinen Studienplatz hatte, habe ich auch kurzfristig woanders gearbeitet. Nach meinem Studium wäre ich aber dennoch kein Großverdiener und würde mich auch nicht selbstständig machen…
Ich habe mich leider abgesichert gefühlt – zumindest habe ich gedacht, dass ich damals einen guten ersten Schritt dafür gemacht habe. Ich musste nun aber feststellen, dass die BasisRente überhaupt nicht für mich geeignet war und auch nicht ist. Es wurden vorrangig die steuerlichen Vorteile erwähnt, aber kaum Nachteile genannt – wenn überhaupt.
Abgeschlossen wurde:
- BasisRente STRATEGIE No. 1 inklusive Berufsunfähigkeitsversicherung (damals Aachen Münchener)
- Bausparvertrag der Badenia, der sich in zwei Teilverträge aufteilt (also zweimal eine Abschlussprovision)
Mein Problem:
Ich habe kaum Unterlagen.Ich habe keine Anträge bzw. keine Durchschläge/Abschriften/Kopien der Anträge. Ich habe keine Produktinformationen, keine Versicherungsbedingungen bzw. Allgemeine Bedingungen für den Bausparer, keine Beratungsprotokolle, oder ggf. sonstige wichtige Unterlagen, von denen ich nicht mal weiß…
Er hatte einen Laptop dabei und ich kann leider nicht mehr zu 100% sagen, ob ich digital unterschrieben habe. Ich weiß, dass er mir am Laptop einiges gezeigt hat, aber auch, dass es diverse Unterlagen in Papierform gab.Mir hat der DVAG-Mitarbeiter nach Vertragsabschluss einen Ordner geschenkt. Dieser war aber bis auf diese Registerkarten leer. Postalisch habe ich dann von der Aachen Münchener bzw. von der Badenia folgende Unterlagen bekommen:
BasisRente inkl. BU: Begrüßungsschreiben sowie der Versicherungsschein. Andere Unterlagen habe ich nie erhalten. Sowohl im Begrüßungsschreiben als auch im Versicherungsschein ist immer wieder von einer CD die Rede, die ich vor Antragstellung bekommen haben soll. Meine Eltern waren damals ebenso bei den Terminen dabei und es gab nie eine CD. Auch per E-Mail habe ich nie was erhalten. Dieser “Berater“ hatte aber auch nie meine E-Mail-Adresse.Bausparvertrag: Begrüßungsschreiben, Bausparurkunde, Informationen zum automatischen Einbehalten der Kirchensteuer sowie das Europäische standardisierte Merkblatt für Bauspardarlehen (letzteres ist aber auch unvollständig. In den Unterlagen meiner Eltern hat dieses Merkblatt eine Widerrufsbelehrung auf Seite 4, was die Rückseite ist. Mein Merkblatt hat keine Widerrufsbelehrung und die Seite 4 – ebenfalls die Rückseite – ist unbedruckt).
Ich habe mittlerweile die fehlenden Unterlagen angefordert. Da schon eine Frist verstrichen wurde, habe ich nochmals geschrieben. Nach wie vor keine Rückmeldung.
Mein aktuelles Anliegen:
Natürlich möchte ich so schnell es geht aus diesen Verträgen raus, weiß aber nicht so ganz wie und natürlich wird es nicht ohne Verluste gehen...
Ich habe ein paar Möglichkeiten gesammelt bin aber sehr unsicher und daher würde mich interessieren, ob ihr da noch Input oder Erfahrungen habt. Vorrangig ist mir wichtig, dass ich aus der Rürup rauskomme.
Allerdings hängt da ja leider die BU dran….
Ich habe mich schon informiert, ob ich eine reine BU abschließen soll. An sich wäre es auf jeden Fall billiger (gerade weil ich ja noch studiere, aber leider habe ich mittlerweile einen kompletten Ausschluss… ich weiß leider noch nicht inwieweit eine Absicherung über schwere Krankheiten (Dread-Disease-Versicherung) möglich bzw. sinnvoll ist oder ob ich den Ausschluss bei einer reinen BU in Kauf nehme).
Kündigung? ⇒ Ist ja grundsätzlich nicht möglich, oder doch? Zumindest steht dazu minimal was in meinem Versicherungsschein. Bei Kündigung würden sie meine Versicherung beitragsfrei weiterführen. Also dann kann ich das Ding doch gleich beitragsfrei stellen, oder?
Beitragsfreistellung ⇒ Ich sehe im Versicherungsschein, dass ich die BU beitragsfrei stellen kann, von der Rente wird aber nichts erwähnt (oder ist es das von der Kündigung?). Die Folge bei einer Beitragsfreistellung ⇒ Die Kosten fressen alles auf, habe ich das richtig verstanden?
Verkauf? ⇒ ist so was möglich, wenn ja empfehlenswert? (hatte da nur mal über GoogleAds anzeigen gesehen, dass es Unternehmen gibt, die auch Basisrenten kaufen, dachte das ist nicht möglich – weiß da jemand mehr?)
Widerruf ⇒ bevorzugte Variante, aber ist ja so eine Sache… Abschluss 2015 – also war die Belehrung angeblich korrekt. Bei mir ist es scheinbar auch ein Antragsmodell gewesen. Allerdings habe ich ja kaum Unterlagen, weswegen ich hoffe, dass ich über einen Widerruf dennoch rauskommen kann (ja dann würde ich die BU bzw. den Schutz verlieren, das Geld ist ja sowieso schon weg und würde es im Falle eines Widerrufs sowieso nicht zurückbekommen…). Ich hab aber Bedenken, dass ich dem DVAG-Typ mit Unterschrift bestätigt habe, dass ich irgendwelche Unterlagen ausgehändigt bekommen habe, was ja nicht so ist….
Ich habe schon von ein paar Anwälten das Angebot einer kostenfreien Prüfung und einem Erstgespräch wahrgenommen. Aber diesbezüglich bin ich da etwas irritiert. Während ein Anwalt behauptet, dass ich richtig belehrt wurde, meinte ein anderer, dass ich auf jeden Fall widerrufen könne. Allerdings kamen mir beide Anwälte etwas desinteressiert rüber bzw. ich hatte nicht das Gefühl, dass sie sich für mein Anliegen Zeit genommen haben und auf meine Fragen eingegangen sind. Also mir ist schon klar, dass eine kostenfreie Erstberatung nur so ein Minimum abdeckt, aber irgendwie war mir das bei beiden zu lapidar. Und bei dem zweiten, der ja meinte, das ein Widerspruch so easy wäre, bin ich extrem vorsichtig. Obwohl meine Rechtsschutzversicherung (glücklicherweise nicht beim Generali-Konzern) es abdecken würde, meinte er, dass die das nicht machen würden und ich selbst 900 Euro zahlen müsste. Laut Bewertungen im Internet scheint das bei dieser Kanzlei auch so eine Masche zu sein… Und an sich wäre ich ja auch bereit was zu zahlen, aber da ich ja schon so unnötig Geld rausgeschmissen habe, möchte ich da vorsichtig sein. Könnt ihr ggf. jemanden empfehlen?
Was mich auch noch interessiert. Für den Fall, dass ein Widerruf erfolglos ist, dann ist das Verhältnis zum Versicherer ja beschädigt. Habe ich aber als Versicherter nicht noch größere Nachteile?
Entkoppelung ⇒ Mir hat ein Versicherungsmakler, bei dem ich mich wegen einer reinen BU informieren wollte, vorgeschlagen, dass ich die Generali anfragen soll, ob eine Entkoppelung möglich ist und unter welchen Bedingungen. Ihm habe ich mein Anliegen geschildert und daraufhin hat er mir auch geraten, wegen der BU nicht voreilig zu handeln (Stichwort Ausschluss). Ich wollte bei der Generali zur Sicherheit noch nicht anfragen. Nach meinen Recherchen ist aber die Entkoppelung bei der Generali sehr schwierig. Ein Anbieter, der da ggf. helfen könnte, würde einen Stundensatz von über 250 Euro verlangen (wie eine Art Honorarberater, wobei dieser sehr wahrscheinlich noch teurer wäre). Auch hier ist es ähnlich wie bei der juristischen Beratung. An sich wäre ich bereit Geld in die Hand zu nehmen, aber auch hier bin ich sehr vorsichtig, da es ggf. gar nicht möglich wäre… Gibt es auch hierzu Erfahrungen von euch?
Ich weiß mittlerweile auch, dass – sofern eine Entkoppelung doch möglich wäre – dass ich keine Chance hätte, aus der Rürup rauszukommen. Sofern ich noch widerrufen könnte, wäre hier dann aber das Widerrufsrecht aufgrund dessen verwirkt.
Gibt es sonst noch Möglichkeiten, habe ich etwas übersehen bzw. nicht bedacht?
Ich versuche mich jeden Tag weiter einzulesen in die Themen, allerdings ist es sehr umfangreich und ich habe das Gefühl ich stehe der aktuellen Situation alleine da.
An sich würde ich mich dann auch mal an den Ombudsmann bzw. an die Schlichtungsstelle wenden. Gibt es da Erfahrungswerte?
Gibt es noch Möglichkeiten, dass ich den Berater dran kriege? Ich will das Thema aber nicht hochkochen lassen, dennoch würde ich mir wünschen, dass andere Menschen nicht auch in die selbe Falle treten. Ggf. eine Meldung an die BaFin? An die DVAG direkt?Und noch mal kurz zum Bausparer: Da hoffe ich auch, dass ich via Widerruf rauskommen kann, habe da aber kaum Infos gefunden. Sollte ich es dennoch probieren. Da ich halt kaum Unterlagen habe?
Also klar, ich warte erst mal, bis mir alle Unterlagen von den beiden Unternehmen eingehen und prüfe dann noch mal meine Möglichkeiten.
So, genug von mir. Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand von euch noch ein paar Infos oder Erfahrungswerte hat. Vielen Dank schon mal!