Vielen Dank für Deine Antwort.
Um Deine Frage zu beantworten kurzer Überblick über das Unternehmen. Das Unternehmen hatte zur Spitze ca. 150 Mitarbeiter mit ca. 6 Führungskräften, teilweise kannten wir uns schon Jahrzehnte, also fast ein Familienunternehmen. Ich kam sehr gut mit dem Chef aus. Ja, er war teilweise "ein harter Hund"; hatte sehr genaue Vorstellungen wie sein Unternehmen laufen soll. Auf der anderen Seite war er auch immer offen für Vorschläge. Sein Motto war: Ihr könnt machen was ihr wollt, ihr müßt mir nur erklären, was das für das Unternehmen bringt. Er hat auch bewußt sehr hohe Ziele gesetzt, weil ihm klar war, daß diese nur zu 80 oder 90 % erreicht werden. Ich habe diese Art der Führung verstanden, andere hatten damit ihre Probleme. Diese Mitarbeiter wollten eher diskutieren. Jeden Sch.. ausdiskutieren zu wollen, bringt das Unternehmen nicht weiter, kostet nur Zeit und führt oft genug zu halbgaren Kompromissen. Vielleicht denke ich da auch anders wie andere.
Ich glaube genau das ist am Ende ein ziemlich wichtiger Punkt: Nicht jede Art von Führung oder Unternehmenskultur passt automatisch zu jeder Person. Manche arbeiten lieber mit klaren Vorgaben und ambitionierten Zielen, andere brauchen mehr Mitsprache oder Diskussionen. Beides hat wahrscheinlich irgendwo seine Berechtigung. Langfristig funktioniert es für ein Unternehmen aber vermutlich am besten, wenn die Mitarbeiter sich grundsätzlich mit der Philosophie und der Art der Zusammenarbeit identifizieren können. Sonst entsteht schnell Frust auf beiden Seiten.
Danke dir jedenfalls für den ausführlichen Einblick!