Einer der Klassiker unter den Fehlern: Lieber jahrelang auf die (vielleicht nie stattfindende) Erholung warten als mit Verlust zu verkaufen und das Geld "sinnvoll" zu investieren...
Natürlich weißt du vorher nie, was die Zukunft bringt, aber stelle dir die Frage: Würdest du in das, in was du jetzt investiert bist, auch heute noch "frisches" Geld investieren?
- Wenn die Antwort Ja ist, dann lasse auch das "alte" Geld drin.
- Wenn die Antwort Nein ist, dann solltest du das "alte" Geld herausnehmen und anderweitig anlegen, denn "frisches" und "altes" Geld sind nur Denkmuster in unseren Köpfen, wobei das der Geldsumme egal ist, wo und wie lange sie schon irgendwo liegt. Entscheidend ist das Hier und Jetzt. (Einzige Ausnahme: Durch den Verkauf würden sehr hohe Kosten entstehen, die man durch ein Liegenlassen nicht hätte. Diese Kosten müssten aber mit der zu erwartenden Rendite der "besseren" Geldanlage gegengerechnet werden. Und in den allermeisten Fällen ist der Verkauf dann doch die bessere Wahl.)
Deshalb hab ich ja das Thema eröffnet, Stichwort Opportunitätskosten.
Bei dem Hinweis auf Hinweis auf Sondertilgungen ging es vermutlich nicht darum, ob ein Immobilienkauf zur Selbstnutzung unter Renditegesichtspunkten finanziell lohnend ist, sondern ob eine Sondertilgung besser rentiert als eine alternative Geldanlage.
Wie hoch ist der Zinsaufschlag und welcher aktuelle Zinssatz ergibt sich daraus?
Je nachdem kann da die Sondertilgung eine risikofreie Anlage sein, die besser rentiert als eine alternative Anlage nach Steuer (erst recht eine vergleichbar sichere). Beispiel: Eine alternative Anlage müsste vor Steuer 4,1% bringen, um besser zu rentieren als eine Sondertilgung auf einen Kredit zu 3%.
Der Zinsaufschlag bei der Bank ist 1,375 % + den 3 Monateuribor, von 2013 bis Corona habe ich stark profitiert von der variablen Verzinsung da der Euribor sogar im negativen Bereich war. Ab Corona war dann Schluss mit dem Finanzierungsparadies und es ist in die Höhe geschossen. Da waren es dann kurzfristig über 4%. Momentan liegt der Euribor bei ca. 2,25% macht dann insgesamt 3,625 % zur Zeit. Im Schnitt seit 2013 bin ich aber immer noch bei ca. 2% inkl. dem Aufschlag. Ich denke das sich der Euribor in den nächsten Jahren der Inflationsrate anpassen wird. Somit rechne ich mit rund 3% all. inkl.
Demnach eben auch der Mittelweg mit Sontertilgungen für die Immobilie bzw. Kredit aber gleichzeitig auch Sparplan in ETFs.