Beiträge von MadBlade

    Die 30% Rücklage für die Erbschaftsteuer trifft mich gerade mitten ins Herz, weil ich vor zwei Jahren exakt in der gleichen Lage war. Bei mir waren's knapp 180.000 Euro aus dem Nachlass meines Vaters, und der Freibetrag war leider schon durch andere Positionen fast aufgebraucht. Was mich damals wirklich geärgert hat: Die Frist läuft ja weiter, egal ob die Märkte gerade schlecht stehen – du musst also im Zweifelsfall zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen, nur um liquide zu sein. Deshalb würde ich die Rücklage tatsächlich nicht in irgendwas anlegen, was auch nur ansatzweise schwanken kann. Ein schlichtes Tagesgeldkonto hat hier mehr Nerven gespart als jede Renditeoptimierung. Und falls du noch nicht beim Finanzamt gemeldet hast – die Uhr tickt ab Kenntnis des Erbes, das wird gerne unterschätzt.

    Danke für die Erfahrungswerte!

    Ich habe das ganze Thema direkt an eine Steuerkanzlei übergeben, glücklicher Weise arbeitet jemand aus unserer Familie da & die Kanzlei hat direkt alles übernommen.

    Also Meldung, Werte übermitteln usw.
    Muss ich mich nicht kümmern.

    Zitat

    knapp 180.000 Euro

    Was mir so vorgerechnet wurde, darf ich wohl mit noch einem bisschen mehr rechnen, wegen der hohen "Entfernung" im Verwandschaftsgrad.

    Ich hab mir gerade schon einmal 100k bei Chase hingepackt und nehm da die 4% Aktionszinsen mit. Besser wie nichts dachte ich mir.

    Aight, ich habs dann einfach mal getan.

    Hab (fast) alle Einzelaktien verkauft, für die Fonds entsprechende Verkaufsorders erstellt und bin mal gespannt, wann die auch weg sind.
    (Die Allianz Aktien hab ich mal behalten, mal ein bisschen Erfahrungen damit sammeln :))

    Grundsätzlich finde ich den Gedanken eines kompletten Resets nämlich sehr charmant.
    Viele der Aktien sind laut meinem Wissensstand und auf Nachfrage in der Familie gar nicht auf speziellen Wunsch oder aus bestimmten Gründen im Depot, sondern eher weil einfach "aufgeschwatzt".

    D.h. es fällt mir auch moralisch nicht schwer diese abzustoßen.

    Speziellen Dank auch an McProfit für die ausführliche Antwort.
    Die dort aufgeführten Punkte sind für mich alle nachvollziehbar.
    Allein, dass ich jetzt schon für alle großen Deutschen Unternehmen die ganzen Papiere für Anlegerportale und Co bekommen habe...
    Darauf hab ich ehrlicher Weise gar keine Lust. Auch die ganzen Geschäftsberichte nicht.
    Da ist mir ein "einfacher" ETF doch deutlich lieber, der einfach "langweilig" so sich hin plätschert.

    Auch noch mal gesondert Dank an Saarlaender für die regelmäßige Beantwortung meiner ganzen Rückfragen. Das hat mir auch noch mal sehr geholfen. Speziell auch der Einblick, was diese komischen Vermögensmanagement-Fonds sind.
    Das hätte ich so nie durchdrungen, bzw. durchdringen können. Da war die verlinkte Seite inkl. dem Video auf YouTube extrem hilfreich!

    Weil hier auch immer wieder von Dankbarkeit und Respekt die Rede ist:
    Ja, ich bin definitiv dankbar für diese Chance und Möglichkeit meine finanzielle Unabhängigkeit in die Hand zu nehmen. Respekt vor dem ganzen angesammelten Vermögen hab ich sowieso, ich kannte vorher niemanden, der "mal eben" so viel Vermögen "rumliegen" hat.

    Aber ich bin auch dankbar für Möglichkeit hier Fragen stellen zu können & diese auch vernünftig beantwortet zu bekommen.
    Danke an euch alle!

    Diese Fonds haben enorm hohe Kosten. In den allermeisten Fällen ist es sinnvoller solche Fonds zu verkaufen, selbst wenn dabei Steuern anfallen. Eine Umschichtung in kostengünstige ETF rechnet sich dann in wenigen Jahren.

    Siehe dazu auch den Beitrag des Honorarberaters Elias Huber: Lohnt sich der Vermögensmanagement Balance?

    Um die Diskussion vielleicht ein wenig zu bremsen:

    Nach diesem Beitrag und den gewonnenen Informationen aus der Verlinkung kommen die Vermögensmanagement Dinger definitiv weg!
    Da führt kein Weg dran vorbei!

    Danke dafür Saarlaender

    Bleibt also schlussendlich nur noch der Batzen an Aktien, wobei ich hier vermutlich alles was unter 50% im Plus verkaufe, ebenso den komischen MDAX ETF.

    Der Fidelity Fund läuft ja scheinbar recht gut, oder täuscht das?

    Aber schau doch mal im Online-Banking, da müsste es stehen. Nur in der App kann man es nicht sehen.

    Hatte ich direkt da gemacht, in der App war gar nichts.
    Nicht mal annähernd was mit Datum.

    Bei den Aktien würde ich schrittweise vorgehen. Alle, die im Minus sind, verkaufen, das füllt den Verlusttopf. Die, die im Plus sind, sortieren nach Dividenden Historie. Alle, die stabil langjährig gute ggf steigende Dividenden ausschütten, erstmal behalten. Also Allianz, Telekom, Coca-Cola, Münchner Rück .... Unternehmen, die mir nichts sagen, verkaufen. Hier wirkt sich der Verlusttopf dann positiv aus. Dann hätte man eine Anzahl Aktien, bei denen der Kurs im Grunde uninteressant ist, weil man sie hält, um der Dividenden willen. Bei den VermögensMgmt Fonds, das sind vermutlich Dachfonds, würde ich auch schrittweise vorgehen: TER recherchieren und mit der jährlichen Rendite vergleichen. Klar, die Kosten sind in Regel exorbitant, aber (wir haben auch so ein Ding geschenkt bekommen) bei einer jährlichen Rendite von 17%, sind mir ehrlicherweise die 3,5 % Kosten erstmal egal. Wenn das Verhältnis zur Zufriedenheit ausfällt, würde ich die erstmal behalten, wenn nicht, verkaufen.

    Die Herangehensweise gefällt mir gut.
    Tatsächlich hatte ich auch schon überlegt, ob die Großen zu behalten nicht auch ein smart Move sein könnte.
    Bestes Beispiel sind da ja Allianz und Münchener Rückversicherung, die beide prozentual 3-stellig im Plus sind.

    Kommt drauf an. Wenn die 1% des Depot ausmachen sind sie irrelevant, wenn sie 60% ausmachen, ein Risiko.

    Lt. dem Finanzfluss Copiloten wie folgt:
    Allianz - 3,12%
    Münchener Rück - 2,51%

    und das sind schon die größten Einzelpositionen, alles danach hat weniger als 2%.

    Gönn Dir trotzdem ruhig ein Einführungsbuch zu dem Thema. Ein zwei Wochenenden, mehr Zeit braucht man nicht dafür. Hartmut Walz, Gert Kommer oder Saidi Sulilatu wären meine Tipps.

    Das Buch von Saidi hab ich schon hier liegen und habs aktuell zu ca. 1/3 durch.
    Ziemlich gut und interessant, die YouTube Videos von Finanztip und Finanzfluss (wenn man das hier so offen sagen darf) schau ich mir auch regelmäßig an.

    Gert Kommer ließt & hört man auch öfter, da muss ich mal wegen Lektüre schauen.
    Danke für die Tipps!

    Falls Du eine spätere Auswanderung nicht ausschließen kannst, würde ich unter 500k bleiben pro ETF.

    Interessanter Hinweis.
    Ausschließen will ichs ehrlicher Weise nicht.

    Wenn ich mir die Liste der Aktien anschaue, könnten einige davon noch von vor 2009 stammen. Kannst Du bei der Bank die Einstandsdaten ermitteln? Eine Deutsche Telekom von 2008 würde ich beispielsweise nicht unbedingt verkaufen.

    Danke für den Hinweis!
    Bei der Commerzbank (Bank des Erblassers) liegen noch einige Aktien, weil der Übertrag zu einer der Erben noch nicht abgeschlossen ist.
    (Ich habe die Vollmachten für alle Konten, da ich derjenige aus der Familie war, der sich um das verstorbene Familienmitglied gekümmert hat)

    Habe alle Positionen mal durchgeschaut, dort gibts auch die Steuerinfos & das jüngste ist leider erst von 2016.
    Also nichts mit Altbestand.
    Aber mega guter Hinweis, wär ich nie drauf gekommen! Danke!

    Erst wenn Du weißt, wo und wie Du das Geld anlegen willst, solltest Du mit Verkäufen anfangen.

    Tja, das ist halt die Frage.
    Ich hätte das jetzt stumpf in meine Welt-ETFs gestopft und ein bisschen Spielgeld genutzt.
    (ETFs probieren - hab da beispielsweise mal ein bisschen mit dem Amumbo & Gaming-ETFs probiert)

    Und diesen Reset würde ich äußerst konsequent durchführen, so daß neben den Fonds und Einzelaktien auch die "Zertifikate und anderer Kram" weg sind. Was auch immer das im Detail sein mag. Das macht in den allermeisten Fällen alles einfach keinen Sinn.

    Ja, wenn würd ich eh so ziemlich alles loswerden wollen, einfach ums zu vereinfachen.
    Beim Zertifikat handelt es sich um ein Memory Express Zertifikat mit Airbag auf Bayer.
    (WKN: VU2G1Y)
    Siehe Screenshot im Anhang.
    -> Ja, da hat er sich immer komische Dinge aufschwatzen lassen.
    Während der Erbauseinandersetzung sind glücklicher Weise 3 andere Zertifikate ausgelaufen und haben wenigstens eins bisschen Bargeld in die Erbmasse gespült.

    Anderer Kram wäre für mich in dem Falle der Fidelity Funds (WKN: 921800) und der Amundi MDAX ETF (WKN: ETF197).
    Der Fund läuft ja noch relativ gut, aber der ETF sieht eher mies aus...
    (siehe Initialer Post mit der Übersicht & die einzelnen Anhänge hier.)

    Ferner auf die 100 000 Euro Haftungsgrenze pro Bank beim Tagesgeld denken, sofern dies evtl. noch zur Diskussion stehen sollte.

    Aktuell liegt das Bargeld, welches zusätzlich aus der Erbschaft kam bei Chase für die 4% Aktionszins, sodass dieses losgelöst von meinem angesparten Geld liegt.
    Danke für den Hinweis!

    Zitat

    Das ist m. E. bei der ING im Online-Banking (nicht in der App) nachvollziehbar, Punkt „Steuer-Infos“ oder so.

    Korrekt, ich sehe leider nur den Übertrag :(
    Müsste hier also die Steuerunterlagen anfordern.

    Danke an alle für die Beteiligung an dem Thema! :love:

    Moin zusammen,

    vielen lieben Dank für das willkommen heißen und all eure Antworten.

    Ziemlich spannend, dass doch so viele für loswerden sind.
    War auch mein erster Impuls, mich scheuts so ein bisschen vor den Steuern.
    Das Gesamterbe liegt aktuell bei ca. 750k€, da käme ja dann einiges auf mich zu :S

    Um die offenen Fragen zu beantworten:
    Ich bin 35 Jahre alt, ledig, keine Kinder und bin IT'ler in einem sehr krisensicheren Job.
    Aktuell bekomme ich dort ~4,5k brutto im Monat, wovon ich dann 1,1k€ beiseite legen kann.
    Von den 1,1k€ gehen mittlerweile 700€ in ETFs, mehrheitlich in einen Welt-ETF, zusätzlich probiere ich gerade noch ein bisschen EM mit bei zu mischen & den Euro Stoxx 400.
    Mein "eigenes" Portfolio liegt aktuell bei ca. 6k€, da ich vorher erstmal einen Sicherheitspuffer (15k€) aufbauen wollte.
    Dieser liegt aktuell für den EZB-Zins auf einem Tagesgeldkonto.

    Warum so viel Sicherheitspuffer?
    Ich komm aus einer eher durchschnittlichen Familie, wir hatten nie viel Geld.
    Versteht mich nicht falsch, uns ging es nie schlecht, wir hatten immer genug Geld für Lebensmittel, vernünftige Wohnung, Kleidung usw.
    Aber größere Anschaffungen waren immer ein Problem. Sei es die Waschmaschine, Kühlschrank o.ä.
    Daher hab ich so ein bisschen den Knicks weg, lieber ein bisschen was auf Kante zu haben, wo einen sowas nicht direkt aus der Bahn wirft.

    Ich habe mich selbst erst vor 2 Jahren angefangen mit Finanzen zu beschäftigen, als ich langsam in Regionen des Gehaltes war, wo man auch endlich mal etwas mehr Geld ansparen kann.
    Erst da hab ich gelernt, dass ich hätte auch früher schon mit bspw. 50€ anfangen können...
    Naja, besser spät als nie ^^

    Dazu sei vielleicht noch zu sagen, dass ich zwar schon lange in der IT arbeite, allerdings mein Gehalt nur sehr mittelmäßig stieg.
    Erst beim jetzigen Arbeitgeber wird meine Person und Kompetenz wertgeschätzt & das auch entsprechend mit regelmäßigen Beförderungen und den damit einhergehenden Gehaltserhöhungen vergütet.

    Was sind meine Ziele?
    Puh, das ist eine gute Frage.
    Primär möchte ich aktuell erstmal aus Berlin raus, aktuell wohne ich hier zur Miete.
    Grob interessant wäre für mich alles südlich von Berlin, wobei ich grob die Grenze bei 1h Fahrzeit nach Berlin gesetzt habe. Grundsätzlich kann ich zu 99% im Homeoffice arbeiten, für den Fall, dass ich doch mal ins Büro muss, solls aber keine Weltreise werden.

    My 2 cents.
    Generell muss ich gestehen, dass ich teilweise etwas "überfordert" von der schieren Masse an Positionen aus dem Erbe bin.
    Ich bin dem Erblasser sehr sehr dankbar, dass ich, trotz eines doch weiter entfernten Verwandschaftsgrades den Bärenteil seines Vermögens vererbt bekommen habe.
    Aber mal eben knapp ne Mille zusätzliches Vermögen auf so viele Positionen "hingeklatscht" zu bekommen, ist dann doch eine Hausnummer.

    Nochmals vielen Dank für all eure Antworten.
    Mir hilft das sehr und ich weiß eure Zeit und Mühe sehr zu schätzen!

    Hallo zusammen,

    ich wende mich mal an die geballte Schwarmintelligenz der Finanztip Community, in der Hoffnung, andere Sichtweisen und Ideen in meinen Entscheidungsprozess einfließen lassen zu können.

    Folgende Situation:

    Ich habe aus der Familie einen ganzen Batzen Aktien und Fonds geerbt.
    Nicht alle dieser Werte laufen gut bzw. liegen vermutlich unter dem, was ein "einfacher" Welt-ETF bringen würde.
    Auch sind bei den Fonds die Gebühren relativ hoch.

    Viele der Werte liegen schon ca. 10 Jahren, einige sind relativ neu. (1-2 Jahre).
    Auch wurden hier Zertifikate und anderer Kram "aufgequatscht", die behalte ich aber vermutlich einfach.

    Die primäre Frage ist nun:

    Was tun mit den Fonds?
    Hierbei ist das aufgeteilt auf Vermögensmanagement Balance (WKN: A0M16S) & Vermögensmanagement Chance (WKN: A0M16U).
    Dort stecken ordentliche Batzen Geld drin. (Knappe 480k€)

    Sekundäre Frage:

    Was tun mit den Einzelaktien?
    Die möglicherweise auch einfach Verkaufen, die Steuer schlucken und sinnvoller in ETFs stecken?
    Da steckt nicht ganz so viel drin, lass es vielleicht noch mal 100k€ sein.

    Ich häng einmal einen Screenshot vom Depot an, für die bessere Übersicht.

    Danke im Voraus für alle Ideen und Sichtweisen :thumbup:

    Gruß
    MB