Beiträge von Wolke7

    monstermania -

    Zitat

    Auch der rapide Sprung am Ende deutet irgendwie auf ein Datenproblem hin. Die Rendite wird kaum so plötzlich nach oben springen.:/

    Der Sprung erklärt sich vermutlich so:

    Ich habe diesen Monat zum ersten Mal ein Rebalancing mittels Verkauf und Nachkauf durchgeführt, da der MSCI USA Value Factor und der MSCI Europa Value Factor ETF jeweils einen Anteil von deutlich über 10% am Gesamtportfolio hatten und ich nicht die Mittel hatte, allein durch Zukäufe, auf meine angestrebte 40% ARERO + 6x10% Verteilung zu kommen.

    Daher habe ich Anteile der beiden Fonds an mein anderes Depot übertragen und die neuesten Anteile verkauft (-> LIFO). Mit dem Gewinn habe ich dann bei den anderen Anteilen nachgekauft, um die 10% Gewichtung wieder herzustellen.

    Durch den LIFO-Ansatz befinden sich jetzt rechnerisch mehr "alte" Anteile im Portfolio, welche günstiger eingekauft wurden. Das dürfte den Rendite-Sprung erklären.

    Und ja, meine Strategie einen einfachen 1-Welt-Aktien ETF zu underperformen ist ziemlich erfolgreich. Ich tröste mich durch Wahl eines geeigneten Benchmarks :thumbup:

    Der Depot-Vergleich funktioniert leider erst ab 2021. Für den Zeitraum davor liegen keine Transaktionsdaten vor. Leider.

    Als ich das Portfolio 2010 aufgesetzt hatte, bin ich eine Wette auf eine Mehrrendite durch "Small Cap" und "Value" Faktor eingegangen ... daher die Komplexität. Würde ich das heute nochmals machen? Vermutlich würde ich eine 1 ETF Lösung bevorzugen. Vor allem jetzt, wo ich mit vermehrt mit Entnahmestrategien beschäftige :)

    monstermania - Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

    Zitat

    Wenn Du seit 01.01.2005 jeden Monat 200€ in einen MSCI World ETF investiert hättest, wären bis heute etwa 195K€ zusammen gekommen.
    Das entspräche dann einem IZF von 11,4% p.a.
    Und selbst nach Steuerzahlung bleiben Dir davon noch rund 167K€!

    Ahh ... an den Backtest hatte ich gar nicht gedacht. Vielen Dank hierfür! Nach kurzer Suche bin ich auf curvo.eu gestoßen. Gibt es eine andere/bessere Website für historische Vergleichsdaten?

    Zitat

    Aber, die IZF von 14,4% Deines Depots sind genau so wie der IZF von 8,27% Deiner fondsbasierten Lebensversicherung die Renditen der Vergangenheit. Wir hatten jetzt wirklich gute Börsenjahre. Ob das für die nächsten 10, 15 Jahre Jahre auch so weiter geht weiß niemand.

    Genau das beschreibt mein Dilemma... und daher die Frage nach der Glaskugel :)

    Wenn Du nun von einer langfristig identischen Renditeerwartung Fonds/ETF ausgehst, hast Du allein nur durch die Fondskosten 1% gespart. ;)
    Und das ist noch sehr konservative Schätzung. Es gibt Fonds die locker 2% p.a. an internen Kosten haben.

    Die Fondsverwaltungsgebühr beträgt 1%, welche implizit in der Redite schon drin steckt.
    ISIN finde ich leider nicht, da es sich um einen internen Fond der CanadaLife (ehemals Legal & General) handelt.

    Zitat

    Ich würde aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass Du nach Kosten auch zukünftig mit Deinem Depot eine bessere Rendite erzielen wirst als mit der Versicherung.

    Nochmals vielen Dank für die Einschätzung, welche meine Vermutung bestätigt! :thumbup:

    Hallo Community,

    ich bräuchte mal kurz einen Blick in Eure Glaskugel, oder zumindest Eure Meinung, ob ich bei meinen Überlegungen etwas übersehe:

    Ich habe am 1.12.2004 eine fondsgebundene Lebensversicherung abgeschlossen und seit dem €200 monatlich einbezahlt. Der Vertrag läuft bis 1.12.2067; kann aber jederzeit gekündigt werden. Derzeit beträgt das Vertragsguthaben €138.260. Der Betrag liegt zu 50% in einem Int Aktienfond, zu 45% in einem Euroland Aktienfond und zu 5% in einem EURO Anleihefond angelegt. Der interne Zinsfuß (IZ) beträgt, wenn ich richtig rechne, 8,27% p.a.

    8.27% p.a. sind nicht ganz schlecht, aber vielleicht geht das ja besser ...

    Der IZ meines ETF Portfolios liegt bei 14,04% - allerdings für einen kürzeren Zeitraum von 12 Jahren (s. Anhang). Daher überlege ich nun, diesen Vertrag aufzulösen und die (steuer-)frei werdenden €138k in mein bestehendes ETF Portfolio umzuschichten. Im Unterschied zur fondsgebundene Lebensversicherung würden zukünftige Gewinne dann jedoch der Abgeltungsteuer unterliegen.

    Der IZ meines Portfolio müßte somit dauerhaft ca 1% Mehrrendite (6,95% statt 6,00%) gegenüber der fondsgebundenen Versicherung liefern. Ist das realistisch?

    Was tun?

    a) Nichts, d.h. weiterlaufen lassen bei Bedarf (steuerfreie) Teilentnahmen durchführen
    b) Umschichten in das ETF Portfolio.
    c) Alternativ könnte ich auch innerhalb des Fonds die Verteilung ändern und z.B. 100% in den Internationalen Aktienfond umschichten. Dieser ist letztlich ein Dachfonds, der sich wie folgt zusammensetzt:
    59% SPDR S&P 500
    15% iShares Euro Stoxx50
    13% iShares FTSE 100
    12% Daiwa Topix 12%
    1% Liquide Mittel

    59% USA / 15% Eurozone / 13% UK / 12% Japan

    Mein Portfolio mit 14.4% p.a.