Beiträge von Simon-03

    Also um ehrlich zu sein, bin ich noch beim einordnen und denke mal, das ich zu viel auf einmal möchte, bzw. zwei dinge gleichzeitig. Wie schon erwähnt, bin ich 40 Jahre und hätte zwar später ab der Rente einen Puffer, aber möchte auch bis dahin nicht wirklich auf das Leben hier und jetzt verzichten müssen, nur damit am Ende mein Depo mehr bringt. Was ich dann eventuell nicht mehr wirklich verwenden könnte, man weiß ja nie, was bis dahin passieren kann, z.b. durch Arbeit oder so. Vielleicht denke und sehe ich das ja falsch.

    Nein, ich glaube nicht, dass Du das falsch siehst. Du willst zwei Dinge, und beide sind legitim. Später etwas haben und jetzt leben. Das ist kein Denkfehler, das sind einfach zwei Ziele.

    Mein Eindruck ist, dass es sich nur deshalb nach zu viel auf einmal anfühlt, weil beides aus demselben Topf kommt. Solange das so ist, nimmst Du bei jeder Entscheidung dem einen etwas weg, um dem anderen etwas zu geben. Wenn Du die beiden Ziele erst trennst und danach entscheidest, wie viel in welches geht, ist es plötzlich nur noch eine Aufteilung.

    Bei mir wurde es genau an dem Punkt leichter. Ich habe erst alles aufgeschrieben, wofür überhaupt, und dann geschaut womit.

    Weißt Du schon, wofür der Teil gedacht ist, den Du Dir zwischendurch gönnen möchtest? Bei mir hat diese Frage einiges leichter gemacht und meinen Blickwinkel verändert.

    Lieber Jovog,

    den Punkt mit den jungen Leuten kenne ich aus der anderen Richtung. Ich bin Anfang zwanzig, und als ich angefangen habe, mich mit dem Thema zu beschäftigen, habe ich schnell gemerkt, dass fast nichts davon auf meine Eltern übertragbar ist. Der Zeitraum verändert die ganze Frage, nicht nur die Antwort.

    Bei meinen Eltern stand fast dieselbe Frage im Raum wie bei Dir. Ich habe mich da ziemlich reingehängt und irgendwann einen ehemaligen Uni-Professor von mir darauf angesprochen, weil ich wusste, dass er sich damit auskennt. Daraus ist mit der Zeit ein Mentoring bei ihm geworden. Er ist die Sache mit mir durchgegangen und konnte mir konkrete Ansätze zeigen, auf die ich alleine nicht gekommen wäre. Für meine Eltern hat sich die Frage darüber geklärt.

    Am meisten gebracht hat mir dabei, dass ich überhaupt mit jemandem darüber reden konnte, der sich auskennt. Seitdem frage ich auch andere Leute viel leichter um Rat, weil ich inzwischen weiß, worauf ich hinauswill.

    Ich hab am Anfang auch die KI gefragt, was ich kaufen soll. Das Problem war weniger, was da rauskam, sondern dass ich die Antwort überhaupt nicht einordnen konnte. Ich hätte auch nicht gemerkt, wenn sie danebenlag.

    Was mir an deiner Frage auffällt: Du suchst gerade nach dem Was, bevor das Wie feststeht. Ich stecke selbst noch in einem Mentoring, und das war für mich die wichtigste Umstellung. Es gibt nicht die eine richtige Auswahl, sondern verschiedene Herangehensweisen, und man muss sich erst für eine entscheiden. Danach wird die Liste der infrage kommenden Sachen von allein kleiner.

    In Beitrag acht schreibst Du, was Du eigentlich vorhast: einmal etwas, das lange liegen bleibt, und einmal etwas, aus dem Du Dir zwischendurch was gönnen kannst. Das sind zwei verschiedene Ziele, und ich glaube, sie brauchen zwei verschiedene Antworten.

    Weißt du denn schon, mit welcher Herangehensweise du investieren möchtest, oder bist du da gerade noch am Sortieren? Und was mich interessiert: Wie bist du zu dem Thema gekommen?