Beiträge von Martin K

    Die Steuer bekommt ja nicht die Bank sondern sie leitet sie an das Finazamt weiter. Und das kann sie ja auch nicht rückwirkend machen. Von daher gibt es m.E. auch keinen Grund das die Bank das rückwirkend bucht und damit Zinsen vereinnahmt.

    Die Banken scheinen das auch unterschiedlich zu handhaben. Persönlich habe ich folgendes erlebt:

    Consors: Guthaben reicht nicht. Mitteilung kommt das die Steuer später erneut erhoben wird und ich für Guthaben sorgen soll. Spätere Buchung erfolgte auch wertstellungsmäßig zum Buchungstag. Prima.


    Trade Republic: Guthaben reicht. Schließlich gibt es dort erfreuliche Zinsen. Auf der Abrechnung steht kein abweichendes Valuta. Ich gehe daher davon aus das ich bis zum Buchunstag die Guthabenzinsen bekommen habe. Auch prima.


    Baader: Guthaben reicht nicht. Es wird ins Minus gebucht. Valuta laut Abrechnung 2.1. Ich gehe daher davon aus das sich die Bank an Zinsen bereichern wird. (Das ist ganz aktuell - wenn doch keine Zinsen berechnet werden sollten werde ich das hier ergänzen.) Mist. Aber das Depot (Joe Broker) wird nach Ablauf der Mindestfrist für die Prämie eh gehen müssen.


    Weitere Erfahrungen?

    Ich muß für 2024 rund 200€ Steuern nachzahlen - da meine Festgelder im Ausland mittlerweile erfreulicher verzinst werden. Jedoch wurde für 2025 eine Vorrauszahlung von über 750€ festgesetzt.

    Nach https://www.finanztip.de/einkommensteuer-vorauszahlung/ soll eine Vorrauszahlung nur bei einer Nachzahlung von mehr als 400€ anfallen und dann ungefähr in Höhe der Nachzahlung liegen. Auf dem Bescheid steht "Vorrauszahlungen werden festgesetzt, weil sie mindestens 400€/Jahr betragen. Dies ist selbst dann der Fall wenn sich bei der letzten Veranlagung eine Steuererstattung oder nur eine geringere Steuernachzahlung ergeben hat, weil bestimmte Besteuerungsgrundlagen im Vorrauszahlungsverfahren nicht berücksichtigt werden können." Mir scheint das könnte eventuell der Riester-Beitrag sein.

    Stimmt der Finaztip-Artikel also nicht? Schreibt Jörg Leine Unsinn?

    Könnte es sinnvoll sein gegen den Bescheid Einspruch einzulegen oder um eine Änderung zu bitten? Oder hat das in so einem Fall keinen Zweck?

    Ich versuche mir das nur momentan nüchtern durchzurechnen, ob ich nicht doch den Mindestbetrag einzahle alleine um die Zulagen mitzunehmen.

    Man darf durchaus mehr als einen Riestervertrag haben. Mein Vorschlag wäre daher Fairriester ruhend zu stellen und die das Schlamassel selbst lösen zu lassen. Für die Zulagen dann ggf. einen neuen Vertrag woanders abschließen. Der fängt wieder bei null an, eventuelle Gewinne gehen also nicht in den Verlustausgleich.