Frau telefoniert
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Handynetz, Flatrates und enthaltene Gigabyte – das sind wichtige Dinge, wenn Sie einen neuen Handytarif aussuchen. Und diese Punkte schaut sich jeder vorher an. Es gibt aber eine Reihe von Tarifbedingungen, die ebenso wichtig sind; doch Ihr Anbieter versteckt das lieber im Kleingedruckten. Keine Sorge, Sie müssen sich nicht durch Fußnoten in Schriftgröße 5 quälen – der Handy-Tarifrechner von Finanztip zeigt Ihnen, was Sie wissen müssen.

Hier die vier wichtigsten Fallstricke:

1. Drossel-Tempo
Nach Verbrauch der gebuchten Datenmenge können Sie im Schneckentempo weitersurfen. Dabei gibt es durchaus Unterschiede. Es gibt „schnelle Schnecken“ mit 64 Kilobit pro Sekunde (kbit/s), solche mit 32 kbit/s und besonders langsame Kriechtiere mit 16 kbit/s. Mit 64 kbit/s können Sie noch Google Maps nutzen, Ihre Fahrrad-Navi-App, E-Mails lesen oder twittern. Mit 16 kbit/s geht bestenfalls noch Whatsapp im reinen Textbetrieb. Einige wenige Tarife bieten ein Drosseltempo von erstaunlichen 1.000 kbit/s – damit können Sie dann fast normal surfen. Klicken Sie im Handyrechner auf „mehr Details anzeigen“, um das Drossel-Tempo zu sehen.

2. Datenautomatik
Falls nach Verbrauch des Surfvolumens Ihre Internetgeschwindigkeit nicht sofort in den Keller sackt, haben Sie wahrscheinlich eine „Datenautomatik“. Die bucht automatisch schnelle Daten nach. Klingt gut, ist allerdings meist viel zu teuer. Üblich sind 2 Euro für bloß 100 MB – umgerechnet auf einen GB wären das also 20 Euro. Manchmal lässt sich der Mechanismus abschalten. Ob das geht und ob überhaupt eine Datenautomatik im Tarif enthalten ist, zeigt unser Handyrechner in der Zeile „Finanztip-Kommentar“.

3. Preis nach 24 Monaten
Viele Handyverträge binden den Kunden gleich für zwei Jahre. So weit, so schlecht. Noch übler ist es, wenn sich der Anbieter nach Ablauf der Mindestlaufzeit so richtig die Taschen vollmacht und den Monatspreis dauerhaft erhöht. Das wird oft andersherum verkauft: Es gibt einen tollen Rabatt, aber nur für 24 Monate. Also immer rechtzeitig kündigen. Den Preis ab Monat 25 zeigt unser Rechner unter „mehr Details“.

4. Europa-Paket
Wenn Ihr Wunschtarif die bisherigen Hürden genommen hat, sollten Sie noch eine Sache direkt auf der Website des Anbieters prüfen: Halten Sie Ausschau nach Begriffen wie „Europa-Paket“ oder „alternativer Roamingtarif“. Damit will der Anbieter die verbraucherfreundliche Regulierung der EU umgehen und Ihnen einen schlechteren Auslandstarif aufschwatzen. Der enthält dann beispielsweise nur 500 statt 2.000 MB im EU-Ausland. Aber kein Problem: Sie können den Anbieter einfach nach Vertragsabschluss auffordern, Ihren Vertrag auf den regulierten EU-Tarif umzustellen. Dann gilt Ihr Vertrag unverändert auch im EU-Ausland.

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