Hallo, ich bin 38 J. und würde gerne einen Einmalbetrag i.H.v. ca. 200.000 Euro in ETF's für die Altersvorsorge anlegen und ca. 25-30 J. laufen lassen. Für mich stellt sich sich die Frage, welche Variante unter dem Strich im Vorteil ist. Die Effektivkosten bei einer ETF-Rentenversicherung betragen 0,45 % jährlich incl. der Kosten für die ETF's. Hier wird auch jährlich ein automatisches Rebalancing durchgeführt. Bei einem Onlinebroker hätte man im Gegensatz nur 0,2 % an Gebühren bei einer 2er ETF Lösung, jedoch den Steuernachteil. Welche Variante seht ihr nach der Anlagezeit im Vorteil? Vielen Dank für eure Antwort!
ETF-Depot oder ETF-Nettopolice?
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ETF2018 -
27. Oktober 2019 um 18:14 -
Erledigt
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Beitrag von Finanztip hier https://www.finanztip.de/altersvorsorge…altersvorsorge/
Nur als Anmerkung: die 0,2% beim ETF sehe ich nicht bei sehr langfristiger Anlage auch wenn Finanztip dies annimmt.
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Wie du siehst nicht 0,2 % bei langfristiger Anlage beim ETF? Du sprichst in Rätseln!
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Es gibt mMn immer Aktionen, die ETF über Sparplan kostenlos zu besparen. Depotkosten gibt es bei Online-Depotbanken i.d.R. nicht. Damit wären die Kosten aus Kauf und Depot bei 0%.
Wenn man den Standardsatz von 1% bei Onvista anwendet ist z.B. nach dem zehnten Jahr ohne Berücksichtigung des Wertzuwachses die Sparrate 10% des Depotwertes und damit die Kosten nur 0,1%.
Quintessenz: Der Ansatz von 0,2% ist als Worst Case durchaus vertretbar, aus meiner Sicht in der Praxis zu hoch. Wenn dagegen der Rentenanbieter hart die 0,45% berechnet stellt der Vergleich mit 0,2% den Rentenanbieter zu gut. Wenn Du es selbst rechnen kannst würde ich zwei Rechnungen machen mit 0,2 und 0,0% für den ETF; die Wahrheit dürfte dann in diesem Intervall liegen.
Rätsel gelöst?

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Kleine Anmerkung: Die Tendenz bei laufenden ETF Kosten geht eindeutig Richtung Kostensenkung und nicht -erhöhung.
Der Effekt ist derselbe wie von @Kater.Ka beschrieben.
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Kosten von 0 % bei einem Depot? Ein ETF auf den MSCI World und MSCI Emerging Markers haben eine TER von 0,2 %. Es fallen jährlich keine Depotgebühren an. Bei mir geht es aber nicht um einen Sparplan sondern um eine Einmalanlage von 200.000 Euro, bei dem ich jährlich meinen Sparerfreibetrag beanspruchen muss, wenn ich die Depotlösung bevorzugen würde. Bei der Nettopolice habe ich auch 0,2 % Fondskosten und 0,2 % Verwaltungsgebühren sowie 36 Euro jährliche Depotkosten. Dafür muss ich meinen Sparerfreibetrag nicht beanspruchen. Weiterhin übernimmt die Versicherung jährlich das automatische kostenlose Rebalancing. Man muss höchstwahrscheinlich ein paar Jahre vor der Rente beginnen umzuschichten. Bei der Depotlösung fällt hier dann schon Abgeltungssteuer an, bei einer Versicherung erstmalig bei Auszahlung.
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Und noch was. Der Link von Finanztip https://www.finanztip.de/altersvorsorge…altersvorsorge/ rechnet bei der Versicherung mit Effektivkosten von 0,69 %. Ich habe eine Versicherung mit 0,45 % Kosten!
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Ich bin jetzt etwas unsicher wie eigentlich die Frage lautet. Auch wenn die Kosten gering sind scheint das Versicherungsprodukt teurer zu sein. Nach Deiner Logik um 0,45 - 0,2 = 0,25%.
Wenn ich einen Ausschütter mit 2% und 30% TFS unterstelle komme ich ohne Soli auf 2*0,7*0,25=0,35%, bei einem Thesaurierer mit dem von FT angenommenen Basiszins von 2,3% (derzeit viel niedriger) 2,3*0,7*0,7*0,25=0,28%. Die Steuern in der Anlagephase liegen also so etwa in der Region der Deltakosten.
Generell würde ich aufgrund der mangelnden Flexibilität kein Versicherungsprodukt wählen. Wenn man niemand zu versorgen hat mag das eine gute Lösung.
Zu den Kosten: ich habe den Ursprungspost analog zum FT-Artikel so verstanden, dass die 0,2% nicht die Fondskosten sondern die Depotkosten sind. Fondskosten ist ein anderes Thema. Diese sind effektiv nahe 0 auch wenn die TER einen Wert > 0 ausweist. s. auch die Anmerkung von @chris2702.
Nochmal Kosten: die Einmalanlage von 200 T€ bekommst Du unter 10€ umgesetzt.
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Wieso bin ich mit der Versicherung nicht flexibel? Das versteh ich nicht. Ich kann switchen/shiften so oft ich will und es kostet nichts und es fällt keine abgeltungssteuer in der ansparphase von 30 Jahren an, bei einem depot schon! noch mal zu erinnerung: was ich wissen wil ist, ob in meinem fall bei einer anlage von 200.000 euro in 30 jahren bei der depotlösung oder versicherungslösung unter dem strich (also nach Steuern) mehr rauskommt? Klar ist das Versicherungsprodukte um 0,25 % teurer, aber du vergisst die Steuerersparnis zum Ablauf! Hast du schonmal eine Berechnung bei zinsen-berechnen.de gemacht, wenn ich einen vergleich zwischen depot und versicherung mache, wo mehr nach steuern rauskommt? ich habe mit 27 % steuersatz als rentner gerechnet. weiterhin habe ich bei der versicherung 15 % Teilfreistellung und nur 50 % versteuerung des gewinns berücksichtigt. bei der depotlösung habe ich mit 30 % teilfreistellung und anschließende volle versteuerung des gewinns gerechnet. Kosten bei versicherung: 0,45 %, Kosten bei depot: 0,2 %. abschlusskosten nettopolice: 150 Euro. mach bitte mal den vergleich und sag mir welche werte, dass du herausbekommen hast. danke.
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Mit Flexibilität meinte ich dass Du aus der Versicherung nicht unbedingt in der Ansparphase entnehmen kannst. Ferner hatte ich bei Rentenversicherung nicht das Kapitalwahlrecht im Kopf.
Zur Rechenfrage: 200T€, 7% bzw. 6,75% , fiktiver Basiszins 2,3%, kein Freibetrag, kein Soli, gerundet 1.407 zu 1.419 T€ zugunsten der Versicherung.
Steuerlich würde ich die Annahme von 27% hinterfragen, da zumindest nach heutigem Recht der Spitzensteuersatz zuschlagen würde. Wenn man das Heute mit 42% abbildet würde das dann vergleichbar ausfallen 85%*0,5*0,42=17,85% vs 0,7*0,25%=17,5%.
Der Rechenansatz ist im Sinne eines Alternativenvergleichs richtig. Ich gebe noch zu bedenken dass das ETF-Portfolio flexibel weiter laufen kann. Sofern das bei der Versicherung nicht möglich ist fällt hier die Steuer tatsächlich beim Endalter an, während beim ETF eine zeitliche Streckung möglich wäre.
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