Die Präsidentschaft von Trump ist kein Ausrutscher, sondern Ausdruck einer langfristigen Entwicklung der USA hin zu einer illiberalen Macht. Ich halte Trump für klinisch geisteskrank (also nicht bloss neurodivergent mit ADHS und Narzissmus). Aber hinter ihm stehen andere, die nicht irre sind, aber genauso illiberal.
Das Anbiedern grosser Tech-Konzerne an rechtspopulistische, postfaktische und religiotische Bewegungen in den USA, getrieben von rechts-libertären Tech-Unternehmern wie Peter Thiel, ekelt und ängstigt mich.
Unser bisheriges Verhältnis zu den USA ist m.E. unwiederbringlich vorbei. Die vorgenannten politischen Bewegungen dort sind mit europäischen Werten nicht vereinbar. Der neue amerikanische Expansionismus und das erpresserische Verhalten (z.B. bei den Zöllen, oder gerade beim Versuch, Bolsonaro freizupressen) sind völlig inakzeptabel. Wir sollten uns der antieuropäischen Haltung der USA bewusst sein. Unsere Politiker sollten natürlich weiter „lächeln, während sie Scheiße fressen“, aber nicht mehr hauptsächlich reagieren, sondern konsequent nach unseren europäischen Interessen handeln – mit dem festen Wissen: Mit den USA ist es vorbei.
Die Einschnitte im US‑Gesundheitswesen durch den "One Big Beautiful Bill Act" werden größtenteils erst nach den Midterms 2026 spürbar.
Ich rechne mit einem Machtwechsel auf Vance noch in der aktuellen Amtszeit von Trump, wegen Amtsunfähigkeit aufgrund von Demenz oder Krankheit, Tod (natürlich oder per "ultimate sacrifice" oder Amtsenthebung infolge eines Skandals.
Auch bei uns kann es so weit kommen, dass nur noch unsere Institutionen die Demokratie (für eine gewisse Zeit) aufrechterhalten.
Interessante Gedanken in diesem Kontext finden sich bei Vlad Vexler. Vexler ist politischer Philosoph und einer der klarsten Denker, denen ich folge – leider sehr krank.