Welche interessanten Konstellationen wolltest Du denn zeigen?
Das ist bei derlei Spreadsheets in der Cloud so. Das ändert nichts daran, daß ein solches Spreadsheet erklärungsbedürftig ist (wenn man denn wirklich anderen Leuten damit etwas demonstrieren wollte).
Das mag schon sein. Wenn man sich selbst so etwas baut, lernt man eine Menge dabei. Wenn man aber ein fertiges Sheet vorgesetzt bekommt, braucht man dazu Erläuterungen.
Wenn man aber ein fertiges Sheet vorgesetzt bekommt, braucht man dazu Erläuterungen.
Gerne erläutere ich mein Arbeitsblatt zur detaillierten Planung etwas. Wollte nicht so viel dazu schreiben, um den Thread der Erstellerin nicht zu "entführen".
Meine Excel Arbeitsblätter lassen sich herunterladen, um sie lokal frei anpassen zu können, via File > create a copy > download a copy. Die runtergeladenen *.xslx Dateien lassen sich vermutlich auch mit den meisten anderen Tabellenkalkulations-Apps bearbeiten.
Eigentlich sollten die Eingabefelder (blau) auch online Änderungen zulassen, ohne Auswirkungen auf andere, gleichzeitige Nutzer, aber wegen Änderungen in OneDrive oder Excel Online funktioniert das manchmal nicht sauber.
Habe die Arbeitsblätter hier neu mit Schreibschutz verlinkt, damit gleichzeitige Nutzer sich mit ihren Änderungen nicht in die Quere kommen:
Detaillierter Finanzplan Ruhestand
Bierdeckel Finanzplanung
Der Grundgedanke ist im Post des Privatiers beschrieben: Für jedes Jahr gibt es eine Zeile mit Vermögen am Jahresanfang, Einnahmen, Ausgaben und als Saldo Endstand. Der Endstand eines Jahres wird als Vermögen am Jahresanfang des Folgejahres übernommen.

Mein Arbeitsblatt ist aus einer rentenlastigen Planung mit Investitionen und Immobilien als Zubrot entstanden. Für mehr investitonsgetriebene Planungen würde man die Reihenfolge der Spalten und die Detaillierung anders gestalten.
Um verschiedene Lebensphasen abzubilden, kann man links im Kopfbereich das Jahr des geplanten Ruhestands und das Jahr des Renteneintritts angeben. Bis zum Ruhestandeintritt wird das Gehalt berücksichtigt. Erst ab Renteneintritt die Rente. Gehalt und Rente gleichzeitig habe ich bei der Erstellung nicht vorgesehen (obwohl vorzeitiger Renteneintritt und gleichzeitig weiterarbeiten eine gute Alternative sein kann, siehe (Früh)Rente plus Job kann sich lohnen), aber man kann das Gehalt einfach in der Ruhestandsphase manuell eintragen, oder die Formeln ändern.
Gibt man z.B. in Eintritt Ruhestand und Eintritt Rente 2028 und 2020 ein, ergibt sich folgendes Bild der Lebensphasen:

Die Eingabe der Restlebenserwartung bewirkt die Markierung der Zeile mit dem erwarteten Lebensende "Habe Fertig". Man sieht aber auch die Entwicklung der Werte in den nachfolgenden Jahren.
Weitere Eingabefelder sind: Gehalt, ALG, Abfindung, Rente ohne KV Anteil, Tagesgeld (oder andere risikoarme Anlagen wie Geldmarktfonds), Mieteinnahmen, Steuern (einstellbar: steuerfreier Anteil der Rente, abziehbare Vorsorgeaufwendungen, Durchschnittssteuersatz), KV+PV, Ausgaben.
KV+PV haben eine extra Spalte, damit man ihre Beitragsentwicklung simulieren kann. Für freiwillig GKV-Versicherte und privat Versicherte zahlt die DRV einen Zuschuss auf den KV-Beitrag, aber nicht auf den PV-Beitrag, deshalb die Spaltenübreschrift "KV-Anteil + PV); Pflichtversicherte tragen einfach ihren Beitragsanteil für KV + PV ein.
Der Jahres-Saldo wird berechnet.
Für einige Spalten wie Rente, Inflation, ... ist eine prozentuale Veränderung eingebbar. Für manche habe ich diese Werte in einer separaten Spalte jährlich überschreibbar gemacht. Bei Ausgaben gibt es eine zusätzliche Spalte, in der man prozentuale Reduzierungen im Alter eingeben kann.
Rechts vom Jahres-Saldo lassen sich Angaben machen zu Depot-Anlagen, -Entnahmen und Rendite. Unter Zufluss kann man erwartete Zuflüsse von Aussen (z.B. Erbschaften) eintragen. Das alles fließt auch in den Jahres-Saldo ein.
Die Spalten Verzehr geben einen Überblick zum Verzehr bzw. Wachstum des Gesamtvermögens.
Bei Immobilie kann man die Werte von Immobilien und Verkäufe in bestimmten Jahren eingeben. Auch das fliest in den Jahres-Saldo ein.
Zur Abschätzung meiner Ausgaben nutze ein separates Arbeitsblatt:

Ausgaben Budget
Mit interessanten Konstellationen meinte ich: Die Eingaben im verlinkten Arbeitsblatt zeigen Lebensphasen mit Gehalt, ALG-Bezug, den Einfluss von Abfindung, Renten mit Erhöhungen, Bankeinlagen mit Verzinsung, Mieteinnahmen, Ausgaben mit Inflation, Auswirkung von Steuern und Entwicklung der KV-Beiträge. Mit Depotentnahmen und Hausverkauf ist das Vermögen zum Lebensende aufgebraucht. Nimmt man das Haus raus, oder das Depot, oder erhöht die Ausgaben, dann ist man früher pleite. Wie Achim Weiss richtig feststellte, passen die Mieteinnahmen nicht zum Wert des Hauses - aber darauf kommt es hier nicht an, habe einfach überall Werte eingegeben, mit denen man spielen kann, als Start so, dass Musterfrau am Lebensende pleite ist.