Beiträge von pmeinl

    Was genau wird denn da gemacht, was kostet es und kann man es auch theoretisch selber macher?

    Reinigung und Desinfektion kann man selbst machen; es gibt dazu Anleitungen im Internet. Ich hatte mir Desinfektionsschaum und einen Plastikbeutel zum Schutz von Wand und Boden besorgt – aber am Ende war mir das Abnehmen der Verkleidung, auf der Leiter stehend, zu fummelig.

    Eine jährliche Prüfung von Dichtheit und Funktion durch einen Fachbetrieb halte ich nicht für nötig.

    Wir sind seit 4 Jahren sehr zufrieden und lassen die Anlage durch diesen Anbieter auch jährlich warten.

    Ich bin mit unserem Fachbetrieb (Fa. Preiss, Heuchelheim) ebenfalls sehr zufrieden und lasse dort jährlich Wartung/Säuberung machen. Ich glaube, wenn man wirklich durch Klimaanlagen krank wird, liegt das an mangelnder Hygiene – es sei denn, man lässt sich direkt eiskalt anblasen.

    Wenn ich auf Reisen eine tropfende Klima habe oder länger ein Condo miete, bestehe ich auf einer Wartung (z. B. in Südostasien nimmt man Wartung i.A. nicht so ernst).

    Neben der prozentualen Nutzung zum Heizen ist m.W. für manche Förderungen ein Netzdienlichkeitsmodul erforderlich. Über dieses Modul kann der Netzbetreiber die Anlagenleistung im Bedarfsfall drosseln. So ein Modul ist wohl nur sinnvoll, wenn es in das Innengerät integriert und per WLAN regelbar ist (wenn man keine zusätzlichen Steuerleitungen verlegen möchte). Bei der beträchtlichen Förderhöhe ist das durchaus interessant.

    Ich habe allerdings auf die Förderung verzichtet, weil ich bei der Hitzeperiode sofort eine Kühlung für meine Eltern wollte.

    Mir ging es beim Einbau von Klimaanlagen in meine Mietwohnung und mein Elternhaus nicht nur ums Kühlen – man kann auch gut damit heizen. Dazu hier einige interessante YT‑Kanäle dazu:
    Andreas Schmitz (Der Akku Doktor) - YouTube
    ENERGIESPARKOMMISSAR - YouTube
    gewaltig nachhaltig - YouTube

    Ich hatte vor Ort Termine mit unserem (eigentlich guten) Heizungsbauer und mit einer auf Kältetechnik spezialisierten Firma. Letztere war für mich die bessere Wahl. Der Heizungsbauer verstand z.B. nicht recht, dass es mir auf leise und wenig Luftzug ankam.

    Leider wurde mir erst nach dem Einbau eines Multisplit-Gerätes in meinem Elternhaus klar, dass ich damit die Innengeräte nicht auf "Auto" (also automatisch zwischen Kühlen und Heizen umstellend) nutzen kann, weil es vorkommt, dass ein Raum heizen und ein anderer kühlen will und das Außengerät dann abschaltet. Auto wäre hier schön gewesen, weil meine alten Eltern mit dem Regeln von Heizkörpern und Klimaanlagen überfordert sind.

    Übrigens versteht fast keiner meiner Bekannten, dass sie mit ihren Thermostatventilen am Heizkörper die Temperatur regeln und nicht den Durchfluss – sie schrauben munter sinnlos zwischen 2 und 5 hin und her.

    Für meine Wohnung habe ich Samsung WindFree. Die macht sehr wenig Zugluft, was mir in meiner kleinen Wohnung besonders wichtig war.
    Im später installierten Elternhaus habe ich Geräte von Fujitsu. Zum Kühlen (die kürzlichen Hitzeperioden waren für meine alten Eltern lebensbedrohlich) und als Hybridheizung zusammen mit der vorhandenen Gasheizung. Die Kälteklima-Fachfirma riet mir zwischenzeitlich von Samsung ab, weil sie damit bei Reparaturen häufig lange auf Ersatzteile warten müsste. Kann natürlich auch sein, dass sie an Fujitsu mehr verdienen.

    Oft genug. Und einmal würde reichen, wenn du dann von der Straße fliegst. Ich hatte im anderen Thread mal auf den Schneefall im November 24 am Bodensee verwiesen. Da nützt der milde Durchschnitt nichts. Und wenn du eine Vollbremsung machen oder im Notfall ausweichen musst, bist du um jedes bisschen Performance froh.

    Dem steht entgegen: Wenn im Winter eben kein Winter ist, ist der Ganzjahresreifen in dem Moment im Vorteil, der Winterreifen nur dann, wenn es tatsächlich winterlich wird. Genau deshalb zählt der Durchschnitt über die Saison – man kann schließlich nicht täglich je nach Wetterbericht die Reifen wechseln.

    Ich halte von Ganzjahresreifen nix

    Folgendes finde ich dazu bedenkenswert: Prinzipiell sind Winterreifen im Winter besser als Ganzjahresreifen, und Sommerreifen im Sommer. Nur: Wann genau ist Winter, wann Sommer? In der Übergangszeit, die schlecht vorhersehbar und wechselhaft ist, ist ein Ganzjahresreifen im Vorteil. Klar, im Extremfall bleibt der Spezialreifen technisch überlegen – aber wie oft trifft man diesen Extremfall wirklich? Nicht nur die Übergangszeit ist unklar, auch innerhalb von Sommer und Winter gibt es ja nicht durchgehend Extrembedingungen.

    Durch die tägliche Medienberichterstattung bekommt man ohnehin ungefragt mit, wie die Märkte aktuell laufen. Damit weiß ich immer grob, wie sich mein Depot entwickelt.

    Wobei ich mich bei vielen Börsenberichten im TV frage, für welche Zielgruppe die eigentlich gedacht sind: Für Anleger erwecken sie den Eindruck, Investieren sei Spekulation ("... die Anleger nehmen Gewinne mit, weil ..."), für Spekulanten sind sie viel zu oberflächlich.

    Das ist sicherlich eine Frage der Betrachtungsweise. Beide Systeme (Smartphone vs. PC) haben sicherheitstechnisch sowohl Vorteile als auch Nachteile.

    Meine Aussage „Handys sind technisch für Banking- und Gesundheits-Apps sicherer als PCs“ zielte darauf ab, die weitverbreitete Fehlannahme auszuräumen, Smartphones seien grundsätzlich unsicherer als PCs. Dies kann jeder selbst verifizieren, z.B. durch Chatten mit KIs.

    Es gibt Desktop-Apps (also nativ auf dem Betriebssystem laufende Apps) für Windows, macOS und Linux. Eine reine Webbrowser-App wird es aus Sicherheitsgründen nicht geben. Zur Identifizierung aus einer Desktop-App braucht man die Gesundheitskarte und eine Handy-App oder einen externen Kartenleser – ein einfaches Login per Benutzername und Passwort genügt den Sicherheitsanfos nicht. Die Handy-App ist bequemer, da nach einmaliger Identifizierung mit eGK die Gerätebindung greift und die Karte im Alltag nicht mehr benötigt wird.

    Technisches:

    Ja, man kann PCs sicher konfigurieren. Auch Android Handys lassen sich zusätzlich härten, z.B. mit GrapheneOS (zu Apple Geräten habe ich keine Ahnung). Ersteres setzt jedoch erhebliche Expertise und kontinuierlichen Pflegeaufwand voraus.
    Für eine Massenanwendung wie ePA können solche Systeme nicht vorausgesetzt werden. Wer ein solches System hat, kann eine Desktop-App ohne Handy mit einem externen Kartenleser nutzen.

    Ein Hinweis an alle, die zum Online-Banking die prinzipiell sicherste Lösung aus Unix-PC mit externem TAN-Generator nutzen: Auch ein Unix-System ist nur sicher, wenn die Daten auf dessen Drives verschlüsselt sind. Damit muss man bei jedem Start zwei Passwörter eingeben, eines für die Verschlüsselung (TPM-PIN oder LUKS-Passwort) und das für Unix. Ohne Verschlüsselung oder TPM-PIN kann jeder mit physischem Zugriff auf den PC das Root-Passwort zurücksetzen und damit den PC übernehmen und alle Daten entschlüsseln. Im Unterschied zu Windows kann man sich nicht bequem auf das TPM verlassen.

    Das ist ja kein Feature, sondern eigentlich eine Verpflichtung der Ärzte, die Diagnosen in die ePA zu laden, sonst ist das ganze sinnlos. Leider tun das nicht alle Ärzte, weil der Aufwand zu groß ist.

    Wenn eine Praxis ihrer Verpflichtung zum Speichern relevanter Infos in der ePA nicht nachkommt, schreibe ich eine kurze, freundliche! Mail (also "bitte speicher Sie.." und nicht "Sie sind doch verpflichtet....". Hat bisher in fast allen Fällen sofort gewirkt. Ausnahmen gab es nur mal bei Praxen, die ich ausnahmsweise mal aufsuchte, diese haben mir aber auf Anfrage die Befunde geschickt und ich habe diese selbst in die ePA geladen.

    Hier einige Aspekte zur ePA die ich anders sehe als in einigen Posts der letzten Zeit.

    Die Mitteilungen von den Krankenkassen sind nicht zur medizinischen Info gedacht - KK erhalten schon immer nur abrechnungsrelevante Infos und Diagnosen, keine medizinischen Details - sondern zur Info über Abrechnungen. Letztere sind gut, um zu sehen, was abgerechnet wurde und zu welchen Kosten. Das finde ich gut, weil viele die KK-Beiträge als Abzüge vom Gehalt sehen, ohne sich des Werts der Leistungen bewusst zu sein.

    Handys sind technisch für Banking- und Gesundheits-Apps sicherer als PCs. Dieses technische Sicherheitsplus wird durch das höhere Diebstahlrisiko von Handys etwas relativiert. Notebook-PCs teilen zwar das Diebstahlrisiko, sind aber meist weniger oft exponiert. Kann ja jeder selbst mal dazu recherchieren.

    Ja, grosse Bildschirme sind übersichtlicher. Es gibt eine Desktop ePA-App. Weil man PCs als nicht sicher genug einstuft, braucht man mit dieser zum Freischalten eine Handy-App oder einen externen Kartenleser.

    Dokumente lassen sich aufs Handy runterladen und von dort drucken oder an einen Desktop PC übertragen.

    Es gibt Schnittstellen zwischen PVS und ePA. Wie gut diese aktuell sind, kann ich nicht beurteilen. Aber diese werden sicher immer besser. Vermutlich geht die Übertragung von PVS in ePA aus Datenschutzgründen nicht vollautomatisch, z.B. muss bei HIV Diagnose, Schwangerschaftsabbruch, Psychotherapie ... der Patient um Zustimmung gefragt werden.

    Auch ich finde die Einrichterei und Anmelderei zu komplex – habe einer KK geschrieben, dies sei 'ein Verbrechen an der Digitalisierung'. Zum einen scheint mir das an überzogenen Vorgaben zur Datensicherheit zu liegen, zum anderen sparen sich die Entwickler Aufwand und Risiko, indem sie bei neuen Versionen immer wieder alles Mögliche abfragen, was man schon längst eingestellt hatte, statt dies automatisch in neue App-Versionen zu übernehmen – ich habe selbst Apps geschrieben und weiß, wie aufwendig das ist.

    Behandlungsdaten werden leider nicht "rückwirkend" gefüllt (Urladen), sondern nur im aktuellen Behandlungskontext. Ich habe wesentliche Befundberichte der letzten Jahre für meine Eltern und mich selbst hochgeladen.

    Der Medikationsplan ist weiterhin schlecht gelöst. Dass eine Praxis ihren Plan als Dokument bereitstellt, ist Unfug. Der Plan sollte bei Anzeige automatisch aus vorliegenden Infos aller Praxen erzeugt werden. Er könnte auch eventuelle Selbstmedikation oder Dosierungsänderungen durch Patienten anzeigen.

    Damit die ePA zur Kommunikation zwischen Ärzten funktioniert, brauchen GKV-Versicherte gar nichts zu tun (nix beantragen, nix installieren, keine Apps nutzen) - PKV-Versicherte müssen die ePA beantragen. Allein durch Einstecken der Gesundheitskarte beim Praxisbesuch wird die Praxis verpflichtet, wesentliche Gesundheitsdaten im aktuellen Behandlungskontext einzustellen. Praxen und KH sind seit Okt 2025 dazu verpflichtet, wir sind aber immer noch in einer Übergangszeit, insbes. haben viele KH haben ihre Systeme immer noch nicht angepasst - die sind vermutlich auch besonders vorsichtig, sich kein Sicherheitsei ins Nest zu legen.

    Vor langem habe ich hier detailliert zur ePA gepostet:
    Meine Erfahrungen mit der ePA
    Allgemeines zur ePA
    Zur CCC-Kritik
    Zugriffsverwaltung
    Forschungszwecke

    Ob Mischfonds sinnvoll sein können, kommt auf die eigene Situation an. Sie machen weniger Sinn, wenn man möglichst flexibel sein will, z.B. für rising Glide Path (hohe Aktienquote in Ansparphase, geringeres gegen Renditereihenfolgerrisiko in den ersten Jahren des Ruhestandes, schrittweise Erhöhung danach) oder weil man seine Allokation an Marktentwicklungen anpassen will, oder an Änderungen der Lebenssituation. Mischfonds können aber Sinn machen, insbes. zur Vereinfachung der Investments im Ruhestand: Man kann sich die Entscheidung sparen, auf Basis der Marktentwicklung zu entscheiden, ob man Anleihen oder Aktien entspart und lässt Zusammensetzung und Laufzeiten der Anleihen managen.

    Ich (68J, 7J im Ruhestand) kann mir gut vorstellen, zur Vereinfachung von 3 Töpfen auf Cash-Puffer (in Geldmarktfonds) plus einen Mischfonds umzustellen. Vielleicht ist es im Alter eine gute Idee, einmalig eine Aktienquote festzulegen und nach Bedarf (mit Obergrenze) einfach jährlich aus einem Mischfonds in den Cash-Puffer zu entnehmen und das Rebalancieren sowie die Anleihen einen Mischfonds managen zu lassen. Ich vermute, die Gesamtrendite ist auch nicht schlechter als über ein selbst gemanagtes Aktien-/Anleihen-Portfolio.

    Habe mir bisher nur ARERO und LifeStrategy näher angesehen.

    Dass die Anleihen im LifeStrategy nicht so risikoarm wie kurzlaufende Euro Staatsanleihen sind, finde ich mit einem Cash-Puffer nicht so relevant.

    ARERO hält nur Euro-Staatsanleihen und diversifiziert damit nicht gegen das Klumpenrisiko 'alles in Deutschland/Euro' (Renten, Bankeinlagen, Immobilien)", das viele deutsche Anleger ohnehin schon haben. Die Life-Strategy diversifizieren mit Unternehmensanleihen und außerhalb des Euro, aber das Hedgen gegen das Währungsrisiko verursacht Kosten, die Anleihen sind weniger risikoarm und korrelieren stärker mit Aktien.
    Der Renditeverlust von LifeStrategy 60 durch Hedging des Währungsrisikos scheint geringer zu sein als durch die magere Performance der 15% Rohstoffanteils im ARERO. Das könnte man bei Interesse ja mal genauer recherchieren.

    Zum oft kritisierten Rohstoffanteil des ARERO: Die Verluste durch das Rollen der Rohstoff-Futures im zugrunde liegenden Index waren ja bei Auflage bekannt, taugen also kaum zur Kritik. Jedoch las ich, durch die seitherige Finanzialisierung des Rohstoffmarktes seien Rohstoffe nicht mehr so dekorreliert wie bei Auflage vermutlich angenommen.

    In dem guten Papier von Prof. Weber und Schreiber mit der von Fred erwähnten Annuitätenformel für variable (dynamische) Entnahmen wird auch die Erlebenswahrscheinlichkeit diskutiert:
    Entsparen im Altern – Entnahmestrategien für die Rentenphase.

    Neben persönlichen/familiären Gesundheitsaspekten ist es wohl generell sinnvoll, nicht von der mittleren statistischen Restlebenserwartung auszugehen, diese erreicht man mit 50% Wahrscheinlichkeit, sondern wenigstens von der mit 10% Wahrscheinlichkeit.

    Aus meiner Sicht hilft es, das Gesamtvermögen zu betrachten und nicht nur das Investment‑Portfolio. Viele stellen dann fest, dass ihr Gesamtportfolio deutlich sicherheitsorientierter ist, als es auf den ersten Blick wirkt.

    Sorry, hatte schlecht eingerückt und strukturiert. So ist es gemeint:

    • % Lebenslange Renten
      GRV, bAV, pAV
    • % Investment-Portfolio
      • % Risikoarmer Teil
        Tagesgeld (Festgeld), Geldmarktfonds, Anleihen
      • % Risikobehafteter Teil
        Aktien, Immobilien, Rohstoffe
        [Immobilien könnte man vielleicht, bei niedriger Bewertung des Verkaufswerts, zum risikoarmen (aber halt nicht so liquiden) Teil zählen]
      • % Mythischer Teil
        Gold [mag jeder einordnen, wie er möchte]
    • % Humankapital
      [falls man im Ruhestand noch arbeiten möchte oder könnte]