Beiträge von pmeinl

    Danke fürs hierzu nachhaken.

    Bei meinem Rat zur Vorsicht mit Reise-KV geht es darum, dass je nach VB des Versicherers der Schutz erlischt, wenn man in einem Reiseland einen Wohnsitz begründet.
    Man kann übrigens gleichzeitig mehrere Wohnsitze in unterschiedlichen Ländern haben, z.B. einen in D und einen in Thailand.

    In den VB der HanseMerkur VB-KV 2008 (RKL ) steht:
    $4 - 1
    Versicherungsschutz besteht für den vertraglich vereinbarten örtlichen
    Geltungsbereich der versicherten Reise im Ausland. Als Ausland gilt nicht das Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland sowie das Staatsgebiet, in dem die versicherte Person einen Wohnsitz hat.
    §4 - 3
    „Der Versicherungsschutz endet – auch für schwebende Versicherungsfälle – … spätestens jedoch mit der Einreise in das Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland sowie in das Staatsgebiet, in dem die versicherte Person einen Wohnsitz hat …“

    Ich erhielt dazu am 3.5.2021 die schriftliche Auskunft der HanseMerkur : „Der Versicherungsschutz gilt lediglich für vorübergehende Reisen. Sofern in einem Reiseland ein Wohnsitz besteht, erlischt der Versicherungsschutz.“

    In den aktuell gültigen VB VB-KV 2022 (B-RKL-Out-D) seht kein so klares Leistungsende bei Wohnsitz im Reiseland mehr:

    Mit dem von Dir zitierten Punkt 1.1.1 erzwingt die Versicherung einen Wohnsitz in D zum Zeitpunkt der Antragstellung. Das und die telefonische Auskunft sind m.E. keine Aussage zum Leistungsende im Kontext Auslandswohnsitz.

    In den aktuellen VB steht nur noch:
    1.3. Wann endet der Versicherungsschutz?
    ... mit Beendigung der Reise
    1.4 Für welche Reisen gilt der Versicherungsschutz?
    ... Als Reise definieren wir die vorübergehende Abwesenheit von Ihrem ständigen Wohnsitz...

    Ich rate dazu, vor Abschluss einer Auslands-KV für Langzeitreisen die VB genau zu lesen (insbesondere nach Wohnsitzklauseln zu suchen) und sich bei der kleinsten Unsicherheit die Gültigkeit für die eigene Planung schriftlich bestätigen zu lassen.
    wichtig,Es kann gut sein, dass ich z.B. die aktuellen RKL-VB (wegen Kenntnis der alten) zu kritisch lese - aber einen KV wäre mir zu wichtig um das nicht schriftlich mit der Versicherung zu klären

    M.E. sind Reise-KV nicht für die ersten z.B. 5J einer Auswanderung gedacht.

    Ich kenne persönlich einige Expats, die mit den RKL-VB aus 2008 jahrelang Vollzeit in Thailand lebten. Darauf angesprochen antwortete einer "dass ich nur in TH lebe, weiß die Versicherung ja nicht". Eine solche Haltung kann einen sehr unangenehm einholen – das gilt auch für das Verheimlichen einer Auslandsadresse, das Verstecken vor dem Finanzamt sowie für in diesem Thread ja schon diskutierte Scheinwohnsitze.

    Das ATM Fremdkunden Gebührenthema lässt sich über eine passende Kreditkarte lösen.

    Meines Wissens gibt es keine einzige Kreditkarte, mit der sich die Fremdkundengebühren der ATM-Betreiber beim Abheben an ATMs im Ausland vermeiden lassen (z.B. 220 THB in Thailand, 4 bis 6 USD in Kambodscha, 250 PHP in Philippinen). Die letzte Karte, bei der man die Rückerstattung dieser Gebühren beantragen konnte (bis 2020), war die Santander 1plus Visa.
    Bie der erähnten Hanseatic GenialCard steht "**Betreiber von Geldautomaten können eigene Gebühren verlangen".

    Es gibt aber viele Karten, mit denen sich Gebühren herausgebender Banken wie Auslandseinsatzentgelt oder für Bargeldabhebung oder (Sofort)Verzinsung vermeiden lassen. Die erwähnte Hanseatic GenialCard, manche Barcleys-Karten oder die DKB-Kreditkarte (bei Aktivkundenstatus) verlangen keine Gebühren für Auslandseinsatz oder Bargeld im Ausland. Mit den eigentlich guten Karten von Wise und Curve zahlt man je nach Art und Umfang des Einsatzes Gebühren.

    Ob Gebühren beim Abheben im Inland anfallen, ist ein anderes Thema. Die DKB Visa Kredit und Debit (bei Aktivstatus) und die Ing Visa Debit kosten keine Gebühren beim Abheben in D. Die erwähnte GenialCard der Hanseatic verlangt 3,95€ am Geldautomaten.

    Beim Beantragen von Kreditkarten nicht Teilzahlung wählen! weil das sehr hohe Zinsen verursacht.

    Niemals sollte man am ATM, beim Händler oder im Hotel die Möglichkeit wählen, das Heimatkonto in der Heimatwährung Euro zu belasten „dynamic currency conversion„. Damit erhält man miserable Wechselkurse. Also immer in der Landeswährung belasten lassen, dann wird der faire offizielle Wechselkurs von Visa bzw. Mastercard verwendet, s.o. Also z.B. 30.000THB in THB von der Kreditkarte abbuchen lassen und nicht den in EUR umgerechneten Betrag.

    "banken im Ausland" lasse ich erstmal aussen vor.

    Ich habe bisher auch keine Auslandskonten genutzt. Je nach Land und Visum ist es auch nicht so einfach, eines zu bekommen.

    Aber mit der Zeit nerven die Fremdkundengebühren von ca. 4 bis 6€ pro Abhebung an ATMs, besonders wenn der max Abhebetrag klein ist.

    Bliebe ich länger als ca. 3 Mon in einem Land, würde ich ein lokales Konto erwägen: Zur Vermeidung der Fremdkundengebühren, das in SEA verbreitete zahlen per QR-Code soll damit einfacher/zuverlässiger funktionieren, Überweisungen für Mietzahlungen, Stromrechnungen oder Internetverträge sind einfacher. Vielleicht muss man für ein Visum ein Guthaben auf einer lokalen Bank nachweisen.

    Kaution plus 1 Mon Vorauszahlung für ein Appartment überschreiten den max Abhebebetrag leicht. Für einen solchen Fall und wenn es am ersten Reiseziel ist, nehme ich ausnahmsweise mal einen größeren Bargeldbetrag (in Euro) mit - sonst generell nur Notbargeld.

    Private Vorsorgevollmachten werden zumeist von Banken NICHT anerkannt.
    Banken bestehen zumeist auf deren Formulare, persönlich unterschrieben.

    Vollmachten bei Banken können unerwartete Einschränkungen haben. Mit einer Bankvollmacht der Postbank kann man zwar Überweisungen tätigen und wohl sogar das Konto auflösen, aber z.B. kein Festgeld-Konto eröffnen. Bei der lokalen Sparkasse gäbe es eine Bankvollmacht, mit der man wohl alle Bankgeschäfte erledigen könnte.

    Die Aspekte melderechtlicher Wohnsitz, steuerlicher Wohnsitz, gewöhnlicher Aufenthalt und postalische Erreichbarkeit sollte man auseinanderhalten.

    @Tomarcy So geht es m.W. bei Sozialleistungsbetrug nicht um den melderechtlichen Wohnsitz, sondern um den gewöhnlichen Aufenthalt. Die bloße Anmeldung begründet keine Leistungsansprüche und ist kein Beweismittel für tatsächlichen Aufenthalt. Erst das Beziehen von Leistungen unter Vortäuschen eines gewöhnlichen Aufenthalts in D ist Betrug.
    Zu deinem Beispiel "Professor nach Singapur": Vermutlich stand sein Name nicht auf dem Briefkasten der Schwägerin. Vielleicht gab es in ihrer Wohnung kein separates Zimmer für ihn, welches er jederzeit hätte frei nutzen können, und es war ein reiner Scheinwohnsitz.

    Zur Frage, ob eine Wohnung, die man jederzeit nutzen könnte, diese aber z.B. wegen Auslandsaufenthalt nie nutzt, einen Wohnsitz begründet, finde ich gegensätzliche Aussagen. Für den TE, der ja einige Mon/J in D zu sein plant, dürfte das aber kein Problem sein.

    Die alleinige An- und Abmeldung bei der Ordnungsbehörde entfaltet allein keine unmittelbare steuerliche Wirkung.

    In meiner Erfahrung lässt sich digitaler Briefempfang nicht mit jedem potenziellen Absender vereinbaren, oder er funktioniert nicht immer (z.B. wegen eines neuen Sachbearbeiters). Nachsendeaufträge (an digitale Briefkästen) oder Lageraufträge funktionieren nicht in allen Fällen. Sie wirken nicht für alle alternativen/regionalen Zusteller, manchmal nicht beim Vermerk „nicht weiterleiten“ auf Briefen, und werden schon mal von Postboten ignoriert (obwohl ich immer noch einen Aufkleber "Bitte Nachsendedienst beachten" auf den Briefkasten klebe). Sendungen mit Identitätsprüfungen werden nie nachgesandt. Ich hörte, dass manche Bußgeldstellen oder Kommunalbehörden Nachsendung ausschließen. Briefkästen können mit Werbung überquellen. Es ist also immer besser, jemanden zu haben, der periodisch den Briefkasten leert und Wichtiges weiterleitet.

    Das ist mE so nicht völlig richtig - Nebenwohnungen gibt es nur, wenn man im Inland (!) mehrere Wohnungen hat.

    Ja, da hast du recht. Habe in meinem Blog den Absatz ~"bei längerem Auslandsaufenthalt auf eine Nebenwohnung ummelden zu müssen" gestrichen, das gilt wohl seit 2015 nicht mehr - das kam mir, als ich es damals schrieb, schon "komisch" vor.
    Mein weiterer Absatz "Eine kürzer als 6 Mon (unter)vermietete Wohnung kann ein Wohnsitz sein, eine länger vermietete nicht" passt zu deiner Sicht.

    Als ich zum Melderecht und zu steuerlichen Aspekten langer Auslandsaufenthalte bloggte, habe ich versucht, ein Gefühl für die wesentlichen Aspekte zu bekommen. Im Zweifel sollte man sich beraten lassen. Zu steuerlichen Aspekten habe ich mir RA Tim Greenawalt notiert - seine Infos machen mir (im Unterschied zu vielen, hauptsächlich gegen D hetzenden, Halbwahrheiten) einen seriösen Eindruck - habe aber keinerlei Erfahrung mit ihm.

    Wenn finanzierbar, ist es am bequemsten, eine Wohnung in D zu behalten. Eine meinen Wünschen entsprechende Wohnung in D kostet ca. 800€/Mon (während ich unterwegs bin). Für viele kann das Melden im Elternhaus (eigenes Zimmer, Schlüsselgewalt und tatsächliche Nutzung vorausgesetzt) eine einfache und legale Lösung sein.
    Lange Auslandsaufenthalte 2. Staatsbürgerschaft, Auswandern, Melderecht, Adressen - Weltweit im Ruhestand
    Zum Vermeiden der deutschen GKV-Beiträge ist übrigens keine Abmeldung aus D (Aufgabe des letzten Wohnsitzes) nötig, der Nachweis einer anderweitigen Auslands-(Reise)KV reicht aus.

    Bei Banken ist zu unterscheiden zwischen Eröffnung eines Kontos und Weiterführung. Manche Institute (wie DKB) führen vorhandene Konten nach einer Abmeldung aus D weiter, andere nicht (wie ING, Scalable). Ich halte es für sinnvoll, immer (mindestens) ein Konto in Deutschland zu behalten
    Nicht alle Banken verschicken neue Kreditkarten ins Ausland.
    Auch Ausgewanderte sollten mögl. ein deutsches Konto behalten - zumindest zur Erleichterung einer ungeplanten Rückwanderung.
    Mit einem Konto im Reiseland lässt sich die Fremdkundengebühr an ATMs (nicht verwechseln mit Auslandseinsatzgebühr) vermeiden.
    Ich halte nichts davon, Banken eine Abmeldung zu verschweigen – übrigens auch nicht gegenüber FA, KV, Meldebehörde, Versicherungen … – sowas holt einen irgendwann unangenehm ein.
    Kontenmodell und Karten (für lange Auslandsaufenthalte)

    Für digitalen Briefempfang bin ich mit Dropscan sehr zufrieden. Habe bekannte Absender, wo möglich, auf E-Mail, deren Apps (KV, FA, DRV) oder auf meine abweichende Postanschrift bei Dropscan umgestellt. Das lasse ich auch so, während ich in D bin. Während Reisen habe ich einen Nachtsendeauftrag bei der Post an meine Dropscan-Adresse. Aber der wirkt halt nicht für alle alternativen/regionalen Zusteller.
    Digitalen Briefversand gibt es z.B. bei GMX und WEB.DE. Es kann hilfreich sein, Briefe zwar auf einem Computer zu erstellen, aber als Papier per Briefpost zustellen zu lassen.
    Zum Versenden und Empfangen von Faxen ohne Faxgerät gibt es z.B. PamFax, Simple-Fax oder GMX Premium. Hilft manchmal auch in D zum Vereinbaren von Terminen in Arztpraxen.
    Digitaler Briefkasten, Briefversand

    Eine in den Reiseländern gültige Krankenversicherung halte ich für unverzichtbar.
    Mit den von Dir geplanten Deutschlandaufenthalten ist die Länge des mitversicherten Heimaturlaubs interessant.
    Vorsicht mit Reise-KV wie der eigentlich guten HanseMerkur RKL! Deren Versicherungsschutz gilt lediglich für vorübergehende Reisen – sofern in einem Reiseland ein Wohnsitz besteht, erlischt der Versicherungsschutz (Wohnsitzklausel). In D angemeldet zu bleiben, hilft nicht dagegen, weil man mehrere Wohnsitze gleichzeitig haben kann.
    Es ist erwägenswert, in möglichst jungen Jahren eine Auslands-KV wie die BDAE Expat Infinity abzuschließen – im Alter kann eine KV sonst extrem teuer oder unmöglich werden.
    Lange Auslandsaufenthalte 4. Krankenversicherung

    Vor Abreise eine für die Reiseländer gültige eSIM besorgen. Klar kann man vor Ort erst mal das Airport WLAN nutzen oder gleich eine lokale SIM kaufen, aber mit einer eSIM ankommen ist bequemer.
    Telefonieren und Internet im Ausland

    Bei meiner Privathaftpflicht-Versicherung habe darauf geachtet, dass diese auch im Ausland eintritt – vielleicht hilft das ja mal, wenn ich z.B. Schäden an einem gemieteten Apartment verursachen sollte.

    In diesem Kontext könnte folgendes Buch interessant sein:
    Hörensagen: Die Kunst der Wahrheitsfindung in einer faktenfeindlichen Welt Hilfreich, um zu verstehen, wie wir uns Meinungen bilden und welche Gefahren dabei lauern. Ist leider etwas langatmig geschrieben.

    „Viel von dem was gerade passiert – Fehlinformationen, Fake News –, basiert auf Schwachstellen in der Natur unseres Wissens. Wissen, das ist gerechtfertigter, wahrer Glaube. Und wir Menschen können einen Glauben an etwas auf zwei Arten rechtfertigen: Es gibt Evidenz durch Erfahrung, also durch das, was wir fühlen, sehen, hören. Und es gibt Evidenz, die wir von Menschen bekommen, die mehr wissen als wir.…“

    Ich habe Redundantes, wenn einfach und billig zu haben, oder wenn der (zeitweise) Verlust wesentliche Auswirkungen hätte:

    - Konten und Depots bei zwei Banken.
    Erwäge bei nächster Anlage andere Fonds mit ähnlicher Ausrichtung.
    - Karten von mehreren Banken und unterschiedlichen Kartensystembetreibern (Visa, Mastercard).
    - 2+ Brillen
    - 2 Handys. Ersatzhandy ist fürs Banking konfiguriert und hat halbwegs aktuelle Updates. Ist mir besonders auf Reisen wichtig.
    - 2 PCs (Desktop und Notebook)
    Beim nächsten Ersatzkauf nur noch Notebook. Lässt sich auch gut mit externem Monitor, Tastatur und Maus nutzen und mittlerweile komme ich gut einige Zeit nur mit Handy aus.
    - 2+ Ladegeräte für Notebook, Handy, Smartwatch
    - 2 Fernbedienungen zu allem. Z.B. bei einem neuen TV kaufe ich immer gleich eine zusätzliche Original FB. Mag mich nicht mit angeblich kompatiblem oder chemisch stinkendem Ersatz rumärgern.
    Und doch: Als ich zuletzt eine Ersatz-FB nutzen wollte, funktionierte sie nicht. Durch langes rumliegen hatte sich diese Plastikschmiere auf der Schaltmatte gebildet. Nach aufhebeln und säubern funktioniert sie. So viel zum Vorbereiten auf Unerwartetes :) Mit diesem Problem habe ich nicht gerechnet.
    - 2 Schlafapnoegeräte, 2 Masken, 2 Schläuche
    - Ich habe eine fertig gepackte Krankenaustasche (mit einem Zettel drauf, mein Kopfkissen nicht zu vergessen). Nach einem Unfall brauchte ich einem Freund nur meinen Wohnungsschlüssel zu geben und ich hatte alles, was ich brauchte. Bei einem Herzproblem, als mein Kopf kaum noch funktionierte, musste ich nur die Tasche greifen
    ...

    Hat auch mit der eigenen Grundhaltung zu tun. Ich habe z.B. für meine Reisen viele (worst case) Szenarien bedacht. Manche stresst es, über sowas nachzudenken. Manche wollen selbst extreme Risiken nicht ansehen, z.B. fahren viele in SEA mit Scootern ohne gültige Fahrerlaubnis (Verleiher ignorieren das, die Polizei drückt für kleines Geld ein Auge zu, aber die Versicherung zahlt im Schadensfall nicht). Mich beruhigt Vorsorge. Aber ich plane nicht unter der Illusion, die Zukunft würde entsprechend meiner Planung verlaufen, sondern um zu verstehen, wie der beplante Bereich tickt – wie sich geänderte Parameter oder Maßnahmen auswirken. Damit versteht man, worauf man Einfluss hat und was man halt akzeptieren muss, und kann in Entscheidungssituationen unter Zeitdruck, Stress oder gesundheitlichen Einschränkungen leichter und besser reagieren. Planung ist der Ersatz des Zufalls durch den Irrtum.

    Ich finde es für Resilienz gegen mögliche Probleme mit einer Bank oder einem Fonds erwägenswert, Depots bei mind. 2 Banken und mind. 2 unterschiedliche Fonds zu haben, solange einen das nicht überfordert.
    Von Problemen mit gesperrten Bankkonten (auch über längere Zeiträume) hörte ich häufig. Eingeschränkte Handelbarkeit einzelner Fonds kann ich mir vorstellen.

    Persönlich habe ich nur noch 2 Banken und Depots. Aber keine zusätzlichen Fonds für Resilienz. Ich kann mir vorstellen, auf eine einzige (Filial?)Bank zu wechseln, falls meine geistigen Fähigkeiten nachlassen oder ich keine Lust mehr haben sollte, mich um meine Finanzen zu kümmern.

    Man sollte als erwachsener Bürger in alle börsengehandelten Finanzprodukte für seine Altersvorsorge investieren können. Dieser paternalistische Erziehungswahn der Besserwisser-Politiker wird wohl nie aufhören.

    Dem stimme ich nur zu, wenn gleichzeitig eine verpflichtende Teilnahme an einem System zur Grundabsicherung (wie GRV) besteht, weil in unserem Sozialstaat ansonsten die Allgemeinheit für vernachlässigte oder gescheiterte Altersvorsorge zahlt.

    Welches Problem soll es da geben?

    Einfach kaufen und daheim hinlegen, es gibt hierfür auch einige gute Optionen um das gesondert nochmal sicherer zu machen, aber dass ist ja auch eher kein Problem…

    Hier meine Notizen zu sicheren Aufbewahrungsorten:

    Abgesehen von fest eingebauten Safes zu Hause und von Bankschließfächern gibt es keine gegen Diebstahl und Zerstörung sicheren Aufbewahrungsorte für Wertsachen wie Bargeld, Gold, Schmuck, Kreditkarten, PIN-Aufschriebe, Backups oder Originaldokumente.
    Nur weil man sich zu Hause sicherer fühlt als auf der Straße, heißt das nicht, dass z.B. Kreditkarten in einer Schublade sicherer sind als unterwegs im Geldbeutel oder in einem Wallet.

    Die Annahme, man könne bessere Verstecke finden, als Diebe sie kennen, halte ich für illusorisch. Auch wenn ich selbst schon einmal in einem Airbnb meinen Laptop im Backofen versteckt habe :) Professionelle Täter nutzen systematische Suchmuster und "ungewöhnliche" Orte (Backofen, Gefrierfach ...) sind ihnen bekannt.

    Bankschließfächer sollte man entsprechend ihrem Inhalt versichern und diesen gut dokumentieren. Bei hohen Werten vielleicht auf mehrere Banken verteilen.

    Handys sind technisch z.B. für Banking- und Gesundheits-Apps sicherer als PCs . Dieses technische Sicherheitsplus wird in der Praxis durch das höhere Diebstahlrisiko von Handys relativiert. Notebook-PCs teilen zwar das Diebstahlrisiko, sind aber meist weniger oft exponiert. Zur Freigabe von Finanztranaktionen ist die Verwendung externer TAN-Generatoren zwar am sichersten (das geht mit PC und Handy) - Handy-Apps halte ich für sicher genug.

    Auf Reisen sind die Aufbewahrungsmöglichkeiten in der Regel noch unsicherer. Selbst Hotelsafes haben oft Nachschlüssel, viele lassen sich mit einem gezielten Faustschlag öffnen und manche sind nicht einmal fest verschraubt.

    Das Risiko auf Reisen kann minimiert werden, indem man möglichst wenig Bargeld mitführt oder in der Unterkunft deponiert und indem man Wertsachen auf mehrere Stellen verteilt.

    Wie machst Du es mit der Krankenversicherung? Ich bin derzeit freiwillig gesetzlich versichert und beabsichtige das auch zu bleiben. Wenn ich es richtig verstehe werden die Beiträge dann jährlich auf Basis meines Einkommenssteuerbescheids festgelegt.

    Hier kannst Du sehen, was die TK zur Ermittlung der Beiträge für freiwillig Versicherte haben will:
    Einkommensnachweise zur Berechnung des Krankenkassen-Beitrags - Die Techniker

    Die TK stellt jährlich eine Einkommensanfrage. Lässt sich leicht über deren Website beantworten. Je nach Angaben dort wird um Nachweise gebeten. Beim letzten Mal wollten sie nur meinen Steuerbescheid.