Beiträge von Investor

    Frohes neues Jahr Euch Allen.

    Snoopy Vielen Dank für die Mitteilung Deiner Beobachtungen. Interessant wäre noch zu erfahren, wie lange die Einbuchung der Stücke aus dem Depotübertrag zurücklag. Wurden die Stücke erst kurz vor der Dividendenzahlung bei TR eingebucht oder lag der Übertrag schon länger zurück? Die Frage ist, ob TR die Stücke aus dem Depotübertrag irgendwann eigenständig in die französische Verwahrkette umbucht oder ob diese für immer mit dem hohen Steuersatz abgerechnet werden...

    mhj Vielen Dank auch von mir fürs Ausprobieren !

    Depotfee

    Im Preis- und Leisutngsverzeichnis der Deutschen Bank (inklusive maxblue), Stand: 1. Oktober 2025, heißt es auf Seite 27:

    "Bearbeitung von Quellensteuerrückerstattungsanträgen
    Bearbeitung von Quellensteuerrückerstattungsanträgen 41,65 EUR
    Der Preis wird je Antrag berechnet. Im Rahmen des db PrivatMandat Premium und des db PrivatMandat Aktiv ist die Bearbeitung von Quellensteuerrückerstattungsanträgen kostenfrei."

    Die Spesen scheinen auf die Bearbeitungsgebühr noch draufzukommen, sei denn man gehört zu den im PLV genannten Premiumkunden...

    Ich habe ebenfalls ein Depot bei einer Marke der Deutschen Bank. Dort befinden sich meine Aktien aus Kanada. Gut finde ich, dass für die Vorabbefreiung bzgl. der kanadischen Aktien bei der Deutschen Bank keine Gebühr fällig wird. Ich musste lediglich die DBA-Vollmacht ausfüllen. Zu Rückerstattungen von Quellensteuer kam es bei mir bei der Deutschen Bank noch nicht.

    Nachdem ich im TR Forum gelesen habe, dass erst gestern ein User in den Genuss von nur 12,8% Quellensteuer bei LVMH gekommen ist, kann ich mir nur drei Varianten vorstellen, warum es bei dir nicht geklappt hat:

    1. Die Änderung aufs Lagerland Frankreich hat sich nicht rechtzeitig auf die Dividendenzahlung ausgewirkt.
    2. (...)

    Tatsächlich halte ich Punkt 1 für wahrscheinlicher, wegen Bürokratie und sowas.

    JA07 Ich habe mich ja auch geärgert, nicht in den Genuß der Vorabreduzierung gekommen zu sein. Möglicherweise bedarf es wirklich einer längeren Vorlaufzeit oder Haltezeit, bis die Stücke an der Vorabreduzierung teilnehmen, wie Depotfee vermutet hat.

    Wann genau (Monat) hast du denn die Aktien zu Trade Republic übertragen bzw. dort gekauft?

    Es wäre wirklich schön, wenn Trade Republic hier mit offenen Karten spielen würde und dem Kunden sagen würde, was er für die Vorabbefreiung machen muss bzw. wann diese greift. Den Kunden mit billigen KI - Antworten abzuspeisen wie in Deinem Fall ist in meinen Augen kein vernünftiger Umgang...

    Glückwunsch, bei Dir hat es offensichtlich geklappt mit der automatischen Vorabreduzierung der französischen Quellensteuer bei Trade Republic.

    Die Abrechnungen von Trade Republic sind m.E. nicht sehr übersichtlich, aber der zugrundegelegte Quellensteuersatz ist rechnerisch schnell ermittelt:

    Die Bruttodiviende beträgt 5.64 EUR.

    An Quellensteuer wurden 0.72 EUR abgezogen. Dies sind gerundet 12,8 % des Bruttobetrages, also der reduzierte Satz.

    An deutschen Steuern wurden lediglich 0,69 + 0,04 EUR, also insgesamt 0,73 EUR abgezogen. Man hat also die gezahlten französischen Steuern vollständig auf die deutsche Steuerschuld angerechnet.

    Verrätst Du uns vielleicht noch, ob Du:

    - die Aktien direkt bei TR gekauft hast oder ob sie per Depotübertrag dorthin gelangten ?

    -. wann die Aktien bei TR in Dein Depot eingebucht wurden ?

    Die krumme Stückzahl der Aktien dürfte für einen Sparplankauf sprechen...

    TaroR Vielen Dank für Deinen Bericht.

    Dann darf man sich auf die Bezeichnung der Lagerstelle in der Dividendenabrechnung bei TR wohl nicht verlassen. Denn zumindest Deine Aktien müssen ja nach Frankreich umgelagert worden sein, da die "lokale französische Verwahrkette" Bedingung für die Quellensteuervorabreduzierung auf den Satz von 12,8 % bei TR ist.

    Es wäre interessant zu hören, wie es weiteren Trade Republic Usern ergangen ist, und zwar inbesondere im Hinblick auf folgende die Fragen:

    - Wann wurden die französischen Aktien bei Trade Republic eingebucht ?

    - Erfolgte die Einbuchug durch Kauf direkt bei TR oder Depotübertrag?

    - Wurde bei der Dezember-Dividende die Quellensteuervorabreduzierung auf 12,8 % gewährt oder nicht?

    @ Depotfee: Das ist ja interessant. Der Umzug der Aktien war schon im Oktober. Da wäre m.E. genug Zeit gewesen, die Dinger in die lokale französische Verwahrkette umzulagern, wenn dies denn ein Standardprozedere von Trade Republic sein sollte. Interessant ist vielleicht noch Folgendes:

    Trade Republic arbeitet ja mit Lang und Schwarz Exchange als Handelsplatz. LVMH wird dort standardmäßig als Aktie in Girosammelverwahrung angeboten. Wenn man LVMH also direkt bei Trade Republic kauft, erhält man girosammelverwahrte Stücke. Dies bedeutet, dass Trade Republic die Stücke in jedem Fall umlagern müsste, egal, ob direkt bei TR gekauft oder durch Depotübertrag zu TR transferiert. Aber du hast recht, es kann theoretisch sein, dass die Umlagerung nach Frankreich länger dauert oder die das nur zu bestimmten Terminen machen, aber dann soll man doch bitte im Portfolioauszug nicht als Lagerort schon Frankreich angeben und auf der Dividendenabrechnung dann wieder behaupten, es handele sich um girosammelverwahrte Stücke in Deutschland und die volle Quellensteuer abziehen !

    In dem von Dir erwähnten inoffiziellen Trade Republic Forum hatte ich bereits Anfang November (also vor der Dividendenzahlung) zu dem Thema gepostet. Ich schrieb dort, dass ich die von der WiWo beschriebene Entwicklung einer automatischen Vorabreduzierung der Quellensteuer über eine lokale Verwahrkette in Frankreich positiv finde und ich mir perspektivisch solche lokalen Verwahrmodelle mit automatischer Vorabreduzierung der Quellensteuer auch für andere Länder (z.B. Italien) wünschen würde (als Anregung an die TR-Offiziellen). Dann könnte man sich von der Konkurrenz deutlich abheben. Auch wurde in meinem Beitrag erwähnt, dass bei anderen Brokern zur Erlangung der Quellensteuervorabreduzierung umständlich Formulare eingereicht und Bestände von den Brokern dann händisch gemeldet werden müssen (siehe meinen obigen Post), es doch aber dem Gedanken eines freien europäischen Marktes entspräche, wenn man Bürokratie für den Anleger reduziert. Merkwürdigerweise wurden meine Posts im (inoffiziellen) TR-Forum, die Reaktionen anderer User hierauf und mein ganzer Account kommentarlos gelöscht!

    Mir ist bis heute nicht klar, was ich Falsches geschrieben habe, da ich vom Admin des (inoffiziellen) TR-Forums nie eine Rückmeldung erhalten habe. Auch habe ich mich nicht negativ zu TR geäußert, sondern das Unternehmen für seine Innovation gelobt. Da ich nicht weiß, was genau dahinter steht, kann ich nur feststellen, dass das alles irgendwie merkwürdig anmutet und bestimmte Leute (wer auch immer) möglicherweise kein Interesse daran haben, dass die Details der automatischen Quellensteuervorabreduzierung bei TR näher diskutiert werden.

    Ich würde mir als Anleger jedenfalls mehr Transparanz wünschen, wann die Vorabbefreiung gewährt wird und wann nicht, zumal eine automatische Vorabbefreiung, wenn sie denn funktioniert, auch ein Wettbewerbsvorteil von TR gegenüber anderen Anbietern wäre. Werde die Aktien auf alle Fälle bis April im TR-Depot lassen und schauen, was dann passiert.

    Ist das nicht richtig ? Du zahlst dann in Summe 25 % ?

    Wie sieht denn die Abrechnung für die 5,50 Euro brutto pro Stück bei dir aus ?

    Bei mir werden 25 % QSt für Frankreich berechnet und zusätzlich nochmal deutsche Abgeltungssteuer. Bei Berechnung der deutschen Abgeltungssteuer wurden aber nur 15 % der bereits an die Franzosen gezahlten 25 % angerechnet....

    LVMH: Bin bei SC und bei mir steht auf allen Dokumenten Lagerland: Deutschland.

    Das ist auch der Normalfall, die allermeisten Broker lagern LVMH in Girosammelverwahrung in Deutschland. Nun hatte Trade Republic laut WiWo abweichend davon eine lokale Verwahrkette in Frankreich initiert. Dies habe, so Trade Republic gegenüber WiWo, dazu geführt, dass auf die Aktien nur der reduzierte Quellensteuersatz angefallen sei. Aber - über Gründe und Einzelheiten kann man nur mutmaßen - sind sie jetzt wieder davon abgerückt...

    Zum Hintergrund: Nach dem Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) hat ein deutscher Anleger eigentlich Anspruch auf den reduzierten QSt-Satz von 15 %, der voll auf die deutsche Abgeltungssteuer angerechnet wird. Allerdings reduziert Frankreich nur für die Bestände die QSt auf 15 %, wo es sicher weiß, dass diese deutschen Anlegern gehören und diese unter das DBA fallen. Deshalb haben manche Broker so eine Art "Freimeldeverfahren". Bei 1822 direkt oder DKB muss man sich für die Vorabbefreiung anmelden und mehrere Formulare ausfüllen. Auch eine Bescheinigung des Finanzamts, dass man in Deutschland wohnt, muss man sich besorgen. Dies prüfen die Broker dann und teilen über die Lagerstelle mit, dass die Aktien einem deutschen Anleger gehören. Daraufhin wird manuell über die Lagerstelle in Deutschland (das ist die deutsche Börse-Tochter Clearstream) die QSt reduziert. Deshalb müssen die Formulare immer einige Zeit vor der Dividendenausschüttung vorliegen, damit genug Zeit für die manuelle "Freimeldung" der Bestände bleibt.

    Es wäre natürlich schön gewesen, wenn Trade Republic einen Weg gefunden hätte, die Quellensteuer über ein lokales Verwahrmodell in Frankreich automatisch vorabzureduzieren. Es ist lt. Internet-Recherche wohl auch so, dass bei den Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen von Air Liquide oder L'Oreal, die von französischen Banken administriert werden, auch automatisch für deutsche Mitarbeiter der reduzierte QSt-Satz zur Anwendung kommt. Insofern klang die Antwort von Trade Republic, dass Grund für die automatische Vorabreduzierung die lokale französische Verwahrkette sei, durchaus plausibel. Aber anscheindend wird das jetzt doch nicht so gemacht, warum auch immer...

    Hier der verprochene Bericht. Bin ehrlich gesagt enttäuscht von Trade Republic.

    Heute war Dividendenzahltag bei LVMH und Thales.

    Bei beiden Titeln wurden jeweils 25 % Quellensteuer einbehalten. Also doch nicht die erhoffte Vorabreduzierung. Was noch auffällig ist: Bei beiden Titeln steht auf der Dividenabrechnung als Verwahrart "Girosammelverwahrung in Deutschland".

    Zieht man sich hingegen einen Portfolioauszug, heißt es dort "Lagerland: Frankreich"

    Liebe Trade-Republikaner, bitte sagt es mir, wo sind denn nun meine Aktien?:/

    Und was bitte ist mit der lokalen französischen Verwahrkette, die nach dem Bericht in der Wirtschaftswoche (siehe oben) die Vorabreduzierung möglich machen soll? Warum habt ihr die angebliche Verwahrkette dieses Mal nicht aktiviert? Fragen über Fragen... Oder war die Vorabreduzierung im Frühjahr doch nur ein Versehen, Testballon oder Geschenk des Himmels... Who knows 8o

    Interessant für Fans französischer Aktien ist Trade Republic. Dort werden nur 12,8 % abgezogen und diese sind auch komplett anrechenbar.
    Eine Überraschung ? Ja !!
    Grund sei eine „direkte lokale französische Verwahrkette“, wie Trade Republic der WirtschaftsWoche auf Anfrage hin mitteilte.

    Hier ist übrigens der Link zum fraglichen Artikel der Wirtschaftswoche .

    Um in den Genuss der erwähnten automatischen Vorabreduzierung zu kommen, habe ich kürzlich meine französischen Aktien zu Trade Republic umgezogen. Der Übertrag selbst war innerhalb einer Woche erledigt, ca. eine weitere Woche später waren auch die Anschaffungsdaten korrekt hinterlegt. Habe mir dann über die Trade Republic App einen Depotauszug gezogen. Interessant dabei ist Folgendes: Während die Aktien bei meinem früheren Broker in der üblichen "Girosammelverwahrung" gelagert wurden, wird bei Trade Republic im Depotauszug ausdrücklich "Lagerland: Frankreich" ausgewiesen. Trade Republic hat die Aktien also scheinbar automatisch umgelagert. Gebühren für den Lagerstellenwechsel, wie man sie ja von manchen klassischen Brokern kennt, wurden nicht berechnet.

    Neben den umgezogenen Aktien habe ich mir aus Testgründen dann noch eine weitere französische Aktie ins Depot geholt, diesmal durch einen direkten Kauf bei Trade Republic. In der Orderabrechnung war für die Gattung als Lagerort noch "Girosammelverwahrung in Deutschland" aufgeführt. Im späteren Depotauszug war auch für diese Aktien wieder "Lagerland: Frankreich" ausgewiesen; also gab es scheinbar erneut eine automatische Umlagerung. Dies spricht tatsächlich für eine "lokale französische Verwahrkette".

    Ich freue mich schon auf die Dividendenabrechnung bezüglich meiner LVMH-Aktien Anfang Dezember. Hoffe, dass ich die Vorabreduzierung der Quellensteuer für französische Aktien dann auch wirklich "schwarz auf weiß" erleben kann...

    Sollte man dafür einen Aufstand machen?

    Das liebe ich so an manchen Zeitgenossen in Internetforen: Anstatt die (ernstgemeinte) Frage des Threaderstellers zu beantworten, wird mit wenig hilfreichen Allgemeinplätzen geantwortet, weil man die eigentliche Antwort nicht kennt, sich aber trotzdem irgendwie zu Wort melden möchte oder - noch besser - die Frage gleich ganz als irrelevant abgetan. In solchen Fällen möchte man seinem Gegenüber zurufen: 'si tacuisses, philosophus mansisses'

    Du weißt doch gar nicht, wie viel Geld ich anlegen möchte. Vor diesem Hintergrund die zuviel gezahlte Quellensteuer gleich als irrelevant abzutun, halte ich für gewagt. Und selbst wenn es nur ein paar Euro wären, die man spart, muss man doch kein Geld verschenken, wenn man die Situation auch anders gestalten kann...

    Liebe Community,

    ich überlege, mein Wertpapierdepot mit der ein oder anderen kanadischen Dividendenaktie zu diversifizieren. Bislang habe ich kanadische Aktien wegen der Quellensteuerproblematik gemieden. Nun habe ich im Internet die Information gefunden, dass manche Broker eine Vorabreduzierung anbieten. Dann werden statt 25 % von vornherein nur 15 % Quellensteuer abgezogen, die überdies voll auf die deutsche Abgeltungssteuer angerechnet werden. Man würde bei einer solchen Handhabung letztlich genauso stehen wie bei US-amerikanischen Aktien. Manche Broker führen eine Vorabreduzierung für kanadische Aktien nur auf Antrag und nur gegen Bearbeitungsgebühr durch (lohnt dann oft nicht). Für Maxblue (Broker der Deutschen Bank) finden sich hingegen im Internet Erfahrungsberichte, wonach ohne Antrag und ohne Gebühr automatisch eine Vorabbefreiung vorgenommen wird (siehe hier: https://www.divantis.de/damit-hat-sich…f-qualifiziert/)

    Hier nun meine Frage: Ich habe ein (bislang wegen der Ordergebühren eher wenig genutztes) Depot bei der Postbank. Weiß jemand von Euch, wie die Sache mit der kanadischen Quellensteuer dort gehandhabt wird? Da die IT der Postbank ja auf die Systeme der Deutschen Bank migirert wurde, läge es ja nahe, dass auch hier eine automatische Vorabreduzierung der Quellensteuer bei kanadischen Dividenden erfolgt. Eine IT-Migration macht ja eigentlich nur dann Sinn, wenn gleiche Sachverhalte auch gleich gehandhabt werden. Sicher kann man aber natürlich nicht sein. Vielleicht bietet die Deutsche Bank diesen Service auch nur für Kunden Ihrer Premium-Marke an. Hat hier vielleicht jemand zufällig eine kanadische Dividendenaktie im Postbank-Depot und kann aus erster Hand Auskunft geben? Ich würde mich freuen.

    @ Hornie: Das Problem scheint die Definition eines negativen Zielmarktes in den Mifid-Angaben zu sein.

    Um einen Vergleich zu haben, habe ich es jetzt noch mal mit der Anteilsklasse Z (ebenfalls einer Insti-Tranche) des Morgan Stanley Global Oppurtunity Fund (LU0552385535) probiert. (Off-Topic: M.E. ein guter Fonds aus dem Anlagespektrum des MSCI World, welcher den ETF auf die letzten 10 Jahre gesehen deutlich outperformt hat). Beim LU0552385535 lauten die Kritierien für den positiven Zielmarkt wie folgt:

    "Professioneller Kunde

    Geeignete Gegenpartei"

    An dieser Stelle ist die Definition also genauso wie beim Berenberg Micro Cap. Im Gegensatz zum Berenberg Micro ist ein negativer Zielmarkt hier aber nicht definiert. Während des Orderprozesses kam zunächst der Hinweis, dass das Produkt nicht für meine Kundengruppe konzipiert wurde. Dann konnte ich jedoch normal weitermachen im Orderprozess ohne Blockade.

    Hieraus schlussfolgere ich: Wenn eine Fondstranche lediglich positiv als institutionell gekennzeichnet ist, also Privatanleger in der Positiv-Definition weggelassen werden, kann ich als Privatanleger nach Wegklicken des Risikohinweises den Fonds gleichwohl kaufen. Werden Privatanleger jedoch als negativer Zielmarkt definiert, ist der Kauf blockiert.

    Jetzt wäre es natürlich interessant zu erfahren, wie das bei anderen Brokern ist. Gibt es Broker, die einen Fondskauf für Privatanleger - natürlich nach Risikobelehrung - ermöglichen, obwohl diese als negativer Zielmarkt definiert sind?

    Bei der Postbank bin ich lediglich Girokunde. Ein Depot habe ich wegen der hohen Gebühren (Ausgabeaufschlag etc.) und der gegenüber anderen Anbietern geringeren Fondsauswahl nicht eröffnet.

    Habe neulich festgestellt, dass es bei der DAB-Bank die folgende Insti-Tranche grundsätzlich wieder zu kaufen gibt:

    LU1637618825 (Berenberg European Mico Cap M)

    Habe den Fonds auch früher schon erfolgreich gehandelt. Dann war (möglicherweise wegen eines Soft-Close) kein Kauf dieser Anteilsklasse möglich. Nunmehr werden Anteile dieses Fonds wieder als grundsätzlich kaufbar angezeigt. Beim Durchlaufen des Kaufprozesses kommt zunächst ein Hinweis, dass man nicht zu denjenigen gehören würde, für die das Produkt konzipiert worden sei. Man wird gefragt, ob man weitermachen möchte. Bejaht man dies, kann man die Daten in die Ordermaske eingeben. Drückt man dann allerdings auf den Button "Auftrag vorbereiten" kommt folgende Meldung:

    "Die Transaktion ist infolge der Zielmarktprüfung nicht zulässig".

    Gibt es eine Möglichkeit, die Order erfolgreich abzuschließen? Ich habe doch bereits in der ersten Maske angegeben, dass ich gerne fortfahren möchte. Die Fehlermeldung scheint auf ein Mifid-Problem hinzudeuten. Kann man in den Grundeinstellungen des Depots irgendwie die Risikobereitschaft ändern, um den Fonds kaufen zu dürfen? Es ist schon frappierend, dass der Kauf der teuren Retail-Anteilsklasse unproblematisch möglich ist, bei der Insti-Tranche auf den letzten Metern des Kaufprozesses dann diese Blockade erfolgt. Zumal früher - und damals gab es auch schon Mifid - der Handel problemlos möglich war. Ich werde als Privatanleger doch nicht dadurch geschützt, dass ich bei der Retail-Klasse mehr Gebühren zahle.

    Mal eine Frage an diejenigen, die schon länger Genossenschaftsanteile halten: Ich hatte im Jahr 2020 bei zwei der von Biallo empfohlenen Genossenschaftsbanken Anteile erworben. Die Dividenden für 2020 wurden bereits ausgezahlt. Von der einen Geno-Bank habe ich unmittelbar nach der Dividenauszahlung eine förmliche Dividendenabrechnung zugeschickt bekommen. Die war ähnlich gestaltet wie die Ertragsmitteilungen, die ich von meinem Broker bekomme, wenn z.B. ein Aktienfonds ausschüttet. Von der anderen Geno-Bank habe ich bislang nichts Schriftliches bekommen, nur eben die Überweisung der Dividende auf mein Konto. Meine Frage daher: Wie wird das bei Euren Geno-Banken gehandhabt? Muss man dort die Dividenabrechnung extra anfordern? Oder bekommt man gar nichts Schriftliches? Bislang habe ich auch noch keine Jahressteuerbescheinigung erhalten. Zumindest diese müsste ja ausgestellt werden, wenn man sie anfordert.