Beiträge von Dr. Schlemann

    Also sind 80% vom Netto gar kein Netto ? Wenn ich 3000€ netto verdiene wären 80% davon 2400€ netto. Davon gehen jetzt noch Steuern und SV auf. Es müsste heissen 80% vom Brutto, also bei 3000€ netto müsste ich in Steuerklasse 1 rund 5500€ brutto verdienen jetzt kommen noch die AG Anteile der SV dazu, also noch mal rund 1000€, 80% davon wären 5200€ brutto was ich minimum dann als Versicherungssumme nehmen müsste. Ist das so Richtig ?

    Bezüglich des Bedarfs könnte die Faustregel "80% vom Brutto" gut stimmen. Meistens endet man bei 60% vom Brutto, was grob dem Nettoeinkommen entspricht, da Versicherer i.d.R. nicht mehr absichern.

    Ich brauche nichtmal 50% meines Einkommens, der Rest wird weg gespart. Kann also mit deutlich weniger auskommen wie derzeit.

    Die Rechnung könnte nicht ganz stimmen, da Sie im BU Fall

    • weiterhin fürs Alter sparen,
    • zusätzlich Ihren Krankenversicherungsbeitrag alleine bezahlen
    • den Entfall des Beitrags zur GRV kompensieren und
    • auf die BU Rente ggf. noch Steuern zahlen müssen

    Da ist man dann schnell bei 100% des Nettos oder mehr!

    Meine BU ist zufällig so hoch wie mein heutiger gesetzlicher Rentenanspruch. Deckt nach Steuern und SV alle Lebenshaltungskosten fix und variabel. Da sind noch 250 Euro Taschengeld pro Monat drin. Davon kann und will ich leben, plus Depot als Absicherung im Rücken.

    Heureka, da hat jemand die Lösung für das deutsche Rentenproblem entdeckt. Man schränkt sich einfach so weit ein, dass man mit der gesetzlichen Rente auskommt. Erstaunlicherweise wollen bzw. können viele Menschen nicht mit der durchschnittlichen Rente von 1.154 EUR pro Monat bzw. der Standard- / Eckrente von 1.613 EUR (nach KV) auskommen, siehe https://www.wiwo.de/politik/deutsc…d/30188228.html

    Wem 80% Prozent vom Netto nicht reichen, der ist - mal grob überschlagen - in diesem Forum fehl am Platz. Der bläst das Geld nämlich so raus, dass nichts zum Sparen übrig bleibt.

    Da würde mich Ihr konkreter Rechenweg interessieren. Bitte denken Sie dabei an
    1) Ausgaben (fix und variabel)
    2) Krankenversicherung (ohne AG Zuschuss)
    3) Ausgleich Entfall GRV (ohne AG Zuschuss)
    4) Sparen / private Altersvorsorge für die Zeit ab 67 - Finanztip empfiehlt 15% vom (bisherigen) Netto, siehe https://www.finanztip.de/gesetzliche-re…g/rentenluecke/
    5) Steuern

    Braucht man wirklich so lange für eine:n junge:n gesunde:n Beamtenanwärter:in ?

    Von "gesund " war glaube ich noch nicht die Rede. Jemand, der großen Wert auf besonders unabhängige Beratung legt, ist erfahrungsgemäß bei der Beratung nicht unterdurchschnittlich beratungsintensiv. Grundsätzlich ist das Thema bei einem Anwärter nicht zwingend einfacher. Im Gegenteil, man muss ja zwei Phasen im Blick haben.

    Wer genau rechnet, wird feststellen, dass diese herumgeisternden 80% vom Netto in 95% der Fälle nicht ausreichen. Wer genauer rechnen will: Einfach mal nach "BU Rechner: Bedarfsrechner Berufsunfähigkeit" googeln.

    Ich brauche eine unabhängige Beratung für Beamtenanwärter.

    Das ist kein überdurchschnittlich komplexes Thema, das sollte jeder der Genannten hinbekommen. :)

    Wenn es komplizierter wird, würde ich z.B. mal schauen, wie viel Erfahrung der konkret ausgewählte Berater eines dieser Häuser hat, ob er oder sie idealerweise über einen akademischen Abschluss verfügt und wie er persönlich online bewertet wird (Finanztip, Google, Trustpilot etc.).

    Ja :)

    Eine sehr große Sammlung von Erfahrungen mit den von Finanztip empfohlenen Beratern finden Sie übrigens hier: https://www.finanztip.de/erfahrungen/.

    Ich verlinke mal in der Finanztip Reihenfolge:

    Welche Aspekte interessieren Sie genau?

    Die letzten zwei Jahre sollte man immer irgendwie überbrücken können

    Da kann sein, wenn man es bis 65 geschafft hat und erst dann BU wird.

    Bei früher BU wird das angesichts von Inflation wie auf unserer Website genauer beschrieben extrem schwierig und kostet eine ganze Stange Geld, das dann bei der Rente fehlt.

    Wer hat denn für seine Kinder eine Schüler BU abgeschlossen? Grade für Kinder, die keine akademische Laufbahn planen, macht das doch maximal Sinn. Sobald sie eine handwerkliche Lehre starten, wären die Beiträge schon viel höher.

    Für Kinder mit akademischer Laufbahn ebenso. Auch die bekommen ADHS und ähnliches, was den späteren Abschluss einer "richtigen" BU erschwert, verteuert oder unmöglich macht.

    Hallo Chris_04 ,

    ja, das Vorgehen aus dem BU-Bereich lässt sich gut auf die private Pflegeversicherung übertragen – und es macht dort genauso viel Sinn. Auch bei der Pflegeabsicherung gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Anbietern, nicht nur beim Preis, sondern vor allem bei den Leistungen (z. B. Dynamisierung, Beitragsstabilität, Leistungsauslöser).

    Wir (und andere Berater) beraten auch zum Thema Pflegeabsicherung – inklusive Pflegekostenversicherung, Pflegetagegeld und der Frage, welche Variante für die jeweilige Situation überhaupt sinnvoll ist. Eine anonyme Vorabanfrage ist bei der privaten Pflegeversicherung angesichts "einfacherer" Gesundheitsfragen zwar weniger verbreitet als bei der BU, aber eine sorgfältige Marktanalyse und ein Tarifvergleich sind natürlich trotzdem essenziell.

    Wer vorab schon etwas Orientierung möchte, was bei der privaten Pflegeversicherung zu beachten ist: Einfach bei Google nach "schlemann pflegeversicherung" suchen – da findet sich unsere ausführliche Seite mit den wichtigsten Infos zum Thema.

    Zusatzfrage: Haben Sie schon eine BU? Die ist meistens noch etwas wichtiger. :)

    Vergleiche haben leider häufig die unangenehme Eigenschaft zu hinken. Aus meiner Tätigkeit in der Automobilindustrie weiß ich, dass sich der größte Teil der Unterschiede von Fahrzeugen - ähnlich wie bei Eisbergen und Krankenversicherungen - unter der Oberfläche verbirgt. :)

    Ich habe nichts dagegen, wenn sich gut qualifiziertes Verkaufspersonal von Autohäusern "Berater" nennt. Anders als Versicherungsmakler sind sie nur nicht unabhängig, weil sie i.d.R. nur ein einziges Fabrikat vermitteln können. :)

    Ein neuer Tarif ist aus meiner Sicht zunächst kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil, meistens beinhalten neue Tarife kundenfreundliche Leistungsverbesserungen und Modernisierungen. Über § 204 VVG kommen Neuerungen ggf. auch dem Altbestand zugute. Wie nachhaltig neue Tarife kalkuliert sind, ist eine andere Frage. Sie sollten weder zu günstig noch zu teuer sein. Pauschale Aussagen wie "neue Tarife sind immer schlecht" oder "neue Tarife sind immer gut", halte ich für wenig hilfreich. Es kommt auf die konkreten Rahmenbedingungen an.