Beiträge von Neb

    Hallo zusammen,

    danke Euch für Eure bisherigen Antworten.

    Kündigungsrecht Darlehensnehmer: Das steht ja ganz klar im bereits zitierten § 489 BGB: Nach Ende Zinsbindung oder nach 10 Jahren, kann verträglich nicht ausgeschlossen werden, keine Fragen offen. Der Titel dieses Paragraphen sagts bereits: "Ordentliches Kündigungsrecht des Darlehensnehmers". Einen analogen Paragraphen für den Darlehensgeber gibt es nicht, es steht aber auch nirgendwo im BGB so schwarz auf weiß, dass es kein ordentliches Kündigungsrecht für den Geber gibt.

    Das Thema "Verschlechterung der finanziellen Situation" / nicht störungsfreier Verlauf ist außerhalb des Horizonts meiner Fragestellung, da es das Thema "außerordentliche Kündigung" betrifft - hier ist die Sache in meinen Augen auch klar (s. jeweilige AGB oder § 490 "Außerordentliches Kündigungsrecht", nicht auf den Nehmer beschränkt).

    Für die mittel- bis langfristige Finanz- und insbesondere Liquiditätsplanung bzw. das zugehörige Risikomanagement ist es immer gewinnbringend, an so vielen Stellen wie möglich Klarheit zu haben - im Sinne von "ausgeschlossen" und nicht "kommt selten vor". Es sind nämlich in diesem Zusammenhang schon grundsätzlich sehr wenig Stellen, an denen Klarheit prinzipiell möglich ist.

    Meine Hoffnung war, für diese Standard-Situation (Immobiliendarlehen, Zinsbindung kürzer als Vertragslaufzeit) von doch sehr überschaubarer Komplexität ein "ordentliche Kündigung geberseitig ausgeschlossen" oder "ordentliche Kündigung geberseitig möglich" zu sehen, aber die richtige Quelle ist leider noch nicht aufgetaucht.

    Hallo zusammen,


    ist ein "normales" mit bestimmter Laufzeit Annuitätendarlehen zur Immobilienfinanzierung nach Ablauf der ersten oder weiteren Zinsbindungsfristen (deutlich kürzer als die Darlehenslaufzeit) ordentlich durch die Bank ordentlich kündbar?

    Hintergrund: In den allg. Bedingungen zum unterschriebenen Darlehensvertrag steht drin, dass das Darlehen beiderseits zum Ende jeder Zinsbindungsfrist ordentlich kündbar ist. Klarer Fall, würde man also meinen. Dagegen spricht jedoch: Im ESIS-Merkblatt steht von einer Kündigungsmöglichkeit nichts und einige Quellen zu dem Thema schreiben sinngemäß ähnlich wie diese Quelle z. B.: "Im Umkehrschluss kann ein Darlehen mit bestimmter Laufzeit nicht ordentlich gekündigt werden (Palandt-Weidenkaff, BGB, 74. Aufl. 2015, §488 Rn. 22)."


    Über eine inhaltliche Auflösung dieses Widerspruch freue ich mich sehr - herzlichen Dank und viele Grüße! Neb

    Soeben kam die Antwort der DKB: Formular Freistellungsauftrag runterladen, ausfüllen, per Upload zurückschicken.

    Ich schreibe es hier, damit jeder Leser dieses Threads sich die Initialnachricht an die DKB sparen kann, weil er den Link schon hat. Natürlich nur, solang der Link noch funktioniert; die DKB ist leider groß drin, Links so zu ändern, dass sie ins Leere zeigen (und nicht etwa auf den neuen Speicherort) und Dokumente wie dieses auch nicht per Google auffindbar zu machen - geschweige denn das Formular direkt beim Hinweis zu verlinken, dass man sich für Kinder-Freistellungsaufträge melden soll. Bei Nutzung einer dieser mannigfaltigen Möglichkeiten hätte es diesen Thread und viele zeit- und kostenintensiv zu bearbeitende Kundenanfragen auch gar nicht gegeben.

    Letztlich geht aus der Antwort der DKB und dem Formular auch nicht hervor, warum es diesen oldschool-Prozess braucht. Man tut nichts anderes, als hinreichend bekannte Daten einzutragen und zu unterschreiben - genau das, was der digitalisierte-Erwachsenenprozess auch kann. Es drängt sich der Eindruck auf, dass Worte wie "einfache Kostensenkungen", "Personalmangel" und "Kundenfreundlichkeit" bei der DKB eine untergeordnete Rolle spielen...

    Danke Dir! Ein Satz direkt hinter der von mir erwähnten Anleitung... Es wäre wohl nicht zum Übersehen gekommen, wenn die DKB sich entscheiden würde, ob sie das Produkt entweder "u18 Girokonto" oder "Kinderkonto" nennen möchte und dann die Bezeichnung konsistent umsetzen würde, da eine Suche nach u18 so nach natürlich keinen Treffer liefern kann.

    Hallo zusammen,

    für das kürzlich eröffnete u18 Girokonto und Depot meiner kleinen Kinder würde ich gern jeweils einen Freistellungsauftrag anlegen, wie unter https://www.dkb.de/fragen-antwort…tellungsauftrag und der dortigen bebilderten Beschreibung beschrieben.

    Leider erscheint der Punkt "Freistellungsaufträge" bei meinen Söhnen (im Unterschied zu meinem Profil ) gar nicht, sondern nur der Punkt "Steuerliche Ansässigkeit".

    Funktioniert das bei Euch oder könnt Ihr mir sagen, wie ich für meine beiden Söhne jeweils einen Freistellungsauftrag hinterlegen kann?

    Herzlichen Dank Euch und viele Grüße!

    Beschreibe das doch bitte einmal näher, insbesondere nach dem Lesen dieses Threads. Bei anderen geht und auch Den12345 hast es längere Diskussion gefunden und gesehen, dass es funktioniert.

    Mea culpa, danke für Deine Nachfrage. Habe in der neuen DKB-Maske noch nicht so häufig gehandelt, und hatte es daher nicht so einfach gefunden. Nachdem ich aber in meinem Depot gesucht habe, wie Handeln funktioniert, gings bei den Kids gleich. Handeln läuft also, aber:

    Nachdem die Kinder die Vollmacht online erstellt hatten, konnte ich Sekunden später alles sehen, Umsätze (ab dem Zeitpunkt der Bevollmächtigung) und auch handeln.

    Dieser Satz verwirrt mich trotzdem, da meine Kinder während der u18-Eröffnung nie eine separate Vollmacht erstellt hatten (so, wie es in Deinem Satz klingt), sondern einfach ganz regulär u18 eröffnet haben, und eine separate Vollmachterstellung eben mit der genannten Fehlermeldung abbricht, ich aber dennoch handeln kann. Wofür dann also die von berghaus erwähnte separate Vollmacht?

    Daher wäre ich froh, wenn Du, berghaus, kurz sagen könntest, wie Dein Satz genau zu verstehen ist, und wenn jemand sagen konnte, ob er für u18-Konten auf "Vollmacht anlegen" klicken konnte, ohne dass als nächstes unmittelbar eine Fehlermeldung kommt?

    Hallo zusammen,

    Das bedeutet, dass ich entweder den Zugang zur DKB auf dem Handy der Kinder installieren muss oder ich muss mir zwei weitere Handys mit Nummern nur für das Banking der Kinder anschaffen. Beide Optionen halte ich eigentlich für wenig akzeptabel.

    ich stand vor demselben Problem, und habe weitere Optionen herausarbeiten können:

    1. Die weniger schlechte Option: Sicherstellen, dass im DKB-Profil für alle (Vater & Kinder) die richtige (heißt hier: Vaters) Handynr. hinterlegt ist. Dann DKB-App -> Profil -> Abmelden -> Zugang wechseln -> Login-Daten der Kinder eingeben, durch die nächsten Schritte klicken (im Verlauf bekommt man eine SMS zur Aktivierung der App, daher ist die korrekte Hinterlegung der Handynr. im Vorfeld essentiell). Dann kann man die App für einen Kinder-Account löschen und muss die Schritte danach genauso wieder für zur Verknüpfung der App mit seinem Account durchführen. Bewertung: Sehr unschöner Workaround, aber in Anbetracht der real existierenden Unfähigkeit der DKB scheint mir diese Option von allen die am wenigsten schlechte zu sein.

    2. Verwendung chipTAN mit Kostenfolge (EUR 50 im ersten Jahr, EUR 24 in den Folgejahren bei 2 Kindern).

    Vor diesem Hintegrund noch eine Frage zu Vollmachten, deren Antwort ich trotz x-fachem Lesen der Beiträge aus diesem Thread nicht extrahieren konnte: Kann man über die Standard-Vollmacht als Eltern hinaus noch eine weitere Vollmacht hinterlegen?

    Ich sehe natürlich die Konten meiner Kinder bei mir, sehe aber keine Möglichkeit, für sie Aktien zu handeln. Wenn ich als mein Kind eingeloggt bin, bricht der Vorgang, eine Vollmacht anzulegen, immer ab, weil kein Konto vorhanden sei, für das eine Vollmacht hinterlegt werden könne. Beide Beobachtungen passen nicht gut zusammen, daher o. g. Frage.

    Herzlichen Dank Euch und viele Grüße!

    Danke für Deinen Hinweis, der sich im Wesentlichen mit meiner Vermutung deckt.

    Deine persönliche Meinung hat mich dazu veranlasst, über den Artikel https://www.finanztip.de/sichere-banken/einlagensicherung/ hinaus noch weiterzulesen. Und ich muss sagen, ich halte den Finanztip-Artikel zur Einlagensicherung (im Unterschied zu den meisten anderen Finanztip-Artikeln, die ich kenne) für gefährlich, weil er nach meinem Sprachverständnis extrem missverständlich bis sachlich falsch ist. Ich zitiere:


    "Die einzelnen Staaten müssen demnach auch in Zukunft als letzter Rettungsanker herhalten und für die Einlagen von Sparern garantieren."

    Dieses "müssen" ist kein müssen, sondern mehr ein "müssten", "sollten", "könnten", denn wie alle weiteren Quellen zu dem Thema eindeutig belegen (übrigens auch der von Dir verlinkte Artikel zu sicheren Banken, der auch noch vom selben Autor stammt), verhält es sich exakt, wie Du sagst: Einen gesetzlichen Zwang, der allein die Verwendung des Wortes "müssen" in diesem Zusammenhang rechtfertigt, gibt es aktuell nicht.

    Und man kann sich fragen, warum es, über 11 Jahre nach dem Versprechen, dem eine gewisse Relevanz für den weiteren Verlauf der Geschichte zugesprochen wurde, noch kein entsprechendes Gesetz gibt, obwohl immer mal wieder Fragen auftauchten, ob diese "Garantie" noch gilt, die natürlich von der Bundesregierung fleißig bejaht wurden. Mir scheint, die Legislative möchte kein solches Gesetz verabschieden, und damit dürfte auch klar sein, wie weit es mit dieser "Garantie" her ist.

    Ich habe den Hinweis auf dieses Posting auch an die Redaktion geschickt, vllt. ändern sie das müssen ab und ergänzen den Satz, den sie im Artikel zur sicheren Bank stehen haben: "Deshalb ist es wahrscheinlich, dass die einzelnen Staaten einspringen müssen, auch wenn dazu kein rechtlicher Zwang besteht."

    Da hier der Bereich "Mitglieder helfen Mitglieder" ist, wird Finanztip sich wahrschienlich nicht melden.

    Mittlerweile habe ich folgende Theorie: Da Finanztip sowohl eine gute Einlagensicherung wie auch eine hohe Bonität der Bank verlangt, und die Akbank mutmaßlich an Letzterem scheitert, gibt es keine Empfehlung von Finanztip.

    Ich werde in einem anderen Bereich des Forums einmal versuchen in Erfahrung zu bringen, ob es ein realistisches Szenario gibt, in dem die deutsche Einlagensicherung versagt, aber eine deutsche Bank mit guter Bonität noch lebt...

    Schade, dass es noch keine Antworten gibt, denn exakt die gleiche Frage treibt mich auch um, und im Festgeldvergleich von Finanztip taucht Akbank immer noch nicht auf, obwohl sie deutlich bessere Konditionen bietet.

    Ergänzung: Stiftung Warentest empfiehlt diese Anlage und ordnet sie der dt. Einlagensicherung zu, die gem. Finanztip zu den sichersten der Welt gehört (bis EUR 100k).

    Es wäre super, wenn Finanztip kurz diesen Widerspruch auflösen könnte?! Herzlichen Dank schon im Voraus.