Sommtag 2.11.2025 12.30 Uhr
(geschrieben kurz vor dem Sonntagsbraten)
Hallo zusammen
ich kann mich nicht erinnern, dass es hier im Forum jemals einen Schreiber gab, der es geschafft hat mit seinen Kommentaren meinen Blutdruck zu erhöhen.
Mein spezieller Forumsfreund
@Irving hat das tatsächlich geschafft.
Inzwischen haben wir jedoch abgerüstet und es kam auch schon der Vorschlag die Friedenspfeife zu rauchen...
Dennoch ist es so wie schon Tomarcy schreibt, dass unser Forumsfreund Irving eigentlich ein blitzgescheiter Kenner der ganzen Finanzbranche ist und immenses auch internes Hintergrundwissen hat.
Leider - und das ist das tragische an der Sache - argumentiert er immer derart rerchthaberisch und besserwisserisch, dass er sich nicht nur bei mir sofort wieder "disqualifiziert". Schade um dieses geballte Wissen
Hier im Forum haben wir ja zumGlück die Möglichkeit mit einem einzigen Klick einfach solche Kommentare zu überspringen.
Schlimmer ist es bei Fernsehdiskussionen wenn manche eingeladenen Gäste echt falsch argumentieren und weder ein anderer Gast noch der Moderator das richtig stellt. Dann sitz man in seinem Sessel und denkt sich: "das kann doch nicht wahr sein..."
Man kann dann höchstens die ganze Sendung wegklicken, damit aber eben auch andere Teilnehmer oder das ganze Thema was man ja auch nicht will....
Falls jemand von Euch noch Zeit und Muse hat hier weiterzulesen,
dann will ich Euch auch noch mit einem Thema konfrontieren, das mich bei jeder Fernsehdisskussion fast noch mehr ärgert als die Kommentare von Irving, die in der Sache ja zumindest meist völlig richtig sind nur in der Art eben oft daneben.
Was ist es nun was den McProfit mit seinen 80 Lenzen noch auf die Palme bringt??
Es geht um ein Thema das UNS hier im Forum betrifft.
Und zwar wenn es um Steuererhöhungen oder Steuergerechtigkeit geht, dann gibt es immer eine Falschinformation zur ungleichen Besteuerung von Kapitalerträgen und Einkommen.
Vorab.
Ich habe nichts gegen das Thema Steuererhöhungen -- nur etwas gegen falsche Aussagen.
Jetzt zur Sache
Es geht darum dass permanent behauptet wird dass die Besteuerung von Kapitalerträgen geringer wäre als die Besteuerung von Einkommen durch Arbeit.
Dann kommt die Geschichte dass Arbeit in der Regle mit dem vollen Einkommensteuersatz versteuert wird und Kapitaleträge nur mit diesen 25%
Warum höre ich da nie einen Widerspruch.
Diese Aussage ist schlicht und einfach falsch.
Zunächst mal ist es so, dass die meisten Einkünfte außerhalb von Arbeit durch MIETEINNAHMEN erfolgen. Das sind ja auch am Ende auch Kapitalerträge. Das Kapital ist die Immobilie und der Ertrag ist die Miete.
Jeder weiß aber dass MIETEN ganz normal mit dem Einkommensteuersatz besteuert werden.
So, nachdem das geklärt ist jetzt gehen wir zu den Kapitalerträgen aus Aktien oder Anleihen oderInvestmentfonds, also den Dividenden.
In der Tat ist so, dass wir auf den ersten Blick unsere schönen Dividenden die wir erhalten "nur" mit 25% versteuern. Das ist aber eben nur auf den ersten Blick
Auf den 2. Blick ist eben so, dass die Dividenden, also die Gewinne unserer AG an der wir als Aktionär beteiligt sind bereits von unserer FIRMA mit Körperschaftssteuer, mit Soli und mit Gewerbesteuer versteuert wurden das sind rund 25 - 28% je nach Bundesland.
Und erst nach Abzug dieser von der Firma bereits bezahlten Steuer wird der Rest als Dividende an den Aktionär ausbezahlt und dieser besteuert dann diesen Rest nochmal mit "nur" 25% plus Soli plus evlt. Kirchensteuer.
Dagen ist nichts zu sagen.
Und wenn der Staat eine höhere Steuer will kanni man darüber diskutieren.
Was mich stört ist nur die Falschbehauptung dass Aktionäre, wo wir hier im Forum alle dazu gehören, weniger Steuer auf unsere Dividenden zahlen als ein Einkommensteuerzahler.
Warum es bei diesem Thema NIE Widerspruch gab ist mir schleierhaft und das ist etwas was mich noch ein wenig mehr ärgert als wenn unser guter Irving hier sich etwas undiplomatisch jedoch in der Regel sachlich richtig ausdrückt.
Schönen Sonntag wünscht McProfit
und Kompliment an Jeden der so lange gelesen hat!!!!!