Vor einigen Tagen habe ich den Bescheid bekommen, ca. 28.700 € einzahlen zu können, um ca. 124 € monatlich mehr Rente zu bekommen.
Sollte es in Ihrem Fall möglich sein, die Einzahlungen auf zwei (oder mehrere) Jahre zu strecken, können Sie die Beträge in auch noch zu einem sehr hohen Maß steuerlich als Sonderausgaben absetzen.
Inwieweit das bei Ihnen zu einem wirksamen Steuervorteil führt, hängt freilich von Ihrem aktuellen zu versteuernden Einkommen in diesen Jahren ab. Sollten Sie ein hohes Einkommen erzielen und im Bereich des Spitzensteuersatzes besteuert werden, würden hier auch fühlbare finanzielle Vorteile bei der Einzahlung für diese Variante sprechen.
Renditetechnisch betrachtet sind 1.488 € für 28.700 € Einzahlung ja erst einmal nicht schlecht. Das sind 5,18 %.
Mit einer privaten Rentenversicherung werden Sie diese Auszahlung nicht erreichen.
Sollte jetzt bei Ihnen durch Steuervorteile auf der Einzahlungsseite z.B. nur ein Netto-Aufwand von - sagen wir - 23.000 € stehen, steigt die Rendite gleich auf 6,46 %.
Natürlich gibt man das Kapital endgültig aus der Hand, wenn man diese Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung leistet. Gekniffen sind daher primär die Erben.
Allerdings: die gesetzliche Rente ist dynamisch! D.h. es wird nicht bei den 1.488 € p.a. bleiben, sondern diese Rente wird jedes Jahr angepasst und steigt im Laufe der Jahre kontinuierlich.
Blüm hatte schon Recht: die Rente ist sicher, denn es handelt sich um ein Umlagesystem, das von den Beiträgen der aktiven Arbeitnehmer abhängig ist. Das ist ein großer Vorteil gegenüber jeder anderen Form der Kapitalanlage, die stets Risiken beinhaltet.
Ich selbst bin ein großer Fan der Kapitalanlage in Aktien!
Gleichwohl habe ich auch erhebliche freiwillige Zahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung geleistet. Das ist für mich auch eine Form der Diversifikation. So hängt nicht mein gesamtes Alterseinkommen an Dividenden.
Da die Rentner als Wählergruppe auf Sicht der nächsten 20, 30 Jahre immer größer werden, bin ich ziemlich sicher, dass es sich keine Regierung leisten kann, die Rentner zu vernachlässigen.
Dass das System ein Demografieproblem hat, ist klar. Aber dem wird man mit mehreren Maßnahmen begegnen. Wir werden künftig später in Rente gehen und der Bundeszuschuss aus Steuern wird steigen.
Wenn Sie gesund sind und davon ausgehen, dass Sie mindestens 20 Jahre die Rente beziehen werden, machen Sie es: zahlen Sie freiwillig ein!