Beiträge von GoldGaleone

    Nachdem ich mich ein bisschen schlauer gemacht habe, wäre ich unter Umständen bereit die ca 11 € Gebühren bei finvesto zu schlucken und mir dafür den Vanguard S&P 500 oder den Fidelity US Quality Income ins Depot zu legen. Warum? Weil beide sehr gut performen, von den üblichen Kurs-Dellen mal abgesehen.

    Aber beides sind Quartals-Emitter! Leider konnte ich auf der finvesto-Homepage kein Hinweis dazu entdecken, wie dieser Depotanbieter mit den Ausschüttungen umgeht?

    Weiß jemand, wie finvesto das handhabt? Bleiben die Ausschüttungen auf dem Depot oder werden diese aufs Referenzkonto/Girokonto überwiesen?

    @MW84

    Ist doch perfekt: Du hast schon 3 ETFs und besparst die seit 3 Jahren. Dann würde ich an deiner Stelle die Riester-Knete auch für die ETFs verwenden bzw. ich mache es so:

    Für meinen gerade gekündigten Riester dürfte ich knapp 15.000 € erhalten. Ich drittel das Geld: In 2 ETFs gehen jeweils 5.000 €, und die letzten 5.000 werde ich in Festgeld anlegen.

    Das entspricht der Quote, mit der ich generell investiere: 2/3 Risiko, 1/3 Sicherheit

    Danger92

    Danke für deine Rückmeldung - mich stören nicht die 0,96 € für die 12 Transaktionen, sondern die 10 € Depotpauschale! Quasi jedes Online-Depot ist somit günstiger als das von finvesto, von den Direktbanken mal abgesehen. Und deshalb sind in meinen Augen 2,29% Kosten eindeutig zu hoch, zumal finvesto sonst nichts bietet, was diesen Kostenquote in meinen Augen rechtfertigen würde.

    Aber vielleicht bin ich in dem Punkt einfach zu sehr Schotte oder Dagobert Duck ?‍♂️?

    Hallo, liebe Leute,

    habe den Arbeitgeber gewechselt, der neue bietet monatlich 15 € an vermögenswirksamen Leistungen (VWL) an.

    Die 15 € möchte ich gerne mitnehmen und mit 25 € Eigenanteil auf 40 € erhöhen - und diese am liebsten in den Vanguard FTSE All World (dis) monatlich einzahlen.

    Wenn ich z. B. bei extraetf.de den Vanguard eingebe (https://de.extraetf.com/etf-profile/IE00B3RBWM25), wird als VWL-Depot das von finvesto angegeben. Von Finanztip wird finvesto quasi empfohlen - aber eigentlich nur mangels Alternative, wenn das richtig überblicke.

    Von daher die Frage: Hat jemand von euch bei finvesto ein Depot? Und wenn ja: Wie teuer ist der Spaß bzw. die Depotverwaltung wirklich? Finanztip schreibt (https://www.finanztip.de/vermoegenswirksame-leistungen/) von jährlich 10 € Vertragsentgelt sowie 0,2% vom Anlagebetrag JE Transaktion.

    Ist eigentlich ganz schön happig bei maximal 480 € pro Jahr, die ich einzahlen will! Was meint ihr?

    Was gibt es sonst noch zu beachten bei der Idee, vermögenswirksame Leistungen in einem ETF „anzuhäufen“?

    Schon mal besten Dank für eure Unterstützung!

    Meine Rechnung wäre jetzt mal die: Wenn ich die 8000 Euro nehme, die ich raus bekomme und in Festgeld und ETF investiere, dann kommt ich in 20 Jahren auf ca. den selben Wert, aber keiner sagt mir, wann ich das Geld bekomme und ich muss es auch nicht nochmals versteuern und vor allem der Versicherung keine Verwahrkosten usw. zahlen.

    Ist das so richtig?

    @MW84

    Vermutlich stehen die Chancen sehr gut, dass du in 20 Jahren mit der Kombi ETF/Festgeld besser dastehst als mit der lausigen Riester-Rente. Allerdings weiß eben kein Mensch, wie sich die Welt bzw Weltwirtschaft entwickelt.

    Gewinne musst du versteuern, aber das hat ja schon monstermania ausgeführt. Und ansonsten sind noch die ETF-Verwaltungskosten (TER) zu bedenken, die in der Regel aber sehr günstig sind (z. B. der Vanguard FTSE All World mit 0,22%) und natürlich deutlich günstiger sind als die üblichen Abzocker-Gebühren bei den Riester-Dingern.

    (Kleiner Exkurs: Und wenn’s gut läuft, hat dein ETF auch noch eine negative Tracking Difference, d.h. er schlägt den Vergleichsindex, was bedeutet, dass er im Endeffekt noch günstiger ist als die offiziell ausgewiesene TER.)

    Aber klarer Vorteil ETF: Du bestimmst ALLEIN über dein Geld, Du hast klar überschaubare Kosten, du kommst völlig flexibel an dein Geld ran.

    citizen-j

    Was dir eventuell das „Nicht-Kündigen“ der Riester-Rente noch etwas angenehmer machen könnte: Zu Rentenbeginn kannst Du Dir 1/3 der Gesamtsumme auf einen Schlag auszahlen lassen (entsprechend geringer fallen dann natürlich deine monatlichen Riester-Zahlungen aus).

    Vielleicht hilft dir dieser Aspekt in deiner Entscheidungsfindung auch etwas weiter …

    Aber bevor es zu einem Mißverständnis kommt: Ich will dich definitiv NICHT überreden, an deiner Riester-Rente festzuhalten - habe gerade selbst meine Riester-Kündigung unterschrieben und morgen geht sie in die Post ?

    DWS Riester-Rente Premium seit April 2011 und beitragsfrei gestellt seit Januar 2023 zugunsten von ETF-Investments für die Altersvorsorge. Am liebsten würde ich den ganzen Riesterbums zum Teufel jagen und alles umschichten. Das wäre aktuell jedoch mit massiven Verlusten verbunden. Garantiebetrag 21697 Euro, derzeitiger Gegenwert erbärmliche 12943 Euro. Laut meiner Berechnung ergeben sich 17833 Euro an Einzahlungen, 3863 Euro an Zulagen (Basiszulage, zwei Kinder) und ca. 1684 Euro an Steuervergünstigungen. Die Auszahlung im Kündigungsfall beliefe sich also aktuell auf 11259 Euro. Das heißt 6574 Euro meiner eigenen Einzahlungen wären verloren.

    Ich würde den Riester ja gerne als sicheren Teil der Altersvorsorge betrachten, aber das fällt mir angesichts der miserablen Aussichten und auch der generellen Beschaffenheit von Riester nicht gerade leicht. Als Angestellter im öffentlichen Dienst verfüge ich neben der gesetzlichen Rente auch noch über die Rentenzusatzversorgungskasse RZVK, aber das allein wird vermutlich im Alter auch nicht wirklich ausreichen. Eine weitere Option wäre, den Riester stillgelegt zu halten und zu hoffen, dass die Politik in naher Zukunft eine Reform durchführt, die eine förderunschädliche Überführung in was auch immer ermöglicht und dass die Fondskosten das Kapital bis dahin nicht vollständig aufgezehrt haben.

    citizen-j

    Aus meiner Sicht lassen deine Zahlen eigentlich nur den Schluss zu: Riester NICHT kündigen, sondern beitragsfrei weiterlaufen lassen bis zum Rentenbeginn. Deine Rückzahlungen an staatl. Förderung und Steuervergünstigungen im Fall deiner Kündigung wären mir eindeutig zu hoch. Aber das ist natürlich persönliche Geschmackssache ?

    Ich an deiner Stelle würde also auf die Zähne beißen, den Riester als „sicheren Teil“ verbuchen und möglichst bis zum Rentenbeginn vergessen.

    Und mit der Summe X, die Dir monatlich zur Verfügung steht, fleißig weiterhin in ETFs investieren.

    Aber wenn du durchrechnest, was dir BS.C geraten hat, und da würde tatsächlich ein positives Ergebnis TROTZ Kündigung rauskommen, dann kündige!

    außerdem besitze ich ca. 150 TEUR in ETF und ca. 300 TEUR in Tages- und Festgeld (bis 12 Monate).

    Auf dem Vorsorgekonto der Cosmos-direkt liegen aktzuell ca. 85 TEUR.

    Für die Renovierung meines Hauses plane ich noch knapp 100 TEUR in der nächsten Zeit ein.

    Ich würde gerne so früh wie möglich in Rente gehen, d. h. mit 63 Jahren und einem Abzug von 14,4 %.

    Was soll ich jetzt mit dem Tages- und Festgeld und dem Vorsorgekonto der Cosmos machen?

    Billy-Ray

    Bezüglich der Höhe deines Tages- und Festgelds ist dein Sicherheitsgefühl ausschlaggebend. Mir wäre dieser Anteil definitiv zu hoch, aber wenn es sich für dich gut anfühlt …

    Bei so viel Rücklagen würde mir an deiner Stelle ein Teil des Geldes nehmen und damit Sonderzahlungen für die Gesetzliche Rentenversicherung leisten, um den 14,4%igen Abschlag bei Rentenbeginn mit 63 zu vermeiden.

    Und nochmal prüfen, ob 100.000 € wirklich für die Sanierung/Renovierung Deiner Immobilie ausreichen - die Preise/Handwerkerkosten sind enorm gestiegen!

    Viele Rieserverträge sind besser als ihr Ruf. Ja in der Tat sieht man je nach Vertragsart erst kurz vor der Rente wieviel rauskommt. Immerhin darf man nicht vergessen, dass man einen Teil der Beiträge indirekt über das Finanzamt wieder zurückbekommen hat.

    Mein Vertrag ist innerhalb von nur 3 Jahren hat sich der voraussichtlicher Rentenbetrag um 20% erhöht aufgrund der Erhohlung an den Börsen und der Zinssteigerungen.

    7chris

    Nur mal ein kleines Beispiel, weshalb der Riester-Ruf so schlecht ist:

    Ich habe ca 17.000 € auf meiner stillgelegten Riester-Rente angespart, wovon ca 1.300 € staatliche Zulagen sind.

    Meine Versicherung sichert mir schriftlich seit Jahren eine garantierte Rente von 112,50 € zu. Würde im Umkehrschluss bedeuten: Nach ca 12,5 Jahren wäre der Ofen aus.

    Selbst wenn ich noch ca 11 Jahre berufstätig sein werde: Zur stillgelegten Riester-Rente kommen bestenfalls noch die nicht-garantierten Überschüsse hinzu.

    Auch wenn ich keine Glaskugel habe: Der jetzt garantierte Betrag von 112,50 € wird niemals Realität werden. Wenn ich Glück haben würde, würden vielleicht ca 60, bestenfalls 70 € tatsächlich an monatlicher Rente herausspringen (vor Steuern wohlgemerkt!).

    Aber mit diesem „Offenbarungseid“ will ich nicht warten bis zum Rentenbeginn!

    Deshalb: JETZT Kündigung und das verbliebene Geld sauber austariert in ETFs und Festgeld anlegen.

    Wir haben aktuell einen Mietvertrag deutlich unter den derzeit üblichen Vergleichsmieten.

    Vielleicht ist es besser, hier wohnen zu bleiben und den Überschuss stumpf zu investieren.

    Patrick1978

    Einer der vielgesehenen Finanzprofis, Andreas Beck, rät mehr oder weniger direkt dazu, einen Immobilienkauf momentan aufzuschieben und lieber in ein, zwei Jahren nochmals den Markt zu sondieren. Von Beck gibt’s dazu diverse Videos auf YouTube

    Alles richtig: Interhyp & Co geben schon mal grob die Richtung vor, was geht und was nicht.

    ABER: Die Entscheidung, ob ein Immobilienkredit genehmigt wird, trifft allein die Bank und niemand sonst.

    Und oft ist es so: Bei der groben „Vorab-Prüfung“ der Daten (Einkommen, Rücklagen, Lage und Zustand der Immobilie etc etc.) durch Interhyp & Co kommt oftmals ein positives Ergebnis heraus; sprich: Mit dem Kredit scheint es keine Probleme zu geben.

    Wenn dann aber die kreditgebende Bank alles ganz genau in ihr Bewertungsprogramm eingibt und vor Ort die Immobilie in Augenschein nimmt, gab‘s schon oftmals lange Gesichter, weil z.B. aus Sicht der Bank eben doch nicht alles passt, z. B. zu wenig Rücklagen oder der schlechte Zustand der Immobilie oder was auch immer.

    Wollte es nur mal erwähnt haben …

    Patrick1978

    Vor ca 5 Jahren wollte ich mir eine Eigentumswohnung kaufen und hatte damals - genau wie Du heute - eine Riester-Rente, eine Kapital-Lebensversicherung und eine Rentenversicherung in der Hinterhand (sowie natürlich ein bisschen Cash auf dem Tagegeldkonto).

    Meine damalige Kreditberaterin hat weitergehend den Daumen gesenkt bezüglich meiner illiquiden Reserven. Begründung: Banken wollen es so einfach wie möglich und haben überhaupt keine Lust auf bestehende Verträge.

    Wenn ich mich richtig erinnere, sagte sie, dass meine 3 Verträge niemals zu 100% von den Banken angerechnet würden, sondern bestenfalls zu 70%.

    Und bei Riester-Renten hat sie eindeutig abgewunken: Damit will keine Bank etwas zu tun haben, und auch nicht mit Wohnriester, weil viel zu kompliziert!

    Wie gesagt: Das war vor ca 5 Jahren, und damals waren die Banken noch deutlich generöser drauf als heutzutage.

    Kapital-Lebensversicherung und Rentenversicherung sind inzwischen gekündig (die Riester-Kündigung geht diese Woche in die Post) und ich habe es definitiv nicht bereut - ganz im Gegenteil: Dann hatte ich gut Cash auf der hohen Kante und der Immobilienkredit zum guten Zins war kein Problem mehr dank hohem Eigenanteil und die Nebenkosten waren auch abgedeckt. Nebenher blieb für ETFs auch noch was übrig ?

    Um kurzfristig Cash für die Nebenkosten zu generieren, wirst du wohl (mindestens) einen deiner drei Verträge verkaufen müssen. Oder du hast noch Verwandte/Freunde, die dir finanziell unter die Arme greifen (können)

    Ich bin 29 Jahre alt und habe zu Beginn meines Arbeitslebens im Jahr 2012 einen Riester-Vertrag bei der R+V abgeschlossen.

    Nachdem ich mich vor 2 Jahren mit meinen Finanzen beschäftigt habe, habe ich den Riester stillgelegt bzw. bespare ihn mit dem Mindestsatz von 60,- pro Jahr. In diesen knapp 10 Jahren hat dieser sogar eine negative Rendite erwirtschaftet. (Zulagen + Steuerersparnisse ausgenommen)

    Der aktuelle Wert beträgt ca. 6.000,-

    Siggili In deinem Alter solltest Du das Risiko m.E. nicht scheuen: Kündigen und umschichten ist bestimmt eine gute Alternative zum ewigen „weiter so“ mit Verlust. Kläre vorher den Kinderzulagen-Kram ab, damit es keine Nachteile gibt, aber dann hast du voraussichtlich noch mindestens 20, vielleicht sogar 30 oder mehr Jahre, in denen du vernünftige Rendite machen kannst, z.B. mittels ETF

    Dann besser sofort den Stecker ziehen, auch wenn Mental da eine Schwelle sein sollte weil ich die Zulagen verliere, aber Rational es mehr Sinn ergibt.

    Stecker ziehen kann ich nur unterstreichen - dummerweise gibt’s halt zu Viele, die noch nicht mal die Steckdose finden … was vielleicht auch am konservativen, ausgeprägten Sicherheitsdenken vieler Leute liegen mag und natürlich an der (zwei jahrzehntelangen) unseligen Propaganda der Versicherer, Makler und Regierung („Riester ist staatlich gefördert und garantiert“)

    Maxim Darum geht’s ja hier: Kommt am Ende wirklich das raus, was der Versicherer jahrelang freudig prognostiziert? Und der Artikel des Süddeutschen sowie mehrere Beiträge hier deuten auf das Gegenteil hin!

    Zahle monatlich 200€ rein und bekomme garantiert (ohne weitere Überschüsse und Schlusszahlungen) 1140€/monatlich garantiert ausbezahlt und das lebenslang - das darf man auch nicht vergessen