Ich habe Erspartes in Höhe von ca. 110.000,- €. Der Großteil ist allerdings nicht liquide, sondern investiert (Riester-Rente, fondsgebundene Rentenversicherung, Kapitallebensversicherung).
Soweit ich weiß, zählen auch diese Anlageklassen zum möglichen Eigenkapital einer Immobilienfinanzierung. Hat hier jemand Erfahrungswerte damit, wie man hierdurch kurzfristig Cash generiert, um die Nebenkosten einer Immobilienfinanzierung (Grunderwerbssteuer, Makler etc.) zu bezahlen?
Patrick1978
Vor ca 5 Jahren wollte ich mir eine Eigentumswohnung kaufen und hatte damals - genau wie Du heute - eine Riester-Rente, eine Kapital-Lebensversicherung und eine Rentenversicherung in der Hinterhand (sowie natürlich ein bisschen Cash auf dem Tagegeldkonto).
Meine damalige Kreditberaterin hat weitergehend den Daumen gesenkt bezüglich meiner illiquiden Reserven. Begründung: Banken wollen es so einfach wie möglich und haben überhaupt keine Lust auf bestehende Verträge.
Wenn ich mich richtig erinnere, sagte sie, dass meine 3 Verträge niemals zu 100% von den Banken angerechnet würden, sondern bestenfalls zu 70%.
Und bei Riester-Renten hat sie eindeutig abgewunken: Damit will keine Bank etwas zu tun haben, und auch nicht mit Wohnriester, weil viel zu kompliziert!
Wie gesagt: Das war vor ca 5 Jahren, und damals waren die Banken noch deutlich generöser drauf als heutzutage.
Kapital-Lebensversicherung und Rentenversicherung sind inzwischen gekündig (die Riester-Kündigung geht diese Woche in die Post) und ich habe es definitiv nicht bereut - ganz im Gegenteil: Dann hatte ich gut Cash auf der hohen Kante und der Immobilienkredit zum guten Zins war kein Problem mehr dank hohem Eigenanteil und die Nebenkosten waren auch abgedeckt. Nebenher blieb für ETFs auch noch was übrig ?
Um kurzfristig Cash für die Nebenkosten zu generieren, wirst du wohl (mindestens) einen deiner drei Verträge verkaufen müssen. Oder du hast noch Verwandte/Freunde, die dir finanziell unter die Arme greifen (können).