Beiträge von GoldGaleone

    Ich selber habe mir vor Jahren auch mal einen Riester-Vertrag aufschwatzen lassen und hatte überlegt, den beitragsfrei zu stellen. Lasse ihn jetzt aber bewusst laufen und verbuche ihn unter dem sicheren Teil meiner Altersvorsorge. Ein Vielfaches meines Riesterbeitrags geht monatlich in ETFs. Und egal was mit denen mal passieren wird, zur Not habe ich zumindest den Riester.

    (Das ist keine Empfehlung an GoldGaleone das genau so zu handhaben!)

    Shodan Klar, kann man so machen wie Du - warum denn nicht?

    Genau der „sichere Teil“ ist bzw. war ja der Grund, warum ich meine Riester-Rente bislang noch nicht gekündigt habe. Und weil eben doch ein bisschen mehr reinkommt bzw. reinkam als über Festgeld und Tagesgeld.

    Aber nachdem die Zinsen für FG und TG seit kurzem wieder sprunghaft gestiegen sind, sieht es eben wieder anders aus. Und mit TG bin ich definitiv flexibler, aber auch mit FG - je nachdem, wie es angelegt wird.

    JDS sehe ich 100% genau wie Du ???

    Aaaaaalso... die Wahrscheinlichkeit, dass bei Aktienfonds und -ETF die Real-Rendite positiv und damit höher ausfallen wird, als bei einem Versicherungsprodukt, um das es hier im Thread geht, ist sehr hoch.

    Ferner ist der Wert der 'Anlage' bzw. des Depots zum Rentenbeginn gar nicht mal so wichtig, wenn man sich mit Entnahmeplänen befasst. Hierzu wird die Cash-Reserve rund 5 Jahre (plus-minus) vor Rentenbeginn auf ein passendes Niveau gebracht (3 bis 5 oder mehr 'private Jahresrenten), wodurch der Zeitpunkt für Entnahmen aus dem Depot abhängig von dem künftigen Kurs variiert werden kann.

    Upps … ich und Technik ?

    Wollte nur Shodan zitieren und antworten:

    Vollkommen richtig, auch bei ETFs (egal ob Aktie oder Anleihe) gibt’s keine Garantie auf Irgendwas. Aber m. E. sind die Chancen höher, das Geld sinnvoll(er) anzulegen, ggfs. umzuschichten oder was auch immer damit zu tun - und damit das Geld für MICH arbeiten zu lassen und nicht, um eine Abzocker-Versicherung zu alimentieren

    Man sollte aber fairerweise sagen, dass das bei einem selbst verwalteten Investment in z.B. ETFs auch nicht anders ist. Da kann dir auch keiner sagen, wieviel die bei Renteneintritt wert sind.

    Was natürlich nicht gegen ETFs spricht, ich will damit nur sagen dass es bei keiner Altersvorsorge (mit nennenswerter Rendite und damit verbundenem Risiko) absolute Sicherheit über die Höhe gibt.

    Vielen Dank für Eure Hinweise und Statements!

    Diese befeuern meine Entscheidungsfindung weiter dahingehend, tatsächlich meinen Riester-Vertrag zu kündigen und das verbleibende Geld (nach Abzug Förderung und Steuervorteil) in Anleihe- und Aktien-ETFs zu stecken.

    Ich habe einen Vertrag bei der Alten Leipziger aus dem Jahr 2003, den ich schon lange beitragsfrei gestellt habe. Die Rendite ist bzw war auf dem Papier für „Riester-Verhältnisse“ gar nicht mal schlecht und lag bei ca 3 - 4%. Monatlich wäre laut Berechnung Alte Leipziger eine Rente von 112,50 € rausgekommen (vor Steuern, vor Auszahlungs-Gebühr etc.)

    Aber mir ist es lieber, das Geld ist in meinen Händen und ich verantworte, was daraus passiert!

    Und noch ein Vorteil: Sollte ich vorzeitig den Löffel abgeben, haben wenigstens meine Erben was davon. Würde ich den Vertrag weiterführen, freut sich nur die Alte Leipziger über meine Beerdigung ??

    Hallo, liebe Leute,

    habe kürzlich einen Artikel in der Süddeutschen entdeckt (aber nicht lesen können, da Paid-Content: https://www.sueddeutsche.de/projekte/artik…5/?reduced=true), aber hier der Vorspann: „Immer mehr Riester-Sparer gehen in den Ruhestand. Viele sind enttäuscht über die Höhe der ausgezahlten Rente und kündigen den Vertrag. Warum das so ist - und wann es sich lohnt“.

    Fragen an diejenigen, die jetzt aktuell Riester-Rente erhalten:

    A) Inwieweit weichen die TATSÄCHLICH ausgezahlten monatlichen Beträge ab von den durch die Versicherer zuvor in Aussicht gestellten Monatszahlungen?

    B) Wenn jemand NACH RENTENBEGINN gekündigt hat: Wie hoch ist der Verlust bzw. wie viel musste er/sie ans Finanzamt und/oder an die Riester-Verwaltungsstelle zurückbezahlen?

    Vielen Dank für Eure Unterstützung

    GoldGaleone

    Danke für die weitere Info samt Link … dennoch seufz … dieses Land war bzw. ist - bezogen auf Vermögensaufbau und Altersvorsorge - manchmal so kompliziert und unflexibel, und fast immer ist ein enormer Aufwand damit verbunden, wenn man alte Fehler korrigieren will ?

    Könnte mir jetzt noch in den Hintern treten, dass ich 2004 den Riester-Mist abgeschlossen habe. Von ETFs hatte da leider noch nichts gehört und gelesen …

    Referat Janders

    Zusätzliche Frage: In ca 8 Jahren kann ich in Rente gehen. Wäre es evtl eine Überlegung, mit der Minimal-Einzahlung von jährlich 60 Euro den Riestervertrag weiterzuführen, um noch etwas mehr Förderung/Steuererstattung abzugreifen?

    Wäre es theoretisch denkbar, aus dem Riestervertrag jährlich eine Summe X herauszunehmen, aber den Vertrag weiterlaufen zu lassen? Gibt es diese Möglichkeit?

    Hallo Community,

    Frage in die Runde: Gilt eine Riester-Kündigung als „schädliche Verwendung“, wenn ich damit einen Immobilienkredit tilgen will bzw. Sondertilgungen damit durchführen will? Oder greift in diesem Fall eine Ausnahmeregelung, von der Finanztip berichtet (siehe unten)?

    Hintergrund: Habe 2004 einen Riester-Vertrag bei der AltenLeipziger abgeschlossen; Rendite ist mäßig, momentan ist der Vertrag stillgelegt und ca 17.000 € sind angespart.

    Gerne würde ich spätestens 2024 Jahr diesen Vertrag kündigen, um das Geld für Sondertilgungen für meinen Immobilienkredit zu verwenden. Die Immobilie werde ich in Kürze selbst bewohnen und sie ist als Alterssitz gedacht, solange ich dort leben und wohnen kann. (Sondertilgungen für die Jahre 22 - 24 liegen quasi einsatzbereit auf der hohen Kante).

    Finanztip schreibt zur Riester-Kündigung Folgendes:

    „Riester-Verträge dienen der Altersvorsorge. Wenn Du Dich entscheidest, Deinen Riester-Vertrag vorzeitig aufzulösen oder das angesparte Geld für einen anderen Zweck zu verwenden, gilt das als schädliche Verwendung: Du musst alle erhaltenen Förderungen zurückzahlen. Das gilt sowohl für Zulagen als auch für Steuervorteile. Es gibt jedoch Ausnahmen, beispielsweise die Entnahme Deines Guthabens für den Erwerb einer selbstbewohnten Immobilie, was nicht als schädliche Verwendung gilt.

    Zusätzlich müssen die erwirtschafteten Zinsen nachträglich versteuert werden. Sie fallen als sonstige Einkünfte an, weil die Befreiung von der Abgeltungssteuer auch für frühzeitig gekündigte Verträge besteht.“

    Wie immer: Tausend Dank für eure Unterstützung!

    E.K. Nachtrag zu Neubauten:

    Da momentan so wahnsinnig viele Neubauten in Deutschland entstehen, leidet massiv die Qualität der Gebäude. Insbesondere das Sub-Sub-Sub-Unternehmertum, das gerne auf ungelernte Hilfskräfte zurückgreift, ist dafür eine Ursache.

    Klickt euch einfach mal durch diverse Häuslebauer-Foren durch und auch der „Spiegel“ hat kürzlich dazu einen Artikel veröffentlicht („Boom der Pfuscher“). Fazit des Artikels: Ein Neubau ohne gravierende Mängel ist aktuell scheinbar die große Ausnahme.

    E.K. ich würde euch empfehlen, die Altersvorsorge NICHT NUR durch ein Eigenheim abzusichern und schließe mich ganz klar JDS an („…die Immo nicht als Altersversorgung zu betrachten, sondern doch tunlichst parallel zum Immobilien-Deal Vermögen aufzubauen...“).

    Denn keiner weiß, wie sich Immobilien in den nächsten 20, 30 Jahren entwickeln werden, und es gab z.B. in den 80er/90er einen längeren Zeitraum, da sind Immobilienpreise stagniert bzw. sogar gefallen. Und höchstwahrscheinlich steuern wir auf so eine Phase vermutlich gerade wieder zu, auch wenn es noch etwas dauern wird, bis sich das in den Preisen widerspiegelt … u.a. die Deutsche Bank hat dazu (kurz vor Weihnachten war’s, wenn ich mich nicht irre) ein entsprechendes Gutachten veröffentlicht, was an Deutlichkeit wenig zu wünschen übrig ließ. Dazu bzw. zu Immobilien gibt’s m.E bei Youtube auch gute Clips von Finanztip, Finanzfluss und der Pfennigfabrik …

    Andererseits: Die Kreditzinsen sind jetzt noch unglaublich niedrig, werden aber voraussichtlich ebenfalls in den nächsten Jahren steigen. Und dann ist es tatsächlich besser, JETZT bzw. innerhalb der nächsten 2, 3 Jahre zu kaufen, bevor die Kreditzinsen spürbar teurer werden.

    Aber zurück zum Ausgangspunkt: Vermögen lässt sich z. B. gut mit ETFs aufbauen … also, wenn finanziell möglich: Kredit stemmen UND parallel dazu ETF(s) besparen. Ich mach‘s auch so und mache damit bestimmt keinen Fehler, ganz im Gegenteil …