Alles anzeigenIch verweise mal auf diesen Beitrag:
BeitragRE: Wie Bausparverträge einsetzen?
[…]
Ich habe diesbezüglich - prognostizierte Zuteilungen sind nicht eingehalten worden - um Nennung der Zeit/des Zeitraums und den Namen der Kasse gebeten.
Wann haben renommierte Kassen wie Wüstenrot, Schwäbisch Hall, Signal, BKM, LBS, aber auch bereits fusionierte oder liquidierte Kassen wie Leonberger Bausparkasse, Deutsche Bauspar AG, Aachener Bauspar AG und Dresdner Bauspar AG jemals prognostizierte Zuteilungen in der Geschichte (90 Jahre, bestens der jüngsten Geschichte der letzten 50…
Der Buhmann27. April 2026 um 15:47 Was für ein Zufall, dass er erste Fall seit 90 Jahren seinen Weg hier ins Forum findet.
Dayvit Leider ist das rechtens, was die Bausparkasse macht (jedenfalls Stand heute). Die Bausparkassen dürfen die Zuteilung zum Zeitpunkt X überhaupt nicht garantieren, weil sie es nicht können (weil das zur Zuteilung verfügbare Geld von diversen Variablen abhängt, unter anderem davon, wie viele andere Bausparer zum Zeitpunkt X Geld ausgezahlt haben möchten).
Deshalb ist das letztlich nur eine unverbindliche Prognose. So wird es natürlich nicht beworben, siehe auch die Beiträge des gewerblichen Vermittlers Der Buhmann hier im Forum, aber ich bin mir sicher, irgendwo im Kleingedruckten eures Bausparvertrags wird stehen, dass die Zuteilung von allen möglichen Dingen abhängt und nicht fix zugesagt werden kann. Und ich bin mir ebenso sicher, der Verkäufer dieses Produkts hat euch vor Abschluss Dinge gesagt wie "das hat bisher noch immer geklappt", "ja, das muss da so stehen aus rechtlichen Gründen, aber das ist eine reine Formsache".
Es ist wohl häufig so, dass dann nur eine (teure!) Zwischenfinanzierung bleibt.
In aller Regel sind Bausparkonstrukte nachteiliger als ein ganz normales 08/15-Annuitätendarlehen (komplexer, teurer, höhere Opportunitätskosten, weniger Sicherheit durch die ungewisse Zuteilung usw...). Die günstigen Zinsen hättet ihr euch auch über ein Annuitätendarlehen sichern können, das wäre mit aller Wahrscheinlichkeit deutlich kostengünstiger gewesen (selbst wenn man die sich immer weiter verschiebende Zuteilung und vermutlich teure Zwischenfinanzierung außer Acht lässt). Ihr zahlt für 220.000 EUR Darlehen über 50.000 EUR Zinsen über 15 Jahre lang, und dann fangt ihr erst abzuzahlen. Das ist für eine zu Niedrigzins-Zeiten abgeschlossene Baufinanzierung absurd!
Es lässt sich jetzt bei euch leider nicht mehr ändern, aber ich hoffe, dass möglichst viele Leute, die kurz vor einem Immobilienkauf stehen, solche Threads finden und die Finger von Bausparkonstrukten (insbesondere Tilgungsaussetzer-Darlehen) lassen.
Noch mal:
„In den vergangenen Jahrzehnten wurden prognostizierte Zuteilungstermine von deutschen Bausparkassen überwiegend eingehalten, sofern der Bausparer die vorgesehenen Sparleistungen erbracht hat. Eine rechtliche Garantie für den Zuteilungstermin bestand jedoch nicht.“
Punkt!
Dein Zitat: Es ist wohl häufig so, dass dann nur eine (teure!) Zwischenfinanzierung bleibt.
Das stimmt einfach doppelt (häufig und teure) so nicht und wenn ich mir vereinzelt für ein paar Monate eine Zwischenfinanzierung leisten musste, hat das nicht zwingend den Vorteil zu nichte gemacht, so sich ein Vorteil durch Bausparen ergeben hat!
Wenn das Bauspardarlehen (so ich konservativ und sicherheitsorientiert eingestellt bin/investiert sein will) zu 2,35% zugeteilt wird, während der Markt bei 5% liegt, so kann das Bauspardarlehen auch trotz einer kurzzeitigen Zwischenfinanzierung günstiger sein, als der Prolongations- oder Anschlusszinssatz zu 5%!