Beiträge von Manni-Maker

    Hallo MrMoep,

    Du kannst die Angaben zu Ausgabeaufschlag und Rücknahmeabschlag einfach getrost ignorieren solange Du über die Börse kaufst. Die ausführliche Erklärung hat Kater.Ka bereits geliefert.

    Die Angaben zu Ausgabe- und Rücknahmeaufschlag sind nur für den Erwerb über Finanzdienstleister. Das heißt eine Bank könnte den Fonds wie einen aktiven Fonds vertreiben und dabei einen Aufschlag berechnen. Daher steht auf manchen Plattformen, auf denen Du Infos zu den Kosten etc. abrufen kannst, die Abgabe "Ausgabeaufschlag bis zu X %". Bei Abschluss eines Sparplans oder bei einem Kauf/Verkauf erhältst Du vor der verbindlichen Auftragserteilung immer eine "ex ante"-Kosteninformation. Dort sollte dann zu erkennen sein, dass Du keinen Ausgabeaufschlag, sondern maximal die Transaktionsgebühren zahlst.

    Gleichfalls muss jährlich eine "ex post"-Information der tatsächlich gezahlten Gebühren bereitgestellt werden. Daraus ist es aber meist schwieriger eine einzelne Transaktion/einen einzelnen Sparplan nachzuvollziehen.

    Du musst bei Kündigung die "Kapitalerträge" versteuern. Darauf würde dann Kapitalertragssteuer berechnet. Mir scheint auf den ersten kurzen Blick, dass das bei Dir meine ich aktuell nicht der Fall ist.

    "Verhindern" kannst Du das sonst am einfachsten über den Freistellungsauftrag (801 EUR Kapitalerträge pro Jahr und Person bleiben steuerfrei). Den müsstest Du ggf. gegenüber dem Versicherer noch erklären (oder der Bank, je nachdem wo die Versicherung geführt wird).

    In der Steuererklärung dürftest Du Deine Einzahlungen in die Versicherung ja nicht abgesetzt haben können (das wäre nur z. B. bei Riester möglich), sodass auch dort keine Steuernachzahlung entsteht.

    Bei der Einkommensteuer werden verschiedene Arten von Einkünften zunächst einmal unabhängig voneinander betrachtet. Unter anderen sind das in Deinem Fall die "Einkünfte aus "Nicht selbstständiger Arbeit" (also klassisch Lohn/Gehalt) und Einkünfte aus "Vermietung und Verpachtung" (also bei Dir Mieteinkünfte). Wenn überhaupt, dann ist also die Variante 2 "weniger falsch".

    Von den jeweiligen Einkünften kannst Du jeweils Werbungskosten sowie ggf. Sonderausgaben absetzen, die Dein zu versteuerndes Einkommen reduzieren.

    Du kannst z. B. nicht einfach den Kaufpreis als Grundlage der AfA nehmen, sondern musst u. a. den Wert des Grundstücks herausrechnen. Ansonsten können auch etwa die Grundsteuer usw. als Werbungskosten bei Vermietung geltend gemacht werden.

    Die Details in Deiner Situation solltest Du – wie Joergi auch schon erklärt hat – im Zweifel besser mit einem Steuerberater klären.

    Hallo Bayer66,

    was ich zu dem bereits verlinkten Ratgeber noch hinzufügen möchte: Leider bieten eben nur zwei Banken eine VL-Anlage in ETF an. Solltest Du aber schon ein Depot bei einem anderen Anbieter besitzen, womöglich sogar mit anderen Sparplänen, dann solltest Du dir gut überlegen, ob Du nun zwingend für die VL ein weiteres Depot bei einer dieser Banken eröffnest.

    Im Zweifel fährst Du dann doch "günstiger" oder mindestens unkomplizierter und übersichtlicher, wenn Du bei Deinem aktuellen Depotführer einen VL-Fondssparplan in einen aktiv verwalteten Fonds eröffnest. In dem Fall kannst Du ja noch entscheiden, den Anteil, den Du selbst tragen möchtest (die 13,41 EUR), unabhängig von den VL in einen ETF zu investieren.

    Ansonsten denk bei der VL-Anlage auch daran, dass Du ggf. noch von der Arbeitnehmersparzulage profitieren könntest. Hier der Finanztip-Ratgeber dazu: https://www.finanztip.de/vermoegenswirk…hmersparzulage/

    Vielen Dank für Eure schnellen Antworten!

    @chris2702 Meerschweinchen sind ein super Vorschlag, ich werde es mal bei der Arbeit anbringen. Aber du hast schon Recht mit deiner Vermutung ;)

    Ich habe derzeit den Deka-Zukunftsplan. Aufgrund der noch sehr hohen Restlaufzeit des Vertrags war ich bislang (außer 2-4 Monaten) ausschließlich in der Variante mit 100% Aktienquote allokiert. Der Vertrag ist was das angeht echt nicht schlecht und ist nur etwa aufgrund der sehr hohen Volatiöität im Frühjahr in den etwas defensiveren Fonds gewechselt.

    Du hast aber vollkommen Recht damit, dass in vielleicht 15 Jahren eher so 50-50 investiert werden wird. Das würde aber rechnerisch ja noch nachteiliger für den Riester-Vertrag aussehen.

    Die Zahlen zum Einkommen etc. sind nicht meine tatsächlichen, aber das Ergebnis vom Vergleich bleibt das selbe.

    Und zu deinem zweiten Punkt: Ich mache das natürlich nicht, aber ich wollte doch zumindest eine Chance für den Riester-Vertrag geben, indem der Vorteil, den er eben hat (Steuererstattungen) wieder gewinnbringend mit angelegt werden. Wenn überhaupt würde ich das natürlich nicht in den Riester-Vertrag machen. In der Datei dient es nur dazu, die beiden Alternativen vergleichen zu können.

    Aber dann klingt es für den Moment ja so, dass ich es auch besser wie Altsachse halten kann. Einige gute aktive Fonds und ETFs – und den Riester kann ich mir dann eher sparen.

    Bevor mich also auch die Riester-Depression erwischt wie Pantoffelheld könnte ich ja noch den FSA ausnutzen und mich nun einfach vom Vertrag trennen. Dann gibt es auch keine bösen Träume mehr. Ich habe keine großen Hoffnungen, dass die Förderung in absehbarer Zeit und auf eine Weise angepasst wird, die mich noch umstimmt.

    Hallo zusammen,

    ich lese schon seit Start des Finanztip-Forums hier das ein oder andere Thema und habe mich nun auch entschieden, Teil der Gemeinschaft zu werden. Zum Einstieg habe ich auch gleich mal das Thema Altersvorsorge.

    Ich besitze bereits seit Ende 2015 einen fondsbasierten Riester-Vertrag. Der Vertrag wird auch durch Finanztip in der Empfehlungsliste geführt. Ich habe aktuell den Vorteil, dass die Kosten (genauer der Ausgabeaufschlag) für mich vergünstigt ist. Ich habe auch aus dem beruflichen Kontext ein ganz solides Fachwissen zum Thema und informiere mich auch darüber hinaus selbst. Seit ich das Thema im diesem Jahr nochmal angeschaut habe, überlege ich, ob ich nun diesen Vertrag nun behalten möchte.

    Ich hatte (war ja auch Zeit) schon vor längerem eine Excel-Datei gebastelt, die ich nun nochmal aktualisiert habe (siehe Anhang – ich hoffe ich darf den einfach so hier anhängen). Als Alternative zum Riester-Vertrag sehe ich einen Aktien-ETF-Sparplan. Im Grunde werden diese beiden Alternativen gegenübergestellt. Zulagen und mögliche Steuererstattungen werden für den Vergleich vollständig in den Vertrag investiert. Die Steuern in der Auszahlungsphase (bzw. bei Verkauf des ETF am Ende) sind nur vereinfacht dargestellt.

    Ich würde nun aber gerne von Euch etwas Feedback haben, ob ich in der Rechnung gravierende Fehler eingebaut oder etwas wichtiges vergessen habe. Schön ist was anderes, aber die Excel erfüllt für mich die Aufgabe ;) Riester-Kalkulation FT-Forum.xlsx

    Unterm Strich scheint es mir so, dass ich mit einem ETF-Sparplan so gut wie immer gleich oder gar besser herauskomme. Natürlich kann niemand die Wertentwicklung garantieren, aber da ich für Riester-Vertrag und ETF die selbe Rendite (nur unterschiedliche laufende Kosten) unterstelle sollte das ja keinen Unterschied machen. Ich habe noch 35+ Jahre bis zur Rente und kein Problem damit, auf diese Laufzeit keine Garantie wie im Riester-Vertrag zu bekommen.

    Mich stören besonders die Einschränkungen beim Riester hinsichtlich einmaliger Entnahmen und der zwingenden lebenslangen Verrentung. Beim ETF-Plan bleibe ich einfach flexibler.

    Wie seht Ihr die Sache: Sollte ich den Vertrag auflösen, ruhen lassen oder weiterfürhen? Mein Riester ist momentan gut in der Gewinnzone (insgesamt rund 10,5 TEUR Bestand, davon 1,5 TEUR Gewinn). Bei der Auflösung müssen natürlich Zulagen und ggf. Steuern zurückgezahlt werden. Ein Verlustgeschäft wird es aber trotzdem nicht.

    Ich habe ohnehin ETF-Sparpläne als private Altersvorsorge neben dem Riester-Vertrag, die dann erhöht werden könnten. Angaben zu Familie, Gehalt etc. mache ich erstmal nicht - in der Excel schneidet ja fast immer der ETF-Plan besser ab.

    Ich freue mich auf Eure Gedanken und wünsche einen schönen Abend!

    TLDR: Hi, bin neu hier und möchte Eure Meinung hören. Ich finde vor allem die Unflexibilität von Riester ein Problem. Habe eine Excel zum Vergleich Fonds-Riester zu ETF-Sparplan. ETF scheint fast immer besser. -> 1) Habe ich dort einen Fehler drin? 2) Was denkt Ihr zum Thema "Riester jetzt auflösen".