Beiträge von hans1956

    Meines Erachtens ist das nicht das Hauptproblem bei dieser Einschätzung, sondern dass komplett ignoriert wird, dass der Preis für (Erd)gas wohl zukünftig deutlich steigen dürfte, allein schon wegen der stufenweise erhöhten CO2-Besteuerung.

    Das sollte man bei den Szenarien unbedingt berücksichtigen.

    Ja, die CO2-Besteuerung wird zunehmen; wie stark der Gaspreis für den Endkunden aber mittel- und langfristig steigen wird, wissen wir alle nicht (CO2-Steuer, Nachfrage und Angebot auf dem Weltmarkt, Weiterbetrieb der regionalen Gasnetze bei abnehmender Nutzung etc. etc.). Ich habe auch meine Zweifel, dass der Strompreis weniger schnell ansteigt oder Strom gar billiger wird.

    Hallo Hans, besteht die Option noch eine geförderte Beratung in absehbarer Zeit umzusetzen, der die geeigneten Massnahmen vor Ort prüfen kann? Weiterhin - gäbe bei Dir auch die Option Fernwärme? - Die Erhöhung der CO2 Besteuerung ist ein Faktor, aber selbst wenn Wärmepumpe sich besser rechnet, aber das Haus nicht warm wird.... wäre eine schwierige Option. (Worst Case Betrachtung, aktueller Verkauf und Umzug...)

    Hallo latinohh, die genannten Angebote gelten leider nur noch wenige Tage. Wenn ich erst noch eine geförderte Beratung in Anspruch nehmen will, müsste ich erst wieder neue Angebote einholen. Die Option Gasheizung könnte dann, wenn die Deadline 01.01.24 beibehalten wird, zeitlich knapp werden. In meiner ländlichen Gemeinde mit ca. 5000 Einwohnern wird es wohl in absehbarer Zeit keine Fernwärme geben. Meine Anfrage im Rathaus und auch im zuständigen Landratsamt wg. Wärmeplanung ist auf völlige Unkenntnis gestoßen.

    Meine bisherige Ölheizung (32 kW) ist jetzt 30 Jahre alt, funktioniert aber noch problemlos und muss nicht zwingend ausgetauscht werden (Niedertemperatur, Eigenheim). Dazu einige Daten zum Haus: freistehendes Einfamilienhaus in einer dörflichen Umgebung in Bodenseenähe, Baujahr 1964, beheizte Wohnfläche ca. 200 m2, Ölverbrauch ca. 3800 l p.a. Das Dach ist gedämmt (allerdings nicht nach aktuellem Standard), die Fenster (Doppelverglasung) sind ca. 5 Jahre alt, darüber hinaus gibt es keine Wärmedämmung, PV oder Solarthermie; das ist auch nicht geplant.

    Aus meiner Sicht gibt es folgende Optionen:

    (1) Bis zum Jahresende durch eine neue Gasheizung ersetzen. Gasanschluss ist vorhanden, Festpreisangebot komplett über ca. € 16.000 liegt vor.

    (2) Ölheizung noch in diesem Jahr gegen eine Wärmepumpe ersetzen. Festpreisangebot komplett über ca. € 33.500 (vor Abzug der Förderung) liegt vor. Angeboten wird eine Bosch-Wärmepumpe für 13 kW (R410a) mit 9 KW Heizstab. Nach Abzug der Förderung wären die Investitionskosten also 20-30% höher als für die Gasheizung, was ich für vertretbar halte.

    (3) Ölheizung noch 2-3 Jahre weiterbetreiben (solange sie durchhält), dann durch eine Wärmepumpe oder ggf. eine Pelletheizung ersetzen und dazu neue Angebote einholen in der Hoffnung, dass die Preise bis dahin nicht weiter ansteigen oder - besser noch - vielleicht sogar fallen.

    Mein Hauptproblem ist die Einschätzung, ob sich eine Wärmepumpe überhaupt für mein Haus eignet. Dazu gibt es unterschiedliche Aussagen:

    (1) Der Schornsteinfeger, der mein Haus seit Jahrzehnten kennt, bezweifelt, dass mir eine WP ausreichen würde und legt mir eine Pelletheizung nahe.

    (2) Der Anbieter (große deutschlandweite Firma) der Gasheizung, den ich eigentlich für eine Wärmepumpe kontaktiert habe, hat mir in einem Besichtigungstermin vor Ort von einer WP abgeraten und stattdessen die Gasheizung angeboten.

    (3) Der Anbieter der Wärmepumpe (ebenfalls bekannte deutschlandweite Firma), der allerdings nicht vor Ort war - die sorgfältige Begehung des Hauses fand per Videokonferenz (ich mit dem Handy durchs ganze Haus) statt - hält den Einsatz der WP für durchaus möglich und auch wirtschaftlich und kalkuliert dafür eine maximal erforderliche Vorlauftemperatur von 50 °C, Zuschaltung des Heizstabs nur bei Außentemperaturen < 3 °C erforderlich.

    (4) Ein grobe Abschätzung mit dem Richtwert für den Wärmebedarf von 0,12k W/m2 für Altbau ohne Wärmedämmung x 200 m2 Wohnfläche liefert einen Gebäudewärmebedarf von 24 kW. Das ist natürlich deutlich mehr als die Leistung der angebotenen Wärmepumpe und auch mehr als die anderer Anbieter.

    Eine Information könnte vielleicht noch nützlich sein: Der Ölbrenner läuft im Winter nur wenige Wochen länger als 10 Stunden am Tag oder mehr und nur an ganz wenigen Tagen max. 15 Stunden, in der restlichen Heizperiode 4-7 Stunden. Kann man daraus schließen, dass auch eine WP mit 13 kW ausreichen könnte, wenn sie an wirklich kalten Tagen eben 24 Stunden durchläuft und ggf. den Heizstab zuschaltet?

    Ganz zum Schluss: Da ich Rentner bin, kommen umfangreiche Sanierungen darüber hinaus auch im Hinblick auf zukünftige Erben nicht infrage.

    Vielen Dank im Voraus

    Hallo allerseits,

    vorab gleich: ich bin neu im Thema ETF und Aktien, muss/will aber als angehender Rentner ca. 150 k€ als Ergänzung zur Rente und für unerwartete größere Ausgaben mittelfristig anlegen. Soweit ich das bisher überschaue, wird bei Finanztip die Meinung vertreten, dass ETFs in erster Linie als langfristige (>15a) Geldanlage geeignet sind, es derzeit und voraussichtlich auch in den kommenden Jahren aber keine empfehlenswerte mittelfristige (5-8a) Geldanlage gibt.

    Kurz zu meiner finanziellen Situation:

    • Eigenheim (1964), schuldenfrei, teilrenoviert (evtl. in den nächsten Jahren neue Heizung erforderlich)
    • Die erwartete Rente sollte (hoffentlich) für den täglichen Bedarf für 2 Personen und die laufenden Nebenkosten des Hauses (ohne größere Reparaturen) ausreichen
    • Die mittelfristige (5-15a) Geldanlage ist gedacht als Polster für Reisen, Reparaturen/Renovierung am Haus, anderes Auto (kaufe immer gebrauchte untere Mittelklasse) und falls die Rente über die Jahre doch nicht ganz ausreicht

    In Ermangelung geeigneter Alternativen schwebt mir folgende Geldanlage vor: 60% in MSCI World ETFs, 25% Festgeld, 15% Tagesgeld. Wäre das eine sinnvolle Anlagestrategie?

    Vielen Dank im Voraus