Beiträge von tiigeri

    Der Tarif heisst "Debeka-Bisex", wird aber dann doch für Männer anders verbeitragt als für Frauen? Und ausserdem wird je Alterskohorte separat berechnet? Wozu dann eigentlich die Zusammenfassung "Bisex" im Tarifnamen? Wegen der Zugangsmöglichkeit für beide, Frauen und Männer?

    Ja genau, Bisex heisst ja gerade, dass Männer und Frauen separate Kohorten bilden...Du vertauscht gerade Unisex und Bisex :) Bei Unisex bilden Männer und Frauen eine Kohorte. Pro Altersjahrgang natürlich.

    aber Beitragserhöhungen werden tarifweit (also kollektiv) berechnet. Da in geschlossenen Tarifen im Laufe der Jahre die Altersstruktur kippt, tritt daher dann der Effekt der Vergreisung ein und drückt sich durch vergleichsweise hohe Beitragssteigerungen aus.

    Ich habe immer angenommen, dass jeder Jahrgang ein eigenes Kollektiv bildet und so hat es mir zumindest auch ein Debeka Mitarbeiter vorgestern bestätigt. Zum Beispiel gab es in meinem Debeka-Bisex-Tarif PNMS für Männer laut Debeka 2025 kollektivweit scheinbar 7% Leistungsausgaben (laut Beilage zum Tariferhöhungsbrief). Mein Beitrag wurde zum 1.1.26 aber nur um 3 Euro erhöht, von €345 auf €348. Also ca. 1%. Auf meine Frage warum das so sei führte der MA eben obigen Grund an. Tarifweit 7%, aber in meiner Alterskohorte (Jahrgang 71) scheinbar nur 1% (Danke, liebe Altersgenossen, ihr seid die BESTEN :thumbup:). Das spräche gegen die Theorie der Vergreisung bei alten Bisex-Tarifen, Unisex-Tarife vergreisen genauso und als Kollektiv zählt immer der Jahrgang pro Tarif. Der äquivalente Debeka-Unisex-Tarif bei mir wäre übrigens ca. €120 teurer...

    Sorry, Der Beitrag der Debeka ist für meinen Tarif von 2002 bis 2026 um 6,3 Prozent im Durchschnitt pro Jahr gestiegen.

    Darf ich fragen welche Altersrückstellungen Du erreicht hast in Deinem Tarif? Ich bin 54 und seit 2008 bei der Debeka (erst 12 Jahre PN, dann 3 Jahre PNW ohne Chefarzt und jetzt PNWS mit höherer SB) und habe zum 1.1.25 €183/Monat Altersrückstellungen erreicht. Mein Tarif ist also €183 geringer wie für einen Neuversicherten meines Alters. Das finde ich nicht gerade viel...und ich fürchte bis 60 wird da auch nicht mehr viel dazu kommen. Habe deshalb die aktuellen Rückstellungen zum 1.1.26 nochmal angefragt, um 2025 und 2026 vergleichen zu können...

    Und dazu sagt das Chart nichts darüber aus, welchen Leistungsumfang die Versicherung hatte.

    Genau. Ich denke ein nicht unerheblicher Teil des Kollektivs wechselt im Alter bei der Debeka in günstigere Tarife mit höherem SB. Einfach weil die Kosten zu hoch sind. Das ist für die Grafik natürlich super, denn die Tarifkosten sinken damit ja bei dieser Gruppe...aber der Leistungsumfang halt auch.

    Dr. Schlemann Danke.

    Das ist extrem günstig.

    Allerdings müssen die €1340 SB noch drauf gerechnet werden im Worst Case, was dann knapp €600 wären. Und ich habe auch das Gefühl, dass das ein Lockangebot beim Wechsel von PNW nach PNWS war, um mich als Versicherten nicht zu verlieren. Ich habe der Debeka bisher nämlich kaum Kosten verursacht. Beim Wechsel von PN nach PNW war es auch so. Die Ersparnis von €150 war nach 2 Jahren durch saftige Erhöhungen mehr als aufgefressen. Bin schon gespannt, ob ich zum 1.1.26 auch wieder erhöht werde.

    Bitte auch berücksichtigen, dass daraus bis 67 bei aktienbasierter Anlage mit einer Rendite von 6% nach Steuern und Kosten ca. 1,28 Mio. EUR werden

    Ja, allerdings benötige ich ca. €36000/Jahr zum Leben und wenn ich wirklich keine Arbeit/kein Projekt mehr finde dann geht die Rechnung natürlich nicht auf. Dann werden aus den €600000 laut Entnahmerechner nur noch €343000 nach 13 Jahren (bei Dynamik von 3% und Zuwachs 5%). Und wenn ich das dann noch weiter rechne mit meinem Rentenbezug ab 67 habe ich laut Entnahmerechner noch 14 Jahre bis mein Kapital auf NULL steht...also mit 81. Und 3% Dynamik ist durchaus zu befürchten wegen Mietpreiserhöhungen, steigender Energiepreise, Kosten-Steigerungen im Gesundheitswesen sowie höherer Inflation aufgrund von Staatsverschuldung weltweit.

    Darf ich fragen, wie viel Sie in der Vergangenheit verdient haben? Was haben Sie mit der - vermutlich recht hohen - Ersparnis der GKV vs. PKV gemacht?

    Ich habe immer >100000 verdient. Die Ersparnisse habe ich angelegt und unter anderem damit die €600000 gespart. Ich bin auch bereit mehr für die PKV zu bezahlen im Alter, nur existenzgefährdend sollte es nicht sein...

    Wer hat dir denn gesagt, dass die Tarife ab 60 oder 65 stabil bleiben? Nach dem Aufbrauchen der angesparten Mittel des gesetzlichen Beitragszuschlags werden die Tarife wieder ansteigen.

    Es gibt von der Debeka schöne Grafiken, die das aufzeigen sollen...aber ich denke die sind mit Vorsicht zu geniessen. Für jetzt 65 jährige sind die vielleicht noch einigermaßen gültig. Aber wie Du schon sagtest: Niedrigzinsperiode, Corona-Krise und Inflation haben die finanzielle Situation sehr verschlechtert, dazu noch die laxe Aufnahmepolitik und schlechte Geldanlagepolitik der Debeka in den letzten Jahren. In den 2000ern waren die noch Top beim Durchschnittszins und jetzt sind sie schon jahrelang ganz weit unten...

    Vielleicht hat Dr. Schlemann hierzu eine professionellere Einschätzung.

    Das würde mich auch interessieren... Dr. Schlemann Sie hatten nach meiner Situation gefragt und oben in #162 habe ich sie geschildert. Nun ja, natürlich würde ich gerne in der PKV bleiben..aber wenn ich dann mit 75 die Beiträge nicht mehr zahlen kann bringt das alles nichts...

    Wie hoch ist denn Ihr aktueller Beitrag und mit welchen Alterseinkünften (Art, Höhe) können Sie rechnen?

    Ich bin 54, der Gesamtbeitrag inkl. PPV und Zahn liegt im Tarif PNWS bei €480 monatlich. Die SB ist €1340. Das ist glaube ich der günstigte Bisex-Tarif bei der Debeka für Nichtbeamte, nachdem ich erst 14 Jahre lang den PN hatte (nur €400 SB und Chefarzt), und dann 2 Jahre lang den PNW (auch €400 SB, aber KEIN Chefarzt). Eintritt war 2008 mit 37 Jahren und ich habe ca. €190 Altersrückstellungen gesammelt. Der PN wäre jetzt bei ca. €900 und der PNW bei ca. €700. Das Krankentagegeld habe ich auch abgeschafft.
    Bei einer jährlichen Steigerungsrate von 7% wäre ich im PNWS dann mit 67 bei €1156, bei nur 6% wären es €1023. Und mit solchen Steigerungsraten müssen wir leider rechnen schätze ich. Ich glaube auch nicht mehr daran, dass die Tarife ab 60 oder 65 dann auf einmal stabil bleiben. Klar, die 10% fallen weg, aber die Erhöhungen der letzten beiden Jahre haben Rentner und Pensionisten fast genauso schlimm getroffen wie noch Arbeitende.

    Alterseinkünfte zum jetzigen Stand: ca. €1000 gesetzliche Rente, ca. €1000 private Rente (Rürup, welche allerdings nicht wie die GRV mit der Inflation ansteigt), €600000 erspart (hälftig Aktien-ETF's und Festgeld), kein Wohneigentum

    Beide Renten werden im Moment nicht mehr gefüttert, da ich seit einem Jahr ohne Projekt bin. Ob ich nochmal richtig Geld verdiene kann ich aufgrund der katastrophalen wirtschaftlichen Situation im Freelancer SW-Entwicklungs-Umfeld nicht sagen. Es gibt dank KI und Automotive-Krise kaum noch Projekte. Vielleicht bin ich auch schon zu alt.
    Wenn ich wüsste, daß ich weiterhin Geld verdienen kann wie die letzten 20 Jahre wäre alles kein Problem, aber so...?

    Zudem könnte ich bei einem Wechsel in die GKV noch die 9/10 Regelung erfüllen wegen zweier Kinder, so daß meine Beiträge zur GKV in der KVdR im Alter doch recht niedrig wären. Die Rürup Rente würde bei der Berechnung nicht mal mit einbezogen werden. Falls das nicht auch alles irgendwann mal geändert wird!!! Das weiß natürlich auch niemand...

    Danke für eure Meinungen:thumbup:

    Nach den Beitragserhöhungen der letzten Jahre stehe ich auch vor der Frage, ob ich doch noch zurück in die GKV wechseln muß..einfach weil die zu zahlenden Tarifkosten ein Existenzrisiko im Alter darstellen (bin selbständig, Tarif Debeka PNWS = alter Bisex-tarif mit relativ hohem Selbsbehalt ). Was ich interessant finde ist, daß der Standardtarif bei mir nicht günstiger ist als mein aktueller PNWS. Der Gedanke später dann bei Not doch in den Standardtarif zu wechseln ist damit eigentlich vom Tisch. Denn der Standardtarif ist die letzten Jahre auch kräftig erhöht worden und ich sehe nicht, warum er sich anders entwickeln und damit günstiger werden sollte als die regulären Tarife. Er ist zwar gedeckelt durch den Höchsttarif der GKV (2025: 804,82). Aber es gibt ja bereits die Überlegung einiger Politiker, die BBG (2025: 66150) der GKV auf Rentenniveau zu erhöhen. Das wären dann 96600 und würde einen drastischen Anstieg in den Maximalkosten im Standardtarif bewirken.

    Alle diese Fragen werden SEHR ausführlich auf unserer Seite "Debeka Unisex oder Debeka Bisex?" behandelt, die Sie - wenn Sie sie gefunden haben - hier gerne verlinken und zitieren dürfen. Ich selbst darf's nicht. :)

    Na klar doch: Debeka Unisex oder Debeka Bisex?

    Zitat

    Die Mitarbeiter der Debeka Versicherung behaupten vor allem, dass die Beiträge der alten Tarife künftig stärker steigen werden, weil keine neuen Versicherten mehr nachkommen...
    Die Aussage, dass der Neuzugang von jungen Versicherten dabei eine maßgebliche Rolle spielt ist leider falsch. Die dabei ins Feld geführte „Vergreisung“ der für Neugeschäft geschlossenen Bisex Tarife gehört ins Reich der vielen PKV Mythen.

    Moment, stimmt das denn wirklich so? Es heisst doch immer, dass man möglichst jung in die PKV wechseln soll, um eben möglichst hohe Altersrückstellungen aufzubauen. Wenn dies stimmte könnte man ja mit 64 noch in die PKV wechseln und profitierte dann noch mit an allen bereits aufgebauten Altersrückstellungen der anderen Versicherten desselben Jahrgangs...und das glaube ich dann doch nicht ganz ;)

    Oder muss der mit 64 Neu-Versicherte dann eben tatsächlich in dem einen Jahr bis 65 die bereits durchschnittlich pro Versichertem in der Alterskohorte durch Überzinsen erwirtschaftete Summe durch seine Monats-Beiträge nachzahlen? Bei z.B. €6000 wären das also €500 im Monat Mehr-Beitrag? So dass mit 65 alle gleichgestellt sind bzgl. der Überzinsen?

    Wie ich mittlerweile herausgefunden habe, baut nicht der einzelne Versicherte einen Spartopf mit den Überzinsen auf seine eigenen Altersrückstellungen auf. Denn die Überzinsen auf die gesamten Altersrückstellungen eines Tarifs werden diesen gesamten Altersrückstellungen gutgeschrieben. Und hiervor profitiert dann das gesamte Kollektiv im Alter ab 65. Dies bedeutet, dass dann z. B. jemand mit Eintrittsalter 38 sogar von den Überzinsen profitiert, die Versicherte mit demselben Geburtsjahr, aber jüngerem Eintrittsalter bereits aufgebaut haben. D. h. der Dämpfungseffekt der Überzinsen in einem Tarif ist für alle Versicherte eines Geburtsjahres gleich groß, unabhängig von deren Eintrittsalter in die PKV.

    Moment, stimmt das denn wirklich so? Es heisst doch immer, dass man möglichst jung in die PKV wechseln soll, um eben möglichst hohe Altersrückstellungen aufzubauen. Wenn dies stimmte könnte man ja mit 64 noch in die PKV wechseln und profitierte dann noch mit an allen bereits aufgebauten Altersrückstellungen der anderen Versicherten desselben Jahrgangs...und das glaube ich dann doch nicht ganz ;)

    Hallo zusammen,

    mich wundert es ein bisschen, dass es auf den 30 Seiten hier so gut wie keine Berichte von erfolgreichen Rückkehrern gibt. Gibt es denn niemanden, der mal von seinem konkreten Fall berichten kann?
    Ich bin ein Standard-Fall...50 Jahre alt, Freiberufler und möchte gerne zurück.

    Ein befreundeter Freiberufler kann mich für einen Monat (oder auch länger wenn nötig) fest anstellen (für z.B. €2000/Monat, unbefristet und dann eben Kündigung des Arbeitgebers während der Probezeit nach einem Monat). Nach diesem Monat könnte ich mich dann z.B. noch arbeitslos melden (falls es was bringt), auch wenn ich keinen Anspruch auf ALG1 habe. Dann irgendwann (nach z.B. 1,2 oder 3 weiteren Monaten) würde ich wieder als Selbständiger weiterarbeiten. Der Knackpunkt ist dann wohl, ob mich die GKV dann behält oder nicht (nachdem ich denen gemeldet habe, dass ich wieder selbständig bin).

    Dies ist natürlich sehr wichtig für mich, denn ich muss mich bei der PKV ja für diese Zeit mit einer An­wart­schaft absichern.
    Es muss doch irgendwas rechtlich bindendes geben, so dass die GKV einen dann nicht mehr ausschliessen kann. Und ist das von GKV zu GKV unterschiedlich? Ist z.B. die AOK kulanter als z.B. die Techniker? Welcher Zeitraum als Angestellter ist als sicher anzusehen?

    Vielen Dank für eure Tipps und Erfahrungsberichte...