Nach den Beitragserhöhungen der letzten Jahre stehe ich auch vor der Frage, ob ich doch noch zurück in die GKV wechseln muß..einfach weil die zu zahlenden Tarifkosten ein Existenzrisiko im Alter darstellen (bin selbständig, Tarif Debeka PNWS = alter Bisex-tarif mit relativ hohem Selbsbehalt ). Was ich interessant finde ist, daß der Standardtarif bei mir nicht günstiger ist als mein aktueller PNWS. Der Gedanke später dann bei Not doch in den Standardtarif zu wechseln ist damit eigentlich vom Tisch. Denn der Standardtarif ist die letzten Jahre auch kräftig erhöht worden und ich sehe nicht, warum er sich anders entwickeln und damit günstiger werden sollte als die regulären Tarife. Er ist zwar gedeckelt durch den Höchsttarif der GKV (2025: 804,82). Aber es gibt ja bereits die Überlegung einiger Politiker, die BBG (2025: 66150) der GKV auf Rentenniveau zu erhöhen. Das wären dann 96600 und würde einen drastischen Anstieg in den Maximalkosten im Standardtarif bewirken.
2026 erneut deutliche Beitragserhöhungen
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Felice -
8. August 2025 um 21:24 -
Erledigt
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Nach den Beitragserhöhungen der letzten Jahre stehe ich auch vor der Frage, ob ich doch noch zurück in die GKV wechseln muß..einfach weil die zu zahlenden Tarifkosten ein Existenzrisiko im Alter darstellen (bin selbständig, Tarif Debeka PNWS = alter Bisex-tarif mit relativ hohem Selbsbehalt ).
Wie hoch ist denn Ihr aktueller Beitrag und mit welchen Alterseinkünften (Art, Höhe) können Sie rechnen?
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Aber es gibt ja bereits die Überlegung einiger Politiker, die BBG (2025: 66150) der GKV auf Rentenniveau zu erhöhen. Das wären dann 96600 und würde einen drastischen Anstieg in den Maximalkosten im Standardtarif bewirken.
Falls es zu dieser BBG-Erhöhung kommen sollte, dann heißt das nicht automatisch, dass der Standardtarif auch entsprechend angehoben wird. Denn beim Standard- und Basistarif handelt es sich um "Sozialtarife", die für den Versicherten bezahlbar sein sollten.
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Wie hoch ist denn Ihr aktueller Beitrag und mit welchen Alterseinkünften (Art, Höhe) können Sie rechnen?
Interessant wäre auch zu erfahren, wie hoch der Betrag für den Standardtarif wäre und wie alt tiigeri ist. Und ob ein Angebot für den Wechsel in den vergleichbaren Unisextarif vorliegt, der wahrscheinlich NWS heißt.
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"Zitat
Die Mitarbeiter der Debeka Versicherung behaupten vor allem, dass die Beiträge der alten Tarife künftig stärker steigen werden, weil keine neuen Versicherten mehr nachkommen...
Die Aussage, dass der Neuzugang von jungen Versicherten dabei eine maßgebliche Rolle spielt ist leider falsch. Die dabei ins Feld geführte „Vergreisung“ der für Neugeschäft geschlossenen Bisex Tarife gehört ins Reich der vielen PKV Mythen.Das Zitat stammt wahrscheinlich von der Webseite von Dr. Schlemann.
Leider stimmt die Aussage in der Praxis häufig nicht, denn wie ich bei verschiedenen PKV-Versicherern schon erlebt habe, steigen die Beiträge von geschlossenen Tarifen meistens stärker als bei vergleichbaren verkaufsoffenen Tarifen. Wenn das Versichertenkollektiv im geschlossenen Tarif altert und mehr Kosten verursacht, dann sind die Kosten pro Kopf höher als in einem verkaufsoffenen Tarif und müssen vom Kollektiv in Form von Beitragssteigerungen getragen werden. Das ist - wie ich von diversen Seiten gehört habe - der Grund für die stärkeren Beitragssteigerungen. Ob dies "Entmischung" oder "Vergreisung" heißt, möchte ich nicht beurteilen.
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Na ja, klingt so, als ob wir wieder tiefer in die Tasche greifen müssen – meine einzige Hoffnung: wenigstens gibt’s endlich mehr Gegenwert fürs Geld
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Leider stimmt die Aussage in der Praxis häufig nicht, denn wie ich bei verschiedenen PKV-Versicherern schon erlebt habe
Bei wie vielen PKV-Versicherern sind Sie denn versichert bzw. woher nehmen Sie die empirische Datengrundlage für Ihr kühnes Statement?

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dann sind die Kosten pro Kopf höher als in einem verkaufsoffenen Tarif und müssen vom Kollektiv in Form von Beitragssteigerungen getragen werden
Mit Verlaub, das ist falsch. Älter und kränker werden ist einkalkuliert. Es geht nur um die Frage, ob das Kollektiv gesünder oder kränker ist, bzw. älter wird, als geplant.
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Das ist - wie ich von diversen Seiten gehört habe - der Grund für die stärkeren Beitragssteigerungen.
Ah, also Hörensagen als Datenbasis. Das muss dann jeder für sich beurteilen, für wie relevant er solche Aussagen hält.
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Ergänzung: Ich selbst bin frohen Mutes in einem geschlossenen Arzttarif versichert, der seit 2004 im Schnitt jedes Jahr 3,17% teurer geworden ist. Von einer galoppierenden Verteuerung aufgrund Schließung oder "Vergreisung" keine Spur!
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Wenn das Versichertenkollektiv im geschlossenen Tarif altert und mehr Kosten verursacht, dann sind die Kosten pro Kopf höher als in einem verkaufsoffenen Tarif und müssen vom Kollektiv in Form von Beitragssteigerungen getragen werden. Das ist - wie ich von diversen Seiten gehört habe - der Grund für die stärkeren Beitragssteigerungen. Ob dies "Entmischung" oder "Vergreisung" heißt, möchte ich nicht beurteilen.
Mit Verlaub, das ist falsch. Älter und kränker werden ist einkalkuliert. Es geht nur um die Frage, ob das Kollektiv gesünder oder kränker ist, bzw. älter wird, als geplant.
Ok, ich habe es falsch formuliert. Ich meinte dies:
Wenn das Versichertenkollektiv im geschlossenen Tarif altert (also keine jungen Personen hinzukommen) und mehr Kosten verursacht als kalkuliert, dann sind die Kosten pro Kopf höher als in einem verkaufsoffenen Tarif und müssen vom Kollektiv in Form von Beitragssteigerungen getragen werden.
Dr. Schlemann : Ist dies nun durch Ihre Brille betrachtet korrekt formuliert?
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Wenn das Versichertenkollektiv im geschlossenen Tarif
altert (also keine jungen Personen hinzukommen) undmehr Kosten verursacht als kalkuliert, dann sind die Kosten pro Kopf höherals in einem verkaufsoffenen Tarifund müssen vom Kollektiv in Form von Beitragssteigerungen getragen werden.So ist das richtig. ☝️ Das hat NICHTS mit Alter, Anzahl der Personen oder Schließung des Tarifs zu tun!
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Ergänzung: Ich selbst bin frohen Mutes in einem geschlossenen Arzttarif versichert, der seit 2004 im Schnitt jedes Jahr 3,17% teurer geworden ist. Von einer galoppierenden Verteuerung aufgrund Schließung oder "Vergreisung" keine Spur!
Da haben Sie aber Glück gehabt... in zweifacher Hinsicht: (1) Dass Ihr Tarif so beitragsstabil ist und (2) dass Sie als Jurist in einem Arzttarif sind

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So ist das richtig. ☝️ Das hat NICHTS mit Alter, Anzahl der Personen oder Schließung des Tarifs zu tun!
Dann frage ich mich aber, warum man immer wieder liest und hört, dass die Beiträge der geschlossenen Bisex-Tarife stärker ansteigen als bei den verkaufsoffenen Unisex-Tarifen. Kann es vielleicht damit zusammenhängen, dass einige Versicherte, die vielleicht eher weniger Kosten verursachen, in den Unisex-Tarif wechseln und dies in der Kalkulation des geschlossenen Tarifs nicht berücksichtigt ist (Stichwort: Stornoquote)?
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Mit meiner Frau (Ärztin) habe ich definitiv Glück gehabt, nicht nur wegen des Arzttarifs.

Ansonsten ist Glück ist für mich ein Thema fürs Spielcasino. Bei wichtigen Entscheidungen wie der Wahl der (für mich) richtigen Krankenversicherung, möchte ich mich nicht auf etwas so Volatiles wie Glück verlassen müssen.

Bei der PKV Wahl half mir (für damalige Verhältnisse) gute Beratung. Heutzutage ist die PKV Welt deutlich komplexer, die Anforderungen an gute Berater ebenfalls. Damals wie heute bleibt die PKV aus meiner Sicht für langfristig gut verdienende Menschen und Beamte eine häufig sehr sinnvolle Wahl.
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Dann frage ich mich aber, warum man immer wieder liest und hört, dass die Beiträge der geschlossenen Bisex-Tarife stärker ansteigen als bei den verkaufsoffenen Unisex-Tarifen.
Haben Sie dazu belastbare Daten / Fundstellen?
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Kann es vielleicht damit zusammenhängen, dass einige Versicherte, die vielleicht eher weniger Kosten verursachen, in den Unisex-Tarif wechseln
Aufgrund der aufgrund von Mehrleistungen normalerweise anfallenden Gesundheitsprüfung wechseln natürlich primär gesündere Menschen in Unisex Tarife.
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Haben Sie dazu belastbare Daten / Fundstellen?
Ich habe mal bei der Allianz erfahren, wie die Beiträge eines geschlossenen Tarifs im Vergleich zum unwesentlich besseren Neutarif stark anzogen. Ein Bekannter hat eine ähnliche Situation bei der ARAG erlebt.
Und weiter oben hier im Thread berichten Debeka-Versicherte, dass die Beitragssteigerungen bei den geschlossenen Tarifen stärker ausfallen, als bei den verkaufsoffenen Unisex-Tarifen. Und das offenbar nicht erst seit diesem Jahr. Gerade die Debeka hat ja Tarife, die schon seit etlichen Jahren existieren. Da kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass die Kalkulation der alten Bisex-Tarife so schlecht ist, dass urplötzlich ein extrem starker Nachholbedarf existiert, während sie alle Jahre davor recht beitragsstabil waren.
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Da kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass die Kalkulation der alten Bisex-Tarife so schlecht ist, dass urplötzlich ein extrem starker Nachholbedarf existiert, während sie alle Jahre davor recht beitragsstabil waren.
Weshalb sollten Beitragsanpassungen bei Bisex Tarifen und Unisex Tarifen synchron erfolgen? Natürlich wird es Jahre geben, in denen die Bisex Tarife angepasst werden, die Unisex Tarife jedoch nicht. Und umgekehrt.
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Ein weiteres Argument: Aktuell leiden ja viele Tarife unter höherer medizinischer Inflation. Leistungsstärkere Tarife (z.B. Unisex) sind davon tendenziell stärker betroffen als leistungsschwächere Tarife (z.B. Bisex).
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