Beiträge von ExileOnWallStreet

    Horst Talski und monstermania : Vielen Dank für eure Antworten und Einschätzungen!

    Wie stets hat mich der Austausch hier im Forum weitergebracht und dazu beigetragen bessere Entscheidungen zu treffen. Im konkreten Fall läuft es auf das alte Sprichwort "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende" hinaus. Statt mich über die sunk costs ( @Achim Weiss : den hab ich mir gemerkt! ;) ) zu ärgern, konzentriere ich mich auf die noch nicht "gesunkenen" Kosten...

    Nochmals vielen Dank für die Bereitschaft euer Wissen mit mir zu teilen! :thumbup:

    ichbins und Sovereign: Vielen Dank für eure Rückmeldungen und Einschätzungen!

    @Achim Weiss: Auch dir vielen Dank für deine Antworten! Mir ist sehr wohl bewusst, dass ich am Ende derjenige war, der seine Unterschrift unter den Vertrag gesetzt hat, und vielleicht war es wirklich naiv von mir auf eine (damalige) Finanztip-Empfehlung zu vertrauen, aber als Finanzlaie und Nicht-Zahlenmensch habe ich es getan. Es bleibt meine Verantwortung.

    Du schreibst auf meine Frage hin, ob die Kosten des Vertrages noch im Verhältnis zur Rendite stehen, ich möge das bitte selbst ausrechnen. Wenn ich wüsste, wie man das rechnet, würde ich eine solche Frage nicht hier im Forum stellen.

    Ich nehme mir deine Rückmeldungen zu Herzen und werde auch weiterhin nach Quellen suchen, die mir dabei helfen solche Rechnungen anzustellen (z.B. wie ich rauskriege, ob es unterm Strich finanziell sinnvoller ist den Vertrag zu kündigen, ihn beitragsfrei zu stellen oder weiterzuzahlen). Die Lernkurve ist offenbar noch nicht zu Ende... ;)

    Nochmals vielen Dank für die Antworten bisher! :)

    Liebes Forum,


    im Zuge meiner Lernkurve in Sachen Altersvorsorge bin ich bei meinem Riester-Fondssparplan gelandet. Nach Lektüre diverser Beiträge hier im Forum und des aktuellen Artikels in Stiftung Finanztest 10/2024 möchte ich euch dazu um eure Einschätzung bitten.

    Ende 2019 habe ich mich, motiviert durch die damalige Empfehlung von Finanztip für diesen Fondssparplan, nach einer Sparkassen-Beratung zum Abschluss eines Deka-ZukunftsPlan Classic Vertrages überreden lassen, der bis zu meinem regulären Renteneintritt noch 15 Jahre in der Ansparphase sein wird. Zum Ende dieser Ansparphase wird die Summe aus Eigenbeträgen (nur geförderte) und Zulagen bei insgesamt 40.000€ liegen bei maximaler Förderung. Ich erhalte jedoch lediglich die Grundzulage von 175€ (keine Kinder).

    Wie bei solchen Vertragsabschlüssen üblich, ging die Sparkasse in der Beratung von luftigen Renditeannahmen aus: in der Ansparphase wird mit 5% p.a. gerechnet, in der Auszahlphase mit 3,25%. Damit wäre laut Beratung eine jährliche Altersleistung von 2800€ möglich, d.h. ca. 230€ pro Monat. Alles natürlich vor Steuern.

    Laut Vertrag werden ab dem 85.Lebensjahr dann Leistungen aus einer „aufgeschobenen Leibrentenversicherung gezahlt, die bei Auszahlungsbeginn zu den dann gültigen Rechtsgrundlagen abgeschlossen wird“.

    Auf dem Riester-Rente Informationsblatt zum Fondssparplan werden folgende Kosten für die Ansparphase ausgewiesen: Abschluss- und Vertriebskosten von 3% der eingezahlten Beiträge (inkl. Zulagen) sowie Verwaltungskosten von 10€ p.a. Zur Auszahlungsphase heißt es hier: „Die Kosten, die in der Auszahlungsphase berechnet werden, stehen noch nicht fest, weil die Bedingungen für die Verrentung Ihres Kapitals zu Beginn der Auszahlungsphase noch nicht feststehen“. Übrigens wird auf diesem Informationsblatt auch keine garantierte monatliche Altersleistung genannt, und auch bei Rentenfaktor steht „keine Angabe“, da „der Rentenfaktor noch nicht feststeht“.

    Soviel zu den Vertragsdaten und Informationen aus der damaligen Beratung.

    Nach der Lektüre des o.g. Stiftung Finanztest Artikels frage ich mich nun mehrere Dinge:

    • Sind die angenommenen Renditeannahmen der Sparkasse für Anspar- und Auszahlphase eigentlich realistisch (wie behauptet)?
    • Was ist von der in der Beratung über den Daumen gepeilten jährlichen Altersleistung aus dem Vertrag zu halten, wenn auf dem Riester Informationsblatt weder eine monatliche Altersleistung garantiert noch ein Rentenfaktor genannt wird?
    • Wie viel von meinem angesparten Kapital wird zu Beginn der Auszahlphase für die Leibrentenversicherung ab 85 „abgezwackt“ und steht mir nicht als Zusatzrente zur Verfügung? Wie lässt sich dieser Betrag ggf. minimieren (denn ganz ehrlich: mir ist die Zeit bis 85 wichtiger als die nach 85)?
    • Stehen die Kosten in der Ansparphase noch im Verhältnis zum steuerlichen Ertrag und zur angenommenen Rendite in diesem Zeitraum?
    • Mit welchen Kosten muss ich in der Auszahlphase rechnen? Wie erfahre ich, welche Kosten da ggf. auf mich zukommen? Wie halte ich diese Kosten so niedrig wie möglich?
    • Und über alledem stehen die übergeordneten Fragen: Lohnt sich das in der Form überhaupt? Was würdet ihr tun mit diesem Vertrag? (Anmerkung: Riester ist nur eine von mehreren Säulen meiner Altersvorsorge. Hauptträger dieser Vorsorge sind die gesetzliche Rentenversicherung sowie ein ETF Sparplan auf den MSCI World)

    Ja, ich weiß, all diese Fragen hätte ich mir auch schon 2019 vor Abschluss des Vertrages stellen können. Soviel zum Thema Lernkurve... :rolleyes:

    Ich wäre euch für Einschätzungen und Ratschläge dankbar!

    Ich mache es genau andersherum wie du. 1 Auftrag über 1602 Euro an eine Bank (verheiratet) und dann gebe ich in der Steuererklärung sämtliche Jahressteuerbescheinigungen an, die ich erhalte. Im Endeffekt sind so 1602 Euro steuerfrei und ich kann keine Rückfragen und Ärger erzeugen.

    Habe ich das richtig verstanden? - Wenn ich mir und meiner Frau die Kaffeesatzleserei, bei welcher Bank welches Depot wie viel Gewinn abwerfen wird etc., ersparen will, kann ich einfach die 1602€ bei einer Bank einsetzen, bei der voraussichtlich das Gros der Kapitalerträge anfallen wird, lasse die Freistellungsspalten bei allen anderen Banken frei, gebe für die Steuererklärung alle Jahressteuerbescheinigungen in Anlage KAP ein und das sortiert sich dann über die Steuer-Rückerstattungen von selbst? Das wäre dann m.E. eine echte Erleichterung...

    Vielen Dank schon mal bis hierher für eure hilfreichen Einschätzungen!

    Lohnt denn ob des Zustands des Hauses/Technik (u.a. Isolierung/Fenster/Heizungsanlage) überhaupt eine Vermietung? Nutzt ja nix, wenn erstmal 50.000€ in eine zeitgerechte Sanierung/Technik investiert werden müssten um das Haus überhaupt vermietet zu bekommen.

    Wie ist denn die Nachfrage nach Mietobjekten in der Region überhaupt!?

    Nun ja, ich würde sagen, dass der Zustand des Hauses und der Technik weder richtig schlecht noch richtig gut ist, heißt: in der dortigen dörflichen Umgebung gilt das, was das Haus bietet, als normaler Standard. Mehr und moderner geht natürlich immer, aber ob das die erzielbare Miete am Ende so deutlich erhöht, dass sich das lohnt, vermag ich nicht zu sagen. Die Nachfrage nach Mietobjekten in der Region ist durchschnittlich (habe mir den Grundstücksmarktbericht angesehen...), wohingegen in den letzten Jahren immer wieder Häuser zu durchaus guten Preisen verkauft wurden (relative Nähe zu Luxemburg ist gegeben, das hilft;)).

    Wenn man selbst oder nahe Verwandte keine Absicht haben einzuziehen, könnte man auch über eine Erbpachtlösung nachdenken. Das Grundstück bleibt im Familienbesitz und generiert laufende Einnahmen, denen außer der Steuer kaum Ausgaben gegenüberstehen. Um das Haus muss sich der Erbpächter wie ein Eigentümer kümmern; geht einen nichts mehr an. In der Verwandtschaft wurde so eine Lösung gerade umgesetzt, zugegeben in einer 1b- Lage. Aber die Anzahl der Interessenten könnte man ja über die Konditionen steuern.

    Das klingt interessant, hatte ich zugegeben noch gar nicht auf dem Schirm, vielen Dank!

    Ich werde die Angelegenheit auf jeden Fall mal mit möglichst vielen Parametern durchrechnen, einfach um ein Gefühl für die Zahlen dafür zu bekommen, aber die Waage neigt sich auf Basis eurer Einschätzungen doch vernehmbar in Richtung Verkauf oder eben Erbpacht. Letzteres muss ich aber nochmal in Ruhe recherchieren.

    Jede Menge "Food for thought" - nochmals Danke!

    Hallo in die Runde,


    mir brennt ein Thema unter den Nägeln, das womöglich streng genommen mehr als nur Immobilienfinanzierung umfasst, vielleicht aber gerade deshalb für viele interessant ist.


    Es geht um Folgendes: Wir (meine Frau und ich, beide in den 40ern) werden aller Voraussicht nach ein Elternhaus erben. Wir sind nicht die einzige erbende Partei, jedoch die einzige, die erkennbar Interesse daran zeigt, das Haus eventuell zu halten statt es zu verkaufen. Das Haus steht nicht in einer der Boom-Gegenden Deutschlands, die Mieten in dieser Region bewegen sich seit Jahren eher zögerlich nach oben, und es handelt sich um einen Bau aus den 70er Jahren in der Provinz. Schöne Provinz allerdings! :)

    Wir würden nun gerne wissen, ob es unterm Strich finanziell Sinn macht dieses Haus zu halten, und zwar unter mehreren Gesichtspunkten: Lohnt es sich das Haus dauerhaft zu vermieten (selbst einziehen möchten wir in den nächsten 25 Jahren sicher nicht) und dadurch für uns (im Alter) ein passives Einkommen zusätzlich zur Rente zu sichern? Lohnt es sich steuerlich das Haus zu halten (bei Vermietung) und die anfallenden Instandhaltungs- und Reparaturkosten in den Jahren bis zum Beginn unserer Rente abzusetzen und damit unsere Steuerlast zu drücken? Oder ist der finanzielle Aufwand, den wir betreiben müssten um das Haus alleine zu erben (Auszahlen der anderen Erbparteien wäre notwendig, es handelt sich aller Voraussicht nach jedoch um eine sehr moderate Summe verglichen zu den Preisen, die für Immobilien in Boom-Regionen zurzeit aufgerufen werden), dauerhaft zu vermieten und instand zu halten höher als eingesparte Steuern und Mieteinnahmen uns jemals einbringen werden? Wiegt die Sicherheit von „Beton-Gold“ eine womöglich eher mäßige bis nicht existente Rendite auf, wenn man ansonsten finanziell auf einigermaßen soliden Füßen steht?

    Mir ist bewusst, dass in diese Rechnung sehr viele Parameter eingehen müssen, damit sie einigermaßen aussagekräftig ist. Das macht es so schwierig. Gibt es eures Wissens irgendwo eine umfassende Informationsseite (optimaler Weise mit Rechner), die all diese oder doch die meisten wichtigen Parameter für eine Einschätzung bereitstellt? Ich bin alles andere als ein Immobilienexperte, aber gerne bereit und in der Lage mir die wichtigen Informationen zur Berechnung zu beschaffen (z.B. Schätzwert des Hauses, durchschnittliche Mieten in der Region etc.), wenn ich weiß, was ich brauche und wozu.

    Trotz intensiver Suche bin ich bis jetzt leider nicht fündig geworden und hoffe auf eure Tipps und Einschätzungen! Wie sollte ich eurer Ansicht nach vorgehen, um möglichst viele relevante und wichtige Aspekte des Themas abzudecken?

    Vielen Dank im Voraus! :)