Hallo zusammen,
ich hole das alte Thema mal hoch.
Ich habe drei Lebensversicherungen bei der Aspecta. Eine aus dem Jahr 2003 und zwei aus 2005.
Ich habe die Verträge bei einem Anwalt überprüfen lassen.
Dazu hat er mir folgende Beurteilung gegeben.
Der Vertrag aus dem Jahr 2003 ist bedingt angreifbar. Dort steht fett gedruckt (und damit korrekt) Widerrufsbelehrung. Dann ist ein Teil der Widerrufsbelehrung fett gedruckt und der andere Teil nicht. Das ist angreifbar und könnte bei einer Gerichtsverhandlung als fehlerhaft angesehen werden. Weiterhin steht dort in der Widerrufsbelehrung „…nach Erhalt dieser Unterlagen…“. Hier hätten die drei Vertragsdokumente (der Versicherungsschein usw.) namentlich genannt werden müssen. Das ist nicht passiert und auch angreifbar.
Ich habe die Möglichkeit zu klagen. Der Anwalt sagte mir aber auch, dass der Mehrwert nicht so extrem ist. Bei eingezahlten Beiträgen von 7.200 Euro liegt der Rückkaufswert bei 9.200 Euro. Trotz dass die Aspecta aufgrund der hohen Kostenquote stark in der Kritik steht, ist der Ergebnis aus seiner Sicht schon mal nicht schlecht. Die Anlage erfolgte in Aktienfonds.
Weiterhin hat er berechnet, dass die Auszahlung bei ca. 11.500 Euro bei Widerruf liegen würde. Auf den Mehrwert wäre noch die Steuer zu zahlen, es gibt Prozesskosten (Rechtschutzversicherung ist bei mir vorhanden) und es gibt das Risiko, den Prozess zu verlieren.
Ich habe mich nun gegen einen Widerruf entschieden.
Wie ist eure Meinung zum Thema und hat schon jemand erfolgt den Widerruf erklärt?