Beiträge von csh

    Bei mir sieht's etwa so aus:

    45% Xtrackers MSCI World 1D

    18% iShares MSCI Core EM IMI (Dist)

    10% Vanguard FTSE High Dividend Yield

    6% iShares MSCI Europe SRI

    6% SPDR MSCI USA Small Cap Value Weighted

    6% Xtrackers MSCI Europe Small Cap

    6% Tagesgeld

    3% Xtrackers Germany Government Bond 0-1 Year

    Wie es dazu kam:

    Der Vanguard High Dividend war (2019) mein erster ETF. Als Anfänger ließ ich mich von den hohen Ausschüttungen blenden.

    Kurz später, auch noch 2019, kam die 70/30 Strategie (World/EM), zeitgleich mit dem ESG/SRI Hype. Also kaufte ich ESG Produkte: der World von Amundi und der EM war mal der iShares ESG Screened.

    Dann fand ich die 50/30/20 Strategie (World/EM/Europa) gut, also noch den Europe SRI gekauft.

    Als nächstes wollte ich noch Small Caps haben zur breiteren Streuung. Habe mich schlau gemacht: Man solle doch bitte die Value Prämie bei Small Caps mitnehmen. Also USA Value Weighted. Das Europa Pendant gab es nicht per Sparplan, also wurde es der normale.

    2023 wurde der Amundi World steuerschädlich verschmolzen und auf dem iShares EM ESG Screened waren Verluste. Gleichzeitig wollte ich nicht mehr in ESG Produkte investiert sein, also schichtete ich um in Xtrackers World und den Core EM IMI und nutzte die Verluste um die Steuern abzufedern.

    Bespart werden nur noch World/EM. Den Kleinkram werde ich vielleicht bald mal verkaufen.

    Hallo,

    ich bin gerade auf diesen Artikel gestoßen:

    53 Prozent der Rentner haben weniger als 1500 Euro Rente: Merz-Regierung nennt die Gründe

    Die Linkspartei hat die Bundesregierung nach den Gründen für die hohen Unterschiede zwischen Rente und Beamtenpensionen gefragt.

    Die Begründung der Regierung für die niedrigeren Renten war, dass die Rente ja nur ein Teil der Altersvorsorge darstelle, neben betrieblicher Altersvorsorge und privater Vorsorge (3 Säulen), während

    Zitat von Bundesregierung

    Die Beamtenversorgung dagegen aus sich heraus eine Alterssicherung ohne ergänzende Elemente sicher stelle.

    Heißt: Angestellte sollten/müssen privat vorsorgen, Beamte brauchen es nicht, denn eine Lücke ist hier offenbar nicht zu schließen?!

    Ist es nicht paradox? Gerade Beamte können in der Krise ihre Sparquote erhöhen, empfahl auch neulich Herr Tenhagen im April in einem Interview als die Kurse abgestürzt sind. Und sie können auch sonst riskanter anlegen, wegen des sicheren Einkommens.

    Ähnlich sieht das auch der Beamteninvestor.

    Wie sollte man denn als Beamter mit der Altersvorsorge umgehen?

    Viel riskant anlegen (fürs Alter), weil man Jobsicherheit hat oder wenig sparen, weil die Altersvorsorge ohne ergänzende Elemente sicher gestellt ist?

    Mich würde einfach nur mal interessieren, ob und wie die Beamten unter euch auf das Thema Altersvorsorge blicken. Befolgt ihr auch die Finanztip-Empfehlung 15% des Nettogehalts zu investieren?

    Nachtrag:

    Viele Finanz-Experten (Gerd Kommer, Hartmut Walz, Hendrik Leber, Andreas Beck) und offenbar auch die "unabhängige Beratung bei der Verbraucherzentrale" empfehlen eine Investition in Schwellenländer.

    Was den Europa Anteil mit Stoxx 600 angeht, kannst du dir stattdessen auch Small Caps (nur Europa oder Welt) überlegen, dann hättest du keine Überschneidungen.

    Viele sind (hier) auch der Meinung, dass man sich erst ab höheren (d.h. meist 6-stelligen Vermögen) solche Gedanken über weitere ETFs machen sollte, um sein Depot bis dahin einfach zu halten ("Keep it simple and stupid"-Prinzip).

    Hi ETF-Junge,

    also laut Finanztip bist du mit einem Industrieländer ETF wie dem MSCI World immernoch gut genug aufgestellt, als alleiniges Investment.

    Über die Schwellenländer kann man sich wirklich lange streiten.

    Die Befürworter sagen, man sei breiter diversifiziert und damit besser aufgestellt und man kann langfristig (vielleicht 20+ Jahre) eine höhere Rendite erwarten (Political Risk Prämie).

    Die Gegner sagen, dass sie seit 15 Jahren unterperformen (im Vergleich zum MSCI World) und dass die "Schwarzer Schwan"-Risiken abseits der Schwankungen zu groß seien (z.B. Rechtssicherheit, Enteignung chinesischer Aktien).

    Ich hab schon alles gesehen zwischen 0 und 50% Gewichtung. Du musst es selbst rausfinden, was dir passt und ich denke, du machst nicht allzu viel falsch mit 10-30%, zumindest nach meiner Auffassung. 70/30 galt lange als Klassiker, weil es angeblich das beste Rendite-Risiko-Verhältnis hat(te), aber ich vermute immer weniger investieren so, wegen der Unterrendite der letzten Jahre.

    Für eine Europa Beimischung spricht

    • das USA Klumpenrisiko zu reduzieren
    • so investiert zu sein wie Prof. Walz (siehe Thread hier) :D
    • Home Bias
    • Keine Währungsschwankungen, wobei ich glaube, dass es nicht relevant ist für Langfristanleger.

    Dagegen spricht ein leicht höhere Pflegeaufwand des Depots, wobei sich das bei drei ETFs wirklich noch in Grenzen hält. Und in den letzten Jahren hatte Europa auch unterperformt im Vergleich zu den USA, aber das heißt ja nichts.

    MSCI World 46 %

    Ex USA. 14 %

    Europa. 22 %

    USA. 18 %


    Er war total stolz darauf. Er will nämlich Japan keinesfalls über 5,5 % haben….

    Ich würde ihm dann noch einen MSCI Pacific ex-Japan nahelegen... 😂

    Aber ich finde es schön, dass ihr in eurer Yoga Gruppe über eure Investments sprechen könnt!

    Aber welche Begründung hat er denn gegen Japan? Demographie und Staatsverschuldung?

    Btw, wie korreliert eigentlich die Staatsverschuldung eines Landes mit den Aktien dieses Landes? Bei USA wird das ja auch immer interessanter.

    Nachträglich noch einen EM oder ähnliches hinzunehmen zu wollen, sehe ich schwierig, da man dann ja erstmal mit einer höheren Summe das Verhältnis zum bisherigen MSCI World ausgleichen müsste. Wenn man merkt, die Strategie passt nicht mehr zu einem, dann würde ich den alten liegen lassen und einfach einen neuen ACWI oder FTSE All World besparen

    Aber mit einem ACWI dauert es ja noch viiiiieel länger um einen signifikanten Schwellenländer Anteil zu haben. Insofern sehe ich das sogar als schwieriger an.

    Ich kann leider nicht deine Frage beantworten, da ich nicht weiß, wie Buffet investiert (außer dass er Value Investor ist).

    Aber ich glaube es wäre viel zu einfach, damit den Erfolg von Buffet nachzuahmen. Würde ja dann jeder so machen.

    Zu Value Investing: Andreas Beck meinte mal, wenn man Japan und Europa übergewichtet, hätte man automatisch einen Value Tilt. Er macht das ja auch in seinem GPO. Richtig verstanden habe ich es allerdings nicht, vielleicht aber weil diese Regionen unterbewertet sind.

    Gerd Kommer schrieb hier, dass sich die Value Prämie mehr bei Small Caps zeigt und er daher die Large Caps Value ETF durch Small Cap Value ersetzt habe. Das deckt sich auch mit der Meinung anderer Investoren wie Ben Felix.

    Zu Dividenen-ETFs: Gibt es da nicht auch genug Untersuchungen, dass man damit nicht systematisch den Markt schlägt?

    Die TER dieses Portfolios liegt übrigens bei 0,28%.

    Macht es denn Sinn nach 6 Jahren auf diesen ETF  IE00B44Z5B48 zu wechseln und die anderen beiden zu parken bis ich in Rente gehe,

    ändert das in der Summe etwas an dem Zinseszinseffekt?

    Das kann im Rahmen der 3*10 Strategie schon Sinn machen. Also regelmäßig (alle 10 Jahre) den ETF wechseln und dann von den letzten zuerst verkaufen in der Entnahmephase, weil da weniger Gewinne zu versteuern sind. Nach sechs Jahren geht es natürlich auch.

    Das ließe sich allerdings alternativ auch mit einer Depotübertragung realisieren.

    Am Zinseszinseffekt ändert es natürlich nichts, deine Altbestände würden dann einfach weiterlaufen und wachsen.

    Schade, ich dachte mit der Finanztipempfehlung mache ich nichts falsch.

    Du hast damit sicher auch nichts falsch gemacht. Finanztip empfiehlt Amundi trotzdem, Swap ETFs auch, aber es wäre eben nicht meine Wahl.

    Die 0,45% TER relativieren sich auch, denn die Tracking Differenz ist immer noch ok. Aber es gibt eben günstigere, auch schon vor sechs Jahren.

    Ist ja bisher gut gelaufen oder sollte ich beide still legen und einen 3. besparen?

    Ich möchte dir da keinen Rat geben, kann dir aber meine Meinung sagen:

    LU1829220216 MUL AMUNDI MSCI AC WORLD UCITS ETF INH.ANTEILE ACC

    Amundi hat einen schlechten Ruf seit den steuerschädlichen Umzügen ihrer Fonds von Luxemburg nach Irland.

    Das hier ist zwar ein swap-basierter Fonds und hätte in Irland (meines Wissens) keine Vorteile, aber ich würde Amundi nicht trauen, vielleicht ziehen sie ihn auch noch um, mit steuerlichen Auswirkungen für dich.

    LU0274208692

    XTRACKERS MSCI WORLD SWAP INHABER-ANTEILE 1C O.N.

    Finde ich zu teuer (0,45%) und Swap ETFs mag ich persönlich nicht, ist aber auch nur ein Gefühl.

    Ich persönlich würde daher wohl einen neuen physisch replizierenden ETF besparen und schauen, ob ich vielleicht auch steuerschonend aus den anderen rauskomme, etwa beim nächsten Crash oder langsam über die Jahre mit Teilverkäufen. Soll aber wirklich keine Handlungsempfehlung sein, denn vermutlich kostet es zu viel und bringt nichts, da du sie schon 6 Jahre hast.

    Du könntest dir mal den hier vorgestellten 1-sided Glidepath anschauen. Wenn ich es richtig verstehe, gedacht für Leute, die eine größere Summe anlegen wollen und gleichzeitig in die Entnahmephase starten möchten.

    Demnach würdest du rund ein Drittel des Geldes sofort in den Aktienmarkt investieren und den Rest schrittweise monatlich:

    Wer vor dem Luxus-Problem steht plötzlich eine große Summe in den Aktienmarkt investieren zu müssen, der sollte sich für den 1-sided Glidepath mit einer anfänglichen Aktienquote von maximal 50% entscheiden. Im Laufe der Investitionsphase wird die Aktienquote dann idealerweise in monatlichen Schritten um jeweils 1% erhöht, bis in gut 4 Jahren eine finale Aktienquote von 100% erreicht ist.

    Du würdest immer nur in die eine Richtung (in den Aktienmarkt) investieren und in den ersten Jahren die Entnahmen nur aus dem Tagesgeld/Cash machen.

    Etwas anders, aber ähnlich geht es mit der Cash Puffer Strategie. Ich habe den Artikel nur überflogen, aber ich denke demnach würdet ihr einen Puffer von ca. 3 Jahren in Cash vorhalten und den Rest in den Aktienmarkt investieren und nach Ablauf der 3 Jahre aus dem Aktienmarkt entnehmen (ca. 3% jährlich). Das deckt sich etwa mit dem Beitrag von @Saarlaender .