Beiträge von csh

    Du könntest dir mal den hier vorgestellten 1-sided Glidepath anschauen. Wenn ich es richtig verstehe, gedacht für Leute, die eine größere Summe anlegen wollen und gleichzeitig in die Entnahmephase starten möchten.

    Demnach würdest du rund ein Drittel des Geldes sofort in den Aktienmarkt investieren und den Rest schrittweise monatlich:

    Wer vor dem Luxus-Problem steht plötzlich eine große Summe in den Aktienmarkt investieren zu müssen, der sollte sich für den 1-sided Glidepath mit einer anfänglichen Aktienquote von maximal 50% entscheiden. Im Laufe der Investitionsphase wird die Aktienquote dann idealerweise in monatlichen Schritten um jeweils 1% erhöht, bis in gut 4 Jahren eine finale Aktienquote von 100% erreicht ist.

    Du würdest immer nur in die eine Richtung (in den Aktienmarkt) investieren und in den ersten Jahren die Entnahmen nur aus dem Tagesgeld/Cash machen.

    Etwas anders, aber ähnlich geht es mit der Cash Puffer Strategie. Ich habe den Artikel nur überflogen, aber ich denke demnach würdet ihr einen Puffer von ca. 3 Jahren in Cash vorhalten und den Rest in den Aktienmarkt investieren und nach Ablauf der 3 Jahre aus dem Aktienmarkt entnehmen (ca. 3% jährlich). Das deckt sich etwa mit dem Beitrag von @Saarlaender .

    Ich habe vor fünf Jahren angefangen symmetrisch in einen MSCI World und einen ACWI zu investieren. Der World hat seinen Vorsprung kontinierlich ausgebaut und liegt inzwischen mit +83% gg. +73% vorne. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Lücke irgendwann mal wieder geschlossen wird. Durch Trump ging sie kurzzeitig von 11 auf 9% zurück, wächst aber inzwischen wieder.

    Wenn ich die beiden Indizes in Curvo backteste, dann war der Unterschied zwischen 2020 und 2025 aber nicht so gravierend 🤔🤔🤔.

    Zwischen 1995 und 2000 gab es jedenfalls eine ähnliche Phase und das Blatt hat sich dann in den 2000ern zugunsten des ACWI gewendet. Ich bleibe optimistisch (habe EM übergewichtet).

    Wieso hast du eigentlich beide Indizes parallel bespart?

    Also laut dem MSCI World Equal Weighted Index Datenblatt lief der EW Index seit 1994 etwas schlechter als der mcap Index. Immerhin 31 Jahre.

    Auch die Sharpe Ratio war schlechter.

    Daher überzeugt mich das noch nicht so. Dazu die Kosten von 0.2%, das geht ja mit mcap inzwischen auch günstiger.

    Zugegeben, die Schere ging die letzten fünf Jahre sehr auseinander zugunsten von mcap. Wenn man an "reversion to the mean" glaubt, hätte EW aber etwas Aufholpotential.

    Vielleicht korreliert das auch mit der schwachen Small Cap Rendite der letzten Jahre.

    Ob aber dabei nach allen Kosten langfristig eine bessere Rendite heraus kommt, ist sehr unwahrscheinlich.

    Wieso denkst du das? Von der Theorie her sollte man für ein Übergewicht von EM und Small Caps die Political Risk und die Size Prämie bekommen.

    Also eine bessere Rendite ist eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich.

    Sie hat jetzt ein Depot in Höhe von 100000 Euro. Ist das eigentlich genug? Wenn sie bei null starten würde, müsste sie jeden Monat 500 Euro sparen, um auf die gleiche Summe zu kommen, falls man von 6 Prozent Rendite ausgeht. Klar, mehr ist immer gut. Aber wäre das okay? Ich würde gerne mal andere Meinungen hören.

    Nicht jeder 37-jährige startet bei null...

    Schau dir vielleicht mal die Statistik zur Vermögensverteilung von 2018 des IW Köln an.

    In der Altersgruppe 35-39 gehörte man 2018 mit einem Vermögen von 45800€ genau zur Mitte (50%-Perzentil).

    Mit 100000€ befindet sich deine Tochter also etwa auf dem 65%-Perzentil, bzw. 2018 wäre das so gewesen, heute eher weniger (Inflation).

    Wenn sie mit 60 Jahre immer noch dazugehören möchte, bräuchte sie ca. 250000€, nach heutiger Kaufkraft. Nominal vielleicht knapp das Doppelte wegen der Inflation.

    Du kannst davon ausgehen, dass sich das ETF Depot alle 12 Jahre verdoppelt, also in 24 Jahren wären es ca. 400k€, also vielleicht etwas weniger, was man dann für das 65%-Perzentil benötigen würde.

    Deine Tochter ist schon gut damit aufgestellt und kann das Sparen fürs Alter lockerer angehen, aber ich würde jetzt nicht mein komplettes Einkommen verjubeln, sonst steht sie sich im Alter womöglich schlechter als heute.

    @John Bogle Ja, ich habe das schon oft von dir gelesen. Dann lese ich aber den Blog von Herrn Walz und denke, dass ich unbedingt den ex USA brauche...

    Mich beschäftigt das schon seit Jahren, andere Experten (Kommer, Beck, Panse, Leber) argumentieren ja ähnlich.

    Neulich habe ich dann noch Ben Felix gesehen, der meint man sollte 30% "Domestic Stocks" (also für uns Europa Aktien) halten, ich glaube wegen des Währungsrisikos. Ich habe die Studie allerdings nicht wirklich verstanden.

    Die Medien und unterschiedliche Meinungen machen einen echt verrückt.

    Aktuell halte ich den World, den ACWI, den Ex USA und den EM ETF. Die Überlegung war jetzt entweder links nach rechts oder rechts nach links und dann dabei zu bleiben.

    Ich plage mich spätestens seit den Warnungen von Herrn Walz und seinen Empfehlungen für den ex-USA auch mit solchen Fragen rum.

    Herr Walz erwähnt in seinem Video mit Herrn Beutler, dass ein World + ex-USA nicht optimal wäre (ich denke wegen der Übersichtlichkeit und den Überschneidungen), sondern sich eher eignet um einen Altbestand (World/ACWI) zu "sanieren".

    So ganz klar werden mir seine Empfehlungen zur Anlage der "Million auf der grünen Wiese" allerdings nicht. Einerseits spricht er von "breiteren Indizes" (ich denke er meint aber mehrere Regionen Indizes), andererseits doch wieder vom MSCI World, obwohl er später sagt, es sei nicht optimal.

    Mein Gedanke zum Mischen von World oder ACWI mit dem neuen ex USA: Was ist denn wenn in zehn Jahren Europa oder Japan ein Klumpenrisiko darstellen? Dann hat man den Klumpen in zwei ETFs. Den ex-USA will man dann wegen der Steuern aber nicht verkaufen.

    Also muss man wieder gegensteuern mit einem World ex-Japan oder so...

    Daher gefällt mir die MSCI USA + MSCI World ex-USA wegen der Überschneidungfeiheit immer besser. (Habe sie aber nicht umgesetzt, habe auch Zweifel, ob das wirklich das Risiko senkt).

    Fidelity Global Quality Income

    Den find ich auch gut. Ist aber eher auf Dividendenwachstum fokussiert. Ist vielleicht nichts für einen 60-Jährigen?!

    Ich hatte mir mal die Dividendenrenditen der letzten Jahre angeschaut und den Durchschnitt ermittelt: Ziemlich genau 3%. Dazu eine der besten Kurssteigerungen unter den Dividenden ETFs, falls das auch wichtig ist. Ist nahe am MSCI World, auch was die Top 10 angeht.

    Der Vanguard High Dividend Yield hat im Unterschied etwas höhere Ausschüttungen, aber dafür weniger Wachstum, weder im Kurs noch in den Dividenden. Ist aber ein schönes Gegengewicht zum US Tech Klumpen.

    Hendrik Leber würzt so:

    50% USA

    30% Europa

    10% China

    10% Japan

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    Minute 12:40

    Hallo,

    einfach mal bei justetf nach "Lithium" suchen:

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    Während der corona Zeit war ich der einzige im Freundeskreis der über Monate zu Hause (nicht gearbeitet) war. Klar war in dieser Zeit nicht alles möglich aber man konnte im Alltag ja trotzdem viel machen und ich hab mich da wenig beschränkt gefühlt.

    Die Lektion aus dieser Zeit ist dass ohne eine Beschäftigung oder konkrete Aufgabe das Leben unfassbar langweilig werden kann.

    Ich kann das überhaupt nicht bestätigen. Ich war mal einige Monate arbeitslos. Es war eine sehr schöne Zeit, jedenfalls deutlich schöner als Arbeitszeit.

    Es gibt eigentlich genug Dinge, womit ich mich lieber beschäftige als mit den Belangen eines Arbeitgebers.

    Meine Lektion aus dieser Zeit: Privatier zu werden ist ein erstrebenswertes Ziel.

    Du wirst damit schon nichts falsch machen. Ich wundere mich auch, warum er keine Finanztip Empfehlung ist. Als ich angefangen habe zu investieren, war er ja mal ein reiner ACWI und auch günstig (der von SPDR hatte damals noch 0,4 gekostet) und wurde zumindest von Finanzfluss "empfohlen"/erwähnt.

    Das ESG kam erst vor ein paar Jahren hinzu, würde mich auch nicht wundern, wenn Xtrackers den Index irgendwann auch wieder umstellt auf reines ACWI.

    Kann sein, dass der ETF wegen des Indexwechsel keine Empfehlung (mehr) ist.

    Ich fand den auch mal richtig gut, habe ihn auch mal gekauft. Ich dachte es würden nur die wirklich bösen Firmen ausgeschlossen, aber habe irgendwann festgestellt, dass auch Coca Cola und Pepsico nicht dabei sind (obwohl sie im strengeren SRI drin sind). Sind die so schlimm?

    Weil man ja seine Investments verstehen sollte und ich die ESG Methodik nicht mehr verstanden habe, finde ich ihn nicht mehr so gut.

    Zum Fondsvolumen: Vielleicht weil der ESG Hype schwächer wird?

    Habe ich das so richtig verstanden? Und wenn ja, ist das nicht total bescheuert? Also vom Prinzip her. Und um ganz konkret (real) die Small Caps zu inkludieren, müsste man da dann den MSCI World Small Cap USD bzw. MSCI EM Small Cap kaufen? Habe aber soeben kontrolliert und diese sind natürlich auch "sampled".

    Ja müsste man.

    Also die beiden World Small Cap ETFs von iShares und SPDR sind angeblich physisch replizierend und haben immerhin über 3300 Aktien.

    Der SPDR Emerging Markets Small Cap ETF ist auch physisch und hat knapp 1940 Titel, der Index 1942... Also das ist wirklich zu vernachlässigen.

    Hier auch eine Meinung eines anderen YouTubers, der das "Problem" schon vor drei Jahren angesprochen hat. Ab Minute 5.

    Ich habe diese 25%-Gewichtung (je MSCI USA, Europe, Japan, Pacific ex-Japan) wie im Video beschrieben mal in curvo nachgebaut.

    Demnach gab es in den 40 Jahren von 1978-2018 tatsächlich eine geringe Outperformance von ca. 0,3% pro Jahr (ggü. dem MSCI World, jährliches Rebalancing). In den letzten Jahren ist sie aber wieder verschwunden. Klingt für mich nicht nach einer lohnenden Strategie, zeigt mir aber auch, dass es egal war, ob man 25% oder 70% USA hat.

    Was verstehst Du unter "mittleren Fristen"?

    Das gleiche wie der TO: ca. 3-10 Jahre.

    Ich glaube ich denke, dass man dafür Anleihen nimmt, aber ich fühle mich irgendwie schlecht beraten (von Finanztip). Ich schaue fast jedes Video von Finanztip, aber irgendwie geht es da fast nur um Aktien-ETFs und -Indizes und um das Schließen der Rentenlücke, also lange Anlagehorizonte.

    Aber nicht beispielsweise um die Frage, wann ich denn nun Unternehmensanleihen, wann US-Staatsanleihen, wann Schwellenländer Anleihen, wann Aggregate Bonds, wann 3-5 Jahre Laufzeit, wann 7-10 Jahre Laufzeit usw. nehme.

    Man könnte ja empfehlen: mit einem Anleihen-ETF XYZ hat man zwar nur 3% Renditeerwartung, aber in den letzten 50 Jahren auf eine Laufzeit von 7 Jahren noch nie Geld verloren.