Beiträge von microcommerce

    Da hier auf fertige Lösungen, Programme und Internetrechner verwiesen wird - und das ist keine Kritik! :) - habe ich mal heute ein wenig gegraben.

    ACHTUNG! Dies ist Mathe und keine Glaskugel (tm) für Aktien-/Fondskurzentwicklungen.

    Hier wird alles linear durchgerechnet. Kurzeinbrüche, Huster im Performanceverlauf, Umschichtungen, Pandemien und Ähnliches - dafür habe ich keine Formeln gefunden.

    Ein paar Erklärungen vorweg, da ich nicht alle Fachtermini kenne, muss ich vorher

    schreiben, was ich meine...falls ich was falsch verwenden sollte...

    Zeichenerklärung: x^2 meint "x zum Quadrat"...also x * x... 4^2 ist also 16.

    Zins/en: Das was als Geldsumme hinten 'rauskommt

    Zinseszinz: Die Zinsen, die man auf bereits verzinstes Geld bekommt

    Zinssatz: Der Zahlenwert vor der Prozentangabe...also bei "Ich bekomme auf mein

    Sparbuch 0.0000025% Zinsen" - dann ist 0.0000025 der Zinssatz.

    Verzinsung: Monitäre Umsetzung einer Zinsrechnung auf einen Geldbetrag. Die "Realisierung" von Zinsberechnungen sozusagen.

    Berechnung der Zinsen auf eine einmalige Verzinsung auf einen fixen Geldbetrag:

    Zinseszinsberechnung:

    Ausgangspunkt: fixer Geldbetrag als Start, "thesaurierend" (das heisst, der Zins der vorherigen Verzinsung fließt unverändert in die aktuelle Verzinsung mit ein):

    Geldmenge * (1 + (Zinssatz/100))^(Anzahl der Verzinsungen).

    Anzahl der Verzinsungen: Wenn es einmal im Jahr 3% Zinsen auf ein Sparkonto gibt und einmalig eine Zinszahlung gibt, ist hier "Anzahl der Verzinsungen" = 1.

    Ahaber! :)

    Wenn jeden Monat mit 2% (pro Monat!!!) verzinst wird ist "Anzahl der Verzinsungen" auf das Jahr betrachtet = 12.

    Die Formel für den Zinseszins gibt's in Excel übrigens als Funktion ZW(). Funktioniert leider nur für jährliche Zahlungen gut. Bei monatlichen Zahlungen sagen manche Erklärer, man solle einfach alles durch 12 teilen, aber da gibt es Abweichungen zur iterativen Berechnung. Als Schätzeisen kann man einen Korrekturfaktor einfügen.

    https://excelnova.org/zwden-zukunftswert-mit-excel-berechnen

    Ich vermute, Du meinst folgende Rechnung, Tobias:

    Ausgangspunkt: Ich bekomme 3% Zinsen pro Jahr - dann rechne ich aus, wieviel Zinsen ich im Jahr bekomme ("Anzahl der Verzinsungen" =1 ) und teile den Geldbetrag durch 12 um den monatlichen Gewinn zu erhalten....was nicht vollkommen richtig ist, da der Zinseszins-Effekt aus dem Auge verloren wird - ich brauche also einen Korrekturfaktor.

    Das ist so ähnlich wie "2 + 2 ist 5 für besonders große Werte von 2"... ;)

    Meiner Meinung nach geht das so etwas genauer (bitte im Korrektur, falls ich da falsch liege....darum schreibe ich das ja hier...):

    Dem Zins ist es eigentlich völlig egal, wieviel Tage zwischen den Verzinsungen liegen, wichtig ist nur die Häufigkeit.

    Wenn ich also eine Performance eines ETFs von 6% im Jahr habe (pures Zahlenbeispiel!!!) und möchte gerne den Gewinn pro Monat errechnen, dann müsste das so gehen

    1.) Teile den Zinssatz pro Jahr durch zwölf - ergibt in diesem Beispiel 0.5

    2.) In die Formel damit:

    (Geldbetrag * ( 1 + 0.5/100 ) ^ 12) => Zins im Jahr

    (Geldbetrag * ( 1 + 0.5/100 ) ^ 2 ) => Zins nach zwei Monaten

    usw.

    Das setzt aber vorraus, dass dann auch tatsächlich jeden Monat der Zins ausgeschüttet wird!!! Ansonsten ist die Rechnung komplett Asche.

    Nochmal zu aller Verdeutlichung: Dies sind lineare, mathematische Rechnungen, die die sprunghaften Entwicklung von Kursen nicht im Geringsten abbilden oder gar voraussagen können!

    Auf der anderen Seite: Auf irgendetwas muss man sich dann doch verlassen, wenn es um die Planung geht....selbss in den Factsheets der Fonds gibt es Performanceangaben ("Zinssätze" aus mathematischer Sicht) als einen Blick auf die Vergangenheit und als mögliche Prognose in die Zukunft gedacht.

    Wenn da Fehler drin sind: Her damit! :) Darum schreib ich das ja hier auf...

    Hallo microcommerce, ich bitte um Entschuldigung. Da hatte ich wirklich katastrophal missverständlich geschrieben, so dass Du Dich angegriffen fühlen musstest. Aber Du hast sehr cool reagiert.

    Was ich eigentlich sagen wollte:

    1. Es gibt immer Leute, die es genau wissen wollen und sich nicht mit "das haben wir schon immer so gemacht" zufrieden geben.
    2. Die sind manchmal etwas anstrengend für die anderen, die lieber den leichteren Weg gehen. Insbesondere, wenn die es in ihrer Position eigentlich wissen müssten und merken, dass da jemand berechtigte Fragen stellt und sich nicht wie die meisten anderen mit Isso zufrieden gibt. Das sind auch die Leute, die die Grundsatzurteile bei den Gerichten erstreiten, von denen später alle anderen profitieren.
    3. Hier im Forum gibt es überdurchschnittliche viele davon. Ich bin auch so einer.

    Hallo Pantoffelheld,

    Danke Dir für Dein Posting und Deine offenen Worte! Ich war viel eher unsicher, wen Du meintest, als das ich mich direkt hab' angegriffen gefühlt hätte. Alles gut ! :)

    Ein Sparplan ist nun angelegt. Die erste Zahlung erfolgt Anfang Oktober.

    Zinseszinsrechnungen sind mir bekannt, aber:

    Kennt jemand eine Formel zur Berechnung von Ergebnissen bei einer

    angenommenen Zinsprozentsatz und einer Sparrate (anstelle eines Einmalbetrags), bei der man nicht jeden Monat einzeln ausrechnen muss?

    Danke für den Tipp - justetf ist mir ein Begriff.

    Dann spiele ich das mal mit dem LU0950674332 (Empfehlung Finanztip) durch:

    Ausgangspunkt ist LU0950674332, MSCI World Socially Responsible UCITS ETF (USD) A-acc

    LU=> in Luxemburg beheimatet.

    Dieser ETF folgt dem MSCI World SRI Low Carbon Select 5% Issuer Capped.

    Den gebe ich jetzt wiederum bei justetf in die Suchmaske ein und finde (u.a.):

    IE00BK72HJ67,UBS ETF (IE) MSCI World Socially Responsible UCITS ETF (USD) A-acc

    Sind das nun "Bruder und Schwester" ... oder haben die nichts miteinander zu tun oder...?

    Wenn obiges Posting an mich adressiert sein sollte: Bitte mich direkt ansprechen.

    Gibt es ein Möglichkeit/Informationsquelle oder sonsteinen "Trick" ETF-"Geschwister/Varianten" herauszufinden (da fehlt mir jetzt der Fachbegriff).

    Beispiel: Es gäbe den ETF LU123456 - welcher ein Ausschütter aus Luxembourg ist. Ich möchte nun (falls existent, was ich nicht mit Sicherheit weiss) den gleichen ETF in der Variante "Standort Irland, thesaurierend" finden.

    Wie stelle ich das am besten/schnellsten (effizientesten) an?

    Dieser Thread wurde am 11.September - vor 9 Tagen - gestartet. Wenn die Erfahrungen, die ich in - sagen wir - innerhalb von 14 Tagen durch "blinde" Investition in ETFs sammeln kann, zumindest gleichgewichtet sind, zu dem, was ich durch Lesen - unter anderem in diesem Forum und durch Eure sehr hilfreichen Reaktionen - lerne....dann wird dieses Forum (und andere Informationsquellen) in der Aussage zu seiner Bedeutung/Hilfe nicht unwesentlich niviliert....oder? ;)

    Nein, ich verliere den Trainingseffekt einer Anlage nicht aus den Augen, monstermania - danke für den Hinweis.

    Parallel zu der von Dir vorgeschlagenen (Test-) Anlage, will ich versuchen, einen "Plan" zu bauen und ihn hier vorschlagen, damit ihr in "auseinandernehmen" :) könnt. Aber das dauert ein bischen...ich muss "nebenbei" auch noch arbeiten.

    Vielen Dank für die Antworten auf meine Fragen! :)

    Ich möchte hier mit zwei Links meine Frage nach "Xetra vs. Tradegate" selber vervollständigen, damit andere, die diesen Thread besuchen, zumindest eine

    Teilantwort erhalten:

    https://community.comdirect.de/t5/Wertpapiere…ate/td-p/180744

    und in diesem Thread der Comdirect-Community ist folgender Link auf die Zeitschrift "Wirtschaftswoche" zu finden:

    http://https//www.wiwo.de/f…367106-all.html

    Frage: Wenn wie beim LU0950674332/LU0629459743 ein ETF "neu angelegt" wird - ist dies ein "Indiz" dafür, dass der Anleger besser die Finger davon lassen sollte? Oder sollte er gerade solche ETFs bevorzugen oder sollte er....? Was bedeutet das? Und was bedeutet das für die Anleger, die bereits in die "alter Variante" investiert habe? Neue Investitionen in die neue Variante schieben?

    Next: Ich habe gelesen, dass es vorteilhaft ist, alle zwei Jahre in neue ETFs des gleichen Index zu investieren, um zu verhindern, auf alte Anteile und damit auf die "wirklungsvollsten" Anteile zurückgreifen zu müssen, falls mal Not an der Frau/am Mann ist. Ich plane grob eine Einmalanlage. Ist die Wirkung des oben Beschriebenen so groß, dass ich das besser nicht machen sollte?

    Noch etwas: Ich habe gelesen, dass man eine echte Einmalanlage - im wahrsten physikalischen Sinne des Wortes besser in eine Reihe von größeren Teilen splitten sollte. Also quasi "Sparplan in großen Schritten". Wieviele Unterteilungen sind hier sinnvoll und: Der Sinn erschließt sich mir nicht ganz, da er dem zu wiedersprechen scheint, weswegen es eher sinnvoll ist - speziell bei thesaurierenden ETFs - durch eine Einmalanlage gleich von Start an vom Zinzeszinz zu profitieren...?

    Handel via Xetra vs. Handel via Tradegate: Mal eine Einmalanlage und thesauriende ETFs vorausgesetzt und davon ausgehend zu Öffnungszeiten der Xetra zu handeln: Gibt es Gründe, den einen Handelsweg dem anderen vorzuziehn?

    Limits: Oft wird in Videos gezeigt, wie beim Kauf von ETFs ein oberes Preislimit angesetzt wird, um zu verhindern, sauteuer einzukaufen. Gibt es beim Setzen dieses Limits mehr zu beachten, als den obersten Preis, den man zahlen will?

    Also ich meine Regeln wie "bei einem ETF-Preis von über 20 EUR sollte das Limit immer unterhalb eines Aufschlages von 3.1415926 % des eigentlichen Preises liegen!" oder "Mittwochs immer unterhalb von 2.7182818% Aufschlag bleiben, an den anderen Tage 0,618033% abziehen." ...oder sowas ;)

    Also Dinge, die einem Investor-Newbie nicht sofort einzuleuchten scheinen...

    IE -> Irland, LU -> Luxembourg....hätte ich auch selber drauf kommen können...bin ich aber nicht...:) Danke für's Drauf-Hinweisen!

    Nochmal zwei technische Fragen:

    Wenn ich ETF-Anteile kaufen...werden dann die Kosten hierfür, von dem Betrag abgezogen, die ich investieren möchte, oder gehen die von meinem Verrechnungskonto getrennt ab?

    Und:

    Kann ein ETF ins absolute Minus laufen, so dass ich den ETF-Verkäufern Geld schulde oder ist bei "Null" Schluss?

    Randbemerkung: Ich dachte, dass eines der Kriterien für die Übernahme in Empfehlungslisten von Finanztip für ETFs eine Mindestauflagedauer von 5 Jahren ist? Oder irre ich?

    Ich muss immer irgendwie (positiv!) grinsen, wenn ich Dein fröhlich lachendes Gesicht mit Sonnenbrille vor dem Meer (Nordsee?) sehe und darunter als Kennung so "dunkle" Begriffe wie "MONSTER" und "MANIA", monstermania....das macht Laune (positive!) :)

    Aber auch beim "Übungsinvestment" sollte man sich doch nicht "mal eben so für's Wochenende 'nen ETF schießen" oder? ;)

    Ich habe mir mal aus den Empfehlungsseiten zwei ETFs rausgesuch: Einen Grünen und einen Grauen:

    Grün: UBS ETF (LU) MSCI World Socially Responsible UCITS ETF (USD) A-acc

    Grau: iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc)

    Und dann mache ich mal mein umweltbewusstes Auge zu und gucke mir Beide ETFs an.

    Irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass ersterer besser abschneidet.

    Ich habe mir auf justETF die Performancekurven angesehen und durch Tab-HinUndHerklicken verglichen. Mal losgelöst vom absoluten Wert (der hier für den

    grünen ETF besser ist) ist auch die Amplitude (also die Ausschlagsweite des Graphen) beim grünen ETF geringen: Er reagiert auf Einschläge "gelassener" - besonders gut zu sehen beim "Durchgreifen" der Corona-Krise.

    Oder anders ausgedrückt: Der Graph des grünen ETF liegt als absoluter Wert oft über dem grauen ETF UND schlägt nicht so stark nach oben und unten aus.

    Jetzt schalte ich mein grünes Auge wieder an und freue mich darüber, dass der grüne ETF auch unter rein monitären Aspekten der Bessere zu sein scheint.

    TER liegt bei Beiden bei 0.2x% - beide sind in Luxembourg angesiedelt - leider nicht Irland.

    Noch schnell die ISINs:

    Grün: LU0950674332

    Grau: IE00B4L5Y983


    Oder übersehe ich hier etwas, was ein Profi oder eine Profin sofort sieht?


    Das Interview hat mich jetzt nicht so da fehlte mir einwenig das Vollkorn im Beton... ;)

    Vielen Dank für die Buchempfehlung. Da ich auf YouTube über eine etwas seltsame Reszension des Buches fiel: Kennt jemand solide Reszensionen des Buches?

    Kurze Zwischenfrage:

    Zitat aus den Finanztip-Seiten:

    Finanztip-Empfehlungen: Unter den günstigen und vielseitigen Depots haben am besten abgeschnitten: ING, Comdirect und Consorsbank und DKB. Die günstigsten Anbieter sind: Smartbroker, Scalable Capital (Free Broker) und Trade Republic.

    Oft finde ich einen Passus wie den aus dem Zitat oben, bei dem alle Broker/Banken mittels Hyperlink gleich verlinkt werden - mit Ausnahme der der DKB. Hat das einen anderen als nur einen technischen Grund? Was steckt dahinter?

    Auch wenn eventuell längere Pausen enstehen sollten, werde ich hier weiterschreiben und mitteilen, was ich so finde und es zu Diskussion stellen. Die Pause entstehen durch meine eigene Recherche und ich muss zwischenzeitlich ja auch arbeiten.... ;)

    Hallo Tobias,

    vielen Dank für Deine interessanten Fragen! :)

    Da gibt es m.E. bessere nachhaltige ETF, auch die beiden anderen Finanztip-Empfehlungen:

    https://www.finanztip.de/indexfonds-etf…ge-geldanlagen/

    Den von mir genannten ETF habe ich aus der Liste der empfohlenen ETFs. Er steht an dritter Stelle der Liste und ist der erste "grüne" der Liste.

    (Irgendwie bekomme ich das mit dem Zitieren nicht mehr hin...)

    Zitat von Tobias:

    Teilst Du persönlich die Einschätzung, dass Microsoft und Nvidia nachhaltig sind? Siehst Du das auch bei Tesla und Nestle so? Sind Apple, Facebook und Amazon wirklich so viel schlimmer? Willst Du eine einfache weltweite Streuung mit etwas gutem Gewissen, eine etwas schärfere Auswahl oder sogar einen aktiv gemanagten Fonds mit harten Kriterien? Vielleicht eine Kombination?

    Das sind teilweise die Art von Fragen, die mir jedesmal gestellt werden, wenn ich einen "grünen" ETF anfrage/wähle/etc.

    Schlussendlich kann man den grünsten ETF schwarz uminterpretieren. Kommen die Angestellten von Tesla mit Verbrenner oder E-Auto zur Arbeit? Unterstützt Microsoft Kinderarbeit? Dealt Heckler&Koch mit Drogen? Hat die Firma, die für Greta Thunberg den Segel-Einmanner/Einfrauer baute, dies C02-neutral getan? Und so weiter...

    Bitte verstehe mich hier nicht falsch, Tobias, ich übertreibe hier lediglich zur Verdeutlichung und nicht, um Dich anzugiften - ganz im Gegentum! :)

    Was ich sagen möchte: Auf dem genannten ETF stehen zwei Stempel: "Grün" und "Empfohlen". An irgendeinem Punkt muss ich anfangen, mich auf Angaben zu verlassen. Oder ich hinterfrage, was mir an Tips und Empfehlungen gegeben wird und zweifele es an, bis genügend "Gegenwissen" angeeignet habe, um das Gegenteil zu beweisen. Damit habe ich dann aber den Sinn dieses Forums nicht wirklich verstanden.

    Also: Wenn der genannte ETF "von FT empfohlen" ist und den Stempel "grün" trägt - und dann die von Dir genannten, zweifelnden Fragen aufwirft: Taugt die Empfehlung dann etwas?
    Halten die "besseren ETFs" ähnlich gebauten Fragen stand?

    Sichere Einkommensströme:

    Zur Zeit mein Gehalt. Um diese Ströme zu erweitern, bin ich hier. Ob mein Arbeitsplatz als "sicher" gelten kann, weiß ich nicht zu beurteilen. Gibt es noch soetwas, wie eine sicheren Arbeitsplatz? Meine persönliche Erfahrung sagt mir: Nein.

    Wenn mir in der Zeit der Rente etwas mehr zur Verfügung stehen würde als jetzt, würde mir das entgegenkommen - das jahrelange Sparen mit 30%-40% des Nettos lässt mir nach unten (also mehr Sparen) keinen Platz mehr...ich bin schon relativ weit "unten" - was nicht heisst: superkleine Sozialwohnung in furchterregender Gegend. Aber was andere Leute für selbstverständlich halten, verkneife ich mir. Ich habe es so gar nicht mit Luxus, Bling-Bling (im übertragenen SInne) und so. Alles was "den Schein erweckt", ist mir zuwieder. Was den Zweck erfüllt (und sei es den Zweck, mir eine Freude zu machen), ist ok...aber das sind halt andere Dinge als die Langläufigen.

    Ich würde mich freuen, zu Deinen Fragen ein paar sinnvolle Antworten gesellt zu haben.

    Hallo monstermania,

    vielen Dank für dein Posting!

    Mir geht es in erster Linie darum, halbwegs sicher (finanziell) und nicht gezwungenermaßen totalfrugal bis zu meinem Tod durchzukommen. Luxus, Reisen, eigenes Auto, Bling-Bling und andere Dinge dieser Kategorie waren noch nie so mein Ding. Ich lebe alleine. Zur Zeit lebe ich von 200EUR/Monat an "laufenden Kosten". Darin nicht enthalten sind Energie, Miete, Ausgaben mit einem längeren "Haltbarkeitsdatum" ale eben einem Monat (also Kleidung z.B.), wobei ich mich auch da eher am unteren Ende der Ausgaben bewege. Zwischen 30% und 40% meines Nettos werden gespart. Bei "finanzen-erklaert" habe ich schon "gespickt", so zum Beispiel den Artikel über SORR inhaliert. Was mir unter den Nägeln brennt, sind die Preisentwicklung/Inflation und da ich Mieter bin die Entwicklung der Mietpreise. Ich werde gezwungen sein, "irgendwann" die Wohnung zu wechseln, da ich Bedenken habe, mit zunehmenden Alter nicht mehr die Stockwerke zu meiner Wohnung zu schaffen (zur Zeit ist das keinerlei Problem). Bauchgefühlmäßig tendiere ich zu der Annahme, ein Wohnungswechsel bereits jetzt anzustreben, wenn nach der Wahl klarer (<hust>) werden wird, wie mit den Mietpreisen umgegangen werden wird. Denn Mietpreise werden in Richtung "später" eher höher werden, befürchte ich.

    Moin JDS,

    vielen Dank für Deine Erklärungen! Diese haben mir sehr geholfen, zu verstehen, was gemeint ist! :thumbup:

    Frage:

    Angenommen, du investierst "jetzt" 350k in einen Aktien-ETF (MSCI world o.ä.), durchaus auch in den von dir erwähnten "hellgünen" ETF, wenn du dir der Besonderheiten bewusst bist,

    Magst Du mir kurz in Form eines Stichworts, Schlüsselbegriffs o.Ä. sagen, was Du mit den angesprochenen "Besonderheiten" dieser Art von Fonds meints, damit ich einen "Begrifssanker" habe, anhand dessen ich dann das Forum (u.a.) durchsuchen kann?

    Gerne würde ich ETFs nutzen, die zumindest etwas der Verantwortung Rechnung tragen (Doppeldeutig der Wortwahl eher unbeabsichtigt), die mit Besitzt von Kapital einhergeht. Oben genannter Fond gehört zu den Empfohlenen und hat in Irland sein Domizil. Allerdings sind 0.6% TER eher im oberen Bereich. Er repliziert physikalisch.

    Da wir hier von Beträgen reden, die oberhalb der Grenze der Einlagensichrung liegen: Ist Folgendes korrekt von mir verstanden? :

    Ausgangspunkt: Verrechnungskonto und Depot kostenlos, Gesamtbetrag größer 100k

    Einlageversicherung "fasst" hier nicht, da ETFs = Sondervermögen. Beim Konkurs meines Brokers wird das Fondsvermögen nicht mit "weggerissen" sondern kann einfach einem anderen Broker übertragen werden. "Verwahrentgelte" (lies: Strafzinsen) werden bisher nur mit Geldern auf Konten, nicht aber auf Fondsvermögen verrechnet. Ergo: Auch bei größeren Fondsbeträgen reicht - auch in Hinblick auf Verzinsung - ein Broker und ein Depot aus. Übersehe ich hier etwas Entscheidendes oder habe ich hier etwas unvollständig/falsch verstanden?

    Ich habe bisher von drei Formen des Fondsaufbaus gehört: Sparplan (passt hier im ersten Schritt nicht), echte Einmalanlage und "Macrosparplan" (meine Worte...) - also die Stückelung des Gesamtbetrages in größere Blöcke. In einem Video wurde darauf hingewiesen, dass letztere Taktik ein psyhologisches Risiko berge: Hält man die Investitionssequenz durch, wenn die Kurse gerade durch die Decke gehen? Wie denkst Du darüber?

    Eine eher "technische" Frage:

    Gibt es rein rechtlich etwas zu beachten (Stichwort: Geldwäschegesetzt, Steuern), wenn größere Beträge von "A" nach "B" wandern?

    Moin JD,

    bitte entschuldige, wenn ich gerade quer oder pampig rübergekommen sein sollte. Nichts von dem, was ich schrieb meinte ich als Kritik in irgendeine Richtung und sollte lediglich meine eigene "Gefühlslage" beschreiben - ich bin ja gerade mit Fragen in dieses Forum gekommen, weil ich denke, hier an der richtigen Adresse angekommen zu sein (oder an einer der richtigen Adressen). Kurze Frage: "gRV" == gemeinnütziger Rentenverein?

    Du schriebst vorhin:

    "

    Darüber hinaus solltest du dir das Thema Entnahmeplan (moderne Version) draufschaffen... ganz grob... 3 bis 5 Jahre vor Rentenbeginn die gewünschte/machbare/benötigte "private Zusatzrente" cash aufbauen und vorhalten, und etwa ein Jahr nach Rentenbeginn bei günstigen Kursen das Cash-Polster auffüllen (3 bis 5 Jahresrenten) etc."

    ...ich habe das Gefühl, den Absatz nicht verstanden zu haben..."draufschaffen"?...(sorry, bin Norddeutscher...;)) Magst Du mir diesen Absatz einmal anders formuliert erklären?

    Moin,

    vielen Dank ersteinmal für Eure rege Reaktion auf meine "Probleme". Ich war wegen einer Finanzberatung bereits bei der Verbraucherznetrale, die mir keinerlei Hilfe bezüglich der Aufteilung des Kapitals gaben, wohl aber den Tip, einen Anteil in "VW-Anteile" (das ist jetzt grob der falsche Ausdruck - kann den Begriff erst später nachschlagen) als risikoarme Absicherung gegen Inflation zu investieren. Diese Geld könnte im frühesten Fall 1 Jahr, im spätesten Fall 2 Jahre nach Beantragung wieder entnommen werden (hängt von den Vollversammlungen ab). Generell zu Beratungen: Aufgrund meines Schiffbruchs im Anfang meines Berufslebens (siehe oben) werde ich keinerlei Beratung mehr in Anspruch nehmen, bei der auch nur der Geringsten Verdacht bestehen könnte, diese könnte in eigenem Interesse handeln (aka Banken etc. oder Finanzberater mit "eigenen" oder im Auftrag verkauften Produkten. Soweit reicht mein Vertrauen auch jetzt noch nicht. Ich habe bereits so einige der Videos angesehen und bin ein wenig in der Vielfalt "abgesoffen" ... was in keinster Weise eine Kritik in Richtung von Finanztip sein soll...ganz im Gegentum. Darum mein Beitrag hier, um quasi eine Art "Informationsfilter" zu bekommen - z.B. in der Art "Riester kannste in deinem Alter voll vergessen, Alder!" ;) - wie gesagt, dies ist nur ein Beispiel! Mit diesem Filter wäre dann eine Vorauswahl an Videos besser möglich.

    Noch eine weitere Information zu meiner Situation: Ich wohne zur Miete und werde gezwungener Maßen "irgendwann" umziehen müssen, da ich annehmen muss, im Alter die Treppen nicht mehr in dem Maße bewältigen zu können, wie jetzt.