Beiträge von FinanztipUser

    Dazu führe ich 1 Excelsheet.

    Wo die Dinger liegen ist für mich zweitrangig. Wobei SB+ inzwischen mein Hauptdepot ist.

    Excel auf jedem Fall und in welchem Depot was liegt, wäre für mich auch eher zweitrangig. Was mich aber zunehmend nervt, ist die Anzahl der Konten, Depots und vor allem Online-Zugänge: Wir sind mit Gehaltskonten, Haushaltskonto, Baufi-Konten, Tagesgeldkonten, Depots, etc. mittlerweile zweistellig! Und alles mit unterschiedlichen Apps, Tan-Verfahren / 2-Faktorauthentifizierungen bzw. Banking und Tan Apps mit Passwörtern, Zugangscodes etc., sodass ich nur bedingt scharf drauf bin, immer weitere Depots aufzumachen… ^^

    Aber klar: Ab einer Gewissen Kostenersparnis beißt man in den sauren Apfel. Bei meiner DKB scheint mir der Kauf über die Börse London pauschal nur runde 10€ im Jahr teurer, ich schau mir das aber nochmal in Detail an…

    Bespare den ausschüttenden MSCI-World A1JA1R und überlege, den Sparplan auf die thesaurierende Variante A1W3CQ (Fondsgröße 1.401 Mio. EUR) oder …

    Tipp dazu: Beide wurden in Irland neu von der UBS aufgelegt. Das Fondsvolumen ist bei denen natürlich aktuell noch geringer, aber die sind praktisch die Zukunft, weil Irland als Auflageland Steuervorteile bei US-Aktien bietet. Daher würde ich bei einem Wechsel bzw. Neukauf immer auf die IRL-Variante und nicht die LU-Variante setzen.

    oder gleich auf einen ACWI ( A2PL58 oder A2QNQN ) umzustellen. Beide sind aber bei der ING, mit der ich sehr zufrieden bin, nicht sparplanfähig. Habe schon über einen Sparplan beim Neobroker und regelmäßige Depotüberträge nachgedacht. Aber das ist ja auch nur nervig. Wenn die Banken da überhaupt mitmachen …

    Der erste von den beiden wäre der thesaurierende ACWI mit Auflage in Irland. Der zweite hat eine andere Nachhaltigkeitsselektionslogik, passt so gesehen also nur bedingt zum bisherigen Ansatz.

    Ich würde mir an der Stelle glaube ich nochmal in Ruhe überlegen, was ich mit der Umstellung erreichen will: Wenn es um eine Ergänzung des Portfolios gehen soll, dann kommt ein ETF auf die Emerging-Markets (gerne auch aufgelegt in LU) oder eben die Small-Caps in Frage. Wenn es um zukünftige Investments in nur einen (!) ETF gehen soll, dann spräche das für den ACWI. Also mehrere SRI-ETFs mit der Möglichkeit, die Emerging-Markets oder die Small-Caps überzugewichten, wovon sich viele Mehrrenditen versprechen? Oder zukünftig nur ein breiterer ETF der Einfachheit halber?

    Das würde ich mir ganz genau überlegen (wirst es wahrscheinlich für einige Jahre durchhalten müssen…) und erst dann überlegen, wie man es am besten bei welchem Broker bzw. welcher Bank umsetzt…

    Ich bin bei der DKB eigentlich ganz zufrieden auch weil es die einzige Bank ist, die wirklich einen Schwerpunkt auf den UBS-SRIs zu haben scheint. Fast alle der oben genannten gibts da im Sparplan, da ist die ING aktuell schwächer. Versteh ich ehrlich gesagt oft nicht: Baugleiche MSCI-World werden in x-facher Ausfertigung von etlichen Anbietern doppelt und dreifach angeboten, aber die SRIs regelmäßig nur sehr halbherzig…

    Hört sich spannend an. Halte uns jedenfalls am laufenden, wie das so funktioniert! :)

    So im Sinne von „funktioniert nicht“? Also wg. Smartbroker oder der DKB, die sich technisch anstellt wie der erste Mensch? :/

    Wozu übertragen? Warum nicht da liegen lassen?

    Eigentlich guter Punkt. Hätte das Interesse meine Aktien ETF in einem Depot zu haben, aber es geht mir dabei eigentlich nur um Übersichtlichkeit…

    Irgendwann willst Du mal wieder verkaufen. Dann wieder zurück?

    Nope. Will nicht verkaufen. Buy and hold und Dividendenstrategie und so… ;)

    Ich würde den ETF sowieso außen vorlassen. Ein sehr geringes Fondsvolumen (und das seit Auflage in 2021!), schlechte Handelbarkeit und daher hohe Spreads.

    Ihr überseht neben der Notwendigkeit für mein Anlagekonzept glaube ich die Logik der Anlageklassen der Fondsgesellschaften: Die thesaurierende Anlageklasse des Fonds ist mit rund 400 Mio € schon im mittelgroßen Bereich und die UBS macht das sicherlich auch, um die Produktpalette der SRIs vollständig zu halten. Das schließt zukünftige Fondsschließungen nicht völlig aus, aber der ETF dürfte aus dieser Perspektive genauso im Interesse der UBS wie in meinem Interesse existieren. Zumal: Es gibt keinen anderen Fondsanbieter, der diesen Index als ausschüttenden ETF anbietet, exakt ausweichen ist also schwierig. Entweder würde ich die Small-Caps also ganz rauslassen oder es wären Näherungslösungen / Flickschusterei… ;)

    Bei SB+ könnte ich den über Berlin und London handeln.

    Cool, danke für die Info! Dann schau ich mir mittelfristig den Smartbroker+ mal an! Darüber dann in entsprechenden Abständen zu kaufen und die Bestände zur DKB zu übertragen, dürfte ja dann kein Problem sein… Die Kaufkosten gerade für Auslandsbörsen bei der DKB im Einzelkauf sind halt nicht so ganz ohne und der Spread in Berlin eigentlich zu heftig…

    Nochmal aktuell zu folgendem ETF des Threads:

    UBS ETF (IE) MSCI World Small Cap Socially Responsible UCITS ETF (USD) A-dis | A3CMCU | IE00BKSCBW67
    Alle wichtigen Informationen und Vergleiche zum UBS ETF (IE) MSCI World Small Cap Socially Responsible UCITS ETF (USD) A-dis (A3CMCU | IE00BKSCBW67) ➤ justETF…
    www.justetf.com

    Gibt es aktuell Neobroker, bei denen man den kaufen kann? Oder Neobroker über die man günstig über die Börse London handeln kann?

    Ich finde im Netz oft kaum Infos dazu, welche ETFs bei den Neobrokern handelbar sind (z.B. bei Scalable). Welchen Anbieter könntet ihr ggf. für o.g. ETF empfehlen?

    Ich bespanne zur Zeit:

    iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc) | A0RPWH | IE00B4L5Y983
    iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF USD (Acc) | A111X9 | IE00BKM4GZ66


    Was mich dennoch bei den ETFs stört, ist die Klumpenbildung (USA bei World und China bei EM).

    Also was hier nüchtern betrachtet als ergänzende Komponente zur Vollständigkeit eines Weltportfolios fehlt, sind die Small-Caps World! Mache sprechen da ja von der Size-Prämie, auf die ich eher setzen würde als auf Uran… :rolleyes:

    Also wenn du dein Portfolio sinnvoll ergänzen (weil weiter diversifizieren) willst und gleichzeitig auf eine Faktor-Prämie „zocken“ willst, dann wäre das die logische Wahl deiner Fonds-Gesellschaft:

    iShares MSCI World Small Cap UCITS ETF | A2DWBY | IE00BF4RFH31
    Alle wichtigen Informationen und Vergleiche zum iShares MSCI World Small Cap UCITS ETF (A2DWBY | IE00BF4RFH31) ➤ justETF – Das ETF Portal
    www.justetf.com

    Ich persönlich würde Blackrock zwar nicht mehr als irgendwie nötig unterstützen wollen und setze auf SRI-ETFs, aber das ist eine andere Diskussion. Rein ökonomisch betrachtet fehlt der Teil der Small-Caps der Industrieländer in deinem Weltportfolio, was geradezu nach so einer Ergänzung schreit, falls du nicht aktiv gegen die „Kleinen“ wetten möchtest… ;)

    PS: Den Anteil der USA und den von China würdest du dabei ebenfalls weiter reduzieren!

    Ich würde dann auf den Kauf von eigenen Coins + eigene Verwahrung setzen, wenn dir ein Totalverlust der bestehenden Position zu sehr weh tun würde.

    Wieso? Und wieso Totalverlust bzw. wo wäre da der Unterschied? Angenommen der BTC würde wertlos, dann wäre ich auf beiden Wegen gleichermaßen betroffen. Bei eigener Verwahrung könnte ich halt noch die Keys oder das Harware-Wallet verlieren oder beides z.B. bei einem Einbruch abhanden kommen. Diese Risiken würde ich größer ansehen, als das Risiko des ETC/ETN-Anbieters…

    Worauf ich bei so einem Vorgehen eher spekulieren würde: Fallende Kosten, falls sich BTC und die ETCs/ETNs wirklich halten sollten und der Wettbewerbsdruck entsprechend steigt. Mein ETF-Anbieter (UBS) hat kürzlich auch die Kosten/TER gesenkt…

    Nur heißt das eben nicht, dass man pauschal zu Stilllegung oder gar Kündigung raten kann, da sowohl die Bandbreite der Verträge als auch die der Voraussetzungen der einzelnen Kunden unglaublich groß ist. Um eine Einzelfallbetrachtung kommt man da nicht herum.

    Meine Rede und das hier sind genau solche Grenzfälle, in denen selbst ein schlechter Vertrag noch eine gute Entscheidung gewesen wäre:

    Aber ohne großartige Einzahlungen finde ich die Summe schon erstaunlich.

    Aber groß hin und her rechnen lohnt sich bei dem Betrag auch nicht.

    Auch dem letzten Satz würde ich mich anschließen: Sofern man bei Riester nicht den Fehler macht, die ergänzende Altersvorsorge bzw. den dafür geeigneten Vermögensaufbau damit als abgeschlossen zu betrachten, dann kann das ganze ein geeigneter Sicherheitsbaustein im Altersvorsorgeportfolio sein! Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und klar: Sicherheit erkauft man sich wie immer durch niedrige Rendite. Aber zur Diversifikation des Gesamtkonzepts? Warum nicht? Insb. wenn man je nach Situation einen gutem Vertrag erwischt (hat)! Und sich da um den letzten Euro Gedanken machen? Mein Vorgehen wärs auch nicht… ;)

    Hast du dir das Prozedere zur Übertragung des Rücknahmeerlöses des Wertpapiers bzw. des ETC-Anteils in Bitcoin in eine Bitcoin Wallet-Adresse, plus die Gebühren, einmal angesehen? Z. B. bei dem Anbieter deines genannten ETN-Fonds?

    Käme für mich nicht in Frage.

    Nope, habe ich nicht im Detail. Käme für dich nicht in Frage weil genau…? Kennst du andere ETC/ETN, die in dieser Hinsicht besser wären? Ich hab den oben genannt, weil er mir unter denen mit Auszahloption der etablierteste schien…

    Not your Keys, not your Coins. Ich würde von ETN-Fonds ganz dringend abraten, ich sehe da nämlich keine Vorteile, nur Nachteile...

    Den Hauptvorteil sehe ich während der Ansparphase insb. zu Beginn in der Einfachheit, also den ETN/ETC einfach mit den anderen ETF ins Depot packen und beim Re-Balancing berücksichtigen zu können. Bei 5% Portfolioanteil lägen die Kosten bei 100K im Depot bei 100€ p.a. was für mich vermutlich eine Schmerzgrenze wäre, bei hoher Vola und erwarteten Kurssteigerungen wäre das aber tragbar. Kosten und Risiken für ein eigenes Wallet und Keys hatte ich so vom Hals und könnte dann ähnlich wie bei Euwax II und Gold irgendwann auf die Eigenlagerung umschwenken. Bis dahin wäre es einfach eine kleine Portfoliokomponente mit starken Schwankungen unabhängig vom Aktienmarkt bzw. den Aktien-ETF… :/

    Eine gA bietet bekanntermaßen folgende Vorteile (vereinfacht ausgedrückt):

    -Anspruch auf Versicherungsschutz

    -günstigere Beiträge bei der PKV bei Pensionierung

    … Nicht nur bei der Pensionierung! Du profitierst auch davon, wenn du z.B. durch einen Wechsel in ein anderes Bundesland dann früher die Versicherungsoption ziehst. Und weil du später je nach Gesundheitszustand nicht nur nicht abgelehnt werden kannst, sondern auch keine Risikozuschläge auf die Beiträge zahlen musst. Das ist vom Geldwert her kaum zu prognostizieren…

    Für mich wäre die Situation ehrlich gesagt ein no-brainer: Nochmal checken ob es bessere Anwartschaften bzw. Versicherer aktuell am Markt für dich gibt. Und falls nein, bei der bisherigen bleiben und die 40€ als gut angelegte Kohle betrachten! Der Renditevergleich zum Ansparen in ETF bringt dir wirklich nichts, wenn du bei einem Wechsel oder im Alter ohne passende und bezahlbare Krankenversicherung dastehst!

    Jede private Rentenversicherung kann man durch ETF ersetzen, aber beim Krankenversicherungsschutz? Andere Liga auch was mögliche Kostenrisiken angeht! Die Wette würde ich persönlich auf keinen Fall eingehen…

    Du meinst sicher die GRV?

    Naja, das zieht halt die falschen Leute an. Die kalkulieren, dass sich die Rentenpunkte aus der Einzahlung mit jährlich ungefähr der Inflation "verzinsen" und das mit riskanteren Investments schlagen wollen, die aber auch wissen, dass der Rentenfaktor der GRV sehr gut ist UND auch noch inflationiert wird. Und die außerdem eine hohe Lebenserwartung haben. Wenn das alle machen, fliegt uns das System um die Ohren.

    Ja, klar, sorry, Autokorrektur: GRV! Und naja, die Frage ist ja, was den Leuten bleibt, wenn es dank der damaligen Entscheidungen der Regierung Schröder (Riester) keine guten Optionen gibt ausser Vermögen Aufbauen in Eigenregie:

    Erst haben sich die Arbeitgeber aus der paritätischen Finanzierung der Rente verabschiedet und dann werden die Versicherungsnehmer/innen von den Versicherungen verarscht, weil ihre Rente eben keinen Inflationsausgleich hat und über die Jahre real immer weiter fällt! Beides kein guter Deal wie mir scheint…

    Wie schon öfters mal erwähnt dient die Riester-Rente nicht dazu im Normalfall übermäßige Rendite zu machen sondern die vom Staat 2002 gekürzte Rente (4 Prozent) quasi selbst zu finanzieren - aufzufangen - ich hatte jetzt das Glück an einen so guten Vertrag zu gelangen und wegen den 200€/Monat macht mir das nix aus - da ich die ja schon so lange da reinspare - das merke ich nicht...die jährliche Inflationsrate beträgt auch nicht 3,25 Prozent - Höher war sie nur in den letzten 2 Jahren - ansonsten Deutlich unter 1 Prozent - dieses Jahr werden es ein bisschen mehr als die 2 Prozent sein und nächstes Jahr geschätzt ebenfalls 2 Prozent - so sind die 3,25 Prozent Garantiezins ein guter Inflationsschutz....

    und wenn man bedenkt, wie hoch die gesetzliche Rente aktuell nach 45 Jahren im Durchschnitt ist sind meine 1150€ garantiert - wie gesagt ohne Überschüsse absolut super - und sicher - also nix mit Börsencrash usw. - und ich bin super zufrieden damit und glücklich dass ich den habe - deswegen mein Platinum Riester und man sieht hätte man von Anfang an den nicht der Finanzlobby überlassen (Bildzeitungs-Kampagne) sondern der Rentenversicherung anlegen lassen bzw. über den Arbeitgeber (wie bei mir) hätte er seinen Sinn und Zweck voll und ganz erfüllt -damals zumindest.....mein Beispiel zeigt, dass so wie Walter Riester es sich gedacht hatte funktioniert....

    Was ja nicht heisst, dass ich noch weitere Altersvorsorgeprodukte im Köcher habe.....

    Wenn Riester dazu einmal gedacht war, finde ich es am Vorschlag von Lindner umso unverständlicher, dass man den angesparten Betrag dann nicht mit Renteneintritt in die GKV überführen kann! Damit hätten die Menschen dann für die eigens angesparte Summe wenigstens einen halbwegs anständigen Inflationsausgleich, den die privaten Versicherer verhindern…

    Wenn ich es richtig verstanden habe, ist der einzige Punkt, gegen den wir Einspruch erheben können, der fixe Abstand - die fixe Marge der SPK Detmold. Korrekt?

    Das ist der erste Punkt und den hat der BGH relativ eindeutig entschieden! Da bin ich mal sehr gespannt, wie sich die SPK dazu weiter verhält. Also ob es Vertragsänderungsangebote gibt, man das Thema totschweigen möchte, und/oder ob dann jeder selbst Widersprechen bzw. mit einem Anwalt kommen muss, damit die Urteile umgesetzt werden. Es bleibt spannend...

    Ein zweiter Punkt ist ebenfalls ziemlich eindeutig entschieden worden, nämlich dass beim anschließenden Rentenvertragsangebot keine Abschlussgebühr verlangt werden darf. Vermutlich wird das aber in den Angeboten für die Verrentung dann jetzt auch nicht mehr versucht werden. Prüfen sollte es jeder/r Einzelne aber auf jeden Fall genau!

    Der dritte Punkt ist unklarer bzw. nicht so deutlich im Interesse der Verbraucher vom BGH enthschieden worden, nämlich die Frage, welcher Referenzzinssatz überhaupt geeignet bzw. zulässig ist. Das ist/war zwar strittig, scheint aber auch den Urteilen nach so in Ordnung. Hier würde ich das geringste Potenzial für weitere Vertragsverbesserungen sehen.

    Grundsätzlich spannend ist natürlich, wie die Politik mit dem Riester-Desaster weiter umgehen will bzw. wie die konkreten Reformen jetzt aussehen:

    Reform der Riester-Rente: Wie Christian Lindner die Altersvorsorge umkrempeln will (rnd.de)

    Meine Vermutung: Im Zuge der Veränderungen wird es eine Reaktion der Sparkasse mit einem Vertragsänderungsangebot geben, bei dem die bisherigen Probleme der Verträge "geheilt" werden sollen. Das sollte man sich dann aber auch in Ruhe und ganz genau im Detail anschauen und bewerten bevor man so etwas unterschreibt.

    Ansonsten ist meine Tendenz: Vertrag weiterführen, Zinsen und Bonuszinsen mitnehmen (insb. nach 15 Jahren, wenn der Bonuszins dann die Kosten/Marge des Vertrages ausgleicht und man praktisch den Zins i.H.v. 70% 10 j. Bundesanleihen + 30% Euribor bekommt), was keine so schlechte Verzinsung ist. Um dann den Vertrag am Ende der Laufzeit inkl. Bonuszins zu kündigen, weil die Verrentung wahrscheinlich kaum attraktiv ist. Der Riester-Baustein macht bei mir rund 10% der privaten Altersvorsorge aus und entspricht praktisch dem "Sicherheitsbaustein" des Gesamtportfolios neben den Aktien-ETF...

    Sollte variabel klappen und wie geschrieben würde mich mir von mehreren (!) Vermittlern Angebote einholen. Also von den großen Vermittlern laut Finanztip & Finanztest-Empfehlungen und auch von den kleineren je nach Region: Wir sind über einen kleineren Vermittler „Haus und Wohnen“ bei der regionalen Sparda-Bank gelandet und die Konditionen waren damals um Längen besser als die bei der Inter-Hyp!

    Ich hab gerade mal geschaut, aktuell wären es bei unserer Sparda-Bank bei variablem Zins unter 6%, nämlich 5,77% bei entsprechender Bonität:

    Neufinanzierung für Ihr Eigenheim

    PS: Wie viel Prozent der Gesamtsumme macht denn das Grundstück aus und wie viel Prozent Eigenkapital habt ihr?

    Macht es nicht Sinn, vom EK das Grundstück zu kaufen, sofern die dann finanzierende Bank das voll als Eigenmittel akzeptiert? Wie viel bliebe bei so einem Vorgehen denn dann noch an zu finanzierendem Grundstücksanteil? Da wären 5,77% für einen kurzen Zeitraum ja fast schon egal und eben flexibler als eine Zinsfestschreibung von z.B. 2 Jahren…

    Mit dem Anwalt kann man sich vorher über die Kosten unterhalten. Eine Erstberatung wird in der Regel nach festen Sätzen abgerechnet. Ohne Hilfe mit Kosten wird es meistens im Nachhinein erheblich teurer.

    Ja, mit Festpreisen und/oder auf Stundenbasis ist das ganze gut berechenbar und sicher gut investiertes Geld. Ich kenn einige Gegenbeispiele von Leuten die sich völlig unbedarft mit Immobilienwerten von 2-3 Millionen aufwärts einfach mal vom Notar haben beraten lassen und die dann Privatkredite aufnehmen mussten, um die deutlich 5-stelligen Notarhonorare für diese Beratung zu zahlen… :D

    Du siehst also: Der Weg zum Anwalt für Erbrecht (und/oder einem Notar) lohnt sich in Eurem Fall.

    Für beide Gestaltungen empfiehlt sich die Beratung durch einen (guten) Notar - ggf. auch durch einen Steuerberater im Vorfeld.

    Fall für einen Fachmann, möglicherweise sogar für einen Fachmann, der neben dem deutschen Erbrecht auch das Erbrecht des betreffenden Auslands übersieht.

    Ich glaube ihr wiederholt euch… Mal bedacht wie die/der Fachfrau/mann (Notar/in) abrechnet? Genau, nach Wert des Vermögens bzw. der Immobilie!

    Wer mit über einer Million Vermögen beim Notar aufschlägt und sich mal richtig beraten lässt, der kippt anschließend wortlos nach hinten über, wenn der die Rechnung für diese Beratung erhält!

    Ob er/sie dann unmittelbar wesentlich schlauer ist, sei mal dahingestellt. Meine Erfahrung: Selbst schlau machen ist der beste Einstieg (Bücher, Online-Recherche, Foren auch wie dieses hier)! Und wenn sich herauskristallisiert hat, was man tendenziell möchte und was die konkrete Beratung kostet, dann finalisiert man das mit einem Steuerberater (am besten bezahlt auf Stundenbasis!) und erst dann mit dem Notar im Wissen um die horrenden dann anfallenden Kosten!

    Insofern würde ich von einem sehr blauäugigen Termin beim Notar anfänglich eher abraten! Ausser vll. man möchte das Vermögen vorsorglich substanziell schmälern, um eher mit den Freibeträgen hinzukommen! 8o

    Ich habe meine Steuerunterlagen alle im PC. Für jedes neue Jahr gibt es einfach nur ein neues Verzeichnis. Der Steuerbescheid ist als Scan kein Megabyte groß, das ganze Verzeichnis hat vielleicht 10 MB. Davon kann ein heutiger PC ziemlich viele speichern, sicher mehr, als ich in meinem ganzen Leben bekommen werde.

    Ja, schon klar, aber ich kann mir schon noch schönere Hobbies vorstellen, als Steuerbuchhaltung über 30 Jahre für einen Riester-Vertrag… :D

    Deshalb; warum wollen Sie jetzt eine ETW kaufen, die Sie erst in 10-15 Jahren beziehen möchten? M.E. überwiegen die Nachteile gegenüber einem Kauf kurz vor der Eigennutzung deutlich.


    In der Zeit kann sich Ihre Meinung zu Lage, Größe und Ausstattung der ETW ändern. Was machen Sie, wenn Sie dann die falsche Wohnung haben?

    Also das würde ich eher umgekehrt sehen: Das Risiko, die falsche Wohnung zu kaufen kann man doch selbst bewusst und am besten begrenzen!

    Und die Steuervorteile einer Vermietung liegen doch auf der Hand! Nichts ist bei einer Immobilie teurer und ungünster als wenn man selbst kreditfinanziert drin wohnt, weder Zinsen noch Abschreibung absetzen kann und gerade am Anfang dann noch möglichst hohe Zinsen komplett auf die eigene Kappe nehmen muss…

    Ist es hier egal, ob das zu kaufende Objekt bereits einmal vom Vorbesitzer abgeschrieben wurde, oder?

    Ja, die Abschreibung von i.d.R. 2% pro Jahr beginnt erneut und bezieht sich auf alle aktivierbaren Kaufkosten, also auch Nebenkosten! Dass dann logischerweise rechnerisch über 50 Jahre Abschreibungsdauer und nicht wie oben geschrieben über 30…

    Bei kalkulierten Mieteinnahmen von TEUR 1 Kaltmiete monatlich, würden wir dann quasi keine Steuer auf die Mieteinnahmen zahlen, oder?

    Du kannst auch Zinsausgaben und sonstige Kosten absetzen, dann wird das ganze relativ schnell zum Steuersparmodell auch für eure Eikommenssteuer! Daher macht ein Kauf mit Finanzierung 10-15 Jahre vorher Sinn, eben weil ihr nur bei Vermietung die anfänglich real hohe AfA und die anfänglich auch nominal hohen Zinsen absetzten könnt.

    Nur: Sind es wirklich nur 1 T€ Kaltmiete monatlich? Weil dann wäre der Kaufpreis m.E viel zu teuer! Mal das Kaufpreis-Miet-Verhältnis ausgerechnet?

    Steuerberater braucht ihr m.E. dafür nicht, wenn du dich schlau machst (online, Ratgeber) über die Steueraspekte! Aber über den Punkt mit dem Kaufpreis würde ich wirklich nochmal nachdenken…

    Genau, jeder der die Günstigerrechnung beim Kindergeld verstanden hat, kann auch Riester verstehen ;)

    Also beim Elterngeld denke ich gerade, dass man mindesten einen Masterabschluss („M.A in Elterngeld“) benötigt, um die Logik und die Optionen nachzuvollziehen und sinnvoll zu nutzen… :/ :P

    Zumal die auf den Riester entfallende Steuererstattung ja sogar explizit im Steuerbescheid aufgeführt wird. Jeder, der den aufmerksam liest (und das sollte man!), hat sich doch schon mal mit nem Taschenrechner eingesetzt und nachgerechnet, was da gemacht wird?

    Ja, aber die Unterschiede bezüglich der 175€ sind dabei ja wirklich Peanuts und für eine steuerliche Vergleichsrechnung mit Aussagekraft bräuchte man wie gesagt den aktuell noch unbekannten Steuersatz im Alter!

    Ich find die größere Herausforderung besteht darin, dass ich die gesamten Steuerunterlagen auch der nächsten 30 Jahre noch aufheben muss, um die Rückerstattung im Fall einer Kündigung selbst nachvollziehen zu können. Und da wird es bei mir wahrscheinlich mit 67 drauf rauslaufen… ;)