Einzige Ausnahme ist FinanztipUser mit seiner viel zu extrem krititschen Meinung gegenüber Maklern, Bauträgern, Verkäufer oder Finanzierungsberatern.
Da scheint mir der Haushund nach dem Verputzen des Nackensteaks zu bellen!
Der Kommentar bzw. die Einschätzung sei mir als gelerntem "Finanzierungsberater" bzw. Bänker mit einiger Berufserfahrung erlaubt: Die Interessenkonflike liegen doch auf der Hand! Bei vielen anderen Tipps/Ratschlägen, wie z.B. erstmal zu ermitteln, "wie viel Immobilie" man sich leisten kann, oder den Tipps zum Vorgehen, gehen wir hier glaube ich alle mit... 
D.h. die Aussage von FinanztipUser ist gut gemeint funktioniert aber nicht.
Ohne Makler oder Banken oder Bauträger gibt es viel zu wenig Angebote.
Natürlich ist man bei einem Hauskauf auf viele Beteilige (ggf. Makler/Bauträger, Finanzierungsberater, (Haus-)Bänker, ggf. Gutachter/Handwerker, usw.) angewiesen. Aber was sind denn gerade beim Immobilienkauf die Interessen der jeweiligen Seiten? Ein Makler ist tendenziell an einem schnellen Abschluss und hoher Provision interessiert. Ein Verkäufer an einem möglichst hohen Verkaufspreis und wenig Arbeit. Ein Finanzierungsvermittler verdient linear mehr, je mehr Kreditvolumen er verkauft und er bekommt eine Provision von Banken, die im Vorfeld für Kreditnehmer völlig intransparent ist. Die Wahrscheinlichkeit ist also nicht gerade gering, dass der Makler zu einem schnellen Abschluss drängt, der Verkäufer einen (zu) hohen Kaufpreis durchsetzen will, der Finanzierungsvermittler oder die Bank eine grenzwertig hohe Kreditsumme mit unnötig hohen Zinsen verkaufen möchte u.s.w.!
Was sind die Interessen der Käufer? Er/sie sucht eine Immobilie, die wirklich zur eigenen Lebenssituation und zum angepeiten Zweck passt. Allein das ist so individuell, dass es eine Beratung von außen wenn überhaupt nur anteilig geben kann und man sich für die konkrete Enscheidung selbst (!) notgedrungen sehr viel Gedanken machen sollte. Von einem Makler sollte man sich zeitlich genauso wenig unter Druck setzen lassen, wie vom Verkäufer bezüglich des Kaufpreises. Bei der Kreditvermittlung sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass der angebotene Kredit eben nicht der günstigste am Markt für einen selbst sein könnte (in Bezug auf den Zinssatz, die Laufzeit bzw. die Aufteilung der Summe in mehrere Bausteine, die Sondertilgungsoptionen, etc.). Sondern eben schlicht und ergreifend das Angebot sein könnte, bei dem der Vermittler die höchste Provision erhält.
Deshalb mein Credo: Informieren, vergleichen, vergleichen, vergleichen und verhandeln! Und eben keine Verantwortung dafür an irgendwen abgeben!
Alle diese Interessenkonflikte führen eben systematisch niemals zu neutraler bzw. unabhängiger "Beratung" im Sinne der Kunden und sind wirklich die Pest der deutschen Finanzbranche. Indirekt zahlt man als Kunde den Preis dafür ja dann durch überhöhte Finanzierungsbedingungen, bei der Geldanlage zum Beispiel durch zu hohe Gebühren für die empfohlenen aktiven Fonds oder bei Immobilien durch einen Kauf einer Immobilie zu suboptimalen Konditionen.
Ist in Deutschland so eingespielte Praxis und auch kein Weltuntergang. Man sollte halt nur den Unterschied zwischen "Beratung" und "Verkauf" kennen und berücksichtigen und dann am besten mit maximal vielen Informationen eine für sich möglichst informierte und gute Entscheidung treffen, gerade bei einem größeren Immobilieninvestment. Und das eben in Bezug auf das Objekt (Lage, Größe, Verwendung), die Finanzierung (Zinssatz, Laufzeit, die oft nicht gern gesehene Aufteilung des Kredits in Bausteine), die Abwicklung und Nutzung u.s.w.
Das alles zumindest für den Fall, dass man bei all den Entscheidungen eben für sich möglichst gute Entscheidungen treffen möchte. Und eben nicht Entscheidungen, die unnötig stark die Taschen der anderen Beteiligten füllen! 