Du ignorierst die Marktbewegungen im Zeitablauf und rechnest mit fiktiven Erträgen, die es so kontinuierlich nicht gibt.
Natürlich gibt es die Erträge nicht konstant. Aber ich bin sehr viel zuversichtlicher, dass sich das über 20-30 Jahre ausmittelt als dass du über den Zeitraum das Market Timing vernünftig hinbekommst. 5% reale Rendite halte ich nicht für übertrieben und die Rechnung mit realen Renditen erlaubt mir auch, die Zinsen auf dem Tagesgeld zu ignorieren. In der Regel kommt man damit etwa auf die Inflationsrate. Aber wir können auch gerne mit 4% real rechnen, das schlägt die höheren Transaktionskosten locker. Wie du auf die Idee kommst, dass Opportunitätskosten in der Entnahmephase keine Rolle spielen sollen, ist mir schleierhaft. Mit einer effizienteren Entnahmestrategie kannst du entweder mehr entnehmen oder mehr vererben.
Und bevor wir uns hier dreimal im Kreis drehen, möchte ich endlich mal eine konkrete Strategie hören. Wie hoch ist der Puffer bei einer Entnahme von 1000€ monatlich, nach welchen Kriterien wird aus dem Cash Topf entnommen, wann wird er aufgefüllt. Bitte konkret sein, z.B. Kurs 80% ATH, nicht wischiwaschi mit "guten" und "schlechten" Kursen, bei denen sich jeder was anderes vorstellen kann. Wie würde sich die Strategie in einem Szenario wie den frühen 2000ern schlagen? Dort wurden die Kurse von 2000 lange nicht erreicht und als man wieder auf der Höhe war, ging es gleich nochmal runter.